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Interreligiöse Erziehung in der Kindertagesstätte als Beitrag zur Identitätsentwicklung bei Kindern mit Migrationshintergrund

Titre: Interreligiöse Erziehung in der Kindertagesstätte als Beitrag zur Identitätsentwicklung bei Kindern mit Migrationshintergrund

Thèse de Bachelor , 2011 , 72 Pages

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
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Diese Arbeit versucht auf die komplexe Lebenssituation von Migrantenkindern aufmerksam zu machen, die damit konfrontiert sind, ihre Identität zwischen zwei Kulturen herauszubilden und untersucht, inwieweit die interreligiöse Erziehung in den Kindertagesstätten hierfür einen Beitrag leisten kann.

Sie betont die Notwendigkeit der interreligiösen/interkulturellen Erziehung in den Kindertagesstätten, welche zur Identitätsentwicklung der Migrantenkinder beitragen kann. Sie greift die Identitätstheorien nach Erik Erikson und nach Heiner Keupp auf. Beide Modelle werden erläutert und auf ihre Tauglichkeit hinsichtlich der Betrachtung der Identitätsentwicklung von Migrantenkindern hinterfragt. Zudem stellt sie die Kindertagesstätte als Herausforderung für die Migrantenkinder und die pädagogischen Fachkräfte dar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Interreligiöse Erziehung

1.1 Interkulturelle und interreligiöse Erziehung

1.2 Grundlagen interreligiöser Erziehung

1.3 Die wichtige Aufgabe der interreligiösen Erziehung

1.4 Fazit: Identitätsentwicklung als Kernaufgabe interreligiöser Erziehung

2 Identität/Identitätsentwicklung

2.1 Identität

2.2 Identitätsentwicklung nach Erik H. Erikson

2.3 Modifikation von Erikson: Identitätsentwicklung in der Migrantenfamilie

2.3.1 Keupp: Kulturelle Identität

2.3.2 Lebenssituation von Migranten

2.3.3 Lebensaufgabe: Zwischen Integration und Assimilation

2.4 Identitätsentwicklung nach Keupp als Herstellungsprozess

2.5 Fazit: Herstellung von Identität als Aufgabe für Migrantenkinder

3 Die Lebensgeschichte der Migrantenkinder

3.1 Lebenssituation von Migranten zwischen Integration und Assimilation – die eigene Geschichte

3.2 Migranten

3.3 Integration/Assimilation in der Geschichte

3.4 Meine Verknüpfungsarbeit in der Kindertagesstätte

4 Der Kindergarten – eine Herausforderung für Migrantenkinder

5 Migrantenkinder – eine Herausforderung für die Kindertagesstätten

5.1 Das Kennen der Lebensgeschichte der Migrantenkinder – eine Voraussetzung für interkulturelle/interreligiöse Erziehung

5.2 Die Sprache - der Schlüssel zur Integration

5.3 Ein Modellprojekt zur Sprachförderung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Lebenssituation von Migrantenkindern, die mit der Herausforderung konfrontiert sind, ihre Identität zwischen zwei Kulturen auszubilden, und analysiert, welchen Beitrag die interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten hierzu leisten kann.

  • Identitätsentwicklung von Migrantenkindern zwischen Herkunfts- und Aufnahmekultur
  • Notwendigkeit und Grundlagen interreligiöser und interkultureller Erziehung
  • Bedeutung der deutschen Sprache als Schlüssel zur Integration
  • Theoretische Modelle zur Identitätsbildung (Erikson und Keupp)
  • Pädagogische Konzepte und Modellprojekte in Kindertagesstätten

Auszug aus dem Buch

2.4 Identitätsentwicklung nach Keupp als Herstellungsprozess

„Der Psychologe Heiner Keupp spricht von einer „Patchworkidentität“. Er sieht den Menschen dabei als „Produzent individueller Lebenscollagen, der sich aus den vorhandenen Lebensstilen und Sinnelementen“ seine eigene Biografie in einem Prozess der Auseinandersetzung mit sich und andere zusammensetzen muss“ (Krenz 2007, S. 25).

Unter Identität versteht Keupp einen lebenslangen und aktiven Prozess der Selbstkonstruktion, wobei das Individuum versucht, sich im Strom der eigenen Erfahrungen zu begreifen. Zum einen geht es um Verknüpfungsarbeit, zum anderen um einen Passungsprozess an der Schnittstelle von Innen und Außen. Bei der Verknüpfungsarbeit geht es um den Versuch, Erfahrungen aus der Vergangenheit mit den Erfahrungen der Gegenwart zu verknüpfen und zu entscheiden, welche Rolle zukunftsorientierte Entwürfe bei diesem Verknüpfungsprozess spielen? Beim Zweiten Vorgang der Passungsarbeit geht es um den Aushandlungsprozess, welcher zwischen dem Einzelnen und seiner Umwelt stattfindet (vgl. Keupp 2008, S. 190).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Interreligiöse Erziehung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen und Aufgaben einer interreligiösen und interkulturellen Erziehung als Antwort auf eine durch Migration und Globalisierung geprägte Gesellschaft.

