Das Fundament einer erfolgreichen Unternehmensberatung. Erfolgsfaktoren, Motivationspoteziale und Strategiemodelle


Seminararbeit, 2014

20 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

Abstract

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung Unternehmensberatung

3. Erfolgsfaktoren

4. Motive und Werte in der Unternehmensberatung
4.1 Werte und Motivationspotentiale
4.2 Das Lieblingskunden-Treffen

5. Das Kopf – Lebensader - Strategiemodell nach Weyand
5.1 Der Kopf des Strategiemodells
5.2 Die 8 Lebensadern des Strategiemodells

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Primär-u. Sekundärliteratur

Internetquellen

Abstract

Seit der anhaltenden Finanzkrise hat sich der Umgang mit Unternehmensberatern merklich verändert. Auch ist die Konkurrenz gewachsen. Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Frage: Wie ist es möglich, eine wachstumsorientierte, sinnerfüllende Unternehmensberatung zu leiten oder aufzubauen, die in Hinblick auf die Zukunft dauerhaften Bestand haben kann? Die Seminararbeit lässt sich in drei Sinnabschnitte unterteilen. Im ersten Teil wird erläutert, aus welchen 5 wesentlichen Elementen sich eine gute Unternehmungsberatung hervorbringen lässt. Ein Fazit dessen wäre, dass das wichtigste das Unternehmungskonzept ist, welches den Grundstein bildet und somit auch die anderen Elemente: Marketing, Qualität, Personeneinsatz, Organisation beinhaltet. Der zweite Teil der Seminararbeit befasst sich mit den Werten und Motivationspotenzialen, die das Unternehmungskonzept tragen und definieren. Dabei gibt es Vertiefungen, Beispiele und Konzepte, die zur Veranschaulichung dienen und letztlich, die wichtigsten Punkte verknüpfen und verständlich machen. Im dritten Teil wird das Unternehmenskonzept „Kopf – Lebensader - Strategiemodell nach Weyand“ erläutert. Das Strategiemodell listet alle wichtigen Aspekte auf, die von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche und wachstumsorientierte Unternehmensberatung sind. Es hilft klare Ziele zu definieren sowie im Tagesgeschäft die Orientierung beizubehalten. Das Strategiemodell ist dem menschlichen Organismus nachempfunden. Es besteht aus einem Kopf, in dem bewusst alles geplant wird und aus mehreren Lebensadern, die diesen Organismus am Leben erhalten.

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Kopf und Lebensadern: Modell für die strategische Planung von Beratungsunternehmen. Auszug aus Das Berater-Buch (© Weyand, 20013, S. 38)

Tabelle 1: Zielgruppen. Auszug aus Das Berater-Buch (© Weyand, 20013, S. 54)

1. Einleitung

Aktuellen Erhebungen des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) zufolge waren im Jahr 2013 in Deutschland rund 98.000 Unternehmensberater in über 15.300 Beratungsgesellschaften tätig. Ihr Umsatzvolumen, gemessen an nachgefragten Beratungsleistungen, betrug 23,7 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2012: 22,3 Mrd. Euro). Zudem wurde ein deutliches Wachstum neuer Beratungsgesellschaften in den letzten Jahren verzeichnet. Belief sich die Zahl der Beratungsgesellschaften im Jahr 2011 noch bei 14.100, ist sie heute bereits auf 15.300 gestiegen (+ 8,5%). Gründe für diese Entwicklungen sowie für das anhaltende Wachstum sind einerseits die konstant hohe Nachfrage des Verarbeitenden Gewerbes und andererseits die steigende Zahl der Konsolidierungen im Bereich der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Nach Meinungen des Beratungsexperten Giso Weyand hat sich jedoch seit der Finanzkrise 2008/09 der Umgang mit Unternehmensberatern merklich verändert. Die Ansprüche an die Berater sind stetig gestiegen. Schnelle, verbindliche Zusagen seitens der Kunden sind rar geworden und Projektlaufzeiten wurden im Schnitt immer kürzer. Berger (2004, S. 10 zit. nach Lippold, 2013, S. 8) berichtet ebenfalls von Veränderungen in dieser Branche. Er berichtet darüber, dass die Branche in vielen Segmenten immer härter umkämpft wird, da sie nun bspw. mit Investmentbankern oder Werbe- und PR-Agenturen konkurrieren müsse. Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich daher mit der Frage: Wie ist es möglich, eine wachstumsorientierte, sinnerfüllende Unternehmensberatung zu leiten oder aufzubauen, die in Hinblick auf die Zukunft dauerhaften Bestand haben kann? Zuerst sollen 5 Bereiche der Unternehmensberatung aufgezeigt werden, in welchen sich Erfolgsfaktoren (Wettbewerbsvorteile) generieren lassen. Anschließend wird auf die Thematik der Werte und Motive in der Unternehmensberatung eingegangen. Zuletzt soll dann die Notwendigkeit einer Strategischen Planung nach Giso Weyand näher erläutert werden. Das Thema der Seminararbeit lautet daher „Das Fundament einer erfolgreichen Unternehmensberatung“.

