Exegese von Lukas 5,1-11. Übersetzung, Kontext, Inhalt und Anwendung


Hausarbeit, 2014
15 Seiten, Note: 2,25
T. Woodpecker (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Erste Textlesung
1.1. Erste Gedanken zum Text

2. Übersetzung
2.1. Raster – Übersetzungsvergleich
2.2. Versauswertung des Vergleichs
2.3. Fazit

3. Zweite Textlesung
3.1. Zweite Gedanken zum Text

4. Parallelstellen
4.1. Direkte Parallelstellen
4.2. Indirekte Parallelstellen

5. Kontext
5.1. Textzusammenhang im Kapitel
5.2. Textzusammenhang im Buch
5.3. Gesamtzusammenhang im Biblischen Kontext

6. Literaturart
6.1. Art der Literaturgattung

7. Ereignisse
7.1. Zeitliche Einordung
7.2. Geographische Einordung
7.3. Szeneneinteilung des Textes

8. Personen / Interaktionen
8.1. Personen & Gruppen
8.2. Haupt- & Nebenpersonen
8.3. Charakterliche Züge der Personen

9. Sachverhalte / Aspekte
9.1. Sachverhalts- & Begriffserklärung
9.2. Aspekte des Textes

10. Skopus

11. Anwendung
11.1. Was hat uns der Text heute zu sagen
11.2. Anfragen des Textes an den Zuhörer
11.3. Übertragung der Aspekte des Textes

12. „Praxis“-Gliederung

13. Literaturverzeichnis

1. Erste Textlesung

1.1. Erste Gedanken zum Text

Jesus hat auch während er Wort Gottes weitergibt einen Blick für das was um ihn herum passiert.

Jesus verkündigt durch Wort und Tat.

Wenn ich Jesus gegenüber stehe erkenne ich wie sündig ich bin und dass Gemeinschaft mit ihm in diesem Zustand eigentlich nicht möglich ist

Jesus ist nicht geizig, er gibt gerne.

Die Jünger haben sich nicht über den Fang gefreut sondern waren erschreckt

Eine Begegnung mit Jesus kann unser Leben von einem Moment auf den andern radikal verändern.

Jesus hat sowohl das Volk aus auch den einzelnen im Blick

2. Übersetzung

2.1. Raster – Übersetzungsvergleich

Legende: Gleich Verschieden Einzigartig

Für den Vergleich wurden folgende Bibeln verwendet:

Luther 1984[1] im Folgenden mit LUT abgekürzt.

Züricher Bibel 2007[2] im Folgenden mit ZB abgekürzt.

Hoffnung für alle Bibel[3] im Folgenden mit Hfa abgekürzt.

Neues Leben Bibel[4] im Folgenden mit NLB abgekürzt.

Ausgangspunkt für den Vergleich ist die Luther 1984 Bibel.

2.2. Versauswertung des Vergleichs

Hoffnung für alle:

In Vergleich der Übersetzungen ist zu erkennen, dass die Hfa oft den Text zusätzlich ausschmückt und durch Angaben ergänzt die sich in den anderen drei Übersetzungen so nicht finden lassen. Auf mich wirkt die Übersetzung überzeichnend, da sie den Text dramatischer beschreibt als er ist. So z.B. in Vers 1 eine „große Menschenmenge“ die sich um Jesus versammelt oder in Vers 5 steht, dass Petrus es auf das Wort Jesu hin „wagen“ wird noch einmal hinaus zu fahren während er in den anderen Übersetzungen einfach „hinaus fährt“. Dies wiederholt sich auch in Vers 7 und 8 wo die Boote „bis zum Rand“ beladen werden und sonst einfach nur voll sind. In Vers 8 fällt Petrus Jesus „erschrocken“ vor Jesus nieder und „ruft“. Zu erwähnen ist auch noch, dass die Hfa die einzige Übersetzung im Vergleich ist, in der die Jünger Jesus nicht nachfolgen sondern nur mit ihm „gingen“.

Aufgrund der Überzeichnung und Interpretation des Textes fällt die Hfa für mich als Bibel für die weiterführende Arbeit aus der Auswahl.

Neues Leben:

Bei der Betrachtung im Vergleich ist mir aufgefallen, dass die angesprochenen Personen hier in ihrer Erkenntnis über Jesus weiter zu sein scheinen als in den andern Übersetzungen.

In Vers 2 steht, dass Jesus die Boote „bemerkt“ während die anderen Übersetzungen davon sprechen, dass er sie „sieht“. „Sehen“ beschreibt einen bewussteren, aktiveren Vorgang, als das eher passive „Bemerken.

Eine weitere Besonderheit in der Übersetzung findet sich in Vers 4. Hier wird das Ergebnis der Aufforderung von Jesus an Petrus vorweg genommen, nämlich die Tatsache, dass er viele Fische fangen wird wenn er noch einmal hinaus fährt.

In Vers 8 haben wir einen ähnlichen Fall. Hier „sieht“ Petrus in den 3 anderen Übersetzungen was geschieht während er laut NLB die Situation „begriff“. Das Begreifen einer Situation beinhaltet jedoch weit mehr als nur Sehen und es stellt sich die Frage ob Petrus hier wirklich alles begriffen hat und ob der Text das auch aussagen möchte.

In Vers 9 dann spricht die NLB von „Ehrfurcht“ die Petrus erfasste was bei den andern als „Fassungslosigkeit“ bzw. „Schrecken“ beschrieben wird. Und auch über Jakobus und Johanns wird in Vers 10 geschrieben dass sie „voller Stauen“ waren. Hier wird allerdings nicht deutlich warum Jesus daraufhin sagt, dass sie keine Angst haben sollen. Dies wird viel deutlicher wenn vom „Schrecken“ geschrieben wird, wie in der LUT. Aufgrund der Abweichungen in den Formulierungen insbesondere in den Versen 8,9 und 10, die im Vergleich zu den anderen Übersetzungen ein besseres Verständnis der Situation des Petrus ausdrücken, habe ich mich gegen die NLB entschieden.

Luther Bibel 1984 & Züricher Bibel 2007:

Zwischen diesen beiden Übersetzungen gibt es die größte Übereinstimmung untereinander und es gibt keine Textabschnitte die nur in einer dieser Übersetzungen vorkommen. Die Unterschiede untereinander und zu den anderen Übersetzungen liegen in der Regel nur in einzelnen Worten.

Luther 1984

Im ersten Vers beschreibt die LUT als einzige, dass sich die Menge „zu“ ihm (Jesus) drängte und nicht „um“ ihn, wie es die anderen Übersetzungen ausdrücken. Das betont stärker wohin die Leute wollten und warum Jesus später in das Boot steigt, um zu der Menge zu sprechen. Nachdem Jesus Simon auffordert, noch einmal seine Netze auszuwerfen, steht bei LUT in Vers 5 „antwortete“ was neutraler klingt als „entgegnete“ und „erwiderte“, wie es die anderen drei Übersetzungen schreiben. Sehr anschaulich und am ausdrücklichsten beschreibt die LUT meiner Meinung nach Vers 9 wo Simon und seine Gefährten vom „Schrecken erfasst“ werden. Dieser Ausdruck beschreibt den Schrecken als anhaltender und intensiver wie etwa die ZB, wo sich die Jünger lediglich „erschraken“.

Züricher 2007

In Vers 1 redetet nur die ZB von dem „Volk“, das sich um Jesus versammelt, wobei die anderen Übersetzungen hier von der Menge, bzw. Menschenmengen sprechen. „Volk“ beschreibt eine all-umfassendere, repräsentativere Gruppe, als eine wahllos zusammengewürfelte „Menge“. Deshalb ist der Begriff der Menge wohl der passendere.

In Vers 6 beschreibt die ZB, dass die Netze lediglich „drohten“ zu reißen und nicht, dass sie schon begonnen haben zu reißen.

Vers 8 wird in der ZB meiner Meinung nach sehr gut wiedergegeben. Hier steht das Wort „denn“ zwischen den zwei Aussprüchen von Petrus „Geh weg von mir Herr“ und „ich bin ein sündiger Mensch“. Dies betont den Zusammenhang der beiden Aussagen.

2.3. Fazit

Aufgrund des Vergleiches der verschiedenen Übersetzungen habe ich mich für die Weiterarbeit mit der Luther 1984 Bibel entschieden.

Die Hfa und NLB interpretieren den Text gewissermaßen vor und ergänzen ihn somit um Inhalte, die in dieser Form nicht in den anderen Übersetzungen vorkommen. Für die weitere Betrachtung sind sie somit nicht geeignet wie in Punkt 2.2 deutlich wurde.

Die ZB ist der LUT sehr ähnlich. Aufgrund der Formulierungen in Vers 1 und 9 der LUT und der mangelhaften Übersetzung der ZB in Versen 1 und 6, habe ich mich aber für die LUT entschieden.

Die LUT beschreibt den Verlauf der Geschichte kurz und prägnant ohne wichtige Inhalte wegzulassen und ergänzt sie im Detail durch ihre Übersetzung, wie in den Versen 1 und 9, mit wichtigen Aspekten des Textes.

3. Zweite Textlesung

3.1. Zweite Gedanken zum Text

Gedanken zum Text

Die Menschen drängen in Vers 1 zu Jesus, woraufhin er sich von der Menge absetzt um in Ruhe das Wort Gottes zu verkündigen

Die Fischer waren anscheinend gar nicht so sehr fixiert auf Jesus wie die Menschenmenge, denn in Vers 2 ist zu lesen, dass sie damit beschäftigt waren ihre Netze zu reinigen. Sie waren nicht wegen Jesus an diesem Ort.

Die Fischer kamen gerade vom Fischen zurück. Die beste Zeit zum Fischen musste also schon vorbei sein. Dennoch hört Petrus auf Jesus.

Jesus war die ganze Zeit mit Petrus in einem Boot und ist mit ihm fischen gewesen.

Petrus redet mit Jesus, aber die Netze werfen dann „sie“, also mehrere Leute, aus.

Die ganze Szene spielt sich auf dem Boot bzw. See ab.

Jesus holt Petrus in seinem „Alltag“ ab und geht auf ihn zu. Er Suchte seine Jünger nicht in der Synagoge sondern bei der Arbeit.

Die zerrissenen Netze à „neuer Wein gehört in neue Schläuche“ Die Netze der Fischer reißen und damit ihre bisheriges Leben so wie sie es kannten. Ihr Lebensinhalt wird nun so wie die Netzte von Jesus gefüllt.

Auch in Vers 10 wird nur Simon Petrus angesprochen, er solle sich nicht fürchten, obwohl Jakobus und Johannes dasselbe erleben.

4. Parallelstellen

4.1. Direkte Parallelstellen

Allen drei direkten Parallelstellen in Matthäus, Markus und Johannes ist gemein, dass sie das Wunder mit dem Fischfang und die Verkündigung von Gottes Wort durch Jesus an die Menschen nicht erwähnen:

[...]


[1] Die Bibel, Nach der Übersetzung Martin Luthers, Bibeltext in der revidierten Fassung von 1984. Verfügbar über http://www.bibleserver.com. Datum des Zugriffs: 12.09.2014.

[2] Züricher Bibel, Fassung von 2007, Zürich 2007.

[3] Hoffnung für alle, Die Bibel, Basel 2011.

[4] Neues Leben, Die Bibel, Witten 2010.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Exegese von Lukas 5,1-11. Übersetzung, Kontext, Inhalt und Anwendung
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
2,25
Autor
Jahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V320292
ISBN (eBook)
9783668201507
ISBN (Buch)
9783668201514
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese, Bibel, Lukas 5.1-11, Theologie
Arbeit zitieren
T. Woodpecker (Autor), 2014, Exegese von Lukas 5,1-11. Übersetzung, Kontext, Inhalt und Anwendung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320292

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