In der folgenden Arbeit setze ich mich damit auseinander, wie der Begriff Männlichkeit bzw. Maskulinität in der Historie verstanden wurde, welche Entwicklung dieser bis zum heutigen Verständnis durchlebt hat, in welcher Form soziale Gleichheit, aber auch soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern stattfindet und wie es zu verstehen ist, wenn man von Unterdrückung innerhalb der Geschlechter spricht. Hierbei ist anzumerken, dass die Unterdrückung von Männern gegenüber Frauen zu verstehen ist.
Am Ende dieses theoretisch zu erforschenden Hauptteils werde ich mich damit beschäftigen, wie sich das aktuelle Verhältnis zwischen Männern und Frauen in der Zukunft weiterentwickeln könnte. Dabei beziehe ich mich zusätzlich zu diesen theoretisch orientierten Kapiteln, ist es von Bedeutung das Thema auch empirisch aufzugreifen. Hierbei werde ich durch eine qualitative Umfrage, mit zufällig ausgewählten Menschen, herauszustellen, ob Menschen in Deutschland, einem fortgeschrittenen, wirtschaftlich-orientierten Staat, soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wahrnehmen, ob das Thema Unterdrückung von Frauen durch Männer für sie aktuell, oder doch nur ein Teil der Historie ist, beziehungsweise, ob sie bei diesem Punkt zwischen Kulturen und Religionen unterscheiden, oder nicht.
Nach einer Analyse der Umfrageergebnisse, werde ich in einem dritten, abschließenden Teil der Arbeit, dem Fazit, herausarbeiten, inwiefern die Theorie mit der Praxis zusammenhängt und welchen Wandel die Begriffe erlebt haben.
Inhaltsverzeichnis
1.Einführung – Fragestellung und Ziel der Arbeit
2.Theoretische Konzepte zur Analyse von Männlichkeit
2.1.Männlichkeits-Konstruktion im Wandel
2.2.Heutige Definition von Männlichkeit
2.3. Soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern – bezogen auf Bildung, Beruf und Recht.
3. Empirischer Teil – Methodenarbeit
3.1. Methode: Quantitative Umfrage
3.1.1. Grundlage und Inhalt der Umfrage
3.1.2. Ergebnisse der Umfrage
3.1.3. Interpretation der Umfrageergebnisse
4. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Gefüge von sozialer Ungleichheit, Dominanz und Unterdrückung zwischen den Geschlechtern, indem sie historische Entwicklungen des Männlichkeitsbegriffs mit soziologischen Theorien verknüpft und durch eine empirische Erhebung ergänzt.
- Wandel der Männlichkeits-Konstruktion seit den 1940er Jahren
- Theoretische Auseinandersetzung mit dem Patriarchatskonzept und hegemonaler Männlichkeit
- Analyse sozioökonomischer Ungleichheiten wie dem Gender-Pay-Gap
- Empirische Überprüfung des gesellschaftlichen Empfindens zu Geschlechterrollen und Diskriminierung
Auszug aus dem Buch
2.4.Männer – das Geschlecht der natürlichen Unterdrückung
Es gilt die Frage zu beantworten, warum der Mann als das Geschlecht der Unterdrückung gilt. Dazu betrachte ich zum einen das Konzept von Jeff Hearn (1987), als auch die Anschauung von Robert W. Connell (1987).12
Beide Soziologen analysieren sowohl den Aspekt „Unterdrückung der Frau durch den Mann“, als auch die inter geschlechtlichen Dominanzverhältnisse.
Jeff Hearn beschreibt das bestehende Konzept des Patriarchats, bringt jedoch den Binnenaspekt der maskulinen Macht mit ein.
Nach Hearn bedeutet Maskulinität auch Machtbeziehungen gegenüber Frauen, Kindern, jungen Menschen, aber ebenfalls gegenüber anderen Männern. Hauptsächlich richtet sich die Repression allerdings gegen Frauen. Der Ansatzpunkt seiner Macht besteht in der Aneignung von Reproduktionsfähigkeiten der Frau. Die Geschlechterrollen gleichen seiner Ansicht nach einer feudalen Ordnung.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einführung – Fragestellung und Ziel der Arbeit: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Geschlechterforschung und definiert die zentralen Forschungsfragen zur historischen und sozialen Entwicklung von Männlichkeit und Unterdrückung.
2.Theoretische Konzepte zur Analyse von Männlichkeit: Es werden verschiedene Ansätze wie das Patriarchatskonzept von Hearn und die hegemoniale Männlichkeit von Connell diskutiert, um die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern zu ergründen.
3. Empirischer Teil – Methodenarbeit: Dieses Kapitel stellt das Design einer quantitativen Umfrage mit 22 Personen vor und analysiert die gewonnenen Daten im Kontext der theoretischen Annahmen.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern weiterhin existiert und trotz punktueller gesellschaftlicher Fortschritte ein tiefgreifender Wandel notwendig bleibt.
Schlüsselwörter
Männlichkeit, Geschlechterforschung, Soziale Ungleichheit, Patriarchat, Hegemoniale Männlichkeit, Gender-Pay-Gap, Diskriminierung, Geschlechterrollen, Machtverhältnisse, Empowerment, Unterdrückung, empirische Umfrage, Feminismus, Habitus, Gesellschaftsstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse von sozialen Ungleichheiten und Machtstrukturen zwischen Frauen und Männern in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Männlichkeitsbegriffs, institutionelle Benachteiligung, der Gender-Pay-Gap und das Patriarchatsverständnis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die Theorie der Geschlechterungleichheit mit dem tatsächlichen Empfinden der Bevölkerung in der Praxis deckt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer eigenen quantitativen Umfrage unter 22 befragten Personen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzepte (Hearn, Connell, Bourdieu) sowie eine empirische Untersuchung inklusive Auswertung und Interpretation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie hegemoniale Männlichkeit, soziale Ungleichheit, Patriarchat und geschlechtsspezifischer Habitus prägen die Analyse.
Warum wird der Begriff „Hexis“ nach Bourdieu verwendet?
Der Begriff dient dazu, die körperliche Dimension des Habitus zu erklären, durch die Menschen dazu gedrängt werden, geschlechtsspezifische Erwartungen zu erfüllen.
Was ergab die Umfrage zur Dominanzfrage?
Die Mehrheit der Befragten identifizierte den Mann als das dominante Geschlecht, wobei die Ergebnisse stark vom Geschlecht und der sexuellen Orientierung der Befragten abhingen.
Wie erklärt die Autorin das Ergebnis der „weiß nicht“-Antworten?
Sie vermutet, dass dies entweder auf die Jugend der Befragten oder auf einen verdrängten Konflikt zurückzuführen sein könnte, um mit der eigenen Lebenssituation zufrieden zu bleiben.
- Quote paper
- Anna-Lea Fischer (Author), 2016, Soziale Ungleichheit. Dominanz und Unterdrückung zwischen den Geschlechtern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320187