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Post-Konflikt-Friedensprozesse. Bewertung des Peacebuildingprozesses in Sri Lanka

Título: Post-Konflikt-Friedensprozesse. Bewertung des Peacebuildingprozesses in Sri Lanka

Trabajo Escrito , 2015 , 14 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Lisa Förster (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Das Ziel dieser Arbeit ist es vor allem, aufzuzeigen, dass die Beendigung eines Krieges nicht gleich dem Anfang eines Friedens ist und dass der Grad zwischen einer friedlichen Koexistenz auf einem Nationalstaatsgebiet und dem Verständnis eines gemeinsamen Staates sehr schmal ist. Vielen Faktoren und Interessen beeinflussen das Miteinander und somit letztendlich auch den Frieden innerhalb einer Nation.

Im Jahr 2009 endete der fast 30 Jahre andauernde Bürgerkrieg in Sri Lanka durch den Sieg der sri-lankischen Regierung gegen die tamilischen Rebellen der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE). Dass das Ende des Krieges nicht zugleich der Anfang des Friedens ist lässt sich auch anhand des sri-lankischen Beispiels verdeutlichen.

Die folgende Arbeit zeigt, dass Post-Konflikt-Friedensprozesse mitunter schwieriger sein können als jene Verhandlungen und Prozesse die zum eigentlichen Konflikt führten. Viele Faktoren, die für den Ausbruch des Krieges und für die gesellschaftliche Entwicklung prägend wurden, lassen sich bereits in den Zeiten der Unabhängigkeit Ceylons von den britischen Kolonialmächten finden. Besonders wichtig für die Grundlage des heutigen Miteinanders in dem südasiatischen Inselstaat sind die finalen Entwicklungen und die Bedingungen unter denen der Krieg beendet werden konnte. Des Weiteren wird besonders auf die verschiedenen Interessenvertreter eingegangen, die sich bezüglich der Friedenserhaltung sehr unterschiedlich positionieren und verschieden starke Einflussmöglichkeiten auf die friedvollen Entwicklungen innerhalb der sri-lankischen Gesellschaft haben. Die Darstellung dieses Rahmenwerks von Interessen und dessen Machtverteilung bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit und soll vor allem die Frage klären, wie das Netzwerk unterschiedlicher Gruppen von Vertretern Friedensprozesse ermöglicht und diese jeweils begünstigt oder einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft entgegenwirkt. Nachdem die Grundlagen und Akteure für den Friedensprozess in Sri Lanka dargestellt werden, zeigt ein kurzer Diskurs wie auch lokal bereits Peacebuilding-Prozesse stattfinden und wie diese zu bewerten sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Kontext

3. Das Ende des Krieges als Übergang zum Frieden

4. Rahmenwerk für Peacebuilding

4.1 Die Sri-Lankische Regierung

4.2 Die Tamilische Opposition

4.3 Die Tamilische Diaspora

4.4 Religiöse Gruppen

4.5 Ausländische Stakeholder

5. Peacebuilding

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, das komplexe Netzwerk von Akteuren und Interessenvertretern nach dem Ende des Bürgerkrieges in Sri Lanka zu analysieren und zu hinterfragen, wie diese Gruppierungen nachhaltige Friedensprozesse ermöglichen oder behindern. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit die Beendigung eines Krieges nicht zwangsläufig den Beginn eines stabilen Friedens markiert und welche gesellschaftlichen Machtstrukturen die friedliche Koexistenz beeinflussen.

  • Historische Genese des interethnischen Konflikts
  • Analyse der Rolle der sri-lankischen Regierung und der tamilischen Opposition
  • Einfluss der tamilischen Diaspora und religiöser Gruppierungen
  • Bedeutung internationaler Akteure für Peacebuilding
  • Kritische Bewertung der Nachkriegsphase und politischer Reformen

Auszug aus dem Buch

3. Das Ende des Krieges als Übergang zum Frieden

Im Jahr 2009 wurde der Krieg in Sri Lanka für beendet erklärt und somit die wichtigste Grundlage für einen nachhaltigen Frieden und eine befriedete Gesellschaft geschaffen. Heute, über fünf Jahre nach diesem wichtigen Wendepunkt in der Geschichte des Staates, ist zu sehen dass Frieden nicht dadurch geschaffen wurde, dass sich die ehemals kämpfenden Parteien nicht mehr bewaffnet gegenüber stehen. Prozesse die nachhaltigen Frieden und ein gesellschaftliches Miteinander fördern sind oft weitaus schwieriger und zeitaufwendiger als Entwicklungen die zu einer militärischen Eskalation führen. Der folgende Abschnitt zeigt kurz wie wichtig die finale Phase des Konflikts war und welche Folgen die Entwicklungen in dieser Zeit für die heutige Gesellschaft Sri Lankas haben.

Wie zuvor beschrieben wurde den Sri Lanka-Tamilen, also den tamilischen und muslimischen Minderheiten des Landes, durch die singhalesische Politik zwar der Status einer mitwohnenden Minderheit zugesprochen, jedoch wurde die Möglichkeit in Gemeinschaft ein multiethnisches Sri Lanka zu konstituieren weitestgehend verwehrt. Neben der Entwicklung des ebenfalls zuvor beschriebenen singhalesischen Nationalismus entwickelte sich zur gleichen Zeit auch ein reaktiver tamilischer Nationalismus. Während aufkommende Konflikte zunächst noch auf parlamentarischer Ebene diskutiert und teilweise gelöst werden konnten, verlagerten sich diese zunehmend in die Mitte der Gesellschaft und wurden versucht unter Zivilisten auszutragen. Diese Verlagerung gab, auch aufgrund von sich schnell entwickelnden Mustern in den verschiedenen Gesellschaftsgruppen, dem aufkommenden Konflikt eine stetig wachsende und zunehmend komplizierter werdende Grundlage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik nach dem Ende des Bürgerkriegs 2009 ein und erläutert, dass eine militärische Beendigung des Krieges nicht automatisch zu einem nachhaltigen Frieden führt.

