Literarische Charaktere als Spiegel des gesellschaftlichen Wandels in Erich Kästners "Fabian" und "Drei Männer im Schnee"


Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Gesellschaftlicher und politischer Hintergrund der Weimarer Republik
1.1 Gründung
1.2 Krisenjahre
1.3 Stabilisierungsjahre
1.4 Wirtschaftskrise

2 Fabian – Die Geschichte eines Moralisten
2.1 Fabian
2.2 Cornelia Battenberg
2.3 Irene Moll

3 Die Charaktere der Reichen
3.1 Labude
3.2 Makart
3.3 Wilhelmy

4 Vergleich von Fabian und Drei Männer im Schnee
4.1 Figuren
4.2 Erzählerische Gestaltung und historische Rahmenbedingungen

5 Kästners Verständnis der Zeit
5.1 Medien
5.2 Politik
5.3 Verhältnis Kästner-Fabian

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.[1]

Charles Darwin

Wenn schon das Leben jeder einzelner Person voller Veränderungen ist, wie viel mehr ist die Gesellschaft, die sich aus all diesen Menschen zusammensetzt, einem ständigen Wandlungsprozess unterlegen. Wissenschaftliche Errungenschaften, neue Denkweisen, interkultureller Austausch, psychologische Erkenntnisse und erstmalige Erfindungen tragen dazu bei, eine Gesellschaft zu erneuern. Dieser Wandel geschieht jedoch nicht immer plötzlich, sondern oft beinahe unmerklich. Er beginnt bei einzelnen Menschen, breitet sich dann auf die Umgebung aus, bis er schließlich eine ganze Gesellschaft erfasst.

Doch woran wird diese Änderung deutlich, wer ist der Spiegel der Gesellschaft? Es ist nicht der Initiator eines Wandels, nicht ein Politiker oder eine andere führende Persönlichkeit, sondern vielmehr jeder Bürger aus jeder sozialen Schicht. Die Literatur vergangener Epochen bietet eine Vielzahl von Beispielen, die mithilfe der dargestellten Charaktere den gesellschaftlichen Wandel spiegeln.

Bei Lessings Emilia Galotti wird vor allem der Zusammenstoß einzelner Gedankeneinflüsse hinsichtlich einer Veränderung deutlich. Bis zur Zeit der Aufklärung werden der Bürger und der Adel voneinander getrennt. Dem Adel gehört die Macht und der Bürger hat sich zu unterwerfen. Gemeinsamkeiten dieser beiden Klassen sind nicht denkbar. Doch mit der Erkenntnis, dass emotionale Regungen bei Adligen und Bürgerlichen sich nicht voneinander unterscheiden, werden allmählich die starren Grenzen zwischen den beiden sozialen Schichten aufgehoben. Vor allem in der Person des Prinzen von Guastalla wird deutlich, wie ein Adliger durch diese damals fremdartige Denkweise für den Bürger greifbar wirken kann.[2] Durch den Charakter der Gräfin Orsina wird die angestrebte Emanzipation, im Zuge der Aufklärungsidee selber zu denken und zu erkennen, deutlich.[3] Dass diese Gedankenerneuerung jedoch nicht sofort von jedem begrüßt wird, zeigt sich in dem Vater Odoardo, der die konventionellen bürgerlichen Prinzipien wie Keuschheit und Einfachheit als höchste Priorität für seine Tochter Emilia ansieht.[4] Lessing gelingt es folglich, durch die Konstellation verschiedenster Figuren eine große Spannbreite gesellschaftlicher Denkweisen einer Zeit abzudecken und lässt diese somit zeugnishaft für den Wandel stehen, der, wie an Odoardo sichtbar wird, nicht ohne Widerstand Einzug nehmen kann.

Wie durch einen lyrischen Charakter auch Sozialkritik deutlich werden kann, beweist Georg Büchner in Woyzeck. In seiner sozialen Determiniertheit wird der Protagonist Woyzeck ausgebeutet und unterdrückt. Er verpflichtet sich dem Doktor, zwangsweise einem gesundheitsschadenden Experiment als Versuchsperson zu dienen und lässt sich von dem Hauptmann durch Worte erniedrigen, unfähig sich verbal zu wehren.[5] Büchners Kritik an den vorherrschenden Machtverhältnissen, der Menschenverachtung und dem ausbeutenden System, kommt durch die Figur des Woyzecks zum Ausdruck, der lediglich als Opfer der Gesellschaft ihre Verhältnisse und negativen Wesenszüge reflektiert.[6]

