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"Casa Tomada" von Julio Cortázar. Versuch einer hermeneutischen Erschließung im Sinne einer postkolonialen Rezeptionsweise

Título: "Casa Tomada" von Julio Cortázar. Versuch einer hermeneutischen Erschließung im Sinne einer postkolonialen Rezeptionsweise

Trabajo de Seminario , 2015 , 14 Páginas , Calificación: 1,0 (14 Punkte)

Autor:in: Mario-Francisco Zodl (Autor)

Literatura - América Latina
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In der hier vorliegenden Seminararbeit wird der Versuch unternommen, die Kurzgeschichte „Casa Tomada“, verfasst von Julio Cortázar, hermeneutisch zu erschließen, wobei es diesbezüglich vor allem darum gehen soll, nur einen Ansatz zu wählen, um die Bedeutung der Perspektivierung auf den Gegenstand hervorzuheben. Denn: Alles, was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt, der wiederum an die von ihm eingenommene Perspektive gebunden ist. Wie etwas wahrgenommen wird, hängt also dialektisch betrachtet vom Instrumentarium ab, mit dem bspw. Texte bearbeitet werden.

Wie bereits angerissen wurde, besteht diesbezüglich die Möglichkeit aus unterschiedlichen Ansätzen, die uns sowohl die Literatur- als auch die Kulturwissenschaft anbieten – mit dem Ziel die jeweiligen fachspezifischen Gegenstände verstehen aber auch deuten zu können – den einen Ansatz zu wählen. Da es in dieser Arbeit um die Interpretation eines geschriebenen Textes geht, muss an dieser Stelle zusätzlich betont werden, dass es hinsichtlich geschriebener Texte vor allem die Hermeneutik ist, die im Kontext der Rezeption literarischer Texte genannt werden muss. Doch worauf referiere ich, wenn es mir darum geht, den Text hermeneutisch zu erschließen bzw. den Text mit der Hermeneutik zu verstehen und welcher Ansatz wird nun konkret für die Interpretation des Textes gewählt?

Wenn von Hermeneutik die Rede ist, so handelt es sich dabei um Methoden, die zur Erschließung der den Texten zugrundeliegenden Bedeutungen dienen, wie bspw. der Methode des Biografismus, des New Historicism, der Werkimmanenz bzw. des Strukturalismus oder auch der Methode der Dekonstruktion, die allesamt als sog. Instrumente der Interpretation gewertet werden können. In Anlehnung an die von mir im Seminar gehaltene Präsentation wird für die hermeneutische Erschließung des Textes der postkoloniale Ansatz gewählt, wobei dieser, wie ich bereits in der Präsentation sagte, mit der Dekonstruktion einhergeht; beide Ansätze sind nämlich darum bemüht, bestehende Wissenssysteme zu dekonstruieren, um der Proklamation einer absoluten Wahrheit entgegenzuwirken. Diesen Ansatz der Demontage von absoluten Wahrheiten möchte ich in einem kleinen Exkurs zum Schluss dieser Arbeit nochmals kritisch durchleuchten, um auf mögliche konzeptuelle Schwachstellen hinzudeuten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Postkoloniale Ansätze: Die Umwertung aller Werte

3. Interpretation: Werkimmanentes Vorgehen

3.1 Interpretation: Postkolonialer Ansatz

4. Exkurs

5. Verwendete Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kurzgeschichte "Casa Tomada" von Julio Cortázar, um durch eine hermeneutische Erschließung die Bedeutung der Perspektivierung auf den literarischen Gegenstand zu verdeutlichen und dabei insbesondere postkoloniale Interpretationsansätze kritisch anzuwenden.

  • Hermeneutische Analyse literarischer Texte
  • Anwendung postkolonialer Theoriekonzepte
  • Perspektivwechsel zwischen Kolonisator und Kolonisiertem
  • Diskursanalyse nach Foucault und die Problematik von Machtstrukturen
  • Die Rolle des Raumes und des "Fremden" in der Literatur

Auszug aus dem Buch

3. Interpretation: Werkimmanentes Vorgehen

Für die hier zugrundeliegende Interpretation des Textes von Julio Cortázar wurde für die erste Phase des Verstehens ein werkimmanentes Vorgehen bevorzugt. Wieso gerade die Werkimmanenz zusätzlich gewählt wurde, kann wie folgt beantwortet werden: Das Erschließen textueller Sinne fernab externer Faktoren erscheint insofern von Bedeutung, als es nur dadurch tatsächlich möglich sei, das Verstehen als zirkuläres Phänomen arbeiten zu lassen. Das Aufbrechen dieser Eingrenzung lässt sich an dieser Stelle als Selbstversuch werten. Dieser Versuch soll der Generierung unterschiedlicher interpretativer Ansätze dienen, die dennoch durch klare Begründungsketten authentisch bleiben müssen. „Bücher sind Spiegel: Man sieht in ihnen nur, was man schon in sich hat“.

