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Die Wichtigkeit des Kostümbilds. Kleidung als gestalterische Ausdrucksmöglichkeit auf der Theaterbühne

Título: Die Wichtigkeit des Kostümbilds. Kleidung als gestalterische Ausdrucksmöglichkeit auf der Theaterbühne

Tesis (Bachelor) , 2016 , 38 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Annemarie Kögl (Autor)

Teatrología, danza
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Das Kostümbild ist wichtiger Bestandteil einer Inszenierung. Durch die kommunikative Fähigkeit, die die Kleidung im Allgemeinen und Kostüme im Besonderen haben, werden dem Publikum Zeichen vermittelt, die zum Verständnis und Einordung der Inszenierung in historische Kontexte sowie unter anderem die Gefühlslage und den gesellschaftlichen Stand der dargestellten Figuren und deren Beziehung untereinander Aufschluss geben kann. Durch Kenntnisse um Materialeigenschaften, Farb- und Formwirkungen können diese Zeichen sinnstiftend und ästhetisch konstruiert werden damit sie dem Zuschauer als optischen Reiz mit Symbolcharakter dienen.

Im Januar 2015 kamen die beiden aus der griechischen Mythologie stammenden Figuren Elektra und Medea auf der Studiobühne Paderborn zur Aufführung. Seit der Antike werden die tragischen Schicksale der Frauen in verschiedenen Epochen in facettenreicher Form verarbeitet und tauchen so mehrfach in der Kunst, sowie auf der Theaterbühne auf.

Unter dem Motto „Rezeption der Antike“ wollte der Regisseur und Leiter der Studiobühne Dr. Hans Moeller in seiner Interpretation der Stücke von Hugo von Hofmannsthal („Elektra“) und Heiner Müller („Medeamaterial“) jedoch ein „falsches Antikisieren“ vermeiden. Denn die Autoren behandeln zwar den mythologischen Stoff, jedoch setzen sie ihre eigenen Akzente bei den ausschlaggebenden Motiven der Figuren und geben so „auf je unterschiedliche Art die eigentliche Aussage des Stoffes in anderer Form zurück“.

Diese „andere Form“ sollte sich auch in den Kostümen niederschlagen. Bei der Thematik der Antike schnellen einem umgehend Bilder von Menschen in Sandalen, gekleidet mit drapierten Stoffen, den Chitons, welche mit Fibeln teilweise nur an einer Schuler festgemacht werden in den Kopf. Ohne Nähte, nur durch Gürtel werden die Rechtecke in Falten geworfenen, sodass sie den Körper umspielen. Die Schlichtheit der einfarbigen Stoffe ist mit Mäandern, also Bandornamenten an den Tuchrändern verziert. Jedoch sollten genau diese Verbildlichung vermieden werden, um die Aktualität der Stücke nicht zu trüben.

In der vorliegenden Arbeit möchte ich anhand von Kleidungs- Kostüm- und Gestaltungstheorien aufzeigen, wie anhand des daraus resultierenden Wissens, die Kostümbilder für „Elektra“ und „Medeamaterial“ entstanden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Rahmungen zu Kostümen auf der Theaterbühne

2.1. Ursprünge der Kleidung

2.2. Kleidung als Kommunikationsmittel

2.3. Kostüm als theatrales Zeichen im Theater nach Fischer-Lichte

3. Vorstellung der Stücke „Elektra“ und „Medeamaterial“

3.1. „Medeamaterial“ von Heiner Müller

3.2. „Elektra“ von Hugo von Hofmannsthal

4. Funktion und Verhältnis von Gestaltung, Kreativität und Ästhetik für das Kostüm

5. Gestalterische Ausdrucksmittel bei „Elektra“ und „Medeamaterial“

5.1. Material

5.2. Farbe

5.3. Form

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Kostümbilds als gestalterisches Ausdrucksmittel auf der Theaterbühne, wobei zwei spezifische Inszenierungen der Studiobühne Paderborn als Fallbeispiele dienen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den gezielten Einsatz von Material, Farbe und Form die Wirkung einzelner Rollen und die Inszenierung im Ganzen maßgeblich beeinflusst und mit Bedeutung aufgeladen werden können.

  • Die kommunikative Funktion von Kleidung im theatralen Kontext.
  • Kostümkonzepte für die Stücke "Elektra" und "Medeamaterial".
  • Die Analyse gestalterischer Komponenten (Material, Farbe, Form).
  • Das Verhältnis von Kreativität, Ästhetik und praktischer Bühnenanforderung.
  • Die theoretische Verankerung des Kostümbilds in der Theaterwissenschaft.

Auszug aus dem Buch

5.3. Form

Die Form ist das äußere Gepräge einer entstandenen oder gestalteten sichtbaren Erscheinung.

Der menschliche Körper und seine Form ist mit nur wenigen krankheits- und unfallbedingten Ausnahmen immer gleich aufgebaut: Kopf, Hals, Rumpf, zwei Beine und zwei Arme. Die Möglichkeiten ihn mittels Kleidung zu verhüllen sind jedoch zahlreich. Dabei ist es für das Erstellen eines Kostümbilds wichtig, die verschiedenen Kleidungsmerkmale beziehungsweise Silhouetten der vergangenen Epochen und deren Stile zu kennen, um sie gezielt zur Zeichensetzung anwenden zu können, oder um sich von ihr Inspiration zu holen. Denn wir verbinden mit vergangenen Kleiderformen die Zeit in welcher sowie vor allem die Gesellschaft von der sie bevorzugt getragen wurde. Durch Zuschnitt der Stoffe und anschließendes Zusammennähen wird der Kleidung ihre Form verliehen, oder aber durch Drapierung, das heißt, das in Falten legen des Stoffes.

