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Strafen der Antike. Meinungen antiker Philosophen zur Züchtigung als Erziehungsmethode im Vergleich mit modernen Theorien

Título: Strafen der Antike. Meinungen antiker Philosophen zur Züchtigung als Erziehungsmethode im Vergleich mit modernen  Theorien

Trabajo , 2014 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christiane Modzing (Autor)

Pedagogía - Otras
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In meiner Hausarbeit werde ich, nachdem ich zuvor die Arten der Bestrafung beschrieben habe, die verschiedenen Meinungen griechischer und römischer Philosophen und Staatsmänner zum Für und Wider der Züchtigung darstellen und miteinander vergleichen. Stützen werde ich mich dabei auf zwei Griechen, Platon und Plutarch, und zwei Römer, Cicero und Quintilian, jeweils einen für jede Seite. Anschließend suche ich den Bezug zu modernen Theorien. Hierbei werde ich Guggenbühl zu Rate ziehen, der einige wesentliche Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zu Platon und Quintilian aufweist.

Mein Augenmerk liegt auf den Übereinstimmungen und Abweichungen, um festzustellen in wie weit man sich noch heute bewusst oder unbewusst auf griechische und römische Vorbilder bezieht.

Man fragt sich, woher die modernen Erziehungswissenschaftler manche Theorien haben. Forscht man dann ein bisschen nach, ist zu erkennen, dass vor mehr als 2000 Jahren antike Philosophen wie Platon, Cicero oder Quintilian auch schon recht fortschrittliche Meinungen vertreten haben und teilweise bereits die Prügelstrafe verabscheuten, weil sie dem Geist eines Kindes schaden könnte. Dies wird in der vorliegenden Hausarbeit analysiert und verglichen.

Schon in der Steinzeit wurden Wissen und neue Erkenntnisse von einer Generation an die nächste weitergegeben. Aber erst vor circa 7000 Jahren begannen die Menschen, nämlich die Griechen, über eine richtige und gute Art und Weise der Wissensvermittlung und damit über die Erziehung nachzudenken. Doch die Griechen waren nicht nur auf diesem Gebiet Pioniere. Im Laufe der Jahrhunderte versuchten verschiedene Philosophen, Staatsmänner und auch ein Lehrer das Problem der Strafe zu lösen. Die Griechen reichten es an die ihr territoriales Gebiet einnehmenden Römer weiter. Dass keiner von beiden eine abschließende Lösung beziehungsweise Klärung herbeiführen konnte, ist daran zu erkennen, dass wir uns sogar heute noch damit befassen.

Auch wenn wir schon einige Schritte weiter sind als die Antike, indem die körperliche Bestrafung zumindest in einigen Ländern verboten wurde, konnte auch die moderne Zeit das allgemeine Problem der richtigen und guten Strafe nicht beseitigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Arten der Bestrafung

III. Standpunkte der Befürworter der Züchtigung

1. Platon

2. Cicero

IV. Gegner der körperlichen Züchtigung

1. Plutarch

2. Quintilian

V. Moderne Theorien

VI. Fazit

VII. Bibliograpfie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die verschiedenen philosophischen Perspektiven auf die körperliche Züchtigung in der Erziehung, wobei ein direkter Vergleich zwischen antiken griechischen und römischen Ansätzen sowie modernen pädagogischen Theorien hergestellt wird.

  • Historische Praxis der körperlichen Bestrafung in der Antike
  • Philosophische Rechtfertigungen und Ablehnungen durch Platon, Cicero, Plutarch und Quintilian
  • Kritische Analyse von Erziehungsmodellen und deren Auswirkungen auf das Kindeswohl
  • Bezugnahme zu zeitgenössischen Theorien, insbesondere zu Allan Guggenbühl
  • Reflexion über die Beständigkeit von Erziehungsmethoden und die Rolle der Strafe

Auszug aus dem Buch

1. Platon

Platon, der berühmte Philosoph und Schüler des Sokrates, vertritt gegenüber der körperlichen Züchtigung auf den ersten Blick keine eindeutige Meinung. Dies liegt daran, dass er in zwei Werken unterschiedliche Gruppen vorstellt, die erzogen werden. In der Politeia beschreibt Platon die Erziehung der Elite für seinen erdachten Idealstaat. Dabei erwähnt er, dass Zwangsausübung gegenüber lernunwilligen Kindern absolut unangebracht sei, da seiner Meinung nach bei der Wissensvermittlung an Freie […]kein Zwang ausgeübt werden [dürfe]. Zwang führe bei den Kindern zu einer sklavischen Gesinnung, die in einem Staat, der von der Eigengestaltung der Bürger lebt nur schädlich wäre. Hierbei handelt es sich aber offenbar um eine Ausnahme, da er keine Realität, sondern nur eine Idee beziehungsweise seine Wunschvorstellung darstellt.