2 Identität/Identitätsentwicklung: Hier werden zentrale theoretische Modelle zur Identitätsentwicklung nach Erikson und Keupp vorgestellt und kritisch auf die Lebenssituation von Migrantenfamilien angewendet.

3 Die Lebensgeschichte der Migrantenkinder: Dieses Kapitel verknüpft autobiografische Einblicke mit der allgemeinen Lebenssituation von Migranten und thematisiert Herausforderungen wie Ausgrenzung und Akkulturation.

4 Der Kindergarten – eine Herausforderung für Migrantenkinder: Es wird die besondere Rolle der Kindertagesstätte als erster Ort der Konfrontation mit der deutschen Kultur und Sprache für Kinder mit Migrationshintergrund beleuchtet.

5 Migrantenkinder – eine Herausforderung für die Kindertagesstätten: Dieses Kapitel fokussiert auf das notwendige Hintergrundwissen für pädagogische Fachkräfte sowie die entscheidende Bedeutung der Sprachförderung und präsentiert Modellprojekte zur Integration.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, warum eine interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten für die Identitätsbildung von Migrantenkindern unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Migrantenkinder, Identitätsentwicklung, interreligiöse Erziehung, interkulturelle Pädagogik, Integration, Assimilation, Sprachförderung, Kindertagesstätte, Patchworkidentität, Migrationshintergrund, Identitätsarbeit, Lebensgeschichte, kulturelle Identität, Wertschätzung, Diversität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Lebenssituation von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland und der Rolle der Kindertagesstätte bei der Unterstützung ihrer Identitätsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Identitätsentwicklung zwischen zwei Kulturen, die Bedeutung von interreligiöser und interkultureller Erziehung sowie die Wichtigkeit der deutschen Sprache für eine erfolgreiche Integration.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie interreligiöse Erziehung in Kindertagesstätten dazu beitragen kann, Migrantenkindern bei der Entwicklung einer stabilen Identität inmitten gesellschaftlicher Anforderungen zu helfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte theoretische Analyse relevanter Fachliteratur, insbesondere die Identitätsmodelle von Erik H. Erikson und Heiner Keupp, ergänzt durch autobiografische Einblicke und Praxisbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Identitätskonzepte als auch die konkrete pädagogische Praxis, inklusive Sprachförderungsmodellen und den Herausforderungen für ErzieherInnen, detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Identitätsentwicklung, Migrationshintergrund, interkulturelle Pädagogik, Patchworkidentität und Sprachförderung.

Wie spielt das Konzept der „Patchworkidentität“ von Heiner Keupp eine Rolle?

Keupps Konzept dient als theoretische Grundlage, um Identität nicht als feststehend, sondern als aktiven, lebenslangen Konstruktionsprozess zu verstehen, was besonders für Kinder in einer multikulturellen Umgebung relevant ist.

Warum ist die Sprachförderung in diesem Kontext so wichtig?

Sprache wird als wesentlicher Schlüssel zur Teilhabe an der Gesellschaft angesehen. Fehlende Sprachkompetenz kann zu Ausgrenzung führen und die Persönlichkeitsbildung sowie den Bildungserfolg massiv erschweren.

Was fordert die Arbeit von pädagogischen Fachkräften?

Fachkräfte werden aufgefordert, eine offene, wertschätzende Grundhaltung einzunehmen, kulturelle Vielfalt als Chance zu begreifen und aktiv an einer interreligiösen Atmosphäre mitzuwirken.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Kindertagesstätten?

Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass eine interreligiöse Erziehung in allen Kindertagesstätten unumgänglich ist, um Migrantenkindern eine bewusste Identitätsentwicklung und ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft zu ermöglichen.

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Résumé des informations

Titre
Interreligiöse Erziehung in der Kindertagesstätte als Beitrag zur Identitätsentwicklung bei Kindern mit Migrationshintergrund
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
72
N° de catalogue
V319353
ISBN (ebook)
9783668185883
ISBN (Livre)
9783668185890
Langue
allemand
mots-clé
interreligiöse erziehung kindertagesstätte beitrag identitätsentwicklung kindern migrationshintergrund
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2011, Interreligiöse Erziehung in der Kindertagesstätte als Beitrag zur Identitätsentwicklung bei Kindern mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319353
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