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„Stalking“ als besondere Form der Kriminalität im sozialen Nahraum. Kriminologische, strafrechtswissenschaftliche und psychologische Aspekte der Nachstellung

Titre: „Stalking“ als besondere Form der Kriminalität im sozialen Nahraum. Kriminologische, strafrechtswissenschaftliche und psychologische Aspekte der Nachstellung

Travail d'étude , 2015 , 47 Pages , Note: 14

Autor:in: Maximilian Meier (Auteur)

Droit - Procédure pénale, Criminologie, Régime pénitentiaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit den kriminologischen, psychologischen und strafrechtswissenschaftlichen Aspekten der Nachstellung („Stalking“). Sie beschränkt sich hierbei auf das Stalking als eine besondere Form der Kriminalität im sozialen Nahraum, sodass die Besonderheiten des medienwirksamen Prominentenstalking bei der Darstellung weitgehend außer Betracht bleiben. Dabei werden zunächst die verschiedenen Definitionsversuche von Stalking näher betrachtet, um eine Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes zu ermöglichen. Anschließend wird unter Bezugnahme auf die Polizeiliche Kriminalstatistik und (inter-) nationale Dunkelfeldstudien die Verbreitung von Stalking in der Gesellschaft analysiert. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet daraufhin die kriminologisch-psychologische Betrachtung von Stalking. Es werden die Erscheinungsformen von Stalking näher erläutert und das Phänomen aus Sicht der Täter und der Opfer dargestellt. Danach wird die Thematik aus strafrechtlicher Sicht beleuchtet. Eine Zusammenfassung mit Ausblick wird den Abschluss der Arbeit darstellen.

„Stalking“ – vereinfacht umschrieben als obsessive Verfolgung, Belästigung oder Bedrohung einer anderen Person – ist keine ausschließliche Erscheinung der Neuzeit. Bereits in diversen Abhandlungen aus der Antike, dem Altertum und dem Mittelalter finden sich Hinweise auf derartige Verhaltensweisen.

Die gesellschaftliche Haltung gegenüber zudringlichem Verhalten hat sich seit dem 19. Jahrhundert jedoch verändert. Während derartige Verhaltensweisen früher akzeptiert und als romantische Geste wahrgenommen wurden, werden sie heutzutage weitgehend missbilligt und kriminalisierend als „Stalking“ klassifiziert. In der breiten Öffentlichkeit wurde das Phänomen erstmals in den 1980er Jahren in den USA präsent. Durch die Betroffenheit zahlreicher prominenter Persönlichkeiten (z.B. Rebecca Schaeffer, Jodie Foster) wurde die Thematik zum Gegenstand einiger tagesaktueller Pressemeldungen.

Mit zunehmender Betrachtung des Phänomens zeigte sich zudem, dass Stalking auch in der Normalbevölkerung weit verbreitet ist. Die Thematik „Stalking“ wurde v.a. in England, Australien und den USA nunmehr vermehrt zum Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen aus den Bereichen der Psychologie, Psychiatrie, Kriminologie, Sozial- und Rechtswissenschaften. In Deutschland wird das Phänomen „Stalking“ erst seit kurzem erforscht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff „Stalking“

