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Entwicklung der Bildungsungleichheit im Hinblick auf die soziale Herkunft

Titel: Entwicklung der Bildungsungleichheit im Hinblick auf die soziale Herkunft

Hausarbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mascha Matri (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Gruppenarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage: „Inwiefern kann man bezüglich der Bildungsungleichheit in Deutschland von einer positiven Entwicklung sprechen?“. Die Einleitung der Arbeit dient mit einem kurzen Problemaufriss dazu, einen Überblick über die Bedeutsamkeit der Bildungsbenachteiligung in Deutschland zu skizzieren. Durch den Hauptteil wird mit Hilfe von Daten und Studienergebnissen vertieft auf die Entwicklung der Bildungsungleichheit eingegangen und somit versucht, die Forschungsfrage zu beantworten. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammenfassend kritisch beleuchtet und ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen des deutschen Bildungssystems gegeben. Als Motivation für die Verfassung der vorliegenden Gruppenarbeit dient das Hervorheben der Relevanz des Themas „Bildungsungleichheit in Deutschland“. Dieses hat für die Autoren als Studierende einen hohen Stellenwert in Bezug auf die berufliche Zukunft.

Im Zuge der Entfaltung des wirtschaftlichen Wachstums, des technischen Fortschritts und individueller Prosperität gewann Bildung einen zunehmenden Stellenwert und rief die Forderung nach einem Ausbau der Bildungsmöglichkeiten hervor. Diese Forderung wurde durch die Bildungsexpansion der sechziger und siebziger Jahre erhört und führte mit dem Ausbau an sekundären und tertiären Bildungseinrichtungen zu einer allgemeinen Verbesserung des Bildungsangebots der Bundesrepublik Deutschland. Der „PISA-Schock“ im Jahr 2000 offenbarte jedoch einen signifikanten Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Bildungserfolg der Schüler in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern. Die nachfolgenden Jahre waren unter der Prämisse einer Reduzierung der sozialen Herkunftseffekte, mitsamt Bildungsreformen, ausschlaggebend für die verstärkte Untersuchung dieser schichtspezifischen Abhängigkeit.

Für eine positive Auswirkung der Bildungsexpansion spricht die Entwicklung der Besucherzahlen von Hauptschulen, welche im Zeitraum von 1952 bis 2003 stark zurückgegangen sind, wohingegen sich die Schülerzahlen von Realschulen verdreifacht und die von Gymnasien verdoppelt haben. Die vorliegende Gruppenarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage: „Inwiefern kann man bezüglich der Bildungsungleichheit in Deutschland von einer positiven Entwicklung sprechen?“. Diese Frage thematisiert die abhängige Variable der Bildungsabschlüsse der Schüler in Relation zu der unabhängigen Variable der Bildungsabschlüsse der Eltern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Bezüge

2.1 Ausgangspunkt der Bildungsexpansion

2.2 Ursachen der Bildungsungleichheit

3. Erlangen der Hochschulreife

4. Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Bildungsungleichheit in Deutschland unter Berücksichtigung der Bildungsexpansion. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, inwiefern eine positive Entwicklung hinsichtlich der Chancenangleichheit vorliegt, indem der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft (Bildungsabschlüsse der Eltern) und dem Bildungserfolg der Kinder analysiert wird.

  • Historische Entwicklung der Bildungsexpansion und ihre Phasen
  • Ursachen und Mechanismen der Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem
  • Analyse der Hochschulzugangschancen in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft
  • Bedeutung primärer und sekundärer Herkunftseffekte für den Bildungserfolg
  • Kritische Reflexion der Meritokratie im Kontext sozioökonomischer Disparitäten

Auszug aus dem Buch

2.1 Ausgangspunkt der Bildungsexpansion

Die Entwicklung des Bildungswesens in Verbindung mit der Bildungsexpansion in Europa kann in drei Phasen eingeteilt werden. Die erste Phase entspricht der Periode zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg, da diese als Entstehungszeitpunkt nationaler Bildungssysteme gilt. In diesem Rahmen fand eine zunehmende Machtübernahme der Kontrolle über das Bildungswesen durch staatliche Organe statt, welche zuvor in den Händen der Kirche lag (Hadjar / Becker 2006: 12). Es kam zu einer erweiterten Alphabetisierung der Bevölkerung, da die Einführung der allgemeinen Schulpflicht allen Kindern die Chance auf eine grundlegende Schulbildung eröffnete.

