Welchen Einfluss haben die Quellenlage und die Person des Forschenden auf die Ergebnisse von Studien? Vergleich zweier Studien zum Kosovo-Konflikt


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Theoretischer Rahmen
2.1„Quelle“
2.2 Quantitative und qualitative Forschungen
2.3 Qualität und Bewertung empirischer Forschung

3.Zwei Studien
3.1 Heinz Loquai: Weichenstellung für einen Krieg
3.1.1 Methodik und Quellen
3.2 Carsten Triphaus: Institutionalisierung und Konfliktprävention
3.2.1 Methodik und Quellen

4 Zwei Ergebnisse

5 Fazit

Anhang.

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Für die Entstehung und Erschließung unterschiedlicher Problemstellungen, die sich aus sozia- len Strukturen und gesellschaftlichen Zusammenhängen ergeben, sowie zur Erklärung menschlichen Handelns, werden in der Sozialforschung systematisch Informationen erhoben, klassifiziert und analysiert.1 Es werden z.B. in einem großen Umfang Daten über die „[…] demographische Entwicklung und Fertilität, Schichtung und soziale Mobilität, Wahlverhal- ten, Nutzung öffentlicher Einrichtungen, Mediennutzung, Gesundheitsverhalten, Konsumge- wohnheiten, räumliche Mobilität, Tourismus, Ausbreitung und Folgen neuer Technologien […]“2 verarbeitet. Mithilfe solcher Erhebungen wird versucht Sachverhalte in Natur und/oder Gesellschaften aufzuschlüsseln, Zusammenhänge zu formulieren und diese Aussagen zu überprüfen.3 Dieses Vorgehen macht den Hauptanteil der empirischen Sozialforschung4 aus, die vor allem der systematischen Überprüfung von Theorien dient. In der Forschungsplanung wird zwischen quantitativer und qualitativer Methode unterschieden. Aber nicht die Metho- den empirischer Sozialforschung sollen hier im Vordergrund stehen, sondern die Quellenlage zu einem Forschungsschwerpunkt und deren Verwendung in einer wissenschaftlichen Studie. In Anbetracht dessen werden hier zwei wissenschaftliche Arbeiten herangezogen, die unter- schiedlicher nicht sein könnten. Die eine, durchsetzt von Subjektivität und geschrieben von einem ehemaligen Bundeswehrgeneral, arbeitet vornehmlich mit Protokollen, die einer Ge- heimhaltungsstufe unterliegen und lebt von Aussagen von Personen, die nicht genannt werden wollen. Die andere, rein objektiver Natur, beinhaltet ausschließlich Quellen, die für jeder- mann zugänglich sind und stützt sich vornehmlich auf Medienberichten, da zu dem Zeitpunkt der Arbeit keine anderen Informationen für den Autor zur Verfügung standen.

In dieser Hausarbeit wird untersucht, inwiefern die differierende Ausgangslage beider Autoren bzgl. des Zugangs, der Auswahl und der Verarbeitung von Quellen zu unterschiedlichen Aussagen/Ergebnissen in ihren jeweiligen Studien führen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, ob eine Studie, in der sich der Autor von persönlichen Gefühlen leiten lässt, überhaupt noch als wissenschaftlich bezeichnet werden kann.

Es wird folgendermaßen vorgegangen: Zunächst einmal wird im Abschnitt zwei eine Definition zu dem Begriff „Quelle“ in wissenschaftlichen Arbeiten dargelegt. Daraufhin folgt ein kurzer Abriss über quantitative und qualitative Methoden. Im nächsten Schritt werden Gütekriterien aufgestellt, mit dessen Hilfe die Qualität der beiden hier verwendeten Studien gemessen wird. Im dritten Kapitel wird zuerst der Autor der ersten hier dargestellten Studie, der Bundeswehrgeneral a. D. Heinz Loquai, kurz vorgestellt, da seine Biografie für die Fragestellung dieser Arbeit von Relevanz ist. Daraufhin werden die beiden Forschungsarbeiten beschrieben und einer Methodik zugeordnet. Dabei werden die problematische Quellenlage und ihre Verarbeitung im Fokus stehen. Es folgt dann im Abschnitt vier eine Gegenüberstellung der Studien. Anschließend wird ein Fazit gezogen.

