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Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktor für Gruppenleistung. Ein Überblick zum aktuellen Forschungsstand

Titel: Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktor für Gruppenleistung. Ein Überblick zum aktuellen Forschungsstand

Hausarbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Anna-Marlen Schlüter (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen, wie Gruppen funktionieren, woran sie scheitern und ob es eine ideale Gruppenzusammensetzung gibt. Die letztere ist eine wichtige Frage für die Personalauswahl. Weuster vergleicht die Mitarbeiterauswahl mit einer Investitionsentscheidung, da hohe Kosten für Suche, Auswahl und Einarbeitung schlimmstenfalls für die Abfindung anfallen.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt laut Achouri der Auswahlprozess an Bedeutung, da die Gefahr der frühzeitigen Abwanderung zur Konkurrenz mit den einhergehenden Fluktuationskosten gemindert werden kann, indem die Passung zwischen Bewerber und Team oder Arbeitsstelle möglichst genau prognostiziert wird.

Wie erfolgreich gut aufeinander abgestimmte Teams sein können, bewies die Deutsche Nationalmannschaft im Sommer 2014, jedoch finden sich in der Geschichte auch zahlreiche Beispiele, in denen Gruppen schädliche Dynamiken entwickelt und fatale Entscheidungen getroffen haben. Die Invasion in die Schweinebucht 1961 dient als abschreckendes Beispiel dafür, dass Gruppen nicht zwangsläufig bessere Entscheidungen treffen.

Zweifelsohne sind also Forschungen zur optimalen Gruppenzusammensetzung sinnvoll. Da Gruppen aus Individuen mit einzigartigen Persönlichkeiten bestehen, sind die in der Psychologie gewonnenen Erkenntnisse zu Persönlichkeitsmerkmalen hierbei wertvolle Anhaltspunkte für die Gruppenzusammensetzung und zentrales Thema der vorliegenden Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theoretische Grundlagen

1.1 Gruppen aus Sicht der Sozialpsychologie

1.2 Gruppenleistung

2 Herleitung der Arbeitshypothesen

2.1 Persönlichkeit im psychologischen Kontext

2.2 Persönlichkeit im beruflichen Kontext

3 Ergebnisse bisheriger Forschungen

4 Praxisrelevanz der vorliegenden Ergebnisse

5 Handlungsempfehlungen für die Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen

6 Stellungnahme und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretische Grundlagen und Forschungsergebnisse zur Fragestellung, ob die Zusammensetzung von Gruppen basierend auf Persönlichkeitsmerkmalen, insbesondere dem Merkmal „Verträglichkeit“, die Gruppenleistung positiv beeinflussen kann. Dabei wird analysiert, inwieweit solche Faktoren als Prädiktoren für den Erfolg in Teams dienen können und welche praktischen Implikationen sich daraus für das Personalmanagement ableiten lassen.

  • Theoretische Grundlagen von Gruppen und Gruppenleistung
  • Persönlichkeit im psychologischen und beruflichen Kontext
  • Analyse bisheriger Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Verträglichkeit und Teamleistung
  • Handlungsempfehlungen für die effiziente Zusammenstellung von Arbeitsgruppen

Auszug aus dem Buch

1.1 Gruppen aus Sicht der Sozialpsychologie

Gruppen stellen eine besondere Art sozialer Interaktion dar und können definiert werden als Ansammlung von zwei oder mehr Personen, + die miteinander interagieren, + gemeinsame Ziele verfolgen, + ein Wir-Gefühl entwickeln und + dabei eine gewisse zeitliche Stabilität aufweisen (Werth & Mayer, 2008, S.335).

Ferner können Begriffsabgrenzungen hinsichtlich einer gemeinsamen Aufgabenstellung im betrieblichen Kontext (Arbeitsgruppen), verstärkter Kohäsion (Teams) oder der räumlichen Trennung (virtuelle Teams) vorgenommen werden (Lehmann, 2003; Stöwe & Keromosemito, 2004). Im Rahmen dieser Arbeit ist diese Unterscheidung jedoch nicht erforderlich.

Gruppen folgen inoffiziellen und offiziellen Verhaltensregeln, die entweder alle gleichermaßen (Normen) oder jeden individuell (Rollen) betreffen können. Normen sind allgemein verstandene Regeln für akzeptiertes und erwartetes Verhalten und schreiben allen Gruppenmitgliedern gleichermaßen ein „angemessenes“ Verhalten vor (Werth & Mayer, 2008, S.340; Myers, 2008, S.129). Diese „ungeschriebenen Gesetze“, beeinflussen laut Pages (1974) „das Leben in der Gruppe weit mehr als die objektiven Gegebenheiten des zur Diskussion stehenden Problems“ (S. 79). Darüber hinaus hängt vom Status des einzelnen Gruppenmitgliedes ab, wie hoch der Einfluss ist, den es ausüben kann. Viertes Strukturmerkmal ist die bereits als „Wir-Gefühl“ umgeschriebene Gruppenkohäsion, welche je nach inhaltlichen Normen und Aufgabenart variiert (Werth & Mayer, S.346ff).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Gruppenarbeit und die zentrale Relevanz einer optimalen Gruppenzusammensetzung für den unternehmerischen Erfolg.