Im weiteren Verlauf richtet sich die Konzentration auf die Erziehungsbeschreibung des repräsentativen Durchschnittes der griechischen Bevölkerung. In Platons Meinung ist das Kind, wenn es auf die Welt kommt völlig unfertig und kann noch nicht zu den Menschen gezählt werden:

Das Kind ist aber von allen Tieren am schwierigsten zu behandeln, denn genau in dem Maße, wie die Quelle seines Denkens noch nicht in die rechte Bahn geleitet ist, erweist es sich als hinterhältig und verschlagen und als das übermütigste unter den Tieren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert die historische Relevanz des Themas Strafe und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, antike und moderne erzieherische Ansichten zu vergleichen.

II. Arten der Bestrafung: Dieses Kapitel beschreibt die alltäglichen Strafpraktiken und die Rolle der Erzieher sowie Lehrer in der antiken Gesellschaft.

III. Standpunkte der Befürworter der Züchtigung: Hier werden die philosophischen Ansätze von Platon und Cicero analysiert, die Züchtigung als notwendiges Mittel zur Erziehung tüchtiger Bürger sahen.

IV. Gegner der körperlichen Züchtigung: Dieses Kapitel widmet sich den kritischen Perspektiven von Plutarch und Quintilian, die stattdessen auf Ermahnungen und emotionale Bindungen setzten.

V. Moderne Theorien: Die Autorin zieht Parallelen zwischen antiken Denkmustern und heutigen pädagogischen Theorien, insbesondere unter Einbeziehung von Allan Guggenbühl.

VI. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, inwieweit die Geschichte der Erziehung als ein Experimentierfeld betrachtet werden kann.

VII. Bibliograpfie: Dieses Verzeichnis enthält die verwendeten Monographien, Fachaufsätze sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

Körperliche Züchtigung, Erziehung, Antike, Platon, Cicero, Plutarch, Quintilian, Pädagogik, Strafe, Wissensvermittlung, Kindeswohl, Schüler, Lehrer, Disziplin, Erziehungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte und die philosophischen Rechtfertigungen der körperlichen Züchtigung von Kindern in der griechischen und römischen Antike und vergleicht diese mit modernen Erziehungstheorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die erzieherische Praxis der Antike, die Entwicklung des Kindesbegriffs, das Spannungsfeld zwischen Strafe und Besserung sowie die Bedeutung von Autorität im Erziehungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie tief antike Vorstellungen über Strafe und Gehorsam noch heute in unserem Denken verwurzelt sind und ob diese historischen Ansätze eine direkte Auswirkung auf moderne Erziehungspraktiken haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der klassische philosophische Texte (Platon, Cicero, Plutarch, Quintilian) mit modernen erziehungswissenschaftlichen Perspektiven, wie denen von Allan Guggenbühl, in einen interdisziplinären Vergleich gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Beschreibung der antiken Strafmethoden, eine Gegenüberstellung von Befürwortern und Gegnern der Züchtigung und eine Analyse von modernen Theorien zur Kindeserziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Körperliche Züchtigung, Pädagogik, Antike, Erziehung und Kindeswohl definiert.

Wie bewerten die antiken Philosophen die Rolle der Strafe unterschiedlich?

Während Platon und Cicero die Züchtigung zur Formung eines tüchtigen Staatsbürgers als unerlässlich erachteten, plädierten Plutarch und Quintilian aus ethischen Gründen sowie aufgrund der negativen psychologischen Auswirkungen gegen jede Form der physischen Gewalt.

Warum spielt das "Wettbewerb-System" eine besondere Rolle in der Argumentation?

Sowohl Plutarch als auch Quintilian schlugen Wettbewerbe als Alternative zur Züchtigung vor, um durch Motivation und Ansporn bessere Leistungen zu erreichen, was die Autorin auch in modernen Klassenarbeiten und Notengebungen wiedererkennt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Strafen der Antike. Meinungen antiker Philosophen zur Züchtigung als Erziehungsmethode im Vergleich mit modernen Theorien
Universidad
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Curso
Strafen und Kontrollen im Wandel
Calificación
1,7
Autor
Christiane Modzing (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
18
No. de catálogo
V319641
ISBN (Ebook)
9783668189126
ISBN (Libro)
9783668189133
Idioma
Alemán
Etiqueta
Platon Plutarch Cicero Quintilian Züchtigung Bestrafung Erziehung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christiane Modzing (Autor), 2014, Strafen der Antike. Meinungen antiker Philosophen zur Züchtigung als Erziehungsmethode im Vergleich mit modernen Theorien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319641
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