Der Einfluss unterschiedlicher Familientypen auf die Entwicklung des Kindes. Zu „Pubertät und Adoleszenz“ von Hartmut Kasten


Ausarbeitung, 2015

10 Seiten, Note: 1,75

T. Woodpecker (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung zum Thema

2. Familientypen
2.1. Einleitung
2.2. Jungen-Familien mit stabil positivem Klima
2.3. Jungen-Familien mit Verschlechterung des Klimas
2.4. Jungen-Familien mit Verbesserung des Klimas
2.5. Jungen-Familien mit stabil negativem Klima
2.6. Mädchen-Familien mit stabil positivem Klima
2.7. Mädchen-Familien mit Verschlechterung des Klimas
2.8. Mädchen-Familien mit Verbesserung des Klimas
2.9. Mädchen-Familien mit stabil negativem Klima

3. Folgerungen für das christliche Familienleben

4. Folgerungen für die Familienarbeit in der Gemeinde

5. Persönliche Reflexion

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung zum Thema

In der nachfolgenden Ausarbeitung wird auf die unterschiedlichen Familientypen eingegangen, die in einer Familie vorherrschen können. Dies geschieht unter dem Aspekt, dass die Familie einen großen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes hat. Aus diesem Einfluss der Familientypen auf die Entwicklung des Kindes wird im zweiten Teil auf Schlussfolgerungen eingegangen, die sich aus diesem Zusammenhang für die christliche Familie und die Familienarbeit in der Kirchengemeinde ergeben.

Grundlage der Erarbeitung der verschiedenen Familientypen bildet das Buch „Pubertät und Adoleszenz“[1] von Hartmut Kasten.

2. Familientypen

2.1 Einleitung

Für die Betrachtungsweise der verschiedenen Familien wurden diese in vier verschiedene Gruppen unterteilt. Der Betrachtungszeitraum der Familien war dabei jener Zeitraum in dem die Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahre alt waren. In diesem Zeitraum konnten nun vier unterschiedliche Entwicklungen beobachtet werden, die auch Grundlage für die unterschiedlichen Familientypen sind.[2]

1. Familien in denen sich das Klima während des Erhebungszeitraumes stabil positiv bleibt.[3]
2. Familien in denen das Klima stabil negativ bleibt.[4]
3. Familien in denen sich das Klima während des Erhebungszeitraumes verbessert.[5]
4. Familien in denen sich das Klima verschlechtert.[6]

Bei der Betrachtung der verschiedenen Familientypen wurde außerdem noch zwischen Jungen- und Mädchen-Familien unterschieden.

Hierdurch ergeben sich also insgesamt acht verschiedene Familientypen, die im nachfolgenden im Detail betrachtet werden.[7]

2.2 Jungen-Familien mit stabil positivem Klima

Jungen, die in einer Familie mit stabil positivem Klima aufwachsen, genießen grundsätzlich das Vertrauen ihrer Eltern, müssen sich aber auch Kritik gefallen lassen, wenn z.B. Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Bezüglich der schulischen Leistungen kommt es nur selten zu Konflikten. Dies liegt zum einen daran, dass die Jungen dieser Familien die besten Schulnoten aller Jungen-Familien haben und zum anderen daran, dass die Eltern die Kinder nicht durch Leistungsdruck überfordern. Beim Thema Geld wird den Jungen von Seiten der Eltern große Selbstständigkeit und Vertrauen eingeräumt und entgegen gebracht. Anders sieht dies beim öffentlichen Auftreten der Jungen z.B. der Kleiderwahl aus.

Zwar reden die Jungen nur selten mit ihren Eltern über ihre Pläne hinsichtlich ihrer Zukunft, diese Distanz wird jedoch von den Eltern akzeptiert.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die gegenseitige Akzeptanz und das Miteinander- im -Gespräch -bleiben Grundlage für das gute Klima in den Familien ist.[8]

2.3 Jungen-Familien mit Verschlechterung des Klimas

Ein grundlegendes Kennzeichen dieses Familientyps ist die zumeist etwas verzögerte Entwicklung der Jungen. Im Alter von 13 Jahren sind die Jungen noch sehr „brav“ und leben ihren Eltern angepasst und gehorsam. Über 93% von ihnen möchte das Abitur machen, welches der höchste Wert aller Gruppen ist, obwohl sie nur durchschnittliche Schulnoten haben. Dabei gilt zu Hause der Grundsatz „In unsere Familie ist nur das Beste gut genug“. Dies führt jedoch zu einer massiven Überforderung der Kinder, die sich daraufhin vermehrt zurückziehen und die Eltern verlieren zunehmend die Kontrolle über die Kinder. Im Alter von 16 Jahren kommen Statussymbole der Jugend wie Rauchen oder Alkohol bei den Jugendlichen hinzu. Das zu Beginn der Pubertät noch anhaltende hohe Gesprächsniveau nimmt sichtbar ab und es kommt immer wieder zu massiven Konflikten. Hierbei wird deutlich wie wichtig eine „Ablösung aus einer sehr starken Elternbindung ist“[9].

Diese Konflikte rund um den Versuch der Ablösung bilden die Ursache der Verschlechterung des Familienklimas.[10]

[...]


[1] H. Kasten, Pubertät und Adoleszenz, München 1999.

[2] Vgl. ebd., H. Kasten, 121.

[3] Ebd., H. Kasten, 121.

[4] Ebd., H. Kasten, 121.

[5] Ebd., H. Kasten, 121.

[6] Ebd., H. Kasten, 121.

[7] Vgl. ebd., H. Kasten, 121.

[8] Vgl. a.a.o., H. Kasten, 122-123.

[9] Ebd., H. Kasten, 123.

[10] Vgl. ebd., H. Kasten, 123.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss unterschiedlicher Familientypen auf die Entwicklung des Kindes. Zu „Pubertät und Adoleszenz“ von Hartmut Kasten
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
1,75
Autor
Jahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V319114
ISBN (eBook)
9783668182967
ISBN (Buch)
9783668182974
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss, familientypen, entwicklung, kindes, pubertät, adoleszenz, hartmut, kasten
Arbeit zitieren
T. Woodpecker (Autor), 2015, Der Einfluss unterschiedlicher Familientypen auf die Entwicklung des Kindes. Zu „Pubertät und Adoleszenz“ von Hartmut Kasten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319114

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