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Exlibris. Die Entwicklung des Bucheignerzeichens vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt

Titel: Exlibris. Die Entwicklung des Bucheignerzeichens vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jenny Muth (Autor:in)

Buchwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entwicklung der Bucheignerzeichen vom Nutzungsobjekt hin zum Sammelgut wird in der Forschung oft angesprochen. Dabei wird ersichtlich, dass diese Wandlung nicht überall Anklang fand und einige Zeit umstritten war. Daher ist es umso interessanter, warum eine Veränderung in der Nutzungsweise von Exlibris trotzdem zu Stande kommen konnte und wie sie sich auf unseren heutigen Umgang mit Exlibris ausgewirkt hat.

Um dieser Frage näher zu kommen, habe ich mich zunächst mit der Geschichte der Exlibris als auch ihrem heutigen Stand beschäftigt. Verschiedenen Funktionen, die das Bucheignerzeichen hier jeweils erfüllt, sind dabei hilfreich. Auch die Vielfalt an Formen und Gestalten, die das Exlibris im Laufe der Jahre annimmt sind Faktoren, die beachtet werden müssen. Die folgende Arbeit wird einen Überblick über jene Aspekte geben, welche die Entwicklung der Exlibris geprägt und möglich gemacht haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung und Entwicklung

3 Formen und Gestaltung von Exlibris

4 Funktionen von Exlibris

4.1 Das Sammelobjekt

4.2 Das Forschungsobjekt

5 Vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und funktionale Entwicklung des Exlibris von einem reinen Bucheignerzeichen bzw. Gebrauchsgegenstand hin zu einem eigenständigen Sammelobjekt und analysiert dabei seinen Stellenwert in der heutigen Zeit.

  • Historische Entstehung und Entwicklung des Exlibris seit dem 15. Jahrhundert.
  • Vielfalt der Formen und künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten der Bücherzeichen.
  • Die Wandlung der Funktion vom Schutz des Bucheigentums zum begehrten Sammelgut.
  • Wissenschaftlicher Mehrwert des Exlibris in der Provenienz- und Kulturforschung.
  • Rezeption der Sammelleidenschaft in der Fachwelt und ihr Einfluss auf die Exlibris-Kultur.

Auszug aus dem Buch

2 Entstehung und Entwicklung

Als Exlibris bezeichnet man lose Blätter, welche einzeln auf dem vorderen Innendeckel eines Buches eingeklebt werden. Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, das Eigentumsverhältnis an einem Buch klar zu stellen und dafür zu sorgen, dass ein verliehenes Buch in gutem Zustand wieder zu seinem Besitzer zurück fand.

Der Begriff ex libris stammt ursprünglich aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt in etwa „aus den Büchern von“. Nicht jedes Exlibris jedoch enthält zwangsläufig diese Worte. Variationen wie ex bibliotheca, ad bibliothecam oder die deutschen Formen Aus der Büchersammlung und Aus der Bücherrei treten ebenfalls auf. Spricht man heute von Exlibris stößt man häufig auch auf die Begriffe Bücherzeichen, Bucheignerzeichen oder Bucheigentumszeichen.

Was genau als das erste Exlibris bezeichnet werden kann, ist noch immer umstritten. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die Definition davon, was als Exlibris gilt, weit gefasst werden kann. So ist manchen Aussagen zufolge das älteste bekannte Exlibris ein um 1400 entstandenes ägyptisches Fayance-Täfelchen, welches man vermutlicher Weise damals in ein Kästchen zu Papyrusrollen legte. Andere Meinungen besagen, dass die ersten Exlibris erst 70 Jahre später im deutschen Raum entstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel des Exlibris und legt das Forschungsinteresse an der Entwicklung vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt dar.

2 Entstehung und Entwicklung: Dieses Kapitel beschreibt die Begriffsdefinition sowie die historischen Ursprünge der Exlibris im Kontext der Buchdruckgeschichte und der Etablierung von Privatbibliotheken.

3 Formen und Gestaltung von Exlibris: Hier wird die Vielfalt der künstlerischen Gestaltung und die verschiedenen Typen von Exlibris, von heraldischen Zeichen bis hin zu modernen Universalexlibris, detailliert dargestellt.

4 Funktionen von Exlibris: Dieses Kapitel gliedert sich in die Untersuchung des Exlibris als Sammelobjekt unter bibliophilen Gesichtspunkten sowie als bedeutendes Forschungsobjekt für die Adels- und Kulturgeschichte.

5 Vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung der Sammeltätigkeit für die Erhaltung der Exlibris und reflektiert deren Stellenwert als Quelle für die Provenienzforschung.

Schlüsselwörter

Exlibris, Bucheignerzeichen, Bücherzeichen, Sammelobjekt, Druckgraphik, Provenienzforschung, Buchgeschichte, Sammlerkultur, Buchkultur, Heraldik, Buchbesitz, Exlibris-Gesellschaft, Gebrauchsgegenstand, Kunstgeschichte, Bibliotheksgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Exlibris, das ursprünglich als bloßes Eigentumsmerkmal in Büchern fungierte und sich im Laufe der Zeit zu einem eigenständigen, künstlerisch wertvollen Sammelobjekt wandelte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des Buchdrucks und der Exlibris, die formale Gestaltungsvielfalt, die Rolle des Exlibris in privaten Sammlungen sowie dessen wissenschaftliche Bedeutung als Quelle für historische Studien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Wandel vom reinen Nutzungs- zum Sammelobjekt zu identifizieren und aufzuzeigen, wie sich diese Veränderung auf das heutige Verständnis und den Umgang mit Exlibris ausgewirkt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Fachliteratur, die Betrachtung historischer Exlibris-Formen und die Einordnung in den kulturgeschichtlichen Kontext sowie in die bibliotheks- und druckgeschichtliche Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Etymologie und Entstehung des Exlibris, die verschiedenen Formen wie Heraldische Exlibris oder Universalexlibris, die Motivationen von Sammlern und den hohen wissenschaftlichen Wert der Blätter für die Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Exlibris, Bucheignerzeichen, Provenienzforschung, Buchkultur und Sammelobjekt charakterisiert.

Wie unterscheidet sich ein „redendes Exlibris“ von anderen Formen?

Ein redendes Exlibris illustriert den Namen des Besitzers bildlich, wie etwa durch die Darstellung eines Löwen für den Vornamen „Leo“, was die kreative Freiheit des Künstlers besonders hervorhebt.

Warum wird das Aufkommen des Universalexlibris kritisiert?

Kritiker bemängeln, dass durch die Massenanfertigung ohne individuellen Namen der persönliche Bezug zum Bucheigner verloren geht und somit dem ursprünglichen Charakter eines Exlibris widersprochen wird.

Was sind Supralibros und warum fallen sie aus der Kategorie?

Supralibros sind Wappen oder Monogramme, die direkt in den Bucheinband geprägt wurden. Sie werden oft nicht als vollwertige Exlibris betrachtet, da ihnen die Eigenschaft des ursprünglich losen, einzuklebenden Blattes fehlt.

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Details

Titel
Exlibris. Die Entwicklung des Bucheignerzeichens vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Buchwissenschaft)
Note
1,7
Autor
Jenny Muth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V319310
ISBN (eBook)
9783668184602
ISBN (Buch)
9783668184619
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exlibris entwicklung bucheignerzeichens gebrauchsgegenstand sammelobjekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenny Muth (Autor:in), 2015, Exlibris. Die Entwicklung des Bucheignerzeichens vom Gebrauchsgegenstand zum Sammelobjekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319310
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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