1 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Gruppen aus sozialpsychologischer Perspektive und führt den Begriff der Gruppenleistung unter Berücksichtigung von Prozessgewinnen und -verlusten ein.

2 Herleitung der Arbeitshypothesen: Hier wird die Persönlichkeitspsychologie, insbesondere das Fünf-Faktoren-Modell, in den beruflichen Kontext übertragen, um die Hypothese eines Zusammenhangs zwischen Verträglichkeit und Gruppenleistung zu fundieren.

3 Ergebnisse bisheriger Forschungen: Eine Analyse verschiedener Labor- und Feldstudien zeigt, dass kein direkter, einfacher Zusammenhang zwischen Verträglichkeit und Leistung besteht, sondern komplexe Wirkungsmechanismen vorliegen.

4 Praxisrelevanz der vorliegenden Ergebnisse: Dieses Kapitel diskutiert die Anwendung der Erkenntnisse im Personalmanagement und die Debatte um Homogenität versus Heterogenität bei der Gruppenzusammenstellung.

5 Handlungsempfehlungen für die Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen: Hier wird ein strukturierter Leitfaden für Personalentscheider entwickelt, der bei der Gruppenzusammenstellung in Abhängigkeit von Aufgabentyp und Rahmenbedingungen unterstützt.

6 Stellungnahme und Schlussbetrachtung: Das Fazit betont, dass Persönlichkeitsmerkmale nur einen Teil des Verhaltens erklären können und plädiert für einen vorsichtigen Einsatz von psychologischen Testinstrumenten in der Praxis.

Schlüsselwörter

Gruppenleistung, Persönlichkeitsmerkmale, Verträglichkeit, Teamentwicklung, Personalauswahl, Big-Five, Sozialpsychologie, Gruppenprozesse, Arbeitsleistung, Teamfähigkeit, Organisationspsychologie, Gruppenzusammensetzung, Metaanalyse, Prozessgewinne, Prozessverluste.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Zusammensetzung von Arbeitsgruppen basierend auf dem Persönlichkeitsmerkmal „Verträglichkeit“ die Gruppenleistung beeinflussen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Gruppen, die Persönlichkeitspsychologie (insbesondere das Big-Five-Modell) sowie die empirische Forschung zur Effektivität von Teams.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, zu klären, ob Verträglichkeit ein valider Prädiktor für erfolgreiche Gruppenleistung ist und daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung bestehender Metaanalysen sowie der Zusammenführung psychologischer Theorien mit betriebswirtschaftlichen Anforderungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen von Gruppen, die Herleitung von Arbeitshypothesen, die Analyse bisheriger Studienergebnisse und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind u.a. Gruppenleistung, Persönlichkeitsmerkmale, Verträglichkeit, Teamentwicklung und Personalauswahl.

Warum spielt die Aufgabenart eine Rolle bei der Gruppenzusammensetzung?

Die Art der Aufgabe bestimmt, ob Prozessverluste wie soziales Faulenzen oder Trittbrettfahren auftreten, weshalb die Zusammensetzung der Gruppe spezifisch auf die Anforderung angepasst werden muss.

Ist Verträglichkeit immer positiv für ein Team?

Nein, die Arbeit zeigt auf, dass hohe Verträglichkeitswerte je nach Kontext auch hinderlich sein können, da sie beispielsweise Konfliktvermeidung oder Milde bei Entscheidungen fördern können.

Was wird unter „Prozessgewinnen“ und „Prozessverlusten“ verstanden?

Prozessgewinne sind Leistungszuwächse durch Motivation und soziale Erleichterung; Prozessverluste entstehen hingegen durch Motivationsverlust, soziales Faulenzen oder mangelnde Koordination.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktor für Gruppenleistung. Ein Überblick zum aktuellen Forschungsstand
Note
1,6
Autor
Anna-Marlen Schlüter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V319294
ISBN (eBook)
9783668193864
ISBN (Buch)
9783668193871
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grundlagen der Psychologie GPSY Persönlichkeit Persönlichkeitsmerkmale Gruppen Gruppenarbeit Teamfähigkeit Arbeit im Team Gruppenleistung Prädiktoren Prädiktoren für Gruppenleistung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Marlen Schlüter (Autor:in), 2015, Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktor für Gruppenleistung. Ein Überblick zum aktuellen Forschungsstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319294
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