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Selbständigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Erläuterung des rechtlichen Rahmens als Grundlage einer erfolgreichen Unternehmung

Titel: Selbständigkeit in der Kultur- 
und Kreativwirtschaft. Erläuterung des rechtlichen Rahmens als Grundlage einer erfolgreichen Unternehmung

Bachelorarbeit , 2015 , 51 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tony Kuhne (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft, welche zu 97 Prozent von kleinen und Kleinstunternehmen geprägt ist, funktioniert oft anders als klassische Wirtschaftsbranchen. Sie ist zwar überdurchschnittlich wachstumsstark und hochgradig innovativ, jedoch arbeiten die Kultur- und Kreativschaffenden vielfach mit Methoden und Denkansätzen, welche nicht mit den damals bestandenen und immer noch bestehenden Förderstrukturen korrelieren.

Ein Grund dafür ist, weil die unternehmerische Aktivität der Kultur- und Kreativschaffenden offen und unvoreingenommen geschieht. Dabei fehlt es oftmals an unternehmerischem Know-How aber auch und vor allem an juristischem Hintergrundwissen, welches neben der Kreativität die Qualifizierung ausmacht, eine Unternehmung in der Kultur- und Kreativwirtschaft vom Grundstein der Idee, bis zum Umsatz generierenden Unternehmen, erfolgreich zu gründen und leiten.

Diese Arbeit soll diesen weniger kreativen – dafür umso wichtigeren Aspekt, einer gut durchdachten rechtlichen Herangehensweise für eine erfolgreiche Unternehmensgründung in der Kultur- und Kreativwirtschaft aufgreifen und als „Mittlerfunktion“ in Gestalt einer Ratgeberbroschüre dienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsabgrenzung Kultur - & Kreativwirtschaft

1.1 Kulturwirtschaft

1.2 Kreativwirtschaft

2. Rechtlicher Rahmen in der Kultur - & Kreativwirtschaft

2.1 Freier Beruf und Gewerbe

2.1.1 Freier Beruf

2.1.2 Gewerbe

2.1.3 Abgrenzung Freier Beruf vs. Gewerbe

2.2 Teamarbeit und ihre Rechtsformen

2.2.1 Die Vorteile von Teamarbeit bei einer Neugründung

2.2.2 Freiberufliches Einzelunternehmen

2.2.3 Gesellschaft bürgerlichen Rechts

2.2.4 Alternative Rechtsformen für die Gründung einer Gesellschaft

2.3 Anmeldung und Behörden

2.4 Künstlerverträge

2.4.1 Vertragsform

2.4.2 Die Beschreibung des Werkes oder der Leistung

2.4.3 Lieferung und Leistung

2.4.4 Das Honorar

2.4.5 Zahlungsmodalitäten

2.5 Urheberrecht

2.5.1 Definition

2.5.2 Nutzungsrechte: Buy-out

2.5.3 Fairnessausgleich

2.6 Künstler und Steuern

2.6.1 § 18 Einkommensteuergesetz – Künstlerische Tätigkeit

2.6.2 anzusetzende Einnahmen

2.6.3 Steuersprung

2.6.4 Umsatz – bzw. Vorsteuer

2.6.5 Kleinunternehmerregelung

2.7 Künstlersozialkasse

2.7.1 Definition und Voraussetzungen

2.7.2 Mindestjahreseinkommen

2.7.3 Zielsetzung des Künstlersozialversicherungsgesetzes

3. Praxisbeispiel: Selbständiger Künstler

3.1 Lebenslauf

3.2 Rechtliche Einordnung

3.2.1 Selbständige Tätigkeit

3.2.2 Gesellschafter einer Personengesellschaft

3.2.3 Künstlersozialkasse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Kulturschaffenden einen juristischen Leitfaden an die Hand zu geben, um erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten und unternehmerische sowie steuerliche Herausforderungen zu meistern. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie Kreative den rechtlichen Rahmen für eine stabile Unternehmung effektiv nutzen können.

  • Grundlagen der Abgrenzung von Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Juristische Unterscheidung zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden
  • Rechtsformen für Neugründungen und Teamarbeit
  • Künstlerverträge, Urheberrecht und steuerliche Aspekte
  • Absicherung durch die Künstlersozialkasse

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Freier Beruf

Eine Definition nach dem § 1 II PartGG lautet:

„Die Freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt.“ (IFB, 2006, S. 2)

Ein freier Beruf ist auch nach § 18 EStG definierbar. Demnach ist eine selbständige Tätigkeit i. S. d. § 18 EStG eine freiberufliche Tätigkeit. Wer einmal den Status des Freiberuflers vom Finanzamt zugewiesen bekommt, kann von folgenden Besonderheiten profitieren:

 Keine Gewerbeanmeldung erforderlich;

 Demzufolge ist keine Gewerbesteuer zu entrichten;

 Keine doppelte Buchführung nötig/ Einnahme-Überschuss-Rechnung genügt;

 Möglichkeit einer Partnerschaftsgesellschaft u. a. .24

Es bleibt jedoch zu beachten, dass es keine förmliche Anerkennung der Freiberuflichkeit durch die Finanzbehörden gibt. Darüber hinaus können folgende Sachverhalte als Bestätigung durch das Finanzamt gewertet werden:

 Aufhebung der bereits erlassenen Gewerbesteuerbescheide;

 Mitteilung, das dem Einspruch gegen den Gewerbesteuermessbescheid stattgegeben worden ist;

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsabgrenzung Kultur - & Kreativwirtschaft: Dieses Kapitel definiert und grenzt die Begriffe Kultur- und Kreativwirtschaft voneinander ab und beleuchtet die Rolle der Kreativen Klasse.

2. Rechtlicher Rahmen in der Kultur - & Kreativwirtschaft: Hier werden die juristischen Grundlagen behandelt, insbesondere die Differenzierung zwischen freiberuflicher und gewerblicher Tätigkeit, verschiedene Rechtsformen, Vertragsgestaltungen sowie steuerliche und soziale Absicherungsfragen.

3. Praxisbeispiel: Selbständiger Künstler: Anhand des Lebenslaufs von „Herrn N“ wird die theoretische Anwendung der zuvor erläuterten rechtlichen Rahmenbedingungen wie Freiberuflichkeit, Gesellschaftsformen und Sozialversicherungspflicht demonstriert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die wachsende Bedeutung der Branche zusammen und betont, dass für den nachhaltigen Erfolg von Kreativgründern neben künstlerischem Talent auch fundiertes juristisches und betriebswirtschaftliches Wissen unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Kulturwirtschaft, Kreativwirtschaft, Freiberufler, Gewerbe, Unternehmensgründung, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, GbR, Künstlervertrag, Urheberrecht, Künstlersozialkasse, KSK, Steuern, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Selbstständigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definition der Kreativwirtschaft, die rechtliche Einordnung von Tätigkeiten (Freiberufler vs. Gewerbe), Rechtsformen für Neugründungen, Künstlervertragsrecht, Urheberrecht, Steuerrecht und die Absicherung durch die Künstlersozialkasse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Kreativschaffenden eine Ratgeberbroschüre an die Hand zu geben, die den rechtlichen Rahmen für ihre Unternehmensgründung verständlich erläutert und zur Professionalisierung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Anwendung dieser theoretischen Grundlagen auf ein Praxisbeispiel eines freiberuflichen Künstlers.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil erläutert tiefgehend die Kriterien der Freiberuflichkeit, die Vor- und Nachteile verschiedener Rechtsformen (insb. GbR), wichtige Klauseln in Künstlerverträgen, urheberrechtliche Grundlagen wie "Buy-out" sowie steuerliche Pflichten und die Voraussetzungen für die Künstlersozialversicherung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Freiberuflichkeit, Kreativunternehmertum, Rechtssicherheit, Urheberrecht und Künstlersozialkasse.

Warum ist die Abgrenzung zwischen freier Tätigkeit und Gewerbe so wichtig?

Die korrekte Einstufung ist entscheidend, da sie maßgeblich über steuerliche Pflichten, wie etwa die Gewerbesteuerpflicht, die Buchführungspflicht und die Anmeldung bei Behörden, entscheidet.

Welche Rolle spielt die Künstlersozialkasse für Kreative?

Die KSK ermöglicht selbstständigen Künstlern und Publizisten den Zugang zu einem sozialen Schutz, der vergleichbar mit dem von Arbeitnehmern ist, indem sie einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge übernimmt.

Warum wird im Buch ein Praxisbeispiel verwendet?

Das Praxisbeispiel dient der Veranschaulichung, wie sich die abstrakten rechtlichen Vorgaben – etwa die Einstufung als Freiberufler oder die automatische Gründung einer GbR bei Bandtätigkeiten – auf eine reale Person anwenden lassen.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbständigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Erläuterung des rechtlichen Rahmens als Grundlage einer erfolgreichen Unternehmung
Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Note
2,0
Autor
Tony Kuhne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
51
Katalognummer
V319723
ISBN (eBook)
9783668209633
ISBN (Buch)
9783668209640
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbständigkeit kultur- kreativwirtschaft erläuterung rahmens grundlage unternehmung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tony Kuhne (Autor:in), 2015, Selbständigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Erläuterung des rechtlichen Rahmens als Grundlage einer erfolgreichen Unternehmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319723
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Leseprobe aus  51  Seiten
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