2.1 Wortursprung und allgemeiner Sprachgebrauch

2.2 Klinisch-Medizinische Definitionsversuche

2.3 Legislative Definitionsversuche

2.4 Ergebnis

3. Die Verbreitung von Stalking

3.1 Internationale Studien

3.2 Die Verbreitung von Stalking in Deutschland

3.3 Ergebnis

4. Die Erscheinungsformen des Stalking

4.1 Mildes Stalking

4.2 Schweres Stalking

5. Die Täter von Stalking

5.1 Stalking – ein geschlechtsspezifisches Problem?

5.2 Die Tätertypologie nach Mullen und Kollegen (1999)

5.2.1 „Rejected stalker“

5.2.2 „Intimacy seeker“

5.2.4 „Resentful stalker“

5.2.5 „Predatory stalker“

5.2.6 Kritische Würdigung der Typologie

5.3 Die Schuldfähigkeit (§§ 20, 21 StGB) des Stalkers

5.3.1 Psychotische Stalker

5.3.2 Stalker mit psychopathologischer Entwicklung

5.3.3 Stalker ohne psychopathologische Befunde

6. Die Viktimologie

6.1 Risikofaktoren einer Viktimisierung

6.2 Auswirkungen von Stalking

6.3 Die Täter-Opfer-Beziehung

6.3.1 Numerisches Verhältnis

6.3.2 Art der Beziehung

7. Der strafrechtliche Rechtsschutz in Deutschland

7.1 Strafrechtlicher Rechtsschutz in Deutschland vor Einführung des § 238 StGB

7.2 Strafrechtliche Rechtsschutz in Deutschland seit Einführung des § 238 StGB

7.2.1 Rechtsdogmatik des § 238 StGB

7.2.2 Kritische Aspekte des § 238 StGB

7.3 Die Entwicklung der Sanktionspraxis

8. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht kriminologische, psychologische und strafrechtswissenschaftliche Aspekte der Nachstellung (Stalking) als besondere Form der Kriminalität im sozialen Nahraum, um das Phänomen sowie die Effektivität des strafrechtlichen Schutzes in Deutschland zu analysieren.

  • Definition und Erscheinungsformen des Stalkings
  • Verbreitung des Phänomens und Täter-Opfer-Dynamiken
  • Psychopathologische Aspekte und Typologie der Täter
  • Strafrechtliche Schutzmöglichkeiten vor und seit Einführung des § 238 StGB
  • Kritische Analyse der Sanktionspraxis und Verfassungsmäßigkeit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Stalking“ – vereinfacht umschrieben als obsessive Verfolgung, Belästigung oder Bedrohung einer anderen Person – ist keine ausschließliche Erscheinung der Neuzeit. Bereits in diversen Abhandlungen aus der Antike, dem Altertum und dem Mittelalter finden sich Hinweise auf derartige Verhaltensweisen. In einer seiner Metamorphosen beschreibt Ovid etwa die Geschichte des griechischen Sonnengottes Apollo, der sich durch einen Pfeil von Amor unsterblich in Daphne, die Tochter des Peneus, verliebt. Daphne erwidert diese Liebe nicht und flieht, durch die Zuneigung des Apollo zunehmend verängstigt, vor ihrem Verehrer. Als die Begierde des Apollo immer größer wird wendet sich Daphne völlig verzweifelt an Peneus: „Vater, rette mich […] oder nimm durch eine Verwandlung die Schönheit von mir, durch die ich zu sehr gefiel!“ Als sich Daphne daraufhin in einen Lorbeerbaum verwandelt, flicht Apollo sich von diesem Baum einen Kranz und trägt diesen fortan immer bei sich, um die geliebte Daphne stets in seiner Nähe zu haben.

Die gesellschaftliche Haltung gegenüber zudringlichem Verhalten hat sich seit dem 19. Jahrhundert jedoch verändert. Während derartige Verhaltensweisen früher akzeptiert und als romantische Geste wahrgenommen wurden, werden sie heutzutage weitgehend missbilligt und kriminalisierend als „Stalking“ klassifiziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas Stalking als historisch nicht neues, aber heute kriminalisiertes Phänomen sowie Erläuterung der Zielsetzung und Eingrenzung der Arbeit.

2. Der Begriff „Stalking“: Analyse verschiedener Definitionsversuche aus klinischer, sprachlicher und legislativer Perspektive, die zeigen, dass es keine einheitliche Definition gibt.

3. Die Verbreitung von Stalking: Überblick über internationale und deutsche Studien zur Prävalenz, unter Berücksichtigung des Hell- und Dunkelfeldes der Kriminalstatistik.

