Hobbes und Locke sind Klassiker der politischen Theorie, ihre Staatstheorien, im 17. Jahrhundert verfasst, trugen zur Auflösung des scholastischen Weltbildes bei, das man bis Aristoteles zurückverfolgen kann. Das Individuum mit seinen natürlichen Rechten tritt verstärkt in den Vordergrund, so dass die traditionelle Naturrechtslehre und die Legitimation der staatlichen Herrschaft neu reflektiert wurden. Die Staatsgründung wird als freie Willensübereinstimmung der von Natur aus gleichen und freien Individuen angesehen. Hobbes und Locke stehen am Anfang des modernen Gesellschaftsvertrages.
Wie sich Hobbes und Locke von einander unterscheiden gilt es in dieser Arbeit zu zeigen. Die Basis der Argumentation in beiden Fällen ist das Menschenbild das es unmöglich macht unaufhörlich im Naturzustand weiter zu leben, ein Staat muss gegründet werden um Leben und Interessen besser wahren zu können. Hobbes und Locke gelten als Vorläufer der modernen Demokratietheorie und werden als neuzeitliche Staatstheoretiker hoch angesehen.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- BIOGRAPHISCHES
- Thomas Hobbes
- John Locke
- DIE STAATSTHEORIE THOMAS HOBBES'
- Über die Natur des Menschen
- Über den Naturzustand
- Über die Staatsgründung
- DIE STAATSTHEORIE JOHN LOCKES
- Über die Natur des Menschen
- Über den Naturzustand
- Über die Staatsgründung
- VERGLEICH DER STAATSTHEORIEN
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Staatstheorien von Thomas Hobbes und John Locke, zwei bedeutenden Denkern des 17. Jahrhunderts. Sie analysiert ihre Ansichten über den Naturzustand, die menschliche Natur und die Legitimation der Staatsgewalt. Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Theorien aufzuzeigen und ihren Einfluss auf die Entwicklung der modernen politischen Philosophie zu beleuchten.
- Naturzustand und seine Problematik
- Der Mensch als Vernunft- und Machtwesen
- Die Rolle der Staatsgründung zur Überwindung des Naturzustands
- Die Legitimation der staatlichen Macht
- Der Einfluss von Hobbes und Locke auf die moderne Demokratietheorie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die beiden Denker und ihre historischen Bezüge vor, skizziert die zentralen Themen und die Forschungsfrage der Arbeit. Der biographische Abschnitt liefert Einblicke in das Leben von Thomas Hobbes und John Locke und beleuchtet ihre jeweiligen Einflüsse. Das Kapitel über Hobbes' Staatstheorie befasst sich mit seinen Gedanken zur menschlichen Natur, zum Naturzustand und zur Staatsgründung. Das Kapitel über Lockes Staatstheorie folgt dem gleichen Aufbau und analysiert seine Ansichten über die menschliche Natur, den Naturzustand und die Staatsgründung. Abschließend werden die beiden Theorien verglichen und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet.
Schlüsselwörter
Naturzustand, Staatsgründung, Menschenbild, Vernunft, Macht, Selbsterhaltung, Freiheit, Legitimation, Gesellschaftsvertrag, Naturrechtslehre, politische Philosophie, Hobbes, Locke, Moderne.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hauptunterschied zwischen Hobbes und Locke?
Während Hobbes für einen absolutistischen Staat (Leviathan) zur Vermeidung von Gewalt plädiert, befürwortet Locke eine konstitutionelle Regierung zum Schutz von Eigentum und Freiheit.
Wie beschreibt Thomas Hobbes den Naturzustand?
Als einen „Krieg aller gegen alle“, in dem das Leben des Menschen „einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz“ ist.
Welche Rolle spielt das Eigentum bei John Locke?
Für Locke ist der Schutz des Eigentums (Leben, Freiheit, Besitz) der Hauptgrund für die Gründung eines Staates durch einen Gesellschaftsvertrag.
Was verstehen beide unter dem Gesellschaftsvertrag?
Es ist die freie Willensübereinstimmung freier Individuen, ihre natürliche Freiheit teilweise aufzugeben, um Sicherheit und Ordnung im Staat zu erhalten.
Warum gelten sie als Vorläufer der modernen Demokratie?
Weil sie staatliche Herrschaft nicht mehr religiös, sondern durch die Zustimmung der Individuen und deren natürliche Rechte legitimieren.
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- Eva Kostakis (Author), 2003, Hobbes vs. Locke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31898