2 Theoretischer Rahmen

Da die Quellenlage der beiden hier untersuchten Forschungsarbeiten im Vordergrund steht, wird zunächst einmal die Bedeutung einer „Quelle“ in Verbindung mit wissenschaftlichen Arbeiten erörtert. Daraufhin erfolgt eine knappe Beschreibung des quantitativen und qualitativen Forschungsprozesses und es werden Kriterien aufgestellt, mithilfe derer die beiden hier verwendeten Studien hinsichtlich ihrer Güte bewertet werden.

2.1„Quelle“

Bezüglich der Begriffsklärung wird darauf hingewiesen, dass sich eine Konkretisierung nur in der Geschichtswissenschaft finden lässt. Des Weiteren wird hier auf die Einteilung der verschiedenen Quellenarten verzichtet.5

Zur Erläuterung des Begriffs wird die vielbeachtete Quellendefinition Paul Kirns herangezo- gen. Nach Kirns Erklärung sind Quellen „alle Texte, Gegenstände oder Tatsachen, aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden kann.“6 Prinzipiell kann also jede Überliefe- rung eine Quelle sein. Inwiefern jede Überlieferung genutzt werden kann, hängt ganz von der Fragestellung des Forschenden ab. Somit steht die Interpretation der Quellen auch immer im Verhältnis zu dieser. Demnach stellt die Auswahl der Quellen bereits eine erste bewusste In- terpretation dar.7 Ein weiterer Aspekt ist, dass Quellen und Forschungsliteratur sich nur durch gegenseitiges „In-Beziehung-Setzen“ voneinander abgrenzen. Konkret dient wissenschaft- liche Literatur in direkter oder indirekter Weise der Interpretation von Quellen. Sie baut also auf diese auf.8

2.2 Quantitative und qualitative Forschungen

Ein zentrales Merkmal der quantitativen Methode ist die Reduktion der Wirklichkeit auf Zah- len, die auf einer breiten Basis gesammelt werden. In diesem Sinne beschreiben Brosius und Koschel quantitative Verfahren also solche, „[...] in denen empirische Beobachtungen über wenige, ausgesuchte Merkmale systematisch mit Zahlenwerten belegt und auf einer zahlen- mäßigen breiten Basis gesammelt werden.“9 Dagegen beruhen qualitative Methoden auf der Interpretation sozialer Sachverhalte, die aus einer verbalen Beschreibung dieser Sachverhalte resultieren.10 Somit wird hier der Untersuchungsgegenstand verbal und möglichst detailliert, ganzheitlich und umfassend beschrieben. Die Planung des Forschungsprozesses verläuft bei quantitativer Forschung weitgehend linear, da die einzelnen Schritte in der Regel nacheinan- der durchgeführt werden.11 Demgegenüber sind mehrere wesentliche Schritte in der qualitati- ven Forschung stärker miteinander verbunden, während einige wegfallen oder an anderer Stelle im Prozess angesiedelt sind.12 Die einzelnen Schritte der beiden Forschungsprozesse befinden sich in einer grafischen Gegenüberstellung in der Anlage (A1).13

2.3 Qualität und Bewertung empirischer Forschung

In der empirischen Forschung wird neben Fragen der Nützlichkeit und ihrer Resultate auch geprüft, ob die eingesetzten Methoden zuverlässig sind und ob die erzielten Ergebnisse den Anspruch auf Gültigkeit und Objektivität erheben können. Ebenso sollten die Ergebnisse ver- allgemeinert, d.h. auf andere Situationen als die konkrete Untersuchungssituation übertragbar sein.14 Zur Bestimmung der Qualität empirischer Forschung werden zwar in der Fachliteratur die Gütekriterien „Reliabilität“, „Validität“ und „Objektivität“15 als maßgeblich formuliert, aber da sich diese Kriterien vornehmlich auf den Bereich der „Messung“ in der quantitativen Forschung beziehen und sich diese Vorgehensweise in keiner der hier untersuchten Studien wieder finden lässt, werden andere Gütekriterien erarbeitet. Eingangs wurde beschrieben, dass in dieser Arbeit die verwendeten Quellen und die Person des Forschers im Fokus stehen, da- her werden die Kriterien „Nachvollziehbarkeit“ „Intersubjektivität“ und „Überprüfbarkeit“ aufgestellt.

Generell spielt beim wissenschaftlichen Arbeiten Nachvollziehbarkeit eine große Rolle. Jede verwendete Quelle muss dokumentiert werden (Kenntlichmachung von Zitaten, Literaturver- zeichnis). Ebenso muss dem aktuellen Wissensstand und dem Forschungsgegenstand nach, die methodische Vorgehensweise - von der Operationalisierung über die Datenerhebung bis- hin zur Analyse - so beschrieben werden, dass sie für den Leser rekonstruierbar ist.16 Daneben ist im Bereich der empirischen Forschung eine Begründung der Methodenwahl notwendig. Gerade für das Aufstellen einer Theorie müssen die Grundannahmen und die Argumentatio- nen offengelegt werden.17 Jeder Schritt muss intersubjektiv nachvollziehbar sein. Der Leser soll wissen, wie bestimmte Aussagen zustande gekommen sind (intersubjektive Prüfbarkeit der Ergebnisse).18 In der Wissenschaftstheorie wird mit Intersubjektivität die Forderung be- zeichnet, dass jede wissenschaftliche Behauptung erst dann als „objektiv“ gültig oder als wahr anzusehen ist, wenn sie von jedem nachgeprüft werden kann.19 Ein weiterer Aspekt ist, dass Aussagen in wissenschaftlichen Arbeiten rational sein müssen. Sprich, sie dürfen nicht auf bloßem Glauben basieren oder allgemein gefühlsmäßig begründet werden. Sie müssen auf Analysen beruhen und verlässlich sein, d.h. sie dürfen nicht einfach intuitiv behauptet wer- den.20 Eine freie Meinungsäußerung ist in der Wissenschaft nicht angemessen. Hier muss al- les was der Autor einer Forschungsarbeit äußert in seinem Geltungsanspruch legitimiert wer- den. Dies gelingt nur durch das Belegen von überprüfbaren Tatsachen, durch die Begründung nachvollziehbarer Argumente und durch die Untermauerung zwingender Beweise.21

3. Zwei Studien

Im Folgenden werden zum einen die beiden Studien bzgl. ihres Inhalts und ihres Erkenntniszieles vorgestellt und zum anderen die Methodik und verwendeten Quellen dargestellt.

3.1 Heinz Loquai: Weichenstellung für einen Krieg

Bevor an dieser Stelle mit der Vorstellung der Untersuchung Loquais begonnen wird, muss noch ein kurzer Exkurs zu seiner Person erfolgen, da das, wie sich noch zeigen wird, einen entscheidenden Unterschied bzgl. einiger seiner Ergebnisse gegenüber den Ergebnissen von Triphaus ausmacht.

Heinz Loquai tritt als gelernter Industriekaufmann 1959 als Wehrpflichtiger in die Luftwaffe ein. Die Bundeswehr ermöglichte ihm von 1968 bis 1973 ein Studium der Volkswirtschaft an der Universität Köln. Alsdann absolvierte er die Generalstabsausbildung an der Führungs- akademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er ab 1975 als Dozent für Betriebs- und Organisa- tionswissenschaften lehrt und zusätzlich in Soziologie promovierte. Ab 1980 ist er sechs Jahre im Bundesministerium der Verteidigung tätig und wird daraufhin Referatsleiter für Nuklear- politik bei der deutschen NATO-Vertretung. 1989 bis 1991 ist er Chef des Stabes und stell- vertretender Divisionskommandeur. Nach der Beendigung des „Kaltes Krieges“ leitet Loquai das Zentrum für Verifikationsaufgaben (Abrüstungskontrolle) der Bundeswehr und ab 1995 den militärischen Teil der deutschen OSZE22 -Vertretung in Wien. Am 24. März 1999 wurde Dr. Heinz Loquai nach Erreichen der Altersgrenze als Brigadegeneral in den Ruhestand ver- setzt. Loquai wird nach seiner Pensionierung von der OSZE gerufen und als „Berater bei den Verhandlungen über militärische vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen für Südost- europa (Balkan)“ eingesetzt. Als sein Halbjahresvertrag zum 31.07.2000 ausläuft, wünscht die OSZE eine Verlängerung, doch das Verteidigungsministerium lehnt dieses Begehren ab. Der Grund dafür ist wohl, dass nach der Veröffentlichung Loquais erster Studie „Der Kosovo- Konflikt - Wege in einen vermeidbaren Krieg, Die Zeit von Ende November 1997 bis März 1999“23 am 24.03.2000 der damalige Bundesminister der Verteidigung Rudolf Scharping Aussagen Loquais u.a. zum „Hufeisenplan“24 dementierte. Daraufhin wurde vermutlich die Entfernung Loquais aus der OSZE vorbereitet.25

Loquai untersucht in seiner zweiten - hier vorgestellten Studie - „Weichenstellungen für einen Krieg“ das internationale Krisenmanagement und die OSZE im Kosovo-Konflikt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Rolle der OSZE, insbesondere in der Phase der Eskalation, von Mit- te Oktober 1998 bis Ende März 1999, die zu einem internationalen Krieg führte.26 Obwohl - nach Loquai - keine andere Organisation mit so viel Personal so nah am Konflikt war, ist die OSZE an ihrer Aufgabe gescheitert. In diesem Zusammenhang prüft er, warum es nicht ge- lang, den Kosovo-Konflikt auf zunächst niedrigem Gewaltniveau zu stabilisieren und in Jugo- slawien einen demokratischen Wandel herbei zu führen.27 Der Kern der Untersuchung liegt auf der Organisationsstruktur der OSZE sowie auf der dominanten Rolle der NATO, der es - so Loquai - nicht nur gelang ihren Platz als Sicherheitsorganisation zu festigen, sondern auch, dass das Mittel der militärischen Intervention eine Aufwertung gegenüber nichtmilitärischen Instrumenten der Konfliktlösung erfuhr. In diesem Sinne stellt Loquai u.a. die Frage, ob es keine Chancen für eine nichtmilitärische Lösung gab und woran diese - wenn vorhanden - gescheitert sind.28 Im weiteren Verlauf der Studie beschreibt Loquai die Bedeutung des Ko- sovo-Konflikts für die „Wende“ in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Er möchte damit verdeutlichen, wie wichtig eine umfassende Aufarbeitung dieses Konflikts wäre, der zu einem Paradigmenwechsel deutscher Politik führte.29 Im weiteren Hergang der Studie unter- sucht Loquai auch die Rolle der Medien im Hinblick auf das „Racak-Massaker“.30 Hier betont er, dass er den Aspekt erst im Laufe der Studie aufgenommen hat und sich diese Analyse sehr exemplarisch und ergebnisbezogen darstellt.31 wiesen werden konnte, wurde er nach dem Beginn der NATO-Angriffe auf Jugoslawien u.a. von den damaligen deutschen Ministern Joschka Fischer und Rudolf Scharping zur Begründung der NATO-Militärintervention im Kosovokrieg gegen das damalige Restjugoslawien angeführt. Die Militärintervention war damit gerechtfertigt.

[...]


1 Vgl. Prof. Dr. Rainer Schnell/ Prof. Dr. Paul B. Hill u.a.: Methoden der empirischen Sozialforschung. 9. aktual. Auflage, München 2011, S. 1 - 3.

2 Ebd. S. 1.

3 Vgl. ebd. S. 3.

4 Ein kurzer Abriss über die Geschichte der Institutionalisierung der Sozialforschung befindet sich u.a. in: An- dreas Diekmann: Empirische Sozialforschung. Grundlagen Methoden Anwendungen, 4. Aufl. Hamburg 2010, S. 109-115.

5 Vgl. dazu u.a. Friedrich Beck/ Eckart Henning (Hrsg.): Die archivalischen Quellen. Mit einer Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. 4. Auflage, Böhlau, Köln u.a. 2004.

6 Paul Kirn: Einführung in die Geschichtswissenschaft. 5. Aufl., Berlin 1968, S. 29.

7 Vgl. Geschichtstutorium der Universität Tübingen: Der Begriff „Quelle“ und die Methoden der Quellenkritik. Tübingen 2009, in: Eberhard Karls Universität, URL: http://www.geschichtstutorium.uni- tuebingen.de/?q=Quellenkritik, 30.07.2014.

8 Vgl. Ernst Opgenoorth/ Günther Schulz: Einführung in das Studium der neueren Geschichte. Paderborn u.a. 2001, S. 40-145.

9 Hans Bernd Brosius/ Friederike Koschel: Methoden der empirischen Kommunikationsforschung. Eine Einführung, Wiesbaden 2001, S. 17.

10 Vgl. Jochen Gläser/ Grit Laudel: Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse. 2. Aufl., Wiesbaden 2006,

S. 24.

11 Vgl. Uwe Flick: Sozialforschung. Methoden und Anwendungen. Ein Überblick für die BA-Studiengänge, Reinbek bei Hamburg 2009, S. 70.

12 Vgl. ebd. S. 62.

13 Vgl. Harald Witt: Forschungsstrategien bei quantitativer und qualitativer Sozialforschung. Hamburg 2001, in: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum Qualitative Social Research, 2(1), Art. 8, URL: http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/969/2114, 01.08.2014.

14 Vgl. Flick, Sozialforschung, S. 261-262.

15 Vgl. u.a. Flick, Sozialforschung, S. 262-274.

16 Vgl. Claus Ebster/ Lieselotte Stalzer: Wissenschaftliches Arbeiten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. 4. Aufl. , Wien 2013, S. 19.

17 Vgl. Thomas Bernauer/ Detlef Jahn u.a.: Einführung in die Politikwissenschaft. In: Prof. Dr. Winand Geller (Hrsg.): Studienkurs Politikwissenschaft. Baden Baden 2009, S. 65.

18 Vgl. Doris Berger: Wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hilfreiche Tipps und praktische Beispiele, Wiesbaden 2010, S. 2.

19 Universal-Lexikon: Intersubjektivität, in: ACADEMIC: URL, http://universal_lexikon.deacademic.com/ 171837/Intersubjektivit%C3%A4t, 06.08.2014.

20 Vgl. Hans Karl Wyrtens/ Elisabeth Schauppenlehner-Kloyber u.a.: Wissenschaftliches Arbeiten. Eine Einführung, 3. Aktual. Aufl., Wien 2012, S. 18.

21 Vgl. Werner Sesnik: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Internet, Textverarbeitung, Präsentation, 7. Aufl., München 2007, S. 21.

22 Bei der OSZE handelt es sich um eine Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Sie hat 57 Teilnehmerstaaten. Mitglied sind alle Staaten Europas (außer Kosovo) die Mongolei, die Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie die USA und Kanada.

23 In dieser Studie untersucht Loquai den Kosovo-Konflikt im Zeitraum von 1997 bis März 1999. Vornehmlich geht es hier um die widersprüchlichen Äußerungen u.a. des damaligen Außenministers Dr. Joseph Fischer und den Verteidigungsminister Rudolph Scharping über den sog. ´Hufeisenplan`.

24 Als Hufeisenplan wurde ein angeblicher militärstrategischer Plan der serbisch-jugoslawischen Regierung zur systematischen Vertreibung der Kosovo-Albaner aus dem Kosovo bezeichnet. Obwohl dessen Existenz nie be-

25 Vgl. Arbeitsgruppe Friedensforschung an der Universität Gesamthochschule Kassel: IPPNW vergibt Clara- Immerwahr-Auszeichnung an Heinz Loquai, in: AG Friedensforschung. Veranstalter des Friedenspolitischen Ratschlags, URL: http://www.ag-friedensforschung.de/ themen/Friedenspreise /immer wahr2001.html, 19.08.2014.

26 Vgl. Heinz Loquai: Weichenstellung für einen Krieg. Internationales Krisenmanagement und die OSZE im Kosovo-Konflikt. In: Dieter S. Lutz (Hrsg.): Demokratie, Sicherheit, Frieden. Band 150, Baden-Baden 2003, S. 8.

27 Vgl. ebd. S.9.

28 Vgl. ebd.

29 Vgl. ebd. S. 10, 12-19.

30 Ein Schlüsselereignis, oft auch als Wendepunkt wird das sog. ´Massaker von Racak´ bezeichnet. Es wurde zum Anlass genommen seitens der NATO, ohne überhaupt gerichtsmedizinische oder juristische Untersuchungen abzuwarten und vor allen Dingen ohne Mandat des UN-Sicherheitsrats militärisch im Kosovo einzugreifen. Es wird vermutet, dass der Vorfall in Racak ungefiltert als Massaker bezeichnet wurde, um die Öffentlichkeit medienwirksam auf einen Krieg positiv einzustimmen.

31 Vgl. Loquai, Weichenstellung für einen Krieg, S. 8.

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Details

Titel
Welchen Einfluss haben die Quellenlage und die Person des Forschenden auf die Ergebnisse von Studien? Vergleich zweier Studien zum Kosovo-Konflikt
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Internationale Konfliktanalyse
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V319802
ISBN (eBook)
9783668190863
ISBN (Buch)
9783668190870
Dateigröße
579 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kosovo-Konflikt, Erhebung von Studien, wissenschaftliches Arbeiten, Kriterien des wissenschaftlichen Arbeitens
Arbeit zitieren
Grit Loßau (Autor), 2014, Welchen Einfluss haben die Quellenlage und die Person des Forschenden auf die Ergebnisse von Studien? Vergleich zweier Studien zum Kosovo-Konflikt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319802

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