Hobbes vs. Locke


Hausarbeit, 2003

12 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BIOGRAPHISCHES
2.1. Thomas Hobbes
2.2. John Locke

3. DIE STAATSTHEORIE THOMAS HOBBES´
3.1. Über die Natur des Menschen
3.2. Über den Naturzustand
3.3. Über die Staatsgründung

4. DIE STAATSTHEORIE JOHN LOCKES
4.1. Über die Natur des Menschen
4.2. Über den Naturzustand
4.3. Über die Staatsgründung

5. VERGLEICH DER STAATSTHEORIEN

6.FAZIT

7. LITERATURVERZEICHNIS

1. Einleitung:

Hobbes und Locke sind Klassiker der politischen Theorie, ihre Staatstheorien, im 17. Jahrhundert verfasst, trugen zur Auflösung des scholastischen Weltbildes bei, das man bis Aristoteles zurückverfolgen kann. Das Individuum mit seinen natürlichen Rechten tritt verstärkt in den Vordergrund, so dass die traditionelle Naturrechtslehre und die Legitimation der staatlichen Herrschaft neu reflektiert wurden.

Die Staatsgründung wird als freie Willensübereinstimmung der von Natur aus gleichen und freien Individuen angesehen.

Hobbes und Locke stehen am Anfang des modernen Gesellschaftsvertrages.

Wie sich Hobbes und Locke von einander unterscheiden gilt es in dieser Arbeit zu zeigen.

Die Basis der Argumentation in beiden Fällen ist das Menschenbild das es unmöglich macht unaufhörlich im Naturzustand weiter zu leben, ein Staat muss gegründet werden um Leben und Interessen besser wahren zu können.

Hobbes und Locke gelten als Vorläufer der modernen Demokratietheorie und werden als neuzeitliche Staatstheoretiker hoch angesehen.

2. Biographisches:

2.1. Thomas Hobbes:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. John Lo style="margin-right:.05in;text-align:center;">

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. Euchner 1996, 214-216)

3. Die Staatstheorie T. Hobbes´:

3.1. Über die Natur des Menschen:

Da der Mensch bei Hobbes ein Vernunftwesen ist, ist er notwendigerweise auch ein Machtwesen. Die Vernunft bestimmt sein Handeln und sein Hauptziel ist es zweckdienliche Mittel bereitzustellen mit deren Hilfe er gegenwärtige und zukünftige Bedürfnisse stillen kann. (Kersting, 2002, 86)

Alles was dienlich sein kann wird zum Machtpotential einer Person gezählt und muss genutzt werden. Das primäre Interesse der Vernunft ist eine Steigerung der Macht. (Kersting, 2002, 87) Hobbes Menschenbild ist bestimmt von Zukunftsangst, d.h. die Angst zukünftiges Verlangen nicht stillen zu können. (Kersting, 2002, 90) Daraus folgt, dass dem Wunsch nach Glück nur durch Machtmaximierung entsprochen werden kann, denn je weniger Hindernisse im Weg stehen, desto umfassender ist der Befriedigungszustand. (Kersting, 2002, 91)

„Macht dient der Ausweitung der Verfügungsfreiheit, der Mehrung der Handelsoptionen.“

(Kersting, 2002, 93) Hobbes ersetzt dadurch das Summum bonum des Aristoteles, durch sein Bonum maximum. (Kersting, 2002, 92) Aus der äußeren Welt wird ein Mittelreservoir für das menschliche Individuum, jeder begegnet seinen Mitmenschen nur noch unter der Mittelperspektive und taxiert sie, suchend nach ihrem strategischen Wert. (Kersting, 2002, 95)

Macht ist nur wichtig, weil sie selten ist! Denn jeder Zuwachs von Macht den jemand erringt geht einem anderen verloren, hätten alle die gleiche Macht wäre sie nutzlos, da sie nur als Übermacht wirksam sein kann. (Kersting, 2002, 97)

Den Ruf von Macht zu haben ist fast ebenso effektiv wie Macht zu besitzen. Hobbes sieht diese Machtkonkurrenz als ein „Wettrennen“ und um dieses „Rennen“ gewinnen zu können, oder wenigstens eine zeitlang in Führung gehen zu können, ist es nützlich Freunde und Diener zu haben, denn sie sind vereinte Kräfte, aus denen sich wahrscheinlich Vorteile ziehen lassen. (Hobbes, 1966, 66)

3.2. Über den Naturzustand:

Der Naturzustand bei Hobbes ist ein Gedankenexperiment in dem die Menschen Versuchspersonen sind, die mit bestimmten Eigenschaften und Verhalten ausgestattet sind. (Kersting, 2002, 107)

Die Naturzustandstheorie glaubt, dass eine spontane Ordnungsherstellung an dem Misstrauen scheitert, das eine Zusammenarbeit völlig unmöglich macht. Eine Ordnung kann auch nicht auf Grund von Übermacht hergestellt werden, da dies die natürliche Gleichheit der Menschen verhindert.

Daraus folgt, dass die Menschen aus purem Eigennutz eine Ordnung schaffen wollen müssen, um dem Naturzustand entfliehen zu können, da ihre Ordnungsbedürfnisse nur mit künstlichen Mitteln, also dem Staat, befriedigt werden können. (Kersting, 2002, 108)

Die zentrale These in Hobbes Theorie lautet: Der Naturzustand ist ein Kriegszustand.

Dies sind die Voraussetzungen:

- Konstitutiver Egoismus-Das eigene Wohlergehen ist wichtiger als das der anderen. Die Selbsterhaltung ist primäres Ziel, da das Überleben Voraussetzung für ein glückliches und erfolgreiches Leben ist. Ebenso wichtig wie das Leben ist die Freiheit.
- Knappheitsbedingte Konkurrenz-Menschen konkurrieren in zweifacher Hinsicht miteinander. Sie konkurrieren um Güter und um Macht.
- Konkurrenzbedingte Verfeindung-Konkurrenten im Naturzustand sind gewaltbereit und ein jeder gehört zur Konkurrenz. Die Vernichtung der Feinde dient der Selbsterhaltung.
- Rationalität des offensiven Misstrauens und vorbeugende Gewaltanwendung-Die Menschen im Naturzustand planen um ihre Macht zu maximieren und wissen das der ungeliebte Nachbar dasselbe Ziel verfolgt, es gilt mit dem Schlimmsten zu rechnen und der Gewalt andere zuvorzukommen. Eine Attacke erhöht die eigenen Überlebenschancen.

(Kersting, 2002, 109/110)

- Natürliche Gleichheit-diese Gleichheit verhindert das jemand den Kampf im Naturzustand gewinnt. (Kersting, 2002, 115)

Dies sind die Vorbeugungsstrategien der Menschen im Naturzustand, die ihnen von ihrer Vernunft eingegeben werden, gleichgültig ob der Mensch aggressiv ist oder nicht, da er ein besonderes Interesse an Selbsterhaltung hat und Vernunft besitzt muss er mit Gewalt, auf die eventuelle Gewalt eines anderen, reagieren. (Kersting, 2002, 111/112)

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Hobbes vs. Locke
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltung
Einführung in die politische Thoerie
Note
2
Autor
Jahr
2003
Seiten
12
Katalognummer
V31898
ISBN (eBook)
9783638327770
ISBN (Buch)
9783640330249
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hobbes, Locke, Einführung, Thoerie
Arbeit zitieren
Eva Kostakis (Autor:in), 2003, Hobbes vs. Locke, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31898

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