Doch bevor die Stoffe zugeschnitten werden und sich für eine Kleiderform entschieden wird, muss der Körper vermessen werden, denn außer der Stoff ist dehnbar durch Anteile von Elasthan, oder da es kein Gewebe sondern ein Gewirk ist, nimmt Stoff ohne Nähte keine Form an, ohne Falten zu werfen. Dabei zeigt die vestimentäre Kulturgeschichte, dass sich oft die gewählte Kleidungsform dem Körper aufdrängt und nicht der Körper maßgebend für die Form. Vergleicht man Gemälde aus der Kunstgeschichte, so bemerkt man, dass der dort weibliche Körper hinsichtlich Elemente der Taille, der Brust und Hüfte oft stark der Kleiderform der damaligen Mode und dem daraus resultierendem Schönheitsideal angepasst ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre praktische Motivation und definiert das Forschungsziel, die Kostümbilder für "Elektra" und "Medeamaterial" auf ihre Gestaltungskomponenten zu untersuchen.

2. Theoretische Rahmungen zu Kostümen auf der Theaterbühne: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem es die Ursprünge der Kleidung, ihre kommunikative Funktion und die semiotische Bedeutung des Kostüms nach Fischer-Lichte erläutert.

3. Vorstellung der Stücke „Elektra“ und „Medeamaterial“: Die Kapitelinhalte und die Regiekonzepte der beiden dramatischen Vorlagen werden vorgestellt, um die Grundlage für die spätere Kostümanalyse zu schaffen.

4. Funktion und Verhältnis von Gestaltung, Kreativität und Ästhetik für das Kostüm: Es wird erörtert, was Gestaltung im Kontext des Kostümbilds bedeutet und welche ästhetischen Prinzipien bei der kreativen Lösung von Problemen auf der Bühne eine Rolle spielen.

5. Gestalterische Ausdrucksmittel bei „Elektra“ und „Medeamaterial“: Die drei Hauptkategorien Material, Farbe und Form werden systematisch auf ihre konkrete Verwendung in den 18 Kostümen der genannten Aufführungen hin analysiert.

6. Fazit: Die Erkenntnisse werden zusammengeführt, wobei die zentrale Rolle des Kostümbilds als Mittler zwischen Text und Schauspiel sowie als Symbolträger unterstrichen wird.

Schlüsselwörter

Kostümbild, Theaterbühne, Elektra, Medeamaterial, Bühnenkostüm, Kleidung als Kommunikation, Ästhetik, Gestaltung, Materialanalyse, Farbwirkung, Formgebung, Regiekonzept, Semiotik des Theaters, Rollendarstellung, Körperinszenierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Theaterkostüm als ein zentrales gestalterisches Ausdrucksmittel, das über die bloße Bekleidung des Schauspielers hinausgeht und als Zeichensystem zur Charakterisierung von Rollen dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen der Kostümgestaltung und die praktische Anwendung von Gestaltungskomponenten (Material, Farbe, Form) an konkreten Beispielen.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Entstehungsprozess und die Wirkung der Kostümbilder für die Stücke "Elektra" und "Medeamaterial" wissenschaftlich zu analysieren und aufzuzeigen, wie Kostüme zur Inszenierung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus theaterwissenschaftlicher Theoriebildung (insbesondere Semiotik nach Fischer-Lichte) und einer praxisorientierten Analyse gestalterischer Komponenten der Kostümherstellung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die dramatischen Vorlagen und Konzepte vorgestellt, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der drei Gestaltungsmittel Material, Farbe und Form anhand der erstellten Kostüme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kostümbild, Bühnenkostüm, Semiotik, Materialität, Farbwirkung und die spezifische Interpretation der Stücke von Hofmannsthal und Müller.

Warum spielt der Aspekt des "falschen Antikisierens" eine Rolle?

Der Regisseur wollte eine falsche historische Authentizität vermeiden, um die Aktualität der Stücke zu betonen, weshalb die Kostüme bewusst nicht im klassischen "Antiken-Look" gestaltet wurden.

Welchen Einfluss haben die ausgewählten Materialien auf die Kostümwirkung?

Die Stoffwahl dient dazu, soziale Stände (z. B. durch kostbar wirkende Stoffe) oder Emotionen zu unterstreichen und die künstliche Natur der jeweiligen Theaterinszenierung zu betonen.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wichtigkeit des Kostümbilds. Kleidung als gestalterische Ausdrucksmöglichkeit auf der Theaterbühne
Universidad
University of Paderborn  (Kunst / Musik / Textil)
Calificación
1,3
Autor
Annemarie Kögl (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
38
No. de catálogo
V318910
ISBN (Ebook)
9783668181687
ISBN (Libro)
9783668181694
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kostüm Kleidung Theater Gestaltung Gestaltungslehre Erika Fischer-Lichte Kommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annemarie Kögl (Autor), 2016, Die Wichtigkeit des Kostümbilds. Kleidung als gestalterische Ausdrucksmöglichkeit auf der Theaterbühne, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318910
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