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Ist die generative Transformationsgrammatik eine plausible Erklärung von Kommunikation?

Título: Ist die generative Transformationsgrammatik eine plausible Erklärung von Kommunikation?

Ensayo , 2015 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Magdalena Zając (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Das Modell der generativen Grammatik, das von dem bedeutendsten Sprachwissenschaftler des 20. Jahrhunderts, Noam Chomsky, entwickelt worden ist, hat wie kein anderes Modell die moderne Linguistik sowie sprachliche und grammatische Theorien beeinflusst und zu kontroversen Diskussionen geführt.

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob das Modell der generativen Grammatik eine plausible Erklärung von Kommunikation ist und ob diese Grammatik alle Aspekte, die eng mit Kommunikation existieren, beinhaltet hat. Die in der Arbeit durchgeführten Analysen können die zu Anfang aufgestellte These nicht bestätigen. Vor allem deswegen, weil kulturell-gesellschaftliche Aspekte gänzlich ausgeblendet werden. Diese Faktoren sind für das Verstehen von Kommunikationsprozessen jedoch unverzichtbar. Die generative Grammatik hat den Bereich der Kommunikation sowie andere wichtige Bereiche definitiv ausgeklammert. Das Modell der generativen Grammatik berücksichtigt nicht nur die psychischen/kognitiven, sozialen/kommunikativen, kulturellen und historischen Aspekte der Sprache nicht, sondern es ist auch nicht an benachbarte linguistische Theorien, die sich eben diesen Aspekten der Sprache widmen, anschließbar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Chomskys Modell der generativen Grammatik

2.2. Kompetenz und Performanz

2.3. Universalgrammatik und Sprachmodul

2.4. Mentales Lexikon und mentale Grammatik

3. Diskussion der Kommunikationsfähigkeit

3.1. Konzept des idealen Sprecher-Hörers

3.2. Kulturelle Faktoren und das Beispiel Pirahã

3.3. Kritik durch Linguisten: Ross, Lakoff, Postal

3.4. Ray Jackendoff und die kognitive Linguistik

4. Interaktionistische Perspektive

4.1. Soziale Interaktion im Spracherwerb

4.2. Evolutionäre Perspektive: Sprache als Organismus

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob das Modell der generativen Transformationsgrammatik nach Noam Chomsky eine plausible und umfassende Erklärung für menschliche Kommunikationsprozesse liefern kann.

  • Grundlagen und Paradigmen der generativen Grammatik
  • Unterscheidung von linguistischer Kompetenz und Performanz
  • Das Konzept der Universalgrammatik und mentale Sprachmodelle
  • Kritik an der Ausblendung soziokultureller und kommunikativer Faktoren
  • Vergleich mit interaktionistischen Spracherwerbstheorien

Auszug aus dem Buch

Die Unterscheidung von Kompetenz und Performanz

Chomsky führt die Unterscheidung in Kompetenz und Performanz ein. Die Sprachfähigkeit hat nicht nur reproduktiven, sondern auch kreativen Charakter. Jeder Angehörige einer Sprachgemeinschaft kann nicht nur bereits gehörte Sätze wiederholen, sondern auch Sätze bilden und verstehen, die er vorher noch nie vernommen hat. Und er kann bei diesen Sätzen auch beurteilen, ob sie grammatisch korrekt sind oder nicht.

Sprachkompetenz ist "die Kenntnis des Sprecher-Hörers von seiner Sprache" (Chomsky 1978: 14), Sprachverwendung "der aktuelle Gebrauch von Sprache in konkreten Situationen" (ebd.). Damit ist die sogenannte mentalistische Sprachauffassung begründet, da eine Sprachtheorie um "die Aufdeckung einer mentalen Realität, die dem aktuellen Verhalten zugrunde liegt," (ebd.). Mentalistische Linguistik ist also theoretische Linguistik, "die Daten aus der Sprachverwendung [...] benutzt, um die Sprach Kompetenz zu bestimmen, wobei letztere als der primäre Untersuchungsgegenstand zu bestimmen ist" (ebd., S. 241).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Plausibilität der generativen Grammatik als Erklärungsmodell für Kommunikation.

