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Dingbiografie als Konzept für ein Modelabel. Wie Schmidttakahashi die Dingbiografie als Wertsteigerung ihrer Produkte nutzt

Título: Dingbiografie als Konzept für ein Modelabel. Wie Schmidttakahashi die Dingbiografie als Wertsteigerung ihrer Produkte nutzt

Trabajo , 2015 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Annemarie Kögl (Autor)

Medios / Comunicación - Relaciones públicas, publicidad, marketing, medios de Comunicación Social
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Resumen Extracto de texto Detalles

Eugenie Schmidt und Mariko Takahashi entwerfen unter dem Modelabel Schmidttakahashi aus den Einzelteilen alter Kleidung neue Mode. Sie nennen das „Reanimation Wiederbelebungsmaßnamen“, da sie den nicht mehr getragenen Altkleidern neues Leben einhauchen, indem sie diese zu Designerstücken umändern und wieder auf den Markt bringen. Somit schreiben Schmidttakahashi der aus biologischer Sicht leblosen Kleidung einen Lebenslauf, eine Biografie zu.

Eine Biografie von Dingen zu formulieren, erscheint auf den ersten Blick eigenartig. Jedoch wird seit einigen Jahren in der Wissenschaft diese Methode angewendet, um materielle Kultur zu erfassen. Diese Methode wird als Dingbiografie bezeichnet. In dieser Arbeit soll der Frage, wie das Modelabel Schmidttakahashi die Dingbiografie als Konzept nutzt, auf den Grund gegangen werden. Hierbei wird jedoch die Dingbiografie nicht als Analysewerkzeug für die Erforschung materieller Kultur eingesetzt, sondern die Überschneidungspunkte des Konzepts der Dingbiografie und des Designerinnenduos liegen im Fokus.

Im ersten Schritt wird anhand von theoretischen Texten aus dem Bereich der materiellen Kultur die Beziehung zwischen Mensch und Ding hergeleitet. Dazu wird, wie oben angeschnitten, allgemein einleitend erklärt, was es mit der Dingbiografie auf sich hat und welche Eigenschaften sie aufweist. Nachdem diese Grundlagen geschaffen sind, wird das Konzept des Modelabels Schmidttakahashi dargestellt. Anschließend werden exemplarisch die Schnittpunkte der beiden Konzepte verglichen, wobei die Wertsteigerung, welche die Altkleider bei Schmidttakahashi erfahren, im Fokus steht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Rahmung zur Dingbiografie

2.1 Herkunft: Materielle Kultur

2.2 Dinge

2.3 Erläuterungen zum Konzept der Dingbiografie

3. Umriss des Konzepts von Schmidttakahashi

4. Überschneidungspunkte der Konzepte

4.1 Personifizierungen

4.2 Konsumtheorie Nachhaltigkeit

4.3 Erinnerung und ideelle Wertsteigerung

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das Modelabel Schmidttakahashi das Konzept der Dingbiografie als Strategie zur Wertsteigerung ihrer aus Altkleidern gefertigten Produkte einsetzt, wobei der Fokus auf den Schnittpunkten zwischen wissenschaftlicher Theorie und unternehmerischer Praxis liegt.

  • Grundlagen der materiellen Kultur und des Dingbegriffs
  • Methodik der Dingbiografie in der Wissenschaft
  • Konzeptuelle Analyse des Modelabels Schmidttakahashi
  • Anwendung von Personifizierung und „Stammbaumsystemen“ zur Produktaufwertung
  • Zusammenhang von Konsum, Nachhaltigkeit und individueller Erinnerung

Auszug aus dem Buch

4.1 Personifizierungen

Die Linguistin Hana Jílková schreibt in ihrem Buch über Werbesprache:

Die Verben in der Werbung dienen vor allem zur Personifizierung, indem den Produkten Handlungen oder menschliche Eigenschaften zugeschrieben werden, womit ihnen eine tragende Funktion zukommt.35

Zwar handelt es sich bei Schmidttakahashi nicht um den Gebrauch von personifizierten Verben, jedoch sind die von ihnen für Kleidung verwendeten Substantive üblicherweise Menschen vorbehalten. Die Internetseite des Labels bietet unter dem Reiter ‚Circulation‘ die Möglichkeit, die Datenbank nach den gespendeten Altkleidern, den daraus hergestellten Produkten und den Altkleiderspendern zu durchsuchen.