Auch Kästner verbindet in seinem Werk Fabian die Vielfalt gesellschaftlicher Gedankenimpulse durch die hohe Anzahl mitwirkender Figuren mit einem großen Anteil an Kritik an gegenwärtigen Missständen. Die Charaktervielzahl bietet eine große Spiegelfläche jeglicher, gesellschaftlicher Einflüsse zur Zeit der Weimarer Republik – sei es die Emanzipation im Gegensatz zu traditionellem Verständnis der Frau, das Problem der Arbeitslosigkeit und der dazugehörigen Resignation, die Gefühlskälte, das Bild der Reichen als ausbeutende Macht oder die Zunahme politischer Vereinigungen. Kästner gibt jedem Aspekt einen Charakter und lässt sie in seinen Werken aufeinandertreffen.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Frage zu beantworten, welche gesellschaftlichen Wandlungen und Wesenszüge durch welche Charaktere in Fabian gespiegelt werden. Um dieses zu erreichen, wird zunächst die Zeit der Weimarer Republik unter gesellschaftlichen und politischen Aspekten näher beleuchtet, um ein allgemeines Bild der Gegebenheiten zu schaffen. Anschließend werden die zentralen Charaktere des Werkes analysiert und im Hinblick auf die Fragestellung untersucht. In einem gesonderten Kapitel wird im Gegensatz zu den Figuren der Mittelklasse auch die Gesellschaftsschicht der Reichen anhand einiger Figuren analysiert. In Folge dessen wird das Werk Fabian mit Kästners Drei Männer im Schnee verglichen, wobei den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Figuren und des Stils beider Romane besondere Beachtung verliehen wird, mit dem Versuch, die gravierenden Unterschiede zeitbedingt zu erklären. Der letzte Abschnitt dieser Arbeit ist Kästners Verständnis und Kritik der Weimarer Republik gewidmet. Mittels zweier Aspekte soll herausgearbeitet werden, wie Kästners Meinung zu dem gesellschaftlichen Wandel in Fabian deutlich wird. Abschließend werden im Fazit die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die Fragestellung zusammengetragen, um diese endgültig zu beantworten.

1 Gesellschaftlicher und politischer Hintergrund der Weimarer Republik

Eine Grundvoraussetzung zur Analyse von Charakteren einer Gesellschaft mit all ihren Wesenszügen ist das Verständnis der damaligen Zeit. Ein Mensch lebt immer im sozialen Kontext und ist von diesem nicht zu trennen. Um die Menschen zur Zeit der Weimarer Republik im Nachfolgenden als Spiegel der Gesellschaft zu untersuchen, muss zunächst ein Überblick dieser Zeit geschaffen werden.

1.1 Gründung

Nach dem frustrierenden Ende des ersten Weltkrieges leidet Deutschland unter einem mangelnden Realitätsbewusstsein. Anstelle der erforderlichen Verarbeitung dieser Niederlage tritt eine Verherrlichung der nationalen Größe und Überlegenheit des kaiserlichen Deutschland in vielen bürgerlichen Schichten auf. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Mächten, die den Krieg gewollt und geführt hatten wird somit stark behindert. Aus dieser scheinbaren Starre erwacht Deutschland schließlich durch die Oktoberrevolution 1918, deren Ziel es ist, aus der konstitutionellen Monarchie eine parlamentarische zu machen. Der zunehmende Wunsch nach Frieden in der Gesellschaft mündet in der Forderung nach der Abdankung des Kaisers Wilhelm II zu Gunsten eines demokratischen Deutschlands. Max von Baden entreißt nach einigen Tagen Bedenkzeit Anfang November 1918 dem Kaiser die Herrschaft eigenhändig.[7]

Aus dem anschließenden Begehren, Reformen einzuführen, entwickelt sich eine Revolution der Arbeiter und Soldaten, angefangen mit dem verbotenen Auslaufen der Marine in Kiel im November, was in einer Meuterei endet. Unter hoher Zunahme von Massendemonstrationen und aus Angst vor der Revolutionsübernahme von radikalen Kräften ruft Philipp Scheidemann am 9.November 1918 die „Deutsche Republik“ aus. Allerdings wird ebenfalls von Karl Liebknecht noch am selben Tag Deutschland als „freie sozialistische Republik“ proklamiert. Dieser doppelte Ausruf ist einer der ersten zeugnishaften Beispiele dafür, dass immense Kontroversen politischer Kräfte das Land beherrschen.[8]

Teil dieser Divergenz ist der Spartakusbund, der mit gewalttätigen Aufständen gegen den scheinbaren Verrat der Sozialdemokraten der Arbeiter entgegenwirken will.[9] Doch nachdem auch dieser Streit mit Hilfe von Kompromissen gelöst wird, ist der vorerst letzte Sturzversuch der Demokratie erfolgreich abgewendet.[10] Am 28. Juni 1919 wird der Versailler Vertrag unterzeichnet, durch den zwar einerseits der Frieden garantiert wird, andererseits aber Deutschland die gravierenden Konsequenzen der Friedensbedingungen tragen muss.[11] Hohe Reparationskosten, die Begrenzung des Militärheers und die Übergabe der Handelsflotte sind nur ein Teil der langen Liste aller Bedingungen, die zu einer wirtschaftlichen, aber auch psychischen Schwächung des Landes führen.[12] Optimismus kommt jedoch durch die Weimarer Reichsverfassung auf, die ein Mitspracherecht des Volkes am politischen Geschehen ermöglicht und auch den Frauen und Jugendlichen ab 20 Jahren die Türen zur Beteiligung an der Wahl öffnet.[13] Ausgehend von dieser politischen Konsolidierung ist es der Republik nun möglich, wirtschaftlichen Kriegsfolgen entgegenzutreten.[14]