2. Theoretische Grundlagen: Darstellung der historischen Entwicklung und der Kernkonzepte von Chomskys Linguistik, insbesondere der Fokus auf die Kompetenz als unbewusstes sprachliches Wissen.

3. Diskussion der Kommunikationsfähigkeit: Kritische Analyse des Modells unter Einbeziehung von Fallbeispielen wie den Pirahã und der Perspektive weiterer Linguisten, die die Vernachlässigung der sozialen Komponente bemängeln.

4. Interaktionistische Perspektive: Betrachtung der Rolle sozialer Interaktion für den Spracherwerb und Darlegung evolutionärer Kritikpunkte an der Idee einer angeborenen Universalgrammatik.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsthese mit dem Ergebnis, dass die generative Grammatik den Bereich der Kommunikation aufgrund der Ausblendung soziokultureller Aspekte nicht hinreichend erklären kann.

Schlüsselwörter

Generative Grammatik, Transformationsgrammatik, Noam Chomsky, Sprachkompetenz, Performanz, Universalgrammatik, Kommunikation, Spracherwerb, Mentalismus, Kognitive Linguistik, Interaktionismus, Sprachmodul, Pirahã, Sprachstruktur, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, ob das von Noam Chomsky entwickelte Modell der generativen Transformationsgrammatik ausreicht, um menschliche Kommunikation in ihrer Gesamtheit zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der generativen Grammatik, die Dichotomie von Kompetenz und Performanz, sowie die Kritik an der Vernachlässigung sozialer, kultureller und pragmatischer Aspekte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung der Plausibilität des generativen Modells für Kommunikationsprozesse und die Untersuchung, ob dieses Modell alle mit Kommunikation verknüpften Aspekte abdeckt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die Fachliteratur sowie linguistische Fallbeispiele (wie die Studien zu den Pirahã) miteinander vergleicht und diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Chomsky, die Gegenüberstellung mit kritischen Stimmen aus der Linguistik sowie die alternative Sichtweise durch interaktionistische Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Generative Grammatik, Kompetenz, Performanz, Universalgrammatik und Kommunikationsprozesse.

Warum ist laut der Autorin das Konzept des "idealen Sprecher-Hörers" problematisch?

Das Konzept ist für die Untersuchung der rein syntaktischen Kompetenz statthaft, greift jedoch für eine Analyse tatsächlicher Kommunikation zu kurz, da reale Kommunikation stark von kulturspezifischen und situativen Faktoren abhängt.

Welche Erkenntnisse liefert das Beispiel des Volksstammes der Pirahã?

Das Beispiel zeigt, dass kulturelle Bedingungen einen direkten Einfluss auf die Sprache haben können (z.B. das Fehlen von Zahlwörtern), was der Idee einer universell identischen, angeborenen Sprachfähigkeit widerspricht.

Wie bewertet die Arbeit die Anwendbarkeit von Chomskys Modell?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass aus dem Modell kaum praktische Anwendungen für den Fremdsprachenunterricht oder die Computerlinguistik abzuleiten sind, da diese Disziplinen auf soziale und pragmatische Faktoren angewiesen sind.

Was ist das Hauptergebnis der Untersuchung?

Die untersuchte These konnte nicht bestätigt werden; das generative Modell klammert wesentliche psychische, soziale und kulturelle Aspekte der Kommunikation aus und ist somit als alleiniges Erklärungsmodell nicht ausreichend.

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Detalles

Título
Ist die generative Transformationsgrammatik eine plausible Erklärung von Kommunikation?
Universidad
University of Regensburg
Calificación
1,0
Autor
Magdalena Zając (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
10
No. de catálogo
V319911
ISBN (Ebook)
9783668191945
ISBN (Libro)
9783668191952
Idioma
Alemán
Etiqueta
transformationsgrammatik erklärung kommunikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magdalena Zając (Autor), 2015, Ist die generative Transformationsgrammatik eine plausible Erklärung von Kommunikation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319911
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