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Die neuzeitliche Wunderkritik David Humes

Title: Die neuzeitliche Wunderkritik David Humes

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Fischer (Author)

Theology - Systematic Theology
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„Das größte unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.“ So Jean Paul, ein deutscher Erzähler aus dem 19. Jahrhundert.
In dieser Arbeit steht die Beschäftigung, vornehmlich am Beispiel von David Humes Wunderkritik, mit der Frage der Existenz von göttlichen Wundern und deren Beweisbarkeit im Vordergrund.
Eingangs sollen zunächst die Positionen des Erkenntnistheoretikers David Hume vorgestellt werden. Anschließend folgt die Darstellung der Kritik an den Thesen David Humes, primär auf die Ausführungen Richard Swinburnes.
Abschließend wird die Bewertung der Wunderkritik David Humes im Mittelpunkt stehen: Wunder spielen in der katholischen Kirche eine durchaus große Rolle . Sie dienen als Beweise für die Existenz Gottes und für dessen Offenbarung . Gerade die Beweisbarkeit und die rationale Bewertung von Wundern soll im Zusammenhang mit David Humes Ausführungen thematisiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung der Wunderkritik David Humes

2.1 „Erster Teil“

2.2 „Zweiter Teil“

3. Darstellung der Kritik an David Humes Thesen

3.1 Richard Swinburne

3.2 Weitere Kritik

4. Eigene Bewertung der Wunderkritik David Humes

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Wunderkritik von David Hume und beleuchtet dabei insbesondere die Frage, ob göttliche Wunder rational beweisbar sind. Dabei wird Humes erkenntnistheoretischer Ansatz analysiert und den Gegenargumenten von Kritikern, vor allem von Richard Swinburne, gegenübergestellt, um eine fundierte Bewertung der Problematik zu ermöglichen.

  • Erkenntnistheoretische Analyse von David Humes Wunderbegriff
  • Rationale Beurteilung von Zeugenaussagen im Kontext von Wundern
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Beweislast bei Wunderberichten
  • Vergleich der Positionen von Hume und Swinburne zur Natur der Naturgesetze
  • Theologische Implikationen der Wunderbeweisbarkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 „Erster Teil“

In David Humes Ausführungen wird relativ schnell deutlich, dass er sein Wirken eigentlich in den Dienst der Erkenntnistheorie gestellt hat und ausgehend davon den Versuch unternimmt, das Auftreten von Wundern kritisch zu beurteilen.

„Ein kluger Mensch richtet sich in seinem Glauben deshalb nach der Evidenz.“ Dies ist dabei Humes Ausgangsposition. Er stellt fest, dass die Beurteilung von Geschehnissen durch die Erfahrung geleitet würde. Würde ein Ereignis von ähnlichen, früheren Beobachtungen bestätigt und wiederholt sich also in der Beobachtung die Erfahrung, so würde uns die Echtheit und Rationalität dessen als sicher scheinen. Jedoch sei es auch möglich, dass man durch die Realität in seiner von der Erfahrung bedingten Erwartung enttäuscht wird, da es sich letztlich um sehr subjektive Eindrücke der Realität und nicht um wissenschaftlich fundiertes Gut handelt. Es sei also logisch, „[…] dass es in unserem Urteil über Tatsachen alle erdenklichen Grade der Sicherheit gibt: von der höchsten Gewissheit bis zur niedersten Art moralischer Evidenz.“ Letztlich würde dem Menschen die Aufgabe zu teil zwischen seinen Beobachtungen und Erwartungen abzuwägen und je nach Gewissheitsgrad der Erfahrung ein Urteil zu fällen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Wunderkritik Humes und Skizzierung der forschungsleitenden Fragestellung bezüglich der Existenz und Beweisbarkeit göttlicher Wunder.

2. Darstellung der Wunderkritik David Humes: Detaillierte Analyse von Humes Argumentation gegen die Beweisbarkeit von Wundern, unterteilt in die erkenntnistheoretischen Grundlagen des ersten Teils und die Kriterien für Zeugenaussagen im zweiten Teil.

3. Darstellung der Kritik an David Humes Thesen: Auseinandersetzung mit Gegenpositionen, wobei der Schwerpunkt auf Richard Swinburne liegt, sowie weitere kritische Einwände hinsichtlich Humes Verständnis von Naturgesetzen und historischen Belegen.

4. Eigene Bewertung der Wunderkritik David Humes: Kritische Reflexion der Ausführungen Humes und der Kritiker aus der Perspektive des Autors, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Quellen und die methodische Herangehensweise.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass die Beweisbarkeit von Wundern untrennbar mit der grundlegenden metaphysischen Überzeugung von der Existenz Gottes verknüpft ist.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

David Hume, Wunderkritik, Erkenntnistheorie, Naturgesetze, Richard Swinburne, Zeugenaussagen, Beweisbarkeit, Religionsphilosophie, Wunder, Erfahrung, Evidenz, Gottesglaube, Metaphysik, Wahrnehmung, historische Belege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wunderkritik des Philosophen David Hume und der Frage, ob Wunder rationale Beweiskraft besitzen oder als solche belegbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Erkenntnistheorie, die Rolle von Zeugenaussagen für die Glaubwürdigkeit von Wundern, die Definition von Naturgesetzen sowie die philosophische Auseinandersetzung mit der Existenz Gottes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Humes Position zur Wunderkritik darzustellen, diese durch kritische Perspektiven (insb. Swinburne) zu kontextualisieren und eine eigene Bewertung der logischen Konsistenz von Humes Argumentation abzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturgestützte Analyse und kritische Interpretation der erkenntnistheoretischen Abhandlungen von David Hume durch und setzt diese in Bezug zu zeitgenössischen und späteren philosophischen Kritiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Rekonstruktion von Humes Argumentation, die Präsentation von Kritikpunkten durch Forscher wie Richard Swinburne und die eigene kritische Stellungnahme des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wunderkritik, David Hume, Erkenntnistheorie, Beweisbarkeit und das Spannungsfeld zwischen rationaler Erfahrung und religiösem Glauben charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Richard Swinburnes Ansatz von dem Humes?

Swinburne argumentiert im Gegensatz zu Hume, dass die Existenz eines Schöpfergottes das Eintreten von Wundern logisch plausibler macht und hinterfragt Humes starre Definition von Naturgesetzen als absolute, unveränderliche Grenzen.

Warum hält der Autor Humes Umgang mit Quellen für problematisch?

Der Autor kritisiert, dass Hume historischen Zeugenaussagen von vornherein die Vollwertigkeit abspricht, da diese nicht unmittelbar miterlebt werden können, was Humes eigene Logik der notwendigen Zeugenschaft in den Widerspruch führt.

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Details

Title
Die neuzeitliche Wunderkritik David Humes
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Katholische Theologie)
Course
Seminar Das Handeln Gottes in der Welt
Grade
1,7
Author
Michael Fischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V31919
ISBN (eBook)
9783638327879
ISBN (Book)
9783638761215
Language
German
Tags
Wunderkritik David Humes Seminar Handeln Gottes Welt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Fischer (Author), 2004, Die neuzeitliche Wunderkritik David Humes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31919
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