1.2 Krisenjahre

Enttäuscht von den negativen Folgen des Versailler Vertrags für viele Offiziere schließen diese sich zusammen, um gemeinsam die Republik zu stürzen. Viele Frontalangriffe prägen die Jahre 1920 bis 1923 und finden ihr größtes Ausmaß in dem Kapp-Lüttwitz-Putsch, hervorgerufen durch den Vorwurf der mangelnden Integration der Reichswehr in den Weimarer Staat. Unter der Leitung von Walther von Lüttwitz, dem rechtsextremen Verantwortlichen dieses Putsches, folgen etliche politische Geheimbünde und Morde mit politischen Motiven.[15]

Die Tatsache, dass Deutschland den Reparationskosten nicht nachkommen kann, hat schließlich zur Folge, dass Franzosen, Italiener und Belgier in das Land einmarschieren und das Ruhrgebiet besetzen. Die Zeit des passiven Widerstandes beginnt, bringt unzählige Tote mit sich und schlussendlich die Hyperinflation der deutschen Reichsmark. Sein Ende findet dieser Schrecken in der Währungsreform, die Deutschland jedoch aufgrund der eigenen Unfähigkeit für langfristige Kreditschöpfung nicht davor bewahren kann, auf ausländisches Kapital angewiesen zu sein.[16]

1.3 Stabilisierungsjahre

Dank einiger positiven wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen kann Deutschland zwischen 1924 und 1929 aufatmen und zur Blütezeit der Weimarer Republik gelangen - den sogenannten „Goldenen Zwanzigern“. Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig beschreibt das hoffnungserfüllte Lebensgefühl nach der Hyperinflation folgendermaßen:

Man konnte wieder arbeiten, sich innerlich sammeln, an geistige Dinge denken. Man konnte wieder träumen und auf ein geeintes Europa hoffen. Einen Weltaugenblick schien es, als sollte unserer schwer geprüften Generation wieder ein normales Leben beschieden sein.[17]

Inflation, Ruhrkampf, der finanzielle Zusammenbruch und der Separatismus sind scheinbar gleichzeitig überwunden und das gibt dem Volk Zuversicht sowie Vertrauen für die Zukunft. Auch die ausländischen Beziehungen verändern sich in diesen Jahren beispielsweise mit Hilfe des Dawes-Plan und des Vertrags von Locarno zum Positiven. Neben diesen erfreulichen Entwicklungen ist auch die Welt der Technik von vielversprechenden Fortschritten ergriffen. Gasfernversorgung, neue Bahnlinien und der Bau verschiedenster Maschinen sind nur einige Beispiele der Errungenschaften dieser Zeit.[18]

Der Dawes Plan ermöglicht es Deutschland, die Reparationskosten nach Leistungsfähigkeit zurückzuzahlen, so dass die Wirtschaft nicht länger unter der Last dieser Kosten zerbrechen muss.[19]

1.4 Wirtschaftskrise

So positiv der wirtschaftliche Verlauf in den Jahren der Stabilisierung ist, mit der Weltwirtschaftskrise 1929 fällt alles wieder in sich zusammen. Aufgrund der starken Abhängigkeit von der Weltwirtschaft leidet Deutschland unter dem vollen Ausmaß der Krise. Die ausländischen Kredite versiegen, das Ungleichgewicht des Geldmarktes führt zu einem Bankkrach und die damit zusammenhängende Schließung einiger deutscher Banken. Zudem wird die Hoffnung auf eine Friedensordnung durch wiederholte Diskussionen über den Versailler Vertrag, insbesondere bezüglich der Reparationskosten, erschüttert. Wieder wird das Vertrauen zwischen den einzelnen Ländern ins Wanken gebracht, nachdem es durch die oben genannten Pläne gerade erst hergestellt worden war.[20]

Die wohl gravierendste Folge dieser Weltwirtschaftskrise für Deutschland ist die Erwerbslosigkeit.[21] Den Höhepunkt findet die Zahl der Arbeitslosen bei über sieben Millionen.[22] Langsam macht sich der verheerende Kreislauf der Wirtschaft sichtbar, nämlich dass Arbeitslosigkeit neue Arbeitslosigkeit mit sich bringt. Schuld daran ist der Rückgang des Konsums in Folge von zunehmender Armut und das wiederum führt zu einer verringerten Produktion aufgrund der geringen Nachfrage, was dann in erneuter Arbeitslosigkeit endet.[23]

Noch vor dem Höchstwert der Erwerbslosen legt Reichskanzler Müller im Frühling 1930 sein Amt nach vielen Dissensen bezüglich der Arbeitslosenversicherung nieder. An seine Stelle tritt Reichskanzler Heinrich Brüning, der den Wechsel einer parlamentarischen Regierung in eine nichtparlamentarische einläutet. Unter seiner Leitung wird zunächst die Notverordnung eingeführt, die der zuvor abgewiesenen Regierungsvorlage sehr ähnlich ist. Dieses löst einen Verfassungskonflikt aus, der schließlich darin endet, dass die Notverordnung wieder aufgehoben wird. Das wiederum führt dazu, dass Brüning den Reichstag auflöst und eine Notverordnung in der parlamentslosen Zeit veranlasst. Die Konsequenzen dieses politischen Schrittes zeigen sich in den Reichstagswahlen 1930: die NSDAP wird zur zweitstärksten Fraktion neben der SPD. Die darauffolgende Tolerierungspolitik der SPD gegenüber der Brüning-Regierung beabsichtigt zu verhindern, dass Brünings diese Regierung noch weiter nach rechts rückte und womöglich eine Zusammenarbeit mit Hitler anstrebte. Schließlich ist es Brüning zu „verdanken“, dass Hindenburg bei der Wahl 1932 wiedergewählt wird, da er durch seinen Einsatz für Hindenburg die letzte Chance sieht, die Präsidentschaft Hitlers und die damit einhergehende Zerstörung seiner Kanzlerschaft zu verhindern.[24]