Wie bei ein Familienstammbaum, bei dem die Eltern und ihre Kinder abgebildet sind, werden die Altkleider (samt Information über Spendeort, Spender und Anzahl der Spende), aus denen die Designerstücke gefertigt werden ‚parents‘ genannt und die neuen Produkte ‚sons & daughters‘ (welche Information über die Kollektion, das Model und das Stück geben). Diese können wiederum ‚brothers & sisters‘ haben, wenn sie aus demselben Altkleidungsstück gefertigt wurden, also sie ein oder mehrere ‚parents‘ teilen. Gibt es einen Schnitt, also ein Modell in mehrfacher, verschieden stofflicher Ausführung, werden die Kleidungsstücke als ‚friends & neighbours‘ betitelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Modelabel Schmidttakahashi ein, das Altkleider zu neuer Mode verarbeitet und diesen dabei eine „Biografie“ zuschreibt, und definiert das Ziel der Arbeit, die Schnittpunkte dieses Vorgehens mit dem wissenschaftlichen Konzept der Dingbiografie zu untersuchen.

2. Theoretische Rahmung zur Dingbiografie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der materiellen Kultur, definiert den Begriff des Dings und führt in die wissenschaftliche Methode der Dingbiografie ein, die den Lebenslauf von Objekten in Analogie zu Menschen betrachtet.

3. Umriss des Konzepts von Schmidttakahashi: Hier wird die Entstehungsgeschichte des Labels dargelegt und das System der Kleidercontainer sowie die digitale Datenbank beschrieben, über die Spender und Kunden die Herkunft und Transformation der Kleidungsstücke nachverfolgen können.

4. Überschneidungspunkte der Konzepte: Das Kapitel analysiert die Analogien zwischen dem Label-Konzept und der Dingbiografie, wobei insbesondere die Personifizierung der Kleidung durch Stammbaum-Metaphern, der Aspekt der Nachhaltigkeit im Kontext der Konsumgeschichte und die ideelle Wertsteigerung durch Erinnerungsträger im Vordergrund stehen.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Schmidttakahashi durch die Zuweisung von Identitäten und Lebensläufen an Kleidungsstücke eine gestalterische Metamorphose und Wertsteigerung erreicht, wenngleich das Konzept in der Praxis bei anonymen Spendern an Grenzen stößt.

Schlüsselwörter

Dingbiografie, Materielle Kultur, Schmidttakahashi, Nachhaltigkeit, Upcycling, Konsumgeschichte, Personifizierung, Identität, Erinnerungsträger, Kleidungsstück, Warencharakter, Wertsteigerung, Textilmüll, Produktlebenslauf, Reanimation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Modelabel Schmidttakahashi durch das Umarbeiten von Altkleidern in neue Designerstücke ein Konzept anwendet, das dem wissenschaftlichen Ansatz der „Dingbiografie“ stark ähnelt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind die materielle Kultur, die Bedeutung von Dingen im Alltag, Prozesse der Nachhaltigkeit und des Recyclings in der Modeindustrie sowie die emotionale Bindung zwischen Mensch und Objekt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie das Label die wissenschaftliche Methode der Dingbiografie nutzt, um den ideellen und monetären Wert von Altkleidung zu steigern.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung der Beziehung zwischen Mensch und Ding sowie einer exemplarischen Analyse der Schnittpunkte zwischen dem Marketing-Konzept von Schmidttakahashi und kulturwissenschaftlichen Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Rahmung der Dingbiografie, dem Aufbau des Labels, der Nutzung von Personifizierungen (z.B. Stammbäume für Kleidung) und dem Zusammenhang von Konsumkritik und Ökologie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Dingbiografie, materielle Kultur, Nachhaltigkeit, Wertsteigerung und Erinnerungsträger charakterisiert.

Wie genau verwendet das Label das „Stammbaumsystem“?

Das Label kategorisiert Altkleider und daraus gefertigte neue Produkte in einer Datenbank mit Begriffen wie „parents“, „sons & daughters“ oder „friends & neighbours“, um die Herkunft und die Transformation eines Objekts für den Nutzer transparent und nachvollziehbar zu machen.

Warum wird die „Personifizierung“ als Marketinginstrument kritisch gesehen?

Während das Label die Vermenschlichung von Kleidung als Teil seines Konzepts nutzt, stellt die Autorin fest, dass es sich primär um eine Marketingstrategie handelt, da Geburt und Tod biologisch nicht eins zu eins auf Gegenstände übertragbar sind.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Dingbiografie als Konzept für ein Modelabel. Wie Schmidttakahashi die Dingbiografie als Wertsteigerung ihrer Produkte nutzt
Universidad
University of Paderborn  (Kunst Musik und Textil)
Curso
Dingbiographien – literarisch, textil, alltagskulturell
Calificación
1,3
Autor
Annemarie Kögl (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
22
No. de catálogo
V318914
ISBN (Ebook)
9783668181502
ISBN (Libro)
9783668181519
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dingbiografie Mode Schmidttakahashi Upcycling Materielle Kultur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annemarie Kögl (Autor), 2015, Dingbiografie als Konzept für ein Modelabel. Wie Schmidttakahashi die Dingbiografie als Wertsteigerung ihrer Produkte nutzt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318914
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