4. Die Erscheinungsformen des Stalking: Unterteilung der vielfältigen Handlungsweisen in mildes und schweres Stalking basierend auf dem Intensitätsgrad.

5. Die Täter von Stalking: Untersuchung der Täterprofile und Motivationen, insbesondere durch die Typologie von Mullen et al. sowie die Einordnung der Schuldfähigkeit.

6. Die Viktimologie: Betrachtung der Opferseite, einschließlich Risikofaktoren, Auswirkungen auf die Betroffenen und der oft engen Täter-Opfer-Beziehung.

7. Der strafrechtliche Rechtsschutz in Deutschland: Analyse der strafrechtlichen Lage vor und nach Einführung des § 238 StGB, inklusive kritischer Würdigung und Sanktionspraxis.

8. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit mit einer abschließenden Einschätzung zur Notwendigkeit des § 238 StGB und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Stalking, Nachstellung, § 238 StGB, Kriminalität, Viktimologie, Straftatbestand, Tätertypologie, Gewaltschutzgesetz, Sanktionspraxis, Opfer, Täter-Opfer-Beziehung, Rechtsdogmatik, Prävalenz, Strafrecht, Cyberstalking.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen Stalking unter kriminologischen, psychologischen und strafrechtlichen Aspekten, wobei der Fokus auf der Kriminalität im sozialen Nahraum liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind Definition, Verbreitung, Erscheinungsformen, Tätertypolgien, die psychische Verfassung der Täter, die Auswirkungen auf die Opfer sowie der strafrechtliche Schutz in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Phänomen Stalking wissenschaftlich einzuordnen und zu analysieren, wie effektiv der strafrechtliche Rechtsschutz in Deutschland, insbesondere durch den § 238 StGB, ausgestaltet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Literatur, kriminologischer Studien sowie die Auswertung von Kriminal- und Strafverfolgungsstatistiken, um die rechtliche und gesellschaftliche Situation zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Analyse von Verbreitungszahlen, die Klassifizierung von Erscheinungsformen und Tätertypen, viktimologische Erkenntnisse sowie eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Rechtsdogmatik und Kritik des § 238 StGB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Stalking, Nachstellung, § 238 StGB, Viktimologie, Tätertypologie und der strafrechtliche Rechtsschutz.

Warum ist eine exakte Definition von Stalking wissenschaftlich schwierig?

Aufgrund der Vielgestaltigkeit des Phänomens und der fließenden Übergänge zwischen sozialadäquatem Verhalten und strafbarer Belästigung gibt es keine allgemein akzeptierte, abschließende Definition.

Welche Rolle spielt die Täter-Opfer-Beziehung für die Gefährlichkeitsprognose?

Die Täter-Opfer-Beziehung ist elementar, da in etwa jedem zweiten Fall der Täter ein ehemaliger Partner ist, was oft mit einem höheren Risiko für Gewaltanwendung einhergeht.

Wie bewertet die Arbeit die Kritik am § 238 StGB?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Kritik, es handele sich um „symbolisches Strafrecht“ oder eine Verletzung des Bestimmtheitsgrundsatzes, zwar vorhanden, aber angesichts des Erfordernisses eines effektiven Opferschutzes und der Natur des Stalkings nicht überzeugend ist.

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Résumé des informations

Titre
„Stalking“ als besondere Form der Kriminalität im sozialen Nahraum. Kriminologische, strafrechtswissenschaftliche und psychologische Aspekte der Nachstellung
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)
Cours
Seminar
Note
14
Auteur
Maximilian Meier (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
47
N° de catalogue
V319869
ISBN (ebook)
9783668195783
ISBN (Livre)
9783668195790
Langue
allemand
mots-clé
stalking form kriminalität nahraum kriminologische aspekte nachstellung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Maximilian Meier (Auteur), 2015, „Stalking“ als besondere Form der Kriminalität im sozialen Nahraum. Kriminologische, strafrechtswissenschaftliche und psychologische Aspekte der Nachstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319869
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Extrait de  47  pages
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