So sehr Hindenburg Hitler anfangs abgeneigt war, ist er es doch, der ihn am 30.Januar 1933 zum Reichskanzler ernennt.[25] Unter anderem haben ihn der Bruch zwischen ihm und Brüning, der Verlust des parlamentarischen Rückhalts und die bürgerkriegsähnlichen Zustände dazu gebracht.[26] In Zeiten der Staats- und Wirtschaftskrise gelingt es Hitler, die Traumatisierung Deutschlands auszunutzen und sie mit seinem Versprechen nach Ordnung und nationalem Aufbau hinters Licht zu führen.[27]

2 Fabian – Die Geschichte eines Moralisten

Inmitten dieser turbulenten Zeit voller Krisen, Aufständen und sich anbahnenden großen politischen Veränderungen veröffentlicht Erich Kästner 1931 die Geschichte des Fabian.[28] Kästner schafft mit Hilfe dieses Werkes ein Zeitdokument, das sich vor allem in der Konstellation und Charakterisierung der Figuren als äußerst realitätsnah erweist.[29]

2.1 Fabian

Was Fabian als Protagonisten des Werkes insbesondere ausmacht, sind seine Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut. Fabian mangelt es nicht an einer guten Ausbildung, denn als promovierter Germanist hat er durchaus hohe Qualifikationen, sondern lediglich an einer angemessenen Arbeitsstelle.[30] Wie auch in anderen Romanen dieser Zeit, wie zum Beispiel Kleiner Mann – was nun? von Hans Fallada, wird die fehlende Existenzsicherung des bürgerlichen Mittelstandes sichtbar.[31] Um gegen die Erwerbslosigkeit anzukämpfen, nimmt Fabian diverse Jobangebote entgegen, die allerdings weit unter seiner Qualifikation liegen. Dass diese Art zu arbeiten jedoch nicht das ist, was ihn erfüllt, weiß auch seine Mutter. In einem Brief an Fabian schreibt sie Folgendes:

Macht es dir wirklich Spaß, für Zigaretten Reklame zu machen? […] Frau Thomas meinte, es ist doch ein Jammer, daß du solches Zeug schreibst. Aber ich sagte, das ist nicht seine Schuld. Wer heute nicht verhungern will, und wer will das schon, der kann nicht warten, bis ihm der richtige Beruf durch den Schornstein fällt.[32]

Durch diesen Briefauszug der Mutter werden mehrere zeittypische Aspekte hinsichtlich der Arbeitslosigkeit deutlich. Zum einen unterstreicht es den Niedergang der bürgerlichen Ordnung, der durch den erfolglosen Versuch, ein bürgerliches Leben aufzubauen, hervorgerufen wird.[33] Der Bürger zum Ende der Weimarer Republik kann sich auf nichts mehr verlassen, Sicherheit und Ordnung werden ihm durch die Wirtschaftskrise genommen und dies lässt ihn langsam spüren, dass der Versuch, beruflich Halt zu finden, zum Scheitern verurteilt ist.[34] Die fehlende berufliche Selbstverwirklichung endet in einem Schrei nach Veränderung: „Ich will arbeiten. Ich will mich betätigen. Ich will endlich ein Ziel vor Augen haben. Und wenn ich keines finde, erfinde ich eines. So geht es nicht weiter.“[35] Perspektivlosigkeit mischt sich hier mit dem Wunsch nach Änderung, dem Fabian jedoch nur schwer nachkommen kann, da er als passiv und willenslos beschrieben wird.[36] Seine Sehnsucht nach moralischer Reinheit lässt ihn selber zwar in gewissen Situationen richtig handeln, dennoch kann er dadurch nichts an dem gesamten moralischen Zerfall der Gesellschaft ändern.[37] Vielmehr wird Fabian als Moralist selber zum Opfer des kapitalistischen Systems und durch seinen gesellschaftlichen Untergang werden die Überlebensversuche anderer Personen moralisch verurteilt.[38]

