"Methoden des Philosophierens" von Johannes Rohbeck. Ist eine Einteilung der Methoden eine notwendige Bedingung für einen erfolgreichen Philosophie- und Ethikunterricht?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015
12 Seiten, Note: 1,7
Anonym

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung ... 1

2 Rohbecks Grundgedanke von philosophischen Methoden ... 2

3 Der Versuch einer Einteilung ... 5

4 Medien des Philosophieunterrichts ... 5
4.1 Lesen- die Textlektüre ... 6
4.2 Sprechen- das Unterrichtsgespräch ... 7
4.3 Schreiben- das Schreiben eigener Texte ... 7

5 Allgemeine Denkmethoden des Philosophierens ... 8

6 Fazit ... 10

7 Literaturverzeichnis

Tabelle 1 Denkrichtungen der Philosophie ... 4

1 Einleitung

In der Philosophie und im Ethikunterricht haben Methoden eine lange und verworrene Begriffssowie Entwicklungsgeschichte hinter sich, sodass verschiedene Generationen von Philosophen und Didaktikern verschiedenes unter philosophischen Methoden verstanden haben, bzw. verstehen. Der deutsche Philosoph und Fachdidaktiker Johannes Rohbeck grenzt sich mit seinem eigenen Verständnis von philosophischen Methoden ab und fordert einen spezifischen Kern zu philosophischen Methoden im Ethikunterricht, d.h. der Kern des Ethikunterrichts sollte nicht das Wissen über Philosophieren, sondern es sollte das Philosophieren an sich sein.1

Der zuletzt genannte Punkt soll insofern dem tiefergehenden Verständnis dienen, als der Begriff der philosophischen Methoden so in seinem funktionalen Zusammenhang betrachtet werden kann. D. h., indem man die Methoden analysiert, die dieser Begriff in Rohbecks Darstellung einnimmt, lässt sich, so die Idee, besser verstehen, was Rohbeck unter philosophischen Methoden versteht und warum dieses seiner Meinung nach einer spezifischen Einteilung unterzogen werden muss. Die in diesem Zusammenhang entscheidende Frage ist also die, warum nach Rohbeck eine Einteilung der Methoden des Philosophie- und Ethikunterrichts eine notwendige Bedingung für einen ‚erfolgreichen‘ Philosophie- und Ethikunterricht darstellt, die absichtliche Einteilung also nicht auf die es notwendigerweise begleitenden Elemente des deklarativen und prozeduralen Wissens reduziert werden kann. Die Arbeit folgt dabei nachstehendem Aufbau: Zuerst sollen einige Anmerkungen zum Grundgedanke philosophischer Methoden erfolgen. Dies ist insofern eine sinnvolle Ausgangsbasis, da Rohbecks eigene Position auch durch andere Disziplinen der Philosophie geprägt wurde.2 Anschließend wird in Rohbecks Einteilung der philosophischen Methoden eingeführt und so die Grundlage des Übergangs zum Terminus ‚philosophieren an sich‘ im Philosophie und Ethikunterricht geschaffen. Daraufhin wird– vor dem Hintergrund der Frage, inwiefern eine Einteilung der Methoden im Philosophie- und Ethikunterricht signifikant eine Rolle spielen– eine kritische Auseinandersetzung diesbezüglich herangezogen. Die verschiedenen Aspekte werden dann schließlich in einem Fazit zusammengeführt und die oben gesellte Fragestellung beantwortet.

2 Rohbecks Grundgedanke von philosophischen Methoden

Rohbecks Anspruch, oder eher Vorschlag, in seinem Jahrbuch für Didaktik und Philosophie und Ethik besteht in erster Linie darin, eine Grundlage für philosophische Methoden zu schaffen3 und damit auch den Philosophie- und Ethikunterricht auf ein konzeptionell festes Fundament zu stellen. Denn nach Rohbeck sind Methoden im allgemeinen Hintergrund „die Denkmittel“4 die meist in Form von Strukturmerkmalen oder Verfahrensregeln (philosophisch orientiert) versucht, bestimmte theoretische Zwecke zu erreichen.5 Im Philosophie- und im Ethikunterricht sollen nach Rohbeck jene Strukturmerkmale und Verfahrensregeln mit den Denkrichtungen der Philosophie verknüpft werden, d.h. die Denkrichtungen der Philosophie sollen in philosophische Methoden übertragen, bzw. transformiert werden. Bevor auf den letzten Punkt der Übertragung, bzw. Transformation eingegangen wird, scheint es notwendig kurz in tabellarischer Form, eine Auflistung der philosophischen Denkrichtungen auf zu zeigen:

[Dies ist eine Leseprobe für die Suchmaschinen. Tabellen und Grafiken werden nicht angezeigt.]
Tabelle 1 Denkrichtungen der Philosophie12

Anhand der unterschiedlichen Denkrichtungen wird deutlich, dass, wie Rohbeck bereits am Anfang seines Textes erwähnt hatte, es keinen eigenen Gegenstand in der Philosophie zu finden ist. Nach Rohbeck komme es „[…] auf die Art und Weise an, durch die eine Reflexion als philosophisch gelten kann“.13 Die ‚Art und Weise‘, die Rohbeck erwähnt, ist folglich auf die Übertragung, bzw. Transformation der Denkrichtungen in philosophische Methoden zurück zu führen. Konkreter bedeutet das, dass die Denkrichtungen mit den dementsprechenden Verfahrensweisen im Unterricht (z.B. Textarbeit, Begriffsanalyse, Textarbeit etc.) verknüpft werden sollen, um eine philosophische Reflexion der Lernenden zu erreichen.14 Nicht außer Acht zu lassen sind zusätzlich die Arbeitstechniken, Medien & Denkmethoden, sowie die Sozialformen, die sich aufgrund der verschiedenen Methoden auf unterschiedlichen Ebenen bewegen und folglich vermischen.15

[...]


1 Vgl. Rohbeck, Johannes [Hrsg.] 2000. Methoden des Philosophierens, S. 146. Dresden: Thelem.

2 Rohbeck forscht unter anderem in den Bereichen der Geschichtsphilosophie, der Philosophie der Aufklärung sowie der Didaktik der Philosophie und Ethik. Vgl. http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_ fakultaet/iph/prphd/rohb/forschung.

3 Vgl. S. 146- 47

4 Vgl. ebd., S. 146

5 Vgl. ebd.

[...]

12 Eigene Darstellung

13 Rochbeck, S. 146

14 Vgl, ebd. S. 147

15 Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
"Methoden des Philosophierens" von Johannes Rohbeck. Ist eine Einteilung der Methoden eine notwendige Bedingung für einen erfolgreichen Philosophie- und Ethikunterricht?
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
1,7
Jahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V319675
ISBN (eBook)
9783668184237
ISBN (Buch)
9783668184244
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
methoden, philosophierens, johannes, rohbeck, einteilung, bedingung, philosophie-, ethikunterricht
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, "Methoden des Philosophierens" von Johannes Rohbeck. Ist eine Einteilung der Methoden eine notwendige Bedingung für einen erfolgreichen Philosophie- und Ethikunterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319675

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