2. Geschichtlicher Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ursachen, insbesondere die politischen Veränderungen nach dem Abzug der britischen Kolonialmächte und deren Auswirkungen auf den interethnischen Konflikt.

3. Das Ende des Krieges als Übergang zum Frieden: Der Abschnitt diskutiert die finale Phase des Bürgerkriegs und verdeutlicht, warum der Übergang vom Ende der Kampfhandlungen zu einem echten Friedenszustand so komplex ist.

4. Rahmenwerk für Peacebuilding: Hier werden die verschiedenen Interessengruppen – Regierung, Opposition, Diaspora, religiöse Gruppen und ausländische Stakeholder – und deren Einfluss auf den Friedensprozess detailliert vorgestellt.

4.1 Die Sri-Lankische Regierung: Analyse der Machtfülle und des Einflusses der Regierung unter Mahinda Rajapaksa auf die Friedensbildung und den Wiederaufbau.

4.2 Die Tamilische Opposition: Untersuchung der Rolle der Tamil Nation Alliance (TNA) und ihrer politischen Transformation nach dem Krieg.

4.3 Die Tamilische Diaspora: Darstellung der Bedeutung der Diaspora für die Finanzierung und die internationale Aufmerksamkeit gegenüber dem Friedensprozess.

4.4 Religiöse Gruppen: Untersuchung des Einflusses radikal-buddhistischer Gruppierungen und der daraus resultierenden Spannungen mit muslimischen und christlichen Minderheiten.

4.5 Ausländische Stakeholder: Analyse der Rolle internationaler Akteure und deren Einflussnahme auf die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und Menschenrechtsfragen.

5. Peacebuilding: Evaluierung der Umsetzung von Friedenszielen, wie dem National Action Plan, und der Auswirkungen internationaler Kooperationen.

6. Fazit: Das Fazit zieht den Schluss, dass die Teilhabe an der Gesellschaft und die Anerkennung diverser Identitäten entscheidend für eine echte Versöhnung sind.

Schlüsselwörter

Sri Lanka, Bürgerkrieg, Friedensprozess, Peacebuilding, Tamilen, singhalesischer Nationalismus, politische Macht, Minderheiten, Menschenrechte, gesellschaftliche Versöhnung, Post-Konflikt, Diaspora, ethnische Spannungen, Regierungsführung, Wiederaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation in Sri Lanka nach dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2009 und untersucht die Herausforderungen beim Aufbau eines nachhaltigen Friedens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die historischen Hintergründe, die Dynamik der verschiedenen ethnischen Interessengruppen sowie der Einfluss politischer und internationaler Akteure auf den Friedensprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie das Netzwerk unterschiedlicher Akteure Friedensprozesse beeinflusst, begünstigt oder durch bestehende gesellschaftliche Machtstrukturen behindert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Kontextanalyse von Konflikt- und Friedensprozessen unter Einbeziehung aktueller politischer Entwicklungen und Berichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert das Rahmenwerk für Peacebuilding durch die Untersuchung relevanter Stakeholder wie der Regierung, der tamilischen Opposition, der Diaspora und religiöser Gruppierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Sri Lanka, Friedensprozess, ethnische Spannungen, Post-Konflikt-Gesellschaft und politische Machtverteilung.

Welche Rolle spielt die Diaspora für den Friedensprozess in Sri Lanka?

Die Diaspora ist eine wichtige Interessengruppe, die internationale Aufmerksamkeit auf das Land lenkt und finanzielle Unterstützung leistet, wobei sie sowohl friedliche als auch radikale Strömungen vereint.

Warum wird die Militärpräsenz im Norden Sri Lankas kritisiert?

Die starke Präsenz des Militärs wird als eines der größten Hindernisse für eine nachhaltige Friedensentwicklung betrachtet, da sie den Krieg im Alltag der Menschen präsent hält und die politische Autonomie einschränkt.

Welche Rolle spielte der "Sinhala only"-Act für den gesellschaftlichen Keil?

Das Gesetz von 1956 benachteiligte die tamilischsprachige Bevölkerung ökonomisch und bildungspolitisch, was die ethnische Spaltung systematisch vertiefte und das Misstrauen gegenüber dem Staat verstärkte.

Welche Hoffnung wird in den Machtwechsel 2015 gesetzt?

Der Wechsel von Rajapaksa zu Sirisena wird von einigen Beobachtern als Chance für eine Machtdezentralisierung und eine neue politische Ära gesehen, wobei der Erfolg dieser Bemühungen zum Zeitpunkt der Untersuchung noch offen blieb.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Post-Konflikt-Friedensprozesse. Bewertung des Peacebuildingprozesses in Sri Lanka
Universidad
University of Cologne
Calificación
2,3
Autor
Lisa Förster (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
14
No. de catálogo
V319962
ISBN (Ebook)
9783668192027
ISBN (Libro)
9783668192034
Idioma
Alemán
Etiqueta
post-konflikt-friedensprozesse bewertung peacebuildingprozesses lanka
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lisa Förster (Autor), 2015, Post-Konflikt-Friedensprozesse. Bewertung des Peacebuildingprozesses in Sri Lanka, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319962
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