Ein prägnantes Beispiel dafür ist die Szene bei Irene Moll, welche einen Vertrag mit ihrem Mann geschlossen hat, in dem sie die Bedingungen für den Umgang mit Irenes außerehelichen sexuellen Beziehungen festgelegt haben. Als Fabian erfährt, dass Irene verheiratet ist, möchte er schlagartig das Haus verlassen, da er solche Abnormitäten nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann.[39] Für Irene Molls Mann scheint das jedoch Alltag zu sein, da für ihn die klassenkämpferischen Forderungen nach sexueller Freiheit zum gesellschaftlichen Wandel der Weimarer Republik gehören und er diese moralisch nicht in Frage stellt.[40] In Folge der Emanzipation und dem zunehmenden Selbstbewusstsein entstehen Wandlungen in den Sexualgewohnheiten, wie zum Beispiel bei Irene, die jeglichem Verständnis von traditionellem Rollendenken widersprechen.[41] Obgleich diese Wandlung für viele normal zu sein scheint, äußert sich Fabian doch so dazu: „Die märchenhafte Gabe, durch Mauern und verhängte Fenster zu blicken, war eine Kleinigkeit gegen die Leistung, das, was man dann sähe zu ertragen.“[42] Für Fabian gibt es demnach ein Unterschied zwischen dem bloßen Wissen über den moralischen Niedergang der Gesellschaft und dem Ertragen ebendessen.

Entgegen der sexuellen Ausschweifungen in der Gesellschaft der Weimarer Republik sehnt er sich nach sexueller Treue.[43] In der Beziehung zu Cornelia Battenberg wird dieser Wunsch nach einer aufrichtigen Liebe und nicht nur nach dem bloßen Befriedigen der sexuellen Bedürfnisse vorläufig gestillt.[44] Doch mit der Aussicht auf einen besseren Beruf geht Cornelia schließlich eine Beziehung mit dem Filmproduzenten Makart ein und lässt Fabian mit dem Geld und dem Wunsch nach Selbstverwirklichung zur Liebe alleine zurück.[45] Es scheint als sei die Fähigkeit zu lieben in dem Kampf ums Überleben verkümmert.[46] Frustriert von der zerbrochenen Beziehung zu Cornelia verbringt Fabian eine Nacht bei einer Handschuhverkäuferin, auch wenn das seinen moralischen Vorstellungen nicht entspricht. Obwohl Fabian sich in dieser Szene sehr herrschsüchtig verhält, ist das doch kein Zeichen von Verfügungswillen, sondern vielmehr eine aus Enttäuschung entstandene Aggression, die sich gegen Cornelia richtet.[47]

All die Schicksalsschläge in der Liebe und im Beruf, die das Leben in Berlin für Fabian unerträglich machen, drängen ihn dazu, Zuflucht bei seiner Mutter zu suchen.[48] Erschreckt muss er jedoch feststellen, dass auch in seinem damaligen Zuhause nicht alles seinen Vorstellungen entspricht. Vor allem die Erkenntnis, dass die Hälfte seiner damaligen Klassenkameraden schon tot ist, klingt für das Leben eines Dreißigjährigen ziemlich drastisch, ist aber gemäß den damaligen Umständen wahrheitsgetreu.[49] Dabei ist aber nicht nur der Tod durch den Krieg zu erwähnen, sondern auch die vielen Suizide während der Weimarer Republik. Die Gründe für den Selbstmord spiegeln die krisenbeladene Situation Deutschlands: Menschen beenden ihr Leben aufgrund der wirtschaftlichen Notlage, den politischen Unsicherheiten und in Folge von kriegsbedingten Depressionen.[50] Für die Konservativen dieser Zeit ist die steigende Selbstmordrate ein Beweis des Moralverfalls und die Nationalsozialisten sowie Kommunisten nehmen es als Anlass eine Herrschaft, die Menschen zu so welchen Taten verleitet, zu kritisieren, um im gleichen Atemzug Werbung für ihre eigene Politik zu machen.[51]

Aufgrund der Feststellung, dass Fabian weder in der moralisch verfallenen und politisch gespaltenen Großstadt, noch in einem Zuhause voller Erinnerungen leben kann, entschließt er sich für den Rückzug in die Berge.[52] Obwohl oder gerade weil Fabian im ganzen Roman das Bild eines „Idealtypus humaner Verhaltensweisen“[53] beibehält, ist er in der Weimarer Republik nicht überlebensfähig, was durch seinen Tod noch vor der Umsetzung des Eremitendaseins am Ende deutlich wird.[54]

Die symbolischen letzten Worte des Romans „Er konnte leider nicht schwimmen.“[55] zeigen, dass Fabian sich im Strom der Zeit nicht über Wasser halten kann und schließlich bei dem Versuch moralisch zu handeln untergeht.

2.2 Cornelia Battenberg

Genauso wie Fabian passt auch Cornelia Battenberg nicht völlig in die Zeit. Fabian findet sie zwar bei der ersten Begegnung in einem Atelier einer lesbischen Bildhauerin auf, aber er spürt sofort, dass sie nicht in dieses Milieu gehört.[56] Sie scheint etwas Verletzliches und Reines in sich zu haben, das sich so wie Fabian nach Liebe sehnt. Die Beschreibung einer idealen Frau dieser Zeit trifft nicht gänzlich auf sie zu:

Sie war berufstätig, geistig unabhängig, leger gekleidet mit Bubikopf, sexuell unverkrampft, sportlich, konsumorientiert und in ihrer Freizeit mit Vorliebe in Tanzpalästen und Kinosälen.[57]

Vielmehr ist Cornelia die Frau, die die Probleme dieses wandelnden Bildes der Frau sieht. Obgleich auch sie nicht nach den Werten des traditionellen Frauenbildes lebt, heißt sie längst nicht alle aufkommenden Moralvorstellungen der „neuen Frau“[58] gut.

