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Grausamkeit im Volksmärchen. Definitionsversuch und konkrete Beispiele

Titel: Grausamkeit im Volksmärchen. Definitionsversuch und konkrete Beispiele

Akademische Arbeit , 2009 , 10 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Ina Böttcher (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit gehe ich näher auf das Thema Grausamkeiten in Volksmärchen ein. Auf eine Begriffsdefinition folgen zur Veranschaulichung konkrete Beispiele psychischer und physischer Grausamkeiten, die in den bekannten Märchen der Gebrüder Grimm Anwendung finden. Dieser Themenblock wird mit einer Untersuchung zum Wirklichkeitsbezug diese Grausamkeiten abgeschlossen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grausamkeiten im Volksmärchen

2.1 Definitonsversuche des Begriffs Grausamkeit

2.2 Konkrete Beispiele physischer und psychischer Grausamkeiten im Volksmärchen

2.3 Die Frage nach dem Wirklichkeitsbezug von Märchengrausamkeiten

3. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Grausamkeit in den Volksmärchen der Gebrüder Grimm und setzt sich kritisch mit der wissenschaftlichen und pädagogischen Kontroverse auseinander, ob diese Schilderungen eine Gefahr für die kindliche Entwicklung darstellen oder als notwendige Entwicklungshilfe betrachtet werden können.

  • Historische und definitorische Einordnung des Begriffs Grausamkeit
  • Kategorisierung psychischer und physischer Grausamkeitsmotive
  • Analyse des Wirklichkeitsbezugs historischer Rechtsbräuche im Märchen
  • Evaluation der pädagogischen Relevanz von Märchen für Kinder

Auszug aus dem Buch

2.1 Definitonsversuche des Begriffs Grausamkeit

Das Phänomen der Grausamkeit im Märchen scheint bislang nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Gründlichkeit untersucht worden zu sein, denn es erweist sich als äußerst schwierig, auf geeignete Definitionen des Begriffs Grausamkeit in den gängigen Lexika der Psychologie und Pädagogik zu stoßen. Entweder wird der Begriff erst gar nicht definiert oder nur in sehr wenigen Worten beschrieben oder aber es wird auf andere ähnliche Begriffe, wie Sadismus oder Gewalt und Folter, verwiesen (vgl. Arnold (Hrsg.)/1988; S. 810). Im deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm findet sich allerdings eine ausführliche Definition des Wortes „grausam“.

Der etymologische Ursprung des Wortes „grausam“ (mhd. gruwesam, grusam) wird im 13. Jahrhundert vermutet. Zunächst, bis ca. Mitte des 18. Jahrhunderts, kennzeichnet dieses Wort Personen oder Verhaltensweisen, die zugleich eine „schauder erregende wirkung auf eine betroffene person [sic!]“ haben oder aber es beschreibt „den zustand des schauderns einer betroffenen person selbst [sic!]“ (vgl. Grimm J; Grimm W./1958; S. 2187-2200).

Um ca. 1850 gewinnt der Begriff grausam eine neue Bedeutung und charakterisiert fortan die „zugrunde liegende persönliche haltung und den inneren zustand der unempfindlichkeit, gefühlslosigkeit und gefühlskälte [sic!]“ von Personen, Handlungen und Verhaltensweisen, bei denen „eine neigung besteht, jemanden empfindlich zu treffen [sic!]“ sowie der Schwerpunkt sich „aus der sicht des betroffenen, mehr im hinblick auf die wirkungen solchen verhaltens“ hin verschiebt. [sic!]“ (Grimm J; Grimm W; S.2188).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die historische Kontroverse über die kindgerechte Eignung von Volksmärchen und begründet die Fokussierung auf die Sammlung der Gebrüder Grimm.

2. Grausamkeiten im Volksmärchen: Hier werden Definitionen von Grausamkeit analysiert, konkrete Beispiele psychischer und physischer Gewalt in den Märchen aufgezeigt und deren kultur- und rechtshistorischer Wirklichkeitsbezug untersucht.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Märchen trotz ihrer Grausamkeiten wertvolle Begleiter für Kinder sein können, sofern Eltern sich bewusst mit den Inhalten auseinandersetzen.

Schlüsselwörter

Volksmärchen, Gebrüder Grimm, Grausamkeit, Kindesentwicklung, Pädagogik, psychische Gewalt, physische Gewalt, Kindermedien, Wirklichkeitsbezug, Kannibalismus, Rechtsgeschichte, Erziehungshilfe, Märchenkritik, Kindesaussetzung, Sozialverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Bedeutung von Grausamkeiten in den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Grausamkeit, der Analyse von Gewaltmotiven im Märchen sowie der historischen Einordnung dieser Schilderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erörtern, ob die in Märchen enthaltenen grausamen Elemente eine Gefahr für die kindliche Seele darstellen oder eine legitime Rolle in der erzählerischen Entwicklungshilfe einnehmen.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse, indem sie Begriffsdefinitionen, Wörterbücher und kulturhistorische Kontexte auf die Märchentexte anwendet.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung, die Aufzählung konkreter Gewaltbeispiele (Verbrennen, Vergiften, Aufschneiden, Drohungen) und eine Prüfung des historischen Hintergrunds dieser Motive.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Volksmärchen, Grausamkeit, Gebrüder Grimm, Pädagogik, psychische und physische Gewalt, Kindheitsforschung.

Welche Rolle spielt der Kannibalismus in der Argumentation?

Die Autorin nutzt das Motiv des Kannibalismus, um aufzuzeigen, wie kulturelle Tabus und historische Volksglauben-Phänomene den Weg in die Erzählungen der Gebrüder Grimm gefunden haben.

Wie wird das Verhältnis von „Tat“ und „Strafe“ im Märchen beurteilt?

Die Arbeit stellt fest, dass in Märchen oft Vergeltung nach dem „Auge um Auge“-Prinzip geübt wird, wobei die Strafen häufig in keinem angemessenen Verhältnis zur eigentlich begangenen Tat stehen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grausamkeit im Volksmärchen. Definitionsversuch und konkrete Beispiele
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1.0
Autor
Ina Böttcher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
10
Katalognummer
V318989
ISBN (eBook)
9783668180536
ISBN (Buch)
9783668367876
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grausamkeit märchen volksmärchen wirklichkeitsbezug
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ina Böttcher (Autor:in), 2009, Grausamkeit im Volksmärchen. Definitionsversuch und konkrete Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318989
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