In der zweiten Phase, welche nach dem Ersten Weltkrieg einsetzte, kam es durch die Erweiterung des Schulwesens und der Einführung weiterführender Bildungsmöglichkeiten zu einem verbesserten Bildungsstand breiter Bevölkerungsmassen (ebd.). Darüber hinaus wurden die parallel ablaufenden Schulformen, der Volksschule und des Gymnasiums, aufeinander aufbauend umstrukturiert. Die Volksschule galt somit als einführende und für alle Kinder verpflichtende Elementarbildungseinrichtung (ebd.).

Die dritte Phase ist die bereits erwähnte Bildungsexpansion, welche in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg einsetzte. Höhere Bildungseinrichtungen wurden für Schüler verschiedener sozialer Herkunft zugänglicher und somit auch die Hochschulen, welche die Eliteuniversitäten größtenteils ablösten (Hadjar / Becker 2006: 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Entwicklung des deutschen Bildungswesens, führt in die Problematik der Bildungsungleichheit ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Entwicklung dieser Ungleichheiten.

2. Theoretische Bezüge: Dieses Kapitel erläutert die Phasen der Bildungsexpansion und beleuchtet theoretische Ursachen für Bildungsungleichheiten, insbesondere den Einfluss sozioökonomischer Faktoren.

3. Erlangen der Hochschulreife: Hier wird der Anstieg von Bildungsabschlüssen über verschiedene Alterskohorten hinweg dargestellt und die wachsende Bedeutung von Realschulen und Gymnasien dokumentiert.

4. Ergebnisse: Der Abschnitt fasst die Datenlage zur sozialen Selektion beim Übergang in weiterführende Schulen und den Hochschulzugang zusammen und verdeutlicht die anhaltenden Abhängigkeiten.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse kritisch, verneint eine durchgehend positive Entwicklung der Chancengleichheit und weist auf zukünftige Herausforderungen hin.

Schlüsselwörter

Bildungsexpansion, Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Hochschulreife, Bildungserfolg, meritokratische Gesellschaft, Schichtspezifische Unterschiede, Bildungschancen, Bildungsbenachteiligung, Schulsystem, Leistungsunterschiede, primäre Herkunftseffekte, sekundäre Herkunftseffekte, Bildungsabschluss, Bildungsbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Bildungsungleichheit in Deutschland und untersucht, ob und inwieweit die Bildungsexpansion zu einer echten Chancengleichheit geführt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel des Bildungswesens, die sozioökonomischen Determinanten des Bildungserfolgs sowie die Analyse von Daten zum Hochschulzugang.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern kann man bezüglich der Bildungsungleichheit in Deutschland von einer positiven Entwicklung sprechen?“

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung von vorhandenen Daten zum historischen Bildungsverlauf, empirischen Studien und bildungssoziologischen Modellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bildungsexpansion, die Ursachen für Bildungsungleichheiten sowie eine detaillierte Auswertung von Statistiken zum Erlangen der Hochschulreife.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungsexpansion, soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Chancengleichheit und der Einfluss des Elternhauses auf den Bildungsweg der Kinder.

Welche Rolle spielen die sogenannten „primären“ und „sekundären“ Herkunftseffekte?

Primäre Effekte beziehen sich auf direkt durch das soziale Umfeld geprägte Leistungsunterschiede in der Schule, während sekundäre Effekte die bildungsbezogenen Entscheidungen der Eltern trotz identischer Leistung beschreiben.

Wie bewerten die Autoren die Wirksamkeit der Bildungsexpansion?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Bildungsexpansion zwar zu höheren Abschlusszahlen führte, das deutsche Bildungssystem jedoch weiterhin stark von der sozialen Herkunft abhängig bleibt und somit keine vollständige Entkoppelung erreicht wurde.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung der Bildungsungleichheit im Hinblick auf die soziale Herkunft
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,3
Autor
Mascha Matri (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V318729
ISBN (eBook)
9783668179929
ISBN (Buch)
9783668179936
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungsungleichheit Pisa-Studie Bildungsexpansion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mascha Matri (Autor:in), 2014, Entwicklung der Bildungsungleichheit im Hinblick auf die soziale Herkunft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318729
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Leseprobe aus  16  Seiten
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