Im ersten Gespräch mit Fabian im Atelier werden viele Probleme und Züge der Frau dieser Zeit aufgedeckt. Gleich zu Anfang gesteht sie, dass sie nach Berlin gezogen sei, um neu anzufangen. Aus ihrer Enttäuschung heraus das Zerbrechen zweier Beziehungen erlebt zu haben, nimmt sie sich vor, sich nicht mehr emotional zu binden.[59] Es wird deutlich, dass sie die Frau als Opfer der Männer beschreibt, die jederzeit von ihrem Geliebten verlassen werden kann und dann wieder alleine im Leben steht.[60] In metaphorischer Redensart kritisiert sie das Verhalten der Männer, indem sie ihnen vorwirft die Frauen wie eine Ware zu behandeln. Der Mann der Weimarer Republik wollte eine Frau nicht mehr als Geschenk, denn das sei zu kostbar und bedeutete, dass es einen hohen Wert im Leben hätte, sondern der Mann wolle die Frau als etwas Bezahlbares- als eine Ware, die er wegwerfen könne, wenn er sie nicht mehr brauche.[61] Aus dieser Sichtweise kann geschlussfolgert werden, dass die zunehmende sexuelle Freiheit den Wert der Frau mindert und sie nur zum Objekt der Begierde werden lässt.

Interessant an dieser Diskussion zwischen Fabian und Cornelia ist, dass nicht nur Cornelia sich als Opfer der Zeit sieht, sondern auch Fabian. Er schiebt die Schuld auf die ökonomische Situation, aufgrund derer es dem Mann nicht mehr möglich ist für die Frau zu sorgen.[62] Der Mann steht in einer Zwickmühle, in die er von den Umständen der Zeit getrieben wird: entweder er geht eine Beziehung mit einer Frau ein, wird dann arbeitslos und kann nicht mehr für die Frau sorgen, was verantwortungslos wäre, oder aber er entzieht sich den Frauen, um sie nicht zu enttäuschen, was allerdings auch darin endet, dass die Frauen leiden.[63] Seiner Meinung nach befinden sich die Männer folglich in einer aussichtslosen Situation, die unter anderem durch die hohe Arbeitslosenrate hervorgerufen wird.[64] Cornelia jedoch sieht in diesem Verhalten der Männer eine Spiegelung der kapitalistischen Gesellschaft.[65] Trotz der immer stärker gesellschaftlich geförderten Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, was zum Beispiel in dem Wahlrecht für Frauen oder auch in dem Übernehmen männlicher Berufe deutlich wird, wirft Cornelia den Männern, vor diese Gleichberechtigung den Frauen zu verwehren.[66] Männer seien nur auf ihren Gewinn bedacht und es sei gleichgültig, wie die Frau sich dabei fühlt. Auch wenn dieses Prinzip der Frau als Ware für den Mann für einige Frauen selbstverständlich zu sein scheint, weist Cornelia auf die Problematik hin, dass Frauen von ihrem Grundwesen her einen Mann nur lieben wollen, wenn sie ihn auch behalten können, wenn sie allerdings nur von den Männern gekauft werden, dann solle der Preis wenigstens hoch sein.[67]

Cornelia ist eine Frau, die unter der Gefühlskälte der Männer leidet. Noch während sie mit Fabian offen über die vorherrschenden Missstände in den Beziehungen redet, beobachten sie eine Szene in dem gegenüberliegenden Haus, in dem eine Frau von ihrem Mann angeschrien und schließlich verlassen wird.[68] Zurück bleibt eine verzweifelte Frau. Cornelia stimmt dieser Anblick traurig, was dafür spricht, dass sie mit der verlassenen Frau mitfühlen kann und sich mit ihr aufgrund ihrer Geschichte identifiziert. Das zeittypische Problem der männlichen Kühle in Beziehungen endet in der seelischen Unterdrückung und Ausbeutung der Frauen, die ein Spiegel für die verkümmerte Fähigkeit zu lieben sind.[69] Wie verletzlich Cornelia in dieser Spannung zwischen dem Wunsch nach Liebe und der Angst vor Enttäuschung ist, wird sichtbar, als sie mit den Worten ihre Gefühle erklärt:

Ich habe geweint, weil ich dich lieb habe. Aber daß ich dich liebhabe, das ist meine Sache, hörst du? Und es geht dich nichts an. Du sollst kommen und gehen, wann du willst. Und wenn du kommst, will ich mich freuen, und wenn du gehst, will ich nicht traurig sein. Das verspreche ich dir.[70]

