Die Einleitung der Arbeit dient mit einem kurzen Problemaufriss dazu, einen Überblick über die Bedeutsamkeit der Benachteiligung älterer Migranten in Deutschland zu skizzieren. Durch den Hauptteil wird mit Hilfe von theoretischen Bezügen und Studienergebnissen ein Vergleich zwischen der ökonomischen Situation türkischstämmiger und deutschstämmiger Senioren vorgenommen und somit versucht, die Forschungsfrage zu beantworten. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammenfassend kritisch beleuchtet und ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen des deutschen Rentensystems gegeben.
Der Anteil älterer Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb der deutschen Bevölkerung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dieser Trend lässt sich teilweise durch den sinkenden Anteil an Migranten erklären, welche im Alter in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Ältere Menschen mit Migrationshintergrund symbolisieren die zwei wichtigsten Entwicklungstendenzen der deutschen Bevölkerung. Zum einen die Alterung der Gesellschaft im Zuge des demographischen Wandels und zum anderen die Relevanz der Auseinandersetzung mit Folgen von Migration auf internationaler Ebene. Auf dieser Grundlage bilden ausländische Senioren, welche mit ungünstigen Lebensumständen konfrontiert sind, eine wichtige Determinante politischer und wissenschaftlicher Diskurse in Deutschland.
Inwiefern kann man bezüglich der sozialen Lage älterer Migranten in Deutschland von einer positiven Entwicklung sprechen? Die folgende schriftliche Ausarbeitung des Gruppenreferats „Armut älterer Migranten in Deutschland am Beispiel ehemaliger Gastarbeiter“ beschäftigt sich hinsichtlich dieser Frage mit der sozioökonomischen Lage ausländischer Senioren in Deutschland. Bei der Ausarbeitung wird der Fokus auf die Gruppe der in Deutschland gebliebenen ehemaligen Gastarbeiter gelegt und anhand dieser die Ursachen und Folgen von Armut älterer Migranten aufgezeigt. Die Gruppe ehemaliger Gastarbeiter dient zur Repräsentation älterer Migranten in Deutschland, da diese hierzulande berufstätig waren und das deutsche Rentensystem die Grundlage ihrer Alterssicherung darstellt. Diese Tatsache erleichtert einen Einkommensvergleich zwischen deutschen und ausländischen Senioren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Bezüge
2.1 Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland
2.2 Historische Entwicklung und Folgen der Arbeitsmigration
3. Vergleich der ökonomischen Situation türkischer und deutscher Senioren
3.1 Wohneigentum im Alter
3.2 Einkommen im Alter
3.3 Zufriedenheit mit der ökonomischen Situation
4. Ergebnisse
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die sozioökonomische Lage älterer Migranten in Deutschland, insbesondere ehemaliger Gastarbeiter, und vergleicht diese mit der Situation deutschstämmiger Senioren, um die Hypothese einer höheren Armutsgefährdung von Migranten im Alter zu prüfen.
- Sozioökonomische Lage ehemaliger Gastarbeiter
- Vergleich von Wohneigentumsquoten im Alter
- Analyse der verschiedenen Einkommensquellen im Rentenalter
- Subjektive Zufriedenheit mit der ökonomischen Lebenssituation
- Folgen des demografischen Wandels für die Alterssicherung
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Derzeit weist Deutschland eine heterogene Gruppe von ca. 16 Millionen Migranten aus verschiedenen Herkunftsländern auf. Mit Migration wird ein Einschnitt im Leben eines Menschen, welcher verschiedene Veränderungen der Lebensumstände für die Betroffenen mit sich bringt, verbunden (vgl. Razum et al. 2008: 7). Der Anteil älterer Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb der deutschen Bevölkerung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dieser Trend lässt sich teilweise durch den sinkenden Anteil an Migranten erklären, welche im Alter in ihre Herkunftsländer zurückkehren (vgl. Yildiz / Gutenberg 2010). Ältere Menschen mit Migrationshintergrund symbolisieren die zwei wichtigsten Entwicklungstendenzen der deutschen Bevölkerung. Zum einen die Alterung der Gesellschaft im Zuge des demographischen Wandels und zum anderen die Relevanz der Auseinandersetzung mit Folgen von Migration auf internationaler Ebene (vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2012: 5).