Das Werk Casa Tomada, verfasst von Julio Cortázar, lässt sich durch seine Offenheit sowohl zu Beginn als auch am Ende als klassische Kurzgeschichte werten. Schon der Titel ermöglicht dem Rezipienten die Ausmalung einer fiktiven Lokalität, die vor allem durch den 6. Abschnitt durch eine ausführliche Beschreibung der sogenannten Casa Tomada an Exaktheit gewinnt. Wofür steht dieses Haus, welches, so lässt es zumindest der Titel erahnen, besetzt wurde? Wofür das Haus genau steht, scheint für das weitere werkimmanente Vorgehen nicht von wesentlicher Bedeutung zu sein, weshalb andere Fragen eher in den Fokus rücken müssten. So bspw. die Frage nach den Bewohnern des Hauses oder jenen Figuren, die dieses Objekt besetzen und somit die Vertreibung unbekannter Eigentümer verursachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird der methodische Rahmen der Arbeit abgesteckt, wobei die Entscheidung für eine Kombination aus hermeneutischer Erschließung und postkolonialem Ansatz zur Analyse von Cortázars Kurzgeschichte begründet wird.

2. Postkoloniale Ansätze: Die Umwertung aller Werte: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Postkolonialismus und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Zentrum und Peripherie sowie die Dynamiken von Kolonisation und passiver Gegenkolonisation.

3. Interpretation: Werkimmanentes Vorgehen: Hier erfolgt eine erste, werknahe Analyse der Erzählung, bei der zentrale Motive und die Bedeutung der Geräusche als Auslöser für das Verhalten der Protagonisten untersucht werden.

3.1 Interpretation: Postkolonialer Ansatz: Die Kurzgeschichte wird hier neu bewertet, wobei die Protagonisten als Akteure in einem komplexen Geflecht aus kolonialen Machtverhältnissen und Identitätsverlust verstanden werden.

4. Exkurs: Es wird kritisch hinterfragt, inwieweit Foucaults Diskursanalyse und die damit verbundenen Prinzipien der Ausschließung zur Stabilität oder Destabilisierung von gesellschaftlichen Normen beitragen.

5. Verwendete Literatur: Auflistung der im Text referenzierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Casa Tomada, Julio Cortázar, Hermeneutik, Postkolonialismus, Werkimmanenz, Diskursanalyse, Michel Foucault, Identität, Zentrum und Peripherie, Kolonisation, Literaturwissenschaft, Machtstrukturen, Fremdheit, Interpretation, Kulturtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit unternimmt den Versuch, Julio Cortázars Kurzgeschichte "Casa Tomada" methodisch zu erschließen, indem sie unterschiedliche hermeneutische und postkoloniale Zugänge miteinander verknüpft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die literarische Interpretation unter dem Einfluss postkolonialer Theorie, die Untersuchung von Machtverhältnissen im Text sowie die kritische Reflexion über Diskursanalysen nach Michel Foucault.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung der eingenommenen Perspektive bei der Textinterpretation hervorzuheben und aufzuzeigen, wie sich durch postkoloniale Lesarten neue Deutungsmöglichkeiten ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus werkimmanenter Interpretation und postkolonialer Analyse angewandt, ergänzt durch einen diskursanalytischen Exkurs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Herleitung postkolonialer Begriffe, gefolgt von der praktischen Anwendung auf "Casa Tomada" unter Einbeziehung sowohl textinterner Strukturen als auch kulturwissenschaftlicher Kontexte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben dem Werktitel und dem Autor vor allem Hermeneutik, Postkolonialismus, Identität und Diskursanalyse.

Welche Rolle spielt das "Haus" in der Kurzgeschichte?

Das Haus dient als zentrale Projektionsfläche für die Identität der Protagonisten und wird in der Analyse als Metapher für den Raum verstanden, der durch koloniale oder fremde Einflüsse eingenommen und verloren wird.

Warum wird im Exkurs auf Foucault eingegangen?

Der Exkurs dient dazu, die theoretischen Schwachstellen einer radikalen Diskursanalyse zu hinterfragen und die Grenzen der Dekonstruktion gegenüber sogenannten moralischen Universalien zu prüfen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
"Casa Tomada" von Julio Cortázar. Versuch einer hermeneutischen Erschließung im Sinne einer postkolonialen Rezeptionsweise
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Romanistik)
Curso
Methoden und Gegenstände der Lit.-und Kulturwissenschaft
Calificación
1,0 (14 Punkte)
Autor
Mario-Francisco Zodl (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
14
No. de catálogo
V319836
ISBN (Ebook)
9783668193703
ISBN (Libro)
9783668193710
Idioma
Alemán
Etiqueta
casa tomada julio cortázar versuch erschließung sinne rezeptionsweise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mario-Francisco Zodl (Autor), 2015, "Casa Tomada" von Julio Cortázar. Versuch einer hermeneutischen Erschließung im Sinne einer postkolonialen Rezeptionsweise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319836
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