Sie weiß genau, dass die Liebe mit Schmerz verbunden sein kann und verheißt mit dieser Erklärung auch schon von Beginn an den Untergang der Beziehung.[71] Diese zeitgemäße Vergänglichkeit der Liebe wird auch in dem Gedicht Sachliche Romanze (1928) von Kästner deutlich, dessen Titel schon das Ende der Beziehung beinhaltet, da es sich nur um eine Liebelei handelt.[72] Ähnlich wie Cornelia beschreibt auch dieses Gedicht die Liebe als einen Gegenstand oder eine Ware. Beziehungen sind abnutzbar und zeitlich bedingt. Die Ursachen dafür sieht Kästner unter anderem in dem urbanen Kalküldenken, in der Unfähigkeit sich zu binden und der fehlenden ökonomischen Sicherheit.[73]

Allerdings entspricht Cornelias Wunsch nach wahrer Liebe nicht immer ihrem Handeln, denn als der Filmproduzent Makart ihr eine finanzielle Absicherung anbietet, verkauft sie sich an ihn und verlässt dafür Fabian.[74] Hier wird die aufkommende Emanzipation durch den Versuch, die Karriere um jeden Preis zu erreichen, bestätigt.[75] Auch Cornelia trägt somit zu der Auflösung der traditionellen Geschlechterverhältnisse bei, die noch keine Lösung für eine neue Art der längerfristigen Verbindung zwischen Mann und Frau bereithält.[76] Sie ist ein Beispiel dafür, dass diese neue Art der Prostitution zwar nicht glücksversprechend ist, aber zu beruflichen Erfolg führen kann, wenn die vorher kritisierte Ausbeutung auch zu Gunsten der Frau genutzt wird, wie in Cornelias Fall. Ihr Wunsch nach einem Halt in der Beziehung bleibt jedoch bestehen und äußert sich in der Frage an Fabian, ob er sie noch weiter lieben werde.[77]

Cornelia ist somit ein Charakter, der von der Zeit zerrissen wird. Einerseits will sie den beruflichen Aufstieg, andererseits leidet sie aber unter den Konsequenzen.[78] Es ist egal, für welchen Weg sie sich entscheidet, er führt nicht nur zum erhofften Erfolg, sondern auch gleichzeitig zu einem seelischen Leiden. Obwohl die Aussicht auf eine Zukunft als Filmstar vielversprechend ist, hat diese dennoch seinen Preis.

2.3 Irene Moll

Entgegen des Idealbildes einer zurückhaltenden Frau, das Cornelia zumindest anfangs repräsentiert, tritt Irene Moll recht aggressiv auf.[79] In ihrer ungezügelten, ungesitteten Art bildet sie den totalen Kontrast zu dem Moralisten Fabian. Die Trennung der Weimarer Republik zwischen Gut und Böse findet in dem Vergleich dieser beiden Personen ihren Höhepunkt.[80]

Gleich zu Anfang der ersten Begegnung von Fabian und Irene wird gesagt, dass sie größer ist als er.[81] Dieses kleine Detail verleiht ihrem Auftreten schon etwas Erhabenes und Beherrschendes, was sich im folgenden Geschehen als elementaren Bestandteil ihres Wesens bestätigt.[82] Auf der Fahrt vom Etablissement, in dem sie sich kennenlernten, bis zu ihrem Haus fällt Irene in aggressiver Weise über ihn her, ohne dass Fabian sich dagegen wehren kann. Jede Art sich aus ihren Armen zu befreien, sieht sie wiederum als Anreiz weiterzumachen.[83] Diese Figurenkonstellation einer offensiven Frau und eines passiv bedrängten Mannes findet sich häufig in der Literatur der Weimarer Republik.[84]

In dem Gedicht Ball im Osten (1932) sagt das lyrische Ich über die Frau: „Nichts am Manne ist ihr heilig. Was sie hat, das hat sie eilig. Als du, zu diskretem Zweck, rauswillst, läßt sie dich nicht weg.“[85] Ebenso wie Cornelia den Warencharakter der Frau in den Augen eines Mannes kritisiert, verurteilt das lyrische Ich in diesem Gedicht dasselbe bei der Frau. In beiden Fällen geht es um die Missbilligung einer Beziehung, die nur auf die Funktion der Triebbefriedigung ausgelegt ist in der sich die Partner somit gegenseitig der individuellen Würde berauben.[86] Irene passt genau in dieses Schema der Frau. Sie denkt nur an sich selber und will nicht warten, bis die Männer die Initiative ergreifen, wie es eine Frau vor der Emanzipation getan hätte.[87] Doch diese Herrschaftsansprüche lösen bei dem Mann die Angst, überrollt zu werden, aus.[88]

[...]


[1] Die besten Zitate über „Veränderung“, http://www.alexander-groth.de/zitate/veraenderung zitat/ko.

[2] Vgl. Vormbaum: Emilia Galotti, http://www.vormbaum.net/index.php/latest-downloads/literatur- geschichte/2073-3-kapitel-emilia-galotti-analyse-und-deutung-1/file, S.11.

[3] Vgl. Vormbaum, S.13.

[4] Vgl. Vormbaum, S.15.

[5] Vgl. Simm: Woyzeck, S.591.

[6] Vgl. Simm, S.593.

[7] Vgl. Wirsching: Die Weimarer Republik, S.2f.

[8] Vgl. Gessner: Die Weimarer Republik, S.6ff..

[9] Vgl. Wirsching: Die Weimarer Republik, S.4.

[10] Vgl. Gessner: Die Weimarer Republik, S.9.