Auf dieser Grundlage bilden ausländische Senioren, welche mit ungünstigen Lebensumständen konfrontiert sind, eine wichtige Determinante politischer und wissenschaftlicher Diskurse in Deutschland (vgl. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 2013). Inwiefern kann man bezüglich der sozialen Lage älterer Migranten in Deutschland von einer positiven Entwicklung sprechen? Die folgende schriftliche Ausarbeitung des Gruppenreferats „Armut älterer Migranten in Deutschland am Beispiel ehemaliger Gastarbeiter“, beschäftigt sich hinsichtlich dieser Frage mit der sozioökonomischen Lage ausländischer Senioren in Deutschland. Bei der Ausarbeitung wird der Fokus auf die Gruppe der in Deutschland gebliebenen ehemaligen Gastarbeiter gelegt und anhand dieser die Ursachen und Folgen von Armut älterer Migranten aufgezeigt. Die Gruppe ehemaliger Gastarbeiter dient zur Repräsentation älterer Migranten in Deutschland, da diese hierzulande berufstätig waren und das deutsche Rentensystem die Grundlage ihrer Alterssicherung darstellt (vgl. Mika / Tucci 2006: 1). Diese Tatsache erleichtert einen Einkommensvergleich zwischen deutschen und ausländischen Senioren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die wachsende Bedeutung des Themas der Altersarmut bei Migranten in Deutschland und legt die Forschungsfrage sowie die Motivation für den Vergleich ehemaliger Gastarbeiter mit deutschen Senioren dar.
2. Theoretische Bezüge: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Migrationshintergrunds und beleuchtet die historische Entwicklung der Arbeitsmigration, um deren Einfluss auf die späteren Lebensläufe ehemaliger Gastarbeiter zu verdeutlichen.
3. Vergleich der ökonomischen Situation türkischer und deutscher Senioren: Hier wird der empirische Vergleich hinsichtlich Wohneigentum, Einkommensquellen und der subjektiven Zufriedenheit zwischen beiden Gruppen anhand von Studiendaten vorgenommen.
4. Ergebnisse: Das Kapitel fasst die Disparitäten zusammen und führt diese auf die schwierigeren Erwerbsbiografien sowie die benachteiligte Arbeitsmarktsituation der Migranten zurück.
5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Hypothese der höheren Armutsgefährdung von Migranten, diskutiert Herausforderungen durch den demografischen Wandel und fordert politische sowie sozialversicherungsrechtliche Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Altersarmut, Migration, ehemalige Gastarbeiter, Rentensystem, demografischer Wandel, sozioökonomische Lage, Wohneigentum, Einkommen im Alter, Lebenszufriedenheit, Erwerbsbiografien, soziale Sicherung, Arbeitsmarktintegration, Generation and Gender Survey, Armutsgefährdung, türkischstämmige Senioren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der sozioökonomischen Situation älterer Migranten in Deutschland, wobei der Fokus auf ehemaligen Gastarbeitern liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Wohneigentum, Einkommensquellen im Alter und der subjektiven Zufriedenheit älterer Migranten im Vergleich zu deutschen Senioren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, ob ältere Migranten in Deutschland stärker von Armut bedroht sind als ältere Deutsche.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine Sekundäranalyse von Daten, insbesondere des "Generations and Gender Survey" (GGS), um einen Vergleich zwischen den Bevölkerungsgruppen durchzuführen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Arbeitsmigration gelegt und anschließend die ökonomischen Merkmale sowie die subjektive Bewertung der Lebenssituation empirisch verglichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Altersarmut, Gastarbeiter, Rentensystem, Migration und sozioökonomische Disparitäten.
Welche Rolle spielt Wohneigentum bei der Altersvorsorge der untersuchten Gruppen?
Wohneigentum gilt als zentrales Instrument gegen Altersarmut, wobei die Studie aufzeigt, dass der Anteil an Wohneigentümern bei deutschen Senioren deutlich höher ist als bei türkischstämmigen Senioren.
Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit bezüglich der sozialen Lage älterer Migranten?
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass man bezüglich der sozialen Lage älterer Migranten nicht von einer grundlegend positiven Entwicklung sprechen kann, da weiterhin erhebliche Disparitäten bestehen.
- Quote paper
- Mascha Matri (Author), 2015, Armut älterer Migranten in Deutschland. Ein Vergleich der ökonomischen Situation türkischer und deutscher Senioren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318731