Das Limbische Kommunikationsmodell nach Hermann-Ruess. Ausarbeitung einer wirkungsvollen Präsentation im geschäftlichen Umfeld


Seminararbeit, 2014

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

Abstract

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung Präsentation

3. Häufige Fehler
3.1 Zwei unverkennbare Irrtümer der heutigen Präsentationsgeneration
3.2 Die Frage nach dem Warum?
3.3 Informationsmenge

4. Die Kunst, nackt zu präsentieren

5. Das Limbische Kommunikationsmodell
5.1 Limbische Instruktionen und das HBDI™
5.2 Das Limbische Kommunikationsmodell

6. Mit sieben Schritten zur teilnehmerorientierten Präsentation
6.1 Oase der Ruhe kreieren
6.2 Das eigene Präsentationsziel festlegen
6.3 Teilnehmer analysieren
6.4 Kernbotschaften bestimmen
6.5 Kernbotschaften belegen
6.6 Gliederung erstellen
6.7 Digitale Ausarbeitung

7. Fazit

Literaturverzeichnis
Primär- u. Sekundärliteratur
Internetquellen

Abstract

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Ausarbeitung einer wirkungsvollen und teilnehmerorientierten Präsentation im geschäftlichen Umfeld. Zu Beginn der Arbeit werden vier häufig begangene Fehler im Rahmen einer Präsentation aufgezeigt. Anschließend wird auf den Präsentationstil des Autors Reynolds, „nackt präsentieren“, kurz eingegangen. Das Zentrale Thema der Arbeit ist jedoch die treffende Zielgruppenanalyse und deren Auswirkung auf die Ausarbeitung und Argumentation. Dafür bedient sich der Präsentator zweierlei Tools. Das erste Tool (das System der Limbischen Instruktionen) erlaubt dem Präsentator die Werte seiner zukünftigen Teilnehmer zu antizipieren. Das zweite Tool (HBDI™) hilft ihm, die Denkstile seiner Zuhörer im Voraus zu erahnen. Mithilfe des Limbischen Kommunikationsmodell wird dem Präsentator die Verwendung multidimensionaler Rhetorik ermöglicht. Dieses Modell, welches den Menschen in vier unterschiedliche Typen unterteilt (logisch, strukturiert, gefühlvoll, experimentell), erlaubt ihm, von jedem Teilnehmer richtig verstanden zu werden. Gleichzeitig wird aufgeführt, wie eine Präsentation in sieben Schritten perfekt ausgearbeitet werden kann. Während der Ausarbeitung wird zudem ersichtlich, wieso die Zielgruppenanalyse so wichtig ist. Denn diese stellt das Fundament, auf welcher die Augmentation und deren Belegung aufbauen.

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb. 1: Limbic Map™. Auszug aus Die wissenschaftliche Fundierung des Limbic® Ansatzes (© Häusel, 2011)

Abb. 2: Das Limbische Kommunikationsmodell. Auszug aus Speak Limbic (© Hermann-Ruess, 2009, S. 20)

Abb. 3: Die vier verschiedenen Redestilarten. „Veränderte Darstellung“. Auszug aus Speak Limbic (© Hermann-Ruess, 2009, S. 24)

Abb. 4: Limbische Verständigungsmatrix. Auszug aus Speak Limbic (© Hermann-Ruess, 2009, S. 22)

1. Einleitung

Präsentationen sind in der heutigen Berufswelt nicht mehr weg zu denken. Wir befinden uns in Mitte des Zeitalters einer Präsentationsgeneration. Egal ob in Meetings, Pressekonferenzen oder im Segment der Kundenbetreuung, Präsentationen sind in der Geschäftswelt zum Tool der Wahl in puncto Kommunikation geworden. Doch welchen Nutzen bringt eine Präsentation, wenn der Zuhörer oder Kunde sich die wichtigsten Informationen (Kernbotschaften) nicht beibehalten oder dem Vortrag aufgrund einer zu hohen Komplexität nicht folgen und somit auch nicht nachvollziehen kann? Ist PowerPoint unverzichtbar, um wirkungsvoll zu präsentieren? Inwiefern spielen hierbei Begriffe wie Zielgruppenanalyse, Limbische Instruktionen oder HBDI™ ein Rolle? Die vorliegende Seminararbeit möchte das Thema „Ausarbeitung einer wirkungsvollen Präsentation im geschäftlichen Umfeld anhand des Limbischen Kommunikationsmodell nach Hermann-Ruess“ erläutern und es im Zusammenhang mit dem Konzept „nackt Präsentieren“ von Reynolds stellen. Es sollen die effektivsten Methoden beider Konzepte herausgearbeitet werden. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden, wie eine Präsentation teilnehmerorientiert ausgearbeitet und gestaltet werden kann, sodass am Schluss eine wirkungsvolle und für jeden Teilnehmer ansprechende Präsentation steht.

2. Begriffsklärung Präsentation

Unter dem Begriff Präsentation versteht man eine Darbringung oder Darstellung aufbereiteter Informationen oder Waren gegenüber einem bestimmten Publikum. Hierbei reicht die Bandbreite von der Präsentation der im Supermarkt dargebotenen Waren bis hin zu einer Multimediapräsentation (vlg. Onpulse.de, 2011). Grundsätzlich kann hier zwischen einer Präsentation mit visueller Unterstützung und einer ohne distinguiert werden. Präsentationen mit visueller Unterstützung verstärken in der Regel den Grad der Veranschaulichung um ein vielfaches.

3. Häufige Fehler

3.1 Zwei unverkennbare Irrtümer der heutigen Präsentationsgeneration

In der heutigen Berufswelt herrschen harte Konditionen für Akquise-Präsentationen. Nicht selten geschieht es, dass Präsentatoren keine Erfolge verbuchen können, obwohl sie professionell vorbereitet waren. Woran liegt das? Die Autorin Hermann-Ruess (2009, S. 7f.) zeigt zwei typische Irrtümer der heutigen Präsentationsgeneration auf. Der erste Irrtum ist ein Glaube an die Vorherrschaft durch PowerPoint. Zwar ist PowerPoint technisch betrachtet ein sehr hilfreiches und effektives Werkzeug in punkto Visualisierung, jedoch pflegen viele Präsentatoren nicht den richtigen und erfolgreichen Umgang mit dieser Software. Ein grober Fehler im Umgang damit besteht darin, die Technik in den Vordergrund zu stellen. Der Präsentator rückt hiermit in den Hintergrund und wird weitestgehend unwichtig, da er nur noch mit dem Ablesen der Folien beschäftigt ist. Somit bricht jegliche Verbindung zum Publikum ab und was folgt ist im schlimmsten Falle eine Kommunikationsbarriere. Nach wie vor gilt: „Es sind immer noch die Menschen, die uns überzeugen und nicht die Technik“, wie Hermann-Ruess (2011, S. 8) treffend beschreibt, egal wie genial diese auch sein mag. Der zweite Irrtum liegt bei der Verwendung eindimensionaler Rhetorik. Die Ursache hierfür ist eine fehlende oder gar mangelhafte Zielgruppenanalyse. Zur Folge hat dies, dass der Präsentator auf sprachlicher Ebene die wenigsten seiner Zuhörer erreichen kann. Einige ermüden bereits nach kurzer Zeit, andere äußern sich skeptisch und wieder andere blocken einfach ab. Das alles kann der Präsentator durch eine treffende Zielgruppenanalyse und einer multidimensionalen Rhetorik weitestgehend vermeiden. Wie dies erfolgreich gelingt, wird in den folgenden Kapiteln genauer erläutert.

3.2 Die Frage nach dem Warum?

Ein weiterer Fehler, der von Vortragenden gelegentlich begangen wird, ist die fehlende Antwort nach dem Warum. Sie können dem Publikum zwar alles über das Wie und Was erzählen, dennoch bleibt meist die Frage nach dem Warum ungeklärt. Menschen sind stets auf der Suche nach dem Warum oder einem sogenannten höheren Sinn. Sie wollen das große Ganze verstehen. Dem zufolge darf in einer Präsentation die Antwort auf die Frage nach dem Warum niemals fehlen. Es ist die allererste und entscheidendste Frage für den Teilnehmer. Dieser wird sich zu Beginn des Vortrags fragen: Warum ist dieser Präsentation relevant für ihn? Oder welchen Nutzen bringt er ihm? Ein nützlicher Tipp für den Präsentator ist es, sich selbst einer Gewissensforschung zu unterziehen. Anbei können Fragen wie, warum ausgerechnet ihm die Aufgabe zu präsentieren obliegt oder aus welchem Grund das Publikum ihm seine Aufmerksamkeit schenken sollte, helfen (vgl. Reynolds, 2011, S. 35).

3.3 Informationsmenge

Das klares Ziel einer jeden Präsentation liegt darin, dass das Publikum das gesehene und gehörte beibehält. Jedenfalls das wichtigste davon, also die Kernbotschaft. Das Publikum sollte im Idealfall am Ende der Präsentation einen gesättigten, aber nicht übersättigten Eindruck machen. Leider begehen hier viele Präsentatoren den wohl gravierendsten Fehler überhaupt. Sie überschwämmen ihre Zuhörer mir einer Flut an Informationen und lassen es Fakten auf Fakten hageln. Bereits nach kürzester Zeit muss das Publikum geistig kapitulieren. Der Grund ist leicht ersichtlich. Das Arbeitsgedächtnis der Zuhörer kann die Datenflut an Informationen und Fakten in so kurzer Zeit nicht vollständig erfassen. Es ist sehr schnell überfordert und was folgt ist eine Resignation seitens des Publikums. Christopher Craft (vgl. Reynolds, 2011, S. 36f), ein preisgekrönter Präsentationsexperte aus Columbia, verglich zur Veranschaulichung des Phänomen das Arbeitsgedächtnis mit einem Glas Wasser. Während der Präsentation werden Informationen, also Wasser in dieses Glas gegossen. Wenn der Präsentator zu viel und zu schnell Wasser hineingibt, läuft es über. Das Arbeitsgedächtnis ist überlastet und die Grenze der Aufnahmefähigkeit des Zuhörers überschritten. Nun leert sich das Arbeitsgedächtnis wie bei einem Glas Wasser und greift auf die zuvor gelernten Inhalte wieder zurück. Alles, was der Präsentator soeben zu vermitteln versucht hat, ist beim Zuhörer verloren gegangen. Um diesen Fehler zu vermeiden ist es wichtig, einige der folgenden Faustregeln zu verinnerlichen. 1. Der Text auf den Folien darf niemals dem der vom Präsentator gesprochenen Worte gleichen. 2. Alleinstehende, qualitativ hochwertige Bilder während der Präsentation verwenden. 3. Dem Publikum die nötige Zeit geben, das Gesagte zu verarbeiten. 4. Kleine Sprechpausen setzten. 5. Unwesentliches vermeiden und 6. Anhand von Geschichten den Inhalt mit der Rahmenhandlung verknüpfen.

4. Die Kunst, nackt zu präsentieren

Der Schlüssel einer effektiven Präsentation liegt nach Meinung des Autors Reynolds (2011, S. 7) in der Natürlichkeit eines Vortrages. Sinngemäß verfasste er unter diesem Aspekt einen Präsentationstil, den er „nackt präsentieren“ nannte. Nackt zu präsentieren bedeutet, eine Verbindung zum Publikum aufbauen und dieses auf klare und ehrliche Weise zu fesseln. Die Nacktheit steht dafür, alles Überflüssige wegzulassen. Ziel ist es, die wahre Persönlichkeit des Präsentators zur Geltung kommen zu lassen. (vgl. Reynolds, 2011, S. 10)

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Das Limbische Kommunikationsmodell nach Hermann-Ruess. Ausarbeitung einer wirkungsvollen Präsentation im geschäftlichen Umfeld
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V319404
ISBN (eBook)
9783668188808
ISBN (Buch)
9783668188815
Dateigröße
1738 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
limbische, kommunikationsmodell, hermann-ruess, ausarbeitung, präsentation, umfeld
Arbeit zitieren
Thomas Bergdoll (Autor), 2014, Das Limbische Kommunikationsmodell nach Hermann-Ruess. Ausarbeitung einer wirkungsvollen Präsentation im geschäftlichen Umfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319404

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