[11] Vgl. Friedensburg: Die Weimarer Republik, S.24ff.

[12] Vgl. Friedensburg, S.24ff.

[13] Vgl. Gessner: Die Weimarer Republik, S.12.

[14] Vgl. Gessner, S.12.

[15] Vgl. Wirsching: Die Weimarer Republik, S.12.

[16] Vgl. Gessner: Die Weimarer Republik, S.14ff.

[17] Wirsching: Die Weimarer Republik, S.15.

[18] Vgl. Friedensburg: Die Weimarer Republik, S.289f.

[19] Vgl. Gessner: Die Weimarer Republik, S.17.

[20] Vgl. Friedensburg: Die Weimarer Republik, S.298f.

[21] Vgl. Friedensburg, S.300.

[22] Vgl. Wirsching: Die Weimarer Republik, S.34.

[23] Vgl. Friedensburg: Die Weimarer Republik, S.302.

[24] Vgl. Wirsching: Die Weimarer Republik, S.33-36.

[25] Vgl. Wirsching, S.45.

[26] Vgl. Wirsching, S.36ff.

[27] Vgl. Wirsching, S.45.

[28] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.9.

[29] Vgl. Rauch, S.79.

[30] Vgl. Rauch, S.30f.

[31] Vgl. Rauch, S.30f.

[32] Kästner: Fabian, S.42.

[33] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.31.

[34] Vgl. Rauch, S.31.

[35] Kästner: Fabian, S.218.

[36] Vgl. Hanuschek: Keiner blickt die hinter das Gesicht, S.198.

[37] Vgl. Hanuschek, S.198.

[38] Vgl. Lethen: Neue Sachlichkeit 1924-1932, S.143.

[39] Vgl. Kästner: Fabian, S.19f.

[40] Vgl. Lethen: Neue Sachlichkeit 1924-1932, S.150.

[41] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.152ff.

[42] Kästner: Fabian, S.20.

[43] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.159.

[44] Vgl. Kästner: Fabian, S.100ff.

[45] Vgl. Kästner, S.155f.

[46] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.177.

[47] Vgl. Walter, S.159.

[48] Vgl. Lethen: Neue Sachlichkeit 1924-1932, S.150f.

[49] Vgl. Rauch; Erich Kästner. Fabian, S.57.

[50] Vgl. Hubert: Einblicke in eine dunkle Folge des nationalsozialistischen Terrors, http://www. deutschlandfunk.de/einblicke-in-eine-dunkle-folge-des-nationalsozialistischen.1310.de.html? dram:article_id=194566.

[51] Vgl. Lankheit: Wer sein Ende bestimmt…, http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/wer-sein-ende-bestimmt-1817889.html.

[52] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.58.

[53] Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.248.

[54] Vgl. Hanuschek: Keiner blickt dir hinter das Gesicht, S.201.

[55] Kästner: Fabian, S.231.

[56] Kästner: Fabian, S.86.

[57] Büttner: Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933, Stuttgart 2003, S.256.

[58] Hümmer: „Neue Frau“ und „Femme fatale“: Die Weimarer Republik als Wegbereiter der Emanzipation?, S. 3.

[59] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.40.

[60] Vgl. Kästner: Fabian, S. 86.

[61] Vgl. Kästner, S.86ff.

[62] Vgl. Kästner, S.87f

[63] Vgl. Kästner, S.87.

[64] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.40.

[65] Vgl. Rauch, S.41

[66] Vgl. Rauch, S.41.

[67] Vgl. Kästner: Fabian, S.88f.

[68] Vgl. Kästner, S.87.

[69] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.176f.

[70] Kästner: Fabian, S.100.

[71] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.42.

[72] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.164.

[73] Vgl. Walter, S.171.

[74] Vgl. Kästner: Fabian, S.155f.

[75] Vgl. Rauch: Erich Kästner. Fabian, S.45.

[76] Vgl. Rauch, S.45.

[77] Vgl. Kästner: Fabian, S.156.

[78] Vgl. Kästner, S.156.

[79] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.154.

[80] Vgl. Walter, S.247.

[81] Vgl. Kästner: Fabian, S.12.

[82] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.247.

[83] Vgl. Kästner: Fabian, S.13.

[84] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.149

[85] Walter, S.150.

[86] Vgl. Hug: Gedichte zum Gebrauch: Die Lyrik Erich Kästners, S. 94.

[87] Vgl. Hug, S.93.

[88] Vgl. Walter: Zeitkritik und Idyllensehnsucht, S.150

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Literarische Charaktere als Spiegel des gesellschaftlichen Wandels in Erich Kästners "Fabian" und "Drei Männer im Schnee"
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Deutsche Literatur
Note
2,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
45
Katalognummer
V320184
ISBN (eBook)
9783668194717
ISBN (Buch)
9783668194724
Dateigröße
619 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literarische, charaktere, spiegel, wandels, erich, kästners, fabian, drei, männer, schnee
Arbeit zitieren
Carina Redekop (Autor), 2015, Literarische Charaktere als Spiegel des gesellschaftlichen Wandels in Erich Kästners "Fabian" und "Drei Männer im Schnee", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320184

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