Bekanntheitssteigerung der Sportart „Blindenfußball“. Die Kommunikationspolitik des Bundesligavereins VSV und BFW Würzburg


Seminararbeit, 2013
36 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

TABELLENVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 Blindenfußball als wachsende Sportart mit noch zu steigerndem Bekanntheitsgrad
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Abgrenzung des Themas

2 DIE KOMMUNIKATIONSPOLITIK UND IHRE INSTRUMENTE ALS WICHTIGER TEIL DES MARKETING-MIX
2.1 Allgemeine Definitionen
2.2 Kommunikationspolitische Instrumente und ihre Ziele
2.2.1 Online-/ Internet-Marketing
2.2.2 Social Media Marketing
2.2.3 Mobile Marketing
2.2.4 Event Marketing
2.2.5 Public Relation (PR) / Öffentlichkeitsarbeit

3 EINFÜHRUNG IN DIE WELT DES BLINDENFUßBALLS
3.1 Allgemeine Informationen
3.2 Blindenfußball in Deutschland
3.3 Kurze Vorstellung des VSV und BFW Würzburg

4 DEFINITION DER ZIELGRUPPEN

5 KOMMUNIKATIONSPOLITIK IM BLINDENFUßBALL
5.1 Marketingmaßnahmen des VSV und BFW Würzburg
5.1.1 Online-, Social Media- und Mobile-Marketing
5.1.1.1 Ausbau des Facebook-Auftritts
5.1.1.2 Aufbau einer neuen Webseite und Etablierung einer App
5.1.1.3 Erstellung eines YouTube-Kanals
5.1.2 Event Marketing
5.1.2.1 NO LIMITS
5.1.2.2 Blindenfußballseminar an der Universität Würzburg
5.1.2.3 Neue Sporterfahrung
5.1.3 Öffentlichkeitsarbeit (Public Relation)
5.1.3.1 Corporate Identity: Erstellung eines Logos
5.1.3.2 Erstellung einer Informationsmappe für potentielle Sponsoren
5.2 Problematiken beim Blindenfußball-Marketing

6 FAZIT

LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vor- und Nachteile des Online-Marketings (eigene Darstellung, eigene Zusammenfassung)

Tabelle 2: Chancen und Risiken des Social Media Marketings (vgl. Hilker (2010) S. 24 und D ü ssel (2012) S. 92/93)

Tabelle 3: Vor- und Nachteile des Sozialen Netzwerks Facebook (eigene Darstellung, vgl. Hilker (2010), S. 35)

Tabelle 4: Vor- und Nachteile der Videoplattform YouTube (vgl. eigene Darstellung, vgl. Hilker (2010), S. 43)

Tabelle 5: Abgrenzung mobile Website und App (vgl. H ö rner (2010) S. 148/149)

Tabelle 6: Vor- und Nachteile des Event-Marketings (eigene Darstellung, eigene Zusammenfassung)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 EINLEITUNG

1.1 Blindenfußball als wachsende Sportart mit noch zu steigerndem Bekanntheitsgrad

In Deutschland gibt es im Jahr 2013 laut dem Deutschen Fußballverband (DFB) 25.456 Fußballvereine mit insgesamt 59.952 gemeldeten Mann- schaften.1 Blindenfußball hingegen wird zurzeit gerade in knapp mehr als 15 Städten aktiv gespielt.2 In der Deutschen Blindenfußball Bundesliga (DBFL) traten in der Saison 2013 neun Teams an, darunter auf Grund von Spielermangel auch zwei Spielgemeinschaften.3