2. Begriffsklärung Unternehmensberatung

Bei einer Unternehmensberatung oder „Business Consulting“ (engl.) handelt es sich in der Regel um eine zeitlich befristete, auftragsindividuelle und meist extern erbrachte, professionelle Dienstleistung. Die Zielsetzung dieser ist es: „Problemstellungen zu identifizieren und zu analysieren und/oder Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um den Kunden bei der Planung, Erarbeitung und Umsetzung von Problemlösungen zu unterstützen bzw. dessen Fähigkeiten zur Bewältigung des zugrunde liegenden Problems zu verbessern“ (Lippold, 2013, S. 6). Die Aufgabenfelder der Unternehmensberatung ziehen sich von Managementberatung über Prozess- und Optimierungs-Beratung bis hin zum Outsourcing. Obwohl die Unternehmensberatung Veränderungen (engl. Changes) sowie Verbesserungen herbeiführt, bewirkt sie diese niemals direkt. Als Unternehmensberater ist man lediglich der Weichensteller für einen neuen Kurs und nicht der Lokführer.

3. Erfolgsfaktoren

Nach Meinungen Bergers (2004, S. 10 zit. nach Lippold, 2013, S. 8) kann nur eine Unternehmensberatung langfristig am Markt existieren, wenn sie sich durch mindestens einen Wettbewerbsvorteil auszeichnen kann. Die Erfolgsfaktoren hinsichtlich des Wettbewerbs (Wettbewerbsvorteile) sollten in der Regel diese 3 Bedingungen erfüllen: rar, schwer nachzuahmen und für das beratende Unternehmen profitabel.

Den Autoren Lippold (2013, S. 8ff.) und Berger (2004, S. 12f. zit. nach Lippold, 2013, S. 8ff.) zufolge gibt es 5 wesentliche Bereiche, in welche sich Erfolgsfaktoren in der Unternehmensberatung generieren lassen.

1) Unternehmenskonzept

Ein gelungenes Unternehmenskonzept ist das A und O einer erfolgreichen Unternehmensberatung. Es entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg. Daher soll Im Kapitel 5 (Das Kopf – Lebensader - Strategiemodell nach Weyand) ersichtlich werden, wie ein gelungenes Unternehmenskonzept für eine erfolgreiche Unternehmensberatung aussieht.

2) Marketing und Vertrieb

Mögliche Faktoren, welche Wettbewerbsvorteile generieren können sind: ein gut funktionierender Kommunikationsapparat, eine klare Positionierung im Markt mithilfe einer eigenen Marke, und/oder eine Differenzierung (nach Porter) dank außergewöhnlicher vertrieblicher Maßnahmen. Dieses Subjekt ist auch Thema der 5. Lebensader: Werbung, PR, Vertrieb, Dialog

3) Qualität und Professionalität der Leistungserbringung

Eine professionelle und qualitative Unternehmensberatung zeichnet sich dadurch aus, dass sie nur Aufträge annimmt, die sie auch wirklich erfüllen kann. Zu den Qualitäten gehören tiefgehende Brachen- und Methodenkenntnisse, die als Form einer Spezialisierung einen klaren Wettbewerbsvorsteil darstellen. Neutralität und Objektivität zeichnen den professionellen Aspekt der Beratung aus. Der wichtigste Aspekt der Beratung ist jedoch das Vertrauen - Vertrauen in Diskretion und die gewissenhafte Erfüllung des Auftrages. In der 6. Lebensader: Qualität werden Möglichkeiten gezeigt, wie man die Qualität der Beratungsleitungen steigern kann.

4) Personaleinsatz und –management

Das eigentliche Kapital jedes Beratungsunternehmen stellen nach wie vor die Mitarbeiter oder gegeben Falls der/die Partner. In diesem Bereich spielen Werte und Motivationspotentiale eine große Rolle; weshalb, wird im folgenden Kapitel ersichtlich. Die später auftretende Lebensader Nr. 7: Mitarbeiter geht auf die Dringlichkeit der Personalgewinnung und -bindung ein. Die hier bestehenden Wettbewerbsvorteile bilden hervorragend ausgebildete Mitarbeiter, die durch spannende und abwechslungsreiche Aufträge im Beratungsunternehmen gehalten werden können.

5) Controlling und Organisation

Das Stichwort für Controlling und Organisation lautet: „angemessene Projektorganisation“. Die Lebensadern Nr.4: Betriebswirtschaft und Nr.8: interne Prozesse werden diesen Bereich genauer ausleuchten.

4. Motive und Werte in der Unternehmensberatung

4.1 Werte und Motivationspotentiale

Im Kapitel 3 geh es um zwei Aspekte, die selten in Zusammenhang mit dem Begriff der Unternehmensberatung gebracht werden. Beginnen wir mit dem ersten Aspekt: menschliche „Werteempfindungen oder kurz „Werte“. Allgemein lassen sich unsere Werte treffend mit einem inneren Kompass vergleichen, da wir unbewusst all unsere Entscheidungen danach ausrichten (vgl. Daniek, 2014). Sie sind Teil jenes Fundaments, auf welchem wir die Welt zu beurteilen versuchen. Beispiele für Werte sind: Ordnung, Dominanz, Neugier, Extravaganz, Fleiß etc.… In der Unternehmensberatung spielen Werte deshalb eine so große Rolle, weil sie das Fundament sowie den Rahmen einer guten Zusammenarbeit bilden. Bei unterschiedlichen Wertevorstellungen sind anhaltende Konflikte im Unternehmen vorprogrammiert, insofern es sich um ein kleines Beratungsunternehmen handelt. Daher ist es ratsam, sich zu allererst mit diesem Punkt zu befassen. Der zweite Aspekt, der ebenfalls kurz und anschaulich erläutert werden soll, ist der der persönlichen Motivationspotentiale. Der Neurowissenschaft zufolge besitzt jeder Mensch unterschiedliche Motivationspotentiale. Sie schlummern in uns und werden erst durch entsprechende Anreize aktiviert. Motivation entsteht, Energie wird frei und ein in uns positiv empfundenes Verhalten wird ausgelöst. Unsere Motivationspotenziale sind vergleichbar mit den Brennkammern eines Automotors. Damit Energie (hier also Motivation) entstehen kann, muss zunächst immer erst ein Zündfunke (Anreiz) das Gasgemisch zum Explodieren bringen. Worauf es letztlich ankommt, ist das Herbeiführen von Situationen in welchen unsere individuellen Brennkammern gezündet werden. Anderweitig bleiben sie ungenutzt und die sich in uns Befindliche Motivation kann nicht freigesetzt werden. Daher ist das Umfeld in welchem sich ein Unternehmensberater aufhält entscheidend für seine erbringbare Leistung. Es empfiehlt sich daher als Unternehmensberater, eine Strategie anzulegen, die es einem erlaubt möglichst oft mit Menschen und Situationen in Kontakt zu treten, um die Motivationspotentiale zu aktivieren. (Weyand, 2013, S.21f.)

Bei der Gründung von Beratungsunternehmen lassen sich ihre Gründer nur allzu gern von äußeren Umständen dazu verleiten, jeden Auftrag anzunehmen. Nach ihrer Devise muss jede Chance genutzt werden, damit erst einmal der Stein ins Rollen kommt und die nötigen Umsätze erzielt werden. Je mehr Erfolge das junge Beratungsunternehmen verbucht, desto stärker wächst auch die Bestätigung des Gründers in sein Vorhaben. Problematisch wird es jedoch, wenn das Beratungsunternehmen sich in eine Richtung entwickelt, welche nicht mehr mit den Werten und Motiven des Gründers übereinstimmt. Es kann Jahre dauern, bis der Gründer letztlich bemerkt, dass er im operativen Geschäft in einer Tätigkeit festsitzt, die er so eigentlich niemals gewollt hat. Diese Erkenntnis ist langfristig gesehen eine Katastrophe für das gesamte Beratungsunternehmen. Das große Problem liegt darin, dass bei einer starken Unstimmigkeit zwischen den eigenen Werten und Motiven im Hinblick zur Tätigkeit als Berater kein anhaltendes Wachstum entstehen kann. Dies ist, so nach Meinungen des Beratungsexperten Weyand (2013, S. 33) ebenso wie mit einem Motor. Der Motor steht hier metaphorisch betrachtet für die Werte und Motive des Gründers. Er ist die entscheidende Triebkraft im Beratungsunternehmen. Steht jedoch das Unternehmen im klaren Widerspruch zu diesem Motor, erlahmt auch dessen Triebkraft (hier der Wachstum). Eine berufliche Tätigkeit ist immer erst dann sinnerfüllend, wenn sie mit den Motiven und Werten des jeweiligen Menschen übereinstimmt. Der Beratungsexperte Weyand (2013, S.17) ergründete die Werte und Motivationspotentiale von sich selbstständig gemachten Beratern und kam zu folgendem Schluss, dass es sich im Wesentlichen um stets 9 unterschiedliche Werte und Motive dahinter handelt. Diese lauten:

1. Freiheit/Unabhängigkeit
2. Machtstreben
3. Status/Anerkennung
4. Abwechslung
5. Kontakt zu anderen
6. Helfen
7. Geld
8. Neugierde/Interesse/inhaltliches Wachstum
9. Unternehmertum

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Das Fundament einer erfolgreichen Unternehmensberatung. Erfolgsfaktoren, Motivationspoteziale und Strategiemodelle
Note
2,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V319406
ISBN (eBook)
9783668188952
ISBN (Buch)
9783668188969
Dateigröße
801 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fundament, unternehmensberatung, erfolgsfaktoren, motivationspoteziale, strategiemodelle
Arbeit zitieren
Thomas Bergdoll (Autor), 2014, Das Fundament einer erfolgreichen Unternehmensberatung. Erfolgsfaktoren, Motivationspoteziale und Strategiemodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319406

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Das Fundament einer erfolgreichen Unternehmensberatung. Erfolgsfaktoren, Motivationspoteziale und Strategiemodelle



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden