Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten


Forschungsarbeit, 2016
12 Seiten

Leseprobe

INHALT

Abstract

Einführung

Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten

Zum Plagiat

Literatur

Abstract

Gegenstand vorliegender Untersuchung ist die Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung richtet sich auf eine ausführliche Betrachtung von der Bewertung von Abschlussarbeiten. In der Arbeit soll ferner versucht werden, Einblicke in die Arbeit und Ansprüche in Bezug auf die Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten bei den Studierenden zu gewähren. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Förderung von wissenschaftlichem Schreiben bei den Studierenden leisten.

Einführung

Dem Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten im Studium kommt eine bedeutsame Rolle zu. In diesem Sinne sollten weiterhin wissenschaftliche Arbeiten von den Lehrenden schließlich bewertet werden. Hierfür sind Bewertungskriterien abverlangt, um eine faire Benotung zu gewährleisten. Dabei können ferner die Schwerpunktsetzung der Bewertungskriterien je nach Fach oder Institution unterschiedlich verlagert werden. Die vorliegende Arbeit, versucht, den Bewertungsprozess wissenschaftlicher Arbeiten aufzuzeigen und die diversen Vorgehensweisen hierbei darzustellen.

Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten

Nachfolgend wird auf die verschiedenen Untersuchungen zur Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten eingegangen. Bei DEININGER, M., u.a. (1993, 56)[1] finden sich die Überlegungen, dass die Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit folgende Ziele und Anforderungen hat:

„Der Kandidat muß zeigen, daß er im Laufe seines Studiums die nötigen Fachkenntnisse erworben hat, um die Arbeit durchzuführen.

Er muß beweisen, daß er eine gegebene Aufgabe in begrenzter Zeit selbständig lösen kann.

Er muß demonstrieren, daß er zielgerecht, systematisch und nach wissenschaftlichen Prinzipien arbeiten, also wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anwenden kann.

Er muß in der Lage sein, seine Erkenntnisse zu formulieren und zu präsentieren.

Bei einer Doktorarbeit kommt noch der Aspekt hinzu, daß sie einen Fortschritt der Wissenschaft darstellen muß.“[2]

Um diese Erwartungen und Anforderungen zu überprüfen, sollten die wissenschaftlichen Arbeiten einer Bewertung unterzogen sein. Die Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten bezieht sich in diesem Sinne laut DRÜGH, H., et al. (2012, 22)[3] auf Sachebene und Darstellungsebene. Die Sachebene umfasst konzeptionelle und methodische Kriterien. Bei der Darstellungsebene geht es um sachlich- inhaltliche angemessene Darstellung des Themas, der Strukturierung, Perspektivierung und Argumentation. So DRÜGH, H., et al. (2012, 22). In diesem Zusammenhang wird die Gewichtung der Bewertungskriterien laut SOMMER, R. (2006, 22)[4] vom Dozenten bestimmt. Sie kann sich von einem Lehrenden zum anderen variieren. Bei einigen Lehrenden stehen theoretische Grundlagen im Mittelpunkt.

Im Folgenden schlägt SOMMER, R. (2006)[5] folgende Bewertungskriterien wissenschaftlicher Arbeiten vor:

Tabelle 1: Bewertungskriterien wissenschaftlicher Arbeiten nach SOMMER, R. (2006)

Projekt

Abgabefrist eingehalten?

Fernleihen rechtzeitig durchgeführt?

Anforderungen (Textsorte, Umfang) erfüllt?

Eventuelle zusätzliche Absprachen eingehalten?

Recherche und Material

Unterschiedliche Recherchewege genutzt?

Forschungsbericht auf aktuellem Stand?

Selektionskriterien offen gelegt und sinnvoll gewählt?

Materialbasis ausreichend?

Argumentation

Durch den Titel geweckte Erwartungen erfüllt (oder evtl. Thema verfehlt)?

Das Thema in seinen Nuancen erfasst?

Konzeptionelle Fähigkeiten unter Beweis gestellt?

Sicheren Umfang mit Konzepten und Theorien nachgewiesen?

Gesamtanlage/ Theoriedesign überzeugend und kohärent?

Problembewusstsein gezeigt?

Fachbegriffe definiert?

Eigenständigen Gedankengang entwickelt?

Grad an Redundanz/ Wiederholung vertretbar?

Verhältnis von eigenem Text und zitierter Literatur ausgewogen?

Zitierte Sekundärliteratur richtig verstanden?

Daten/ Quellen/ Primärtexte nachvollziehbar analysiert/ interpretiert?

Sprache

Ausdrucksfähigkeit und Ausdruckspektrum dem Studienabschnitt entsprechend?

Grammatikalische und syntaktische Fehler beseitigt?

Fachtermini und Fremdwörter sachlich richtig und in angemessenem Umfang verwendet?

Rechtschreibung und Zeichensetzung überprüft?

Formalia

Gattungskonventionen beachtet?

Alle Zitate als Zitate gekennzeichnet und belegt?

Zitierweise korrekt?

Formatierung (Text, Zitate, Überschriften, Literaturangaben) einheitlich?

Quelle: SOMMER, R. (2006, 21): Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Stuttgart. Klett.

Die Bewertung der Arbeit endet laut SOMMER, R. (2006, 44) mit der Vergabe einer Endnote. Ferner schreibt der Betreuer laut KRUSE, O. (2007, 176)[6] dabei ein Gutachten.

Bei KARMASIN, M., RIBING, R. (2006, 36)[7] finden sich die Ausführungen, dass der Betreuer zuerst das Inhaltsverzeichnis überprüft, dann die Einleitung. Anschließend Schluss. Er überprüft auch das Literaturverzeichnis. Abschließend der Hauptteil. Er liest zudem den Anfang und das Ende von Kapiteln.

In diesem Zusammenhang führt BÄNSCH, A. (1998, 73ff.)[8] folgende Kriterien zur Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten an:

Tabelle 2: Kriterien zur Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten

Fragestellung

Ist die Fragestellung klar formuliert?

Ist die Fragestellung themenadäquat, d.h. bezieht sie sich ausschließlich auf das vorliegende Thema?

Ist die Fragestellung dem Typ der jeweiligen wissenschaftlichen Arbeit adäquat, d.h. schöpft sie das Thema hinsichtlich Breite und Tiefe in der Form aus, die man z.B. bei einer Proseminararbeit, einer Seminararbeit, einer drei- oder sechsmonatigen Diplomarbeit oder einer Dissertation fordern kann?

Behandlung der Fragestellung

Zeigen die Ausführungen themenfremde und/oder in der dargebotenen Breite nicht themennotwendige Passagen?

Werden Themenfragen total ausgelassen oder nur partiell behandelt?

Werden Argumentations-/Beleg-/Beweisketten entwickelt (oder werden einfach Behauptungen aufgestellt, bloße Mutmaßungen und/oder Spekulationen unterbreitet)?

Sind die entwickelten Argumentations-/Beleg-/Beweisketten lückenlos und in sich widerspruchsfrei?

Welche Stärken zeigen die einzelnen Kettenglieder im Sinne von überzeugend/beweiskräftig versus fragwürdig/zweifelhaft?

Werden in Relation zu dem zu demonstrierenden wissenschaftlichen Niveau ,Selbstverständlichkeiten/Trivialitäten' ausgebreitet?

Gibt es ungerechtfertigte Wiederholungen?

Ergebnisse

Sind die Ergebnisse klar formuliert?

[...]


[1] DEININGER, MARCUS; LICHTER, HORST; LUDEWIG, JOCHEN; SCHNEIDER KURT (1993): Studien-Arbeiten. Ein Leitfaden zur Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten am Beispiel Informatik. Verlag der Fachvereine Zürich/ B. G. Teubner Stuttgart. Erste Auflage 1992

[2] DEININGER, MARCUS; LICHTER, HORST; LUDEWIG, JOCHEN; SCHNEIDER KURT (1993): Studien-Arbeiten. Ein Leitfaden zur Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten am Beispiel Informatik. Verlag der Fachvereine Zürich/ B. G. Teubner Stuttgart. Erste Auflage 1992

[3] DRÜGH, HEINZ (Hrgs.), u.a (2012): Germanistik. Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Schlüsselkompetenzen. Metzler Verlag, Stuttgart

[4] SOMMER, ROY (2006): Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Klett, Stuttgart.

[5] SOMMER, ROY (2006): Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Klett, Stuttgart.

[6] KRUSE, OTTO (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Frankfurt am Main, New York. Campus Concept

[7] KARMASIN, MATTHIAS, RIBING, RAINER (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor, - Master und Magisterarbeiten sowie Dissertationen 6. aktualisierte Auflage 2011. Erste Auflage 2006. Wien. Facultas WUV. UTB

[8] BÄNSCH, AXEL (1998): Wissenschaftliches Arbeiten / Seminar und Diplomarbeiten, München / Wien / Oldenburg, 6. Aufl. In: KARMASIN, MATTHIAS, RIBING, RAINER (2006) Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor, - Master und Magisterarbeiten sowie Dissertationen 6. aktualisierte Auflage 2011. Erste Auflage 2006. Wien. Facultas WUV. UTB. 36ff

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Details

Titel
Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten
Hochschule
University of Oran  (Fremdsprachen)
Autor
Jahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V319576
ISBN (eBook)
9783668190344
ISBN (Buch)
9783668190351
Dateigröße
508 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bewertung, arbeiten, Wissenschaftliches Schreiben
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2016, Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319576

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