Seit 2011 findet unter dem Motto „Mit Fußball in die Mitte der Gesell- schaft“ die sogenannte Städteserie der DBFL statt. Dabei werden einzel- ne Spieltage in deutsche Innenstädte verlegt, damit der Sport der Öffent- lichkeit frei zugänglich ist. Beim diesjährigen Spieltag in Hamburg gab es mit weit über 1.000 Zuschauern einen neuen Rekord.4 Die Reaktionen derer, die bei solchen Städtespieltagen in der Regel durch Zufall auf den Blindenfußball stoßen, sind durchweg positiv. Am Spielfeldrand hört man meist erst ungläubige, dann völlig erstaunte und respektvolle Kommenta- re. Gerade diese Städtespieltage zeigen, wie schnell die Begeisterung für den Sport - sozusagen der Funke - überspringen kann. Um diese spon- tane Begeisterung aber auch nachhaltig positiv für den Sport nutzen zu können, muss noch einiges getan werden. Die anspruchsvolle Sportart und die damit verbundenen Leistungen der sehbehinderten und blinden Spieler muss noch greifbarer präsentiert werden. Gerade die Besucher- zahlen von Hamburg stimmen sehr positiv, aber der Blindenfußball hat hier noch ein großes Potential, das unbedingt genutzt werden sollte.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten aufzuzeigen, durch die die Sportart Blindenfußball noch bekannter gemacht werden kann. Deshalb werden zunächst die Instrumente der Kommunikationspolitik in der Theo- rie definiert und erklärt. Dann folgen eine Definition der Zielgruppen sowie eine kurze Einführung in die Welt des Blindenfußballs. Anschließend wird aufgezeigt, wie die Instrumente der Kommunikationspolitik bisher in Würzburg genutzt wurden/werden und wie sie künftig möglicherweise noch erweitert eingesetzt und nachhaltiger gestaltet werden können.

1.3 Abgrenzung des Themas

Instrumente der Kommunikationspolitik, die für den Blindenfußball nicht relevant sind, wie z.B. die Verkaufsförderung sind nicht Gegenstand die- ser Arbeit, ebenso wie die innere Kommunikation. Auch Aktionen der DBFL, der Nationalmannschaft sowie andere Mannschaften der Bundesli- ga oder des Blindenfußball.net-Teams werden nicht behandelt.

2 Die Kommunikationspolitik und ihre

Instrumente als wichtiger Teil des Marketing-Mix

2.1 Allgemeine Definitionen

Unter Marketing im Allgemeinen versteht man einen ganzheitlichen, marktorientierten Ansatz der Unternehmensführung, der sämtliche Pro- zesse in einem Wirtschafts- oder Sozialgefüge umfasst, durch die Indivi- duen und Organisationen ihre Bedürfnisse und Wünsche befriedigen.5 Das bedeutet, dass ein Unternehmen heutzutage bestrebt ist, sich am Markt - also am Kunden - und dessen Bedürfnissen zu orientieren und darauf sein ganzes Handeln auszurichten.6 Im Laufe der Jahre hat sich das Marketing und somit seine Stellung im Unternehmen natürlich stark verändert - allein schon auf Grund des Wandels von einem Verkäufer- zum Käufermarkt in Deutschland. Laut Meffert leben wir mittlerweile im Zeitalter des individuellen, multioptional vernetzten Beziehungsmarke- tings.7 Nach der Marketingdefinition der American Marketing Association ergeben sich insgesamt acht charakteristische Merkmale des heutigen Marketings: Marketing als duales Führungskonzept sowie die Orientierung an Informationen, Aktionen, Kundennutzen, Kundenbeziehung, Unter- nehmenszielen/-werten und sämtlichen Stakeholdern.8

Die Marketingziele unterteilen sich in Sachziele (z.B. Steigerung des Absatzes), Formalziele (z.B. Steigerung des Marktanteils) und Psychogra- fische Ziele (z.B. Erhöhung des Bekanntheitsgrads).9 Um diese Ziele zu erreichen gibt es viele Instrumente aus dem Marketing-Mix mit seinen vier Bereichen Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik.

In der heutigen Zeit spielt die Kommunikationspolitik eine besonders wichtige Rolle. Sie beschäftigt sich mit allen verfügbaren Kommunikati- onsinstrumenten und -maßnahmen eines Unternehmens, die eingesetzt werden, um mit sowohl aktuellen als auch potentiellen Kunden sowie der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Durch diese Interaktionen soll, den Unternehmenszielen entsprechend, ein positives Bild von den Produkten und Dienstleistungen sowie dem Unternehmen selbst vermittelt werden.10

Dabei umfasst die Kommunikation sowohl externe, interne als auch interaktive Kommunikation (s. Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Formen der Kommunikation ( vgl. Bruhn (2012) S. 200)

Die Ziele der Kommunikationspolitik leiten sich direkt aus den Unternehmens- bzw. Marketingzielen ab und sind in der Regel Bekanntheitssteigerung, verbesserte Einstellung des Kunden gegenüber des Produkts bzw. des Unternehmens, Differenzierung vom Wettbewerber sowie Erreichen einer Kauf- und Wiederkaufabsicht beim Kunden.11

2.2 Kommunikationspolitische Instrumente und ihre Ziele

2.2.1 Online-/ Internet-Marketing

Eine Studie der Initiative D21 vom April 2013 zeigt, dass mittlerweile 76,5% der Deutschen, d.h. 53,7 Millionen Menschen über 14 Jahren, das Internet nutzen.12 Da ist es also nicht verwunderlich, dass das Online- oder auch Internet-Marketing immer mehr an Bedeutung zunimmt.

Zu den verschiedenen Bereichen des Online-Marketings zählen Suchmaschinen-, Banner- und E-Mail-Marketing sowie die generelle Gestaltung und Optimierung des eigenen Webauftritts.13

Prinzipiell ist im Online-Bereich zwischen Pull- und Push- Kommunikation zu unterscheiden (s. Abb. 4). Bei ersterer stellt das Un- ternehmen seine Informationen nur zur Verfügung und der Kunde kann sie bei Bedarf selbst abrufen. Bei der sogenannten Push-Kommunikation werden die Informationen vom Unternehmen gezielt und direkt an den Kunden gesendet. Dadurch soll das Interesse des Kunden gesteigert und er selbst dazu angeregt werden, sich noch weiter zu informieren.14

11 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 634/635

Abbildung 3: Pull- und Push-Kommunikation im Online-Marketing (eigene Darstellung, vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 663)

Die Webseite eines Unternehmens ist heutzutage quasi dessen digita- les Aushängeschild. Sie gehört zu den Pull-Instrumenten der Kommunika- tion. Dies bedeutet, dass der Kunde die Internetseite von sich aus auf- sucht, um sich über das Unternehmen und seine Produkte oder Dienst- leistungen zu informieren. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass die Internetseite so attraktiv wie möglich gestaltet wird; inhaltlich und optisch. Besonders wichtig sind deshalb eine übersichtliche Struktur der Seite und eine ansprechende optische Gestaltung, mit der man direkt einen positi- ven Eindruck beim Kunden hinterlässt. Daher sollten Hintergrund, Titelbild sowie das Farbschema der Seite gut aufeinander abgestimmt sein. Des Weiteren muss stets darauf geachtet werden, dass keine veralteten In- formationen oder Termine auf der Webseite auftauchen, denn Aktualität ist etwas, das jeder Mensch automatisch mit dem Internet verbindet.15

Eine „schöne“ Internetseite zu haben, reicht aber längst noch nicht aus. Denn sie nutzt einem nur, wenn der Kunde die genaue Adresse kennt, durch Zufall auf sie stößt oder sie über eine Suchmaschine wie Google finden kann. Letzteres will das Suchmaschinenmarketing (SEM) verbessern, wobei man hier zwischen bezahlter Werbung (SEA) und normalen Suchergebnisse, die durch die Suchmaschinenoptimierung (SEO) verbessert werden können, unterscheiden muss.16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Arten der Suchmaschinenoptimierung (SEM) (eigene Darstellung, vgl. Pelzer (2012) S. 113)

Bezahlte Werbung ist in der Regel mit relativ hohen Kosten verbunden. Beim SEO hingegen muss man viel Zeit investieren. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die hier in Kombination zum Erfolg führen (s. Abb. 6). Einen wirklichen Masterplan gibt es allerdings nicht - alleine deswegen schon, weil Google seinen komplizierten Ranking-Algorithmus ständig ändert und dieser natürlich nicht öffentlich gemacht wird.17

11 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 634/635

Abbildung 5: Auswahl von Maßnahmen für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (eigene Darstellung, vgl. Pelzer (2012), S. 117/118)

Die Vor- und Nachteile des Internet-Marketings lassen sich final folgendermaßen zusammenfassen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Vor- und Nachteile des Online-Marketings (eigene Darstellung, eigene Zusammenfassung)

2.2.2 Social Media Marketing

Da sich Social Media ja rein im Internet abspielt, könnte man es eigentlich dem Bereich Online-Marketing zurechnen. Dass Social Media Marketing mittlerweile als eigenständiges Kommunikationsinstrument genannt wird, zeigt jedoch schon, wie wichtig dieses Instrument in der heutigen Zeit ist.

Social Media-Kommunikation spielt sich auf Online-Plattformen ab, die auf dem sogenannten Web 2.0, dem „Mitmachweb“, basieren. Hier wird den Nutzern der gegenseitige Austausch von Informationen in unter- schiedlichen medialen Formen, Eindrücken, Erfahrungen und Meinungen ermöglicht. Dies findet laut Bruhn sowohl aktiv als auch passiv statt.18

Die Nutzung von Social Media im Marketingbereich bringt natürlich nicht nur Vorteile mit sich, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Chancen und Risiken des Social Media Marketings (vgl. Hilker (2010) S. 24 und D ü ssel (2012) S. 92/93)

Meiner Meinung nach überwiegen jedoch die Chancen des Social Me- dia Marketings, vor allem, wenn man sich der Risiken im Voraus klar be- wusst wird und Maßnahmen ergreift um ihnen verantwortungsbewusst entgegen zu wirken. Hierbei ist es sinnvoll sogenannte Social Media Gui- delines einzuführen, die die Kommunikation über die verschiedenen Soci- al-Media-Kanäle im Interesse des Unternehmens sicherstellen sollen.19

Wie die folgende Vereinfachung des eigentlich noch viel ausführlicheren Social-Media-Prismas zeigt, ist Social Media weit mehr als nur die meist damit in Verbindung gebrachten Sozialen Netzwerke:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Stark vereinfachte Abbildung des Social-Media-Prismas (vgl. ethority (2012))

[...]


1 vgl. DFB (2013), S. 2/3

2 vgl. Blindenfußball.net [Mannschaften] (2013)

3 vgl. Blindenfußball Bundesliga [Saison 2013] (2013)

4 vgl. Blindenfußball.net [Bericht Spieltag Hamburg] (2013) 1

5 vgl. Kotler, Armstrong, Wong, Saunders (2011), S. 39

6 vgl. Bruhn (2012), S. 13

7 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 8

8 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 12

9 vgl. Vahs, Schäfer-Kunz (2007), S. 551

10 vgl. Bruhn (2012), S.199 und Vahs, Schäfer-Kunz (2007), S. 580 3

11 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 634/635

12 vgl. Initiative D21, Gemeinschaft für die Digitale Gesellschaft (2013) S. 18

13 vgl. Griese, Bröring (2011), S. 236 und Kuß, Kleinaltenkamp (2013), S. 227/228

14 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 663

15 vgl. Meffert, Burmann, Kirchgeorg (2008), S. 665

16 vgl. Pelzer (2012) S. 113

17 vgl. Pelzer (2012) S. 117-119

18 vgl. Bruhn (2012) S. 238

19 vgl. Düssel (2012) S. 104

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Bekanntheitssteigerung der Sportart „Blindenfußball“. Die Kommunikationspolitik des Bundesligavereins VSV und BFW Würzburg
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
36
Katalognummer
V319968
ISBN (eBook)
9783668245396
ISBN (Buch)
9783668245402
Dateigröße
1575 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blindenfußball, Marketing, Kommunikationspolitik
Arbeit zitieren
Julitta Harms (Autor), 2013, Bekanntheitssteigerung der Sportart „Blindenfußball“. Die Kommunikationspolitik des Bundesligavereins VSV und BFW Würzburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319968

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