Der Begriff der ,,sprachlichen Fertigkeit“ beinhaltet im Bereich des (Fremd)Sprachenunterrichts zwei unterschiedliche Dinge. Zum einen verstehen wir darunter die vier ,,klassischen“ Fertigkeiten: Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Zum anderen werden hiermit auch linguistische Teilfertigkeiten wie z.B. Bildung der verschiedenen Zeiten bezeichnet.
Mit dem vorliegenden Comic möchte ich gerne eine kontrastive Grammatikstunde planen, die vor allem die produktive Sprachverarbeitung (hier: Schreiben) fördert. Die Fertigkeiten ,,Schreiben und Sprechen“ stehen in direktem Zusammenhang: es handelt sich um produktive Fertigkeiten, Sprachmaterial wird erzeugt, Äußerungen egal ob mündlich oder schriftlich müssen für Hörer und Leser verständlich sein und es ist mehr Spracharbeit von Nöten als bei den rezeptiven Fertigkeiten (Hören und Lesen).
Im Zuge meines Praktikums an einem Ganztagsgymnasium in Berlin-Charlottenburg habe ich im Französischunterricht einer 8. Klasse hospitiert. Derzeitiges Unterrichtsthema ist/war die Einführung von ,,passé composé“ und ,,imparfait“ bzw. deren Unterscheidung und Anwendung.
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlage: Erläuterung der Begriffe DaZ, DaF und DaM
2. Planung einer kontrastiven Grammatikstunde
2.1 Material
2.2 Welche sprachlichen Fertigkeiten könnte man mit diesem Material fördern?
2.3 Welche Vokabeln müsste man eventuell einführen und wie könnte man dies genau tun? (sprachliche Vorentlastung)
2.4 Gibt es ein grammatisches Phänomen, dessen Behandlung man verknüpfen könnte mit diesem Comic? Wie könnte eine konkrete Aufgabe aussehen, die dieses grammatische Phänomen fokussieren?
3. Verknüpfung mit anderen Sprachen
3.1 Wie kann man weitere Sprachen mit dieser Planung verknüpfen (Deutsch, Migrantensprachen, andere Fremdsprachen die vorher gelernt wurden)?
4. Methodisch-didaktische Entscheidungsfelder
4.1 Begründung der Wahl des Fertigkeitsbereiches /Unterrichtsgegenstands
4.2 Lerngruppenanalyse/Förderungsbedarf
4.3 Rahmenplanvorgaben Klasse 7/8
4.4 Zeitorganisation des Unterrichts / Sozialform
4.5 Fehlerkorrektur
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für eine kontrastive Grammatikstunde im Französischunterricht zu entwickeln, das insbesondere DaZ-Schüler einbezieht. Hierbei steht die produktive Sprachverarbeitung durch das Nacherzählen von Comics im Vordergrund, wobei die Differenzierung zwischen passé composé und imparfait unter Bezugnahme auf vergleichbare Strukturen im Deutschen und anderen Herkunftssprachen zentral ist.
- Didaktische Planung einer kontrastiven Grammatikstunde
- Einsatz von Comics zur Förderung produktiver Fertigkeiten
- Kontrastierung von Zeitformen (passé composé vs. imparfait)
- Integration von Mehrsprachigkeit und Lernstrategien
- Methodik der Fehlerkorrektur in heterogenen Lerngruppen
Auszug aus dem Buch
2.2 Welche sprachlichen Fertigkeiten könnte man mit diesem Material fördern?
Der Begriff der ,,sprachlichen Fertigkeit“ beinhaltet im Bereich des (Fremd)Sprachenunterrichts zwei unterschiedliche Dinge. Zum einen verstehen wir darunter die vier ,,klassischen“ Fertigkeiten: Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Zum anderen werden hiermit auch linguistische Teilfertigkeiten wie z.B. Bildung der verschiedenen Zeiten bezeichnet. Mit dem vorliegenden Comic möchte ich gerne eine kontrastive Grammatikstunde planen, die vor allem die produktive Sprachverarbeitung (hier: Schreiben) fördert. Die Fertigkeiten ,,Schreiben und Sprechen“ stehen in direktem Zusammenhang: es handelt sich um produktive Fertigkeiten, Sprachmaterial wird erzeugt, Äußerungen egal ob mündlich oder schriftlich müssen für Hörer und Leser verständlich sein und es ist mehr Spracharbeit von Nöten als bei den rezeptiven Fertigkeiten (Hören und Lesen).
Im Zuge meines Praktikums an einem Ganztagsgymnasium in Berlin-Charlottenburg habe ich im Französischunterricht einer 8.Klasse hospitiert. Derzeitiges Unterrichtsthema ist/war die Einführung von ,,passé composé“ und ,,imparfait“ bzw. deren Unterscheidung und Anwendung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlage: Erläuterung der Begriffe DaZ, DaF und DaM: Dieses Kapitel liefert eine tabellarische Gegenüberstellung der drei Begriffe hinsichtlich ihrer schulischen Funktion, Lernsituation, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen.
2. Planung einer kontrastiven Grammatikstunde: Hier wird der Einsatz eines Comics zum Nacherzählen vorgestellt, inklusive der Auswahl geeigneter Vokabeln zur Vorentlastung und der Fokussierung auf die Zeitformen passé composé und imparfait.
3. Verknüpfung mit anderen Sprachen: Dieser Abschnitt erläutert Möglichkeiten zur Einbeziehung von Deutsch, Migrantensprachen und weiteren Fremdsprachen bei der Vokabeleinführung sowie die Entwicklung von metasprachlichem Strategiewissen.
4. Methodisch-didaktische Entscheidungsfelder: Hier wird die Wahl des Gegenstands begründet, die heterogene Lerngruppe analysiert, der Bezug zum Rahmenplan hergestellt sowie Aspekte der Zeitorganisation und Fehlerkorrektur dargelegt.
Schlüsselwörter
DaZ, DaF, Französischunterricht, kontrastive Grammatik, passé composé, imparfait, produktive Fertigkeiten, Mehrsprachigkeit, Lernstrategien, Binnendifferenzierung, Fehlerkorrektur, Fremdsprachenerwerb, Schülerselbstständigkeit, Sprachmittlung, Lerngruppenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Planung einer kontrastiven Grammatikstunde im Französischunterricht, wobei der Fokus auf dem Vergleich grammatischer Strukturen und der Einbeziehung von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Didaktik des Fremdsprachenunterrichts, der Einsatz von Comics, die kontrastive Analyse von Zeitformen sowie die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit und heterogenen Lernvoraussetzungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, durch den Einsatz von Comics und kontrastive Methoden eine produktive Sprachverarbeitung zu fördern und Schülern den Unterschied zwischen passé composé und imparfait verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf didaktisch-methodischen Überlegungen, der Reflexion von Hospitationserfahrungen an einem Gymnasium sowie der Anwendung von Konzepten aus der Zweitsprachenerwerbsforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Materialauswahl, die didaktische Planung inklusive Vokabelvorentlastung, Strategien zur sprachlichen Verknüpfung mit anderen Sprachen sowie methodische Entscheidungen zu Unterrichtsorganisation und Korrekturverfahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind unter anderem kontrastive Grammatik, passé composé, imparfait, Mehrsprachigkeit, Sprachlernkompetenz und heterogene Lerngruppen.
Wie wird mit der Heterogenität der Lerngruppe umgegangen?
Die Arbeit betont die Notwendigkeit von binnendifferenziertem Unterricht, um den unterschiedlichen Sprachständen der Schüler gerecht zu werden und Defizite durch gezielte Förderung auszugleichen.
Welchen Stellenwert nimmt die Fehlerkorrektur ein?
Die Arbeit plädiert für einen produktiven Umgang mit Fehlern als Ausdruck des Lernprozesses, wobei in der kontrastiven Stunde auf eine zu frühe Korrektur verzichtet und stattdessen die Selbstständigkeit der Schüler gefördert wird.
Warum wird gerade ein Comic als Ausgangsmaterial gewählt?
Comics bieten einen attraktiven Zugang zur Lebenswelt der Schüler, fördern das Leseverständnis außerhalb des Klassenzimmers und eignen sich hervorragend zum Nacherzählen und zur Fokusbildung auf spezifische grammatische Phänomene.
- Arbeit zitieren
- Mona Hassan (Autor:in), 2013, Planung einer kontrastiven Grammatikstunde. Fremdsprachenunterricht (Französisch) vs. DaZ (7./8. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319854