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Analyse motivationaler Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen unter Berücksichtigung von domänenspezifischen Effekten

Title: Analyse motivationaler Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen unter Berücksichtigung von domänenspezifischen Effekten

Master's Thesis , 2015 , 117 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Ole Görlich (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit sollen motivationale Konstrukte im Kontext der Genese von generellen sowie fachspezifischen Schulleistungen analysiert und untersucht werden. In diesem Zusammenhang werden drei basale Motivationstheorien fokussiert betrachtet, welche sich im Besonderen hinsichtlich ihrer Spezifität unterscheiden lassen.

Die Theorie der Leistungsmotivation sowie die Theorien der Zielorientierung weisen eine domänengenerelle Fundierung auf, das heißt leistungsmotiviertes Verhalten manifestiert sich unabhängig von einer konkreten Situation. Die Erwartungs-Wert Theorie basiert demgegenüber auf einer domänenspezifischen Fundierung. Diese Divergenz soll im Kontext der Untersuchung explizit berücksichtigt werden. Es wird angenommen, dass diese Vorgehensweise eine detailliertere Perspektive ermöglicht.

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden motivationale Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen analysiert und untersucht. Im Besonderen wurden dabei domänenspezifische Effekte berücksichtigt. An der Studie nahmen insgesamt 604 Schüler im Alter von 15 bis 21 Jahren teil, welche die gymnasiale Oberstufe besuchten. Die Rekrutierung erfolgte an fünf Gesamtschulen. Die durchgeführte Studie konkretisierte sich in Form einer Querschnittsstudie. In diesem Zusammenhang wurde ein Erhebungsinstrument – in Form eines Fragebogens − konzipiert, welches mit den Fragestellungen und Zielsetzungen dieser Arbeit korrespondierte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Zusammenfassung

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Abgrenzung Motivation, Volition, Motiv und Anreiz

2.2 Leistungsmotivation

2.2.1 Motivkomponenten des Leistungsmotivs

2.2.2 Furcht vor Misserfolg

2.2.4 Hoffnung auf Erfolg

2.3 Erwartung-Wert Theorie

2.3.1 Werte

2.3.2 Fähigkeitsselbstkonzept

2.4 Zielorientierung

2.4.1 Die Theorie von Nicholls

2.4.2 Die Theorie von Dweck

2.4.3 2x2 Modell der Zielorientierung

2.5 Forschungsfragen und -hypothesen

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Beschreibung der Stichprobe

3.2 Studiendesign

3.3 Planung, Ablauf und Durchführung der Erhebungsstichprobe

3.3.1 Planung der Erhebungsstichprobe

3.3.2 Ablauf und Durchführung der Erhebungsstichprobe

3.4 Unabhängige Variablen

3.4.1 Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts

3.4.2 Skala zur Erfassung subjektiver schulischer Werte

3.4.3 Achievement Motives Scale

3.4.4 Achievement Goal Questionnaire –revised

3.5 Abhängige Variablen

3.6 Auswertungsvorgehen

3.6.1 Vorbereitung der Rohdaten

3.6.2 Item-Missinganaylse

3.6.3 Skalenbildung

3.7 Statistische Verfahren

4. Ergebnisse

4.1 Prüfung der statistichen Voraussetzungen

4.1.1 Skalenniveau

4.1.2 Normalverteilung

4.1.3 Unabhängigkeit der Residuen.

4.1.4 Multikollinearität

4.1.5 Homoskedastizität

4.2 Deskriptive Statistik

3 Korrelative Analysen

4.3 Multiple Regressionsanalysen

4.4 Relative-Weight-Analysen

5. Diskussion

5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

5.2 Kritische Würdigung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert motivationale Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen bei Schülern der gymnasialen Oberstufe. Dabei wird untersucht, welchen Einfluss motivationale Faktoren wie das Fähigkeitsselbstkonzept, Werte, Zielorientierung sowie das explizite Leistungsmotiv (Hoffnung auf Erfolg und Furcht vor Misserfolg) auf die generelle und fachspezifische Schulleistung (Mathematik, Deutsch, Englisch) haben, wobei ein besonderer Fokus auf der Berücksichtigung domänenspezifischer Effekte und dem zugrunde liegenden Abstraktionsniveau liegt.

  • Motivationale Determinanten der Schulleistung
  • Domänenspezifische Effekte und Abstraktionsniveau
  • Einfluss von Leistungsmotivation, Zielorientierung und Fähigkeitsselbstkonzept
  • Analyse der prädiktiven Aussagekraft motivationaler Konstrukte
  • Empirische Untersuchung an einer Schülerstichprobe der gymnasialen Oberstufe

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Motivkomponenten des Leistungsmotivs

Die Annäherungskomponente des Leistungsmotivs wird im Allgemeinen als Hoffnung auf Erfolg bezeichnet und beinhaltet die Antizipation von Stolz oder einer positiven Emotionslage bei der Bewältigung leistungsbezogener Aufgaben (Cooper & Howell, 1961; McClelland, 1985). Personen mit einer hoch ausgeprägten Hoffnung auf Erfolg streben danach, einen interindividuell zugrunde liegenden Gütemaßstab zu übertreffen (Langens et al., 2005). Die Vermeidung leistungsbezogener Situationen oder Aufgaben wird dagegen als Furcht vor Misserfolg definiert. Dieser Aspekt des Leistungsmotivs wird von einem antizipierten Gefühl der Scham oder einer negativen Emotionslage begleitet (Atkinson & Feather, 1966; McClelland, 1985). Personen mit einer hoch ausgeprägten Furcht vor Misserfolg vermeiden im Allgemeinen die Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab (Langens et al, 2005). Dementsprechend wird die Aufgabenwahl in Leistungssituationen von der Lageorientierung des Leistungsmotivs beeinflusst (Atkinson & Litwin, 1960, Langens et al., 2005).

Eine hohe Ausprägung der Hoffnungskomponente führt zu einer Bevorzugung von Aufgaben mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad. Dieser Sachverhalt kann durch zwei zentrale Aspekte begründet werden: Die Bewältigung von trivialen Aufgaben bietet keine Möglichkeit zur Generierung eines potentiellen Kompetenzzuwachses oder zur Demonstration der eigenen Fähigkeiten. Aufgaben, die durch ein hohes Schwierigkeitsniveau gekennzeichnet sind, werden hingegen möglicherweise mit einer höheren Misserfolgswahrscheinlichkeit assoziiert (Atkinson 1964; McClelland, 1980, 1985).

Die Aufgabenwahl von misserfolgsorientierten Personen ist hingegen durch eine Tendenz zu Aufgaben mit einem niedrigen oder hohen Schwierigkeitsniveau gekennzeichnet. Dieser Aspekt wird mit der Evaluation von Erfolgs- und Misserfolgswahrscheinlichkeiten begründet: Aufgaben mit einem trivialen Anspruch führen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einem Erfolgserlebnis. Aufgaben mit einem diffizilen Anspruch sind dagegen mit einer hohen Misserfolgswahrscheinlichkeit verknüpft. Letzterer Aspekt kann von spezifischen Attributionsmustern begleitet werden: Misserfolg wird external attribuiert (z.B. Schwierigkeit der Aufgabe) und nicht auf selbstbezogene Aspekte wie mangelnde Fähigkeiten zurückgeführt (Atkinson & Litwin, 1960; Duda, Chi, Newton, Walling & Catley, 1995; Weiner, 1985, 1986).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung bietet einen Überblick über das Ziel der Studie, die Stichprobe von 604 Schülern, die verwendeten Erhebungsinstrumente für motivationale Konstrukte und Schulleistungen sowie die Hauptergebnisse bezüglich der prädiktiven Kraft der Konstrukte.

1. Einleitung: Hier wird die Relevanz der Untersuchung motivationaler Konstrukte für die Genese von Schulleistungen dargelegt, die theoretische Fundierung umrissen und das Ziel der Arbeit sowie der Aufbau der Studie kurz eingeführt.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte theoretische Basis zu Motivation, Volition, Motiven, Anreizen, Leistungsmotivation, Erwartung-Wert-Theorie und Zielorientierung, inklusive der Forschungsfragen und Hypothesen.

3. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Stichprobe, das Studiendesign, die Planung und Durchführung der Erhebung, die operationalisierten Variablen sowie das statistische Auswertungsvorgehen umfassend erläutert.

4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die statistischen Voraussetzungen geprüft, deskriptive Statistiken dargestellt, korrelative Analysen präsentiert sowie multiple Regressionsanalysen und Relative-Weight-Analysen durchgeführt und berichtet.

5. Diskussion: Das Kapitel bietet eine Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse, diskutiert die Befunde im Kontext der Forschungsliteratur und schließt mit einer kritischen Würdigung und einem Ausblick auf zukünftige Studien.

Schlüsselwörter

Motivation, Leistungsmotivation, Zielorientierung, Schulleistung, Fähigkeitsselbstkonzept, Erwartung-Wert-Theorie, Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg, Lernziele, Leistungsziele, Domänenspezifität, Abstraktionsniveau, gymnasiale Oberstufe, prädiktive Aussagekraft, Regressionsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen motivationalen Konstrukten und der schulischen Leistung von Schülern in der gymnasialen Oberstufe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Felder sind die Leistungsmotivation, die Erwartung-Wert-Theorie nach Eccles und Wigfield sowie verschiedene Theorien zur Zielorientierung (Nicholls, Dweck, Elliot & McGregor).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit motivationale Konstrukte die generelle und fachspezifische Schulleistung vorhersagen können, wobei das jeweilige Abstraktionsniveau (generell vs. domänenspezifisch) besonders berücksichtigt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Querschnittsstudie mit 604 Schülern an fünf Gesamtschulen durchgeführt. Die Daten wurden mittels Fragebögen erhoben und statistisch durch Korrelationsanalysen, multiple Regressionsanalysen und Relative-Weight-Analysen ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu den psychologischen Konstrukten, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens (Stichprobe, Instrumente) sowie die ausführliche Ergebnisdarstellung und Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Motivation, Schulleistung, Fähigkeitsselbstkonzept, Zielorientierung und die differenzierte Betrachtung von Abstraktionsniveaus in diesen Konstrukten.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem generellen und dem fachspezifischen Abstraktionsniveau so wichtig?

Basierend auf dem Korrespondenzprinzip nach Azjen (2005) ist ein identischer Spezifikationsgrad von Prädiktor und Kriterium notwendig, um die Varianzaufklärung zu maximieren und eine differenziertere Analyse zu ermöglichen.

Was wurde im Rahmen der Relative-Weight-Analysen festgestellt?

Es wurde quantifiziert, welcher relative Anteil der Varianz der Schulleistung auf die einzelnen motivationalen Konstrukte zurückzuführen ist, wobei sich das Fähigkeitsselbstkonzept als bedeutendster Prädiktor über alle Domänen hinweg erwies.

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Details

Title
Analyse motivationaler Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen unter Berücksichtigung von domänenspezifischen Effekten
College
University of Dortmund
Grade
1,7
Author
Ole Görlich (Author)
Publication Year
2015
Pages
117
Catalog Number
V319725
ISBN (eBook)
9783668207882
ISBN (Book)
9783668207899
Language
German
Tags
Schulleistung Leistungsmotivation Motivationstheorien Motivation Querschnittsstudie Erhebung Befragung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ole Görlich (Author), 2015, Analyse motivationaler Konstrukte im Kontext der Genese von schulischen Leistungen unter Berücksichtigung von domänenspezifischen Effekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319725
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