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Bildungstheorien des Nationalsozialismus

Heute noch in Deutschland vorhanden oder von der Bildfläche verschwunden?

Titel: Bildungstheorien des Nationalsozialismus

Bachelorarbeit , 2015 , 58 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Simon Schülken (Autor:in)

Pädagogik - Geschichte der Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den nationalsozialistischen Bildungstheorien in der Zeit von 1933-1945, um anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu heutigen Bildungstheorien herauszuarbeiten. Die Zeit von 1933-1945 ist von religiöser und politischer Verfolgung und von Gewalt und Tod geprägt. Die Nationalsozialisten stellen in dieser Zeit die Regierung in einem Staat mit Führer und Reichskanzler Adolf Hitler an der Spitze. Mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 endete die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten.

Schon 1921 verhalf Adolf Hitler der NSDAP zu ihrem allmählichen Aufstieg und baute sie in der Folgezeit zunehmend aus. Hierzu gehörten z.B. die Aufstellung der SS und die Bildung der HJ. Die NSDAP konnte sich allerdings zunächst nicht wirklich durchsetzen. Die 1929 aufgekommene Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch den sogenannten Schwarzen Freitag am 25. Oktober 1929, war eine der wichtigsten Bedingungen für den Aufstieg der Nationalsozialisten. Die mit der Weltwirtschaftskrise einhergehende Arbeitslosigkeit begründete einen massenhaften Andrang neuer Parteigenossen innerhalb der NSDAP. Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.01.1933 gelang es den Nationalsozialisten, die Macht über das Deutsche Reich an sich zu reißen.

Um die Bildungstheorien der Nationalsozialisten näher beleuchten zu können, werde ich mit der vor der Zeit des Nationalsozialismus angewandten Bildungstheorie der Reformpädagogik in der Weimarer Republik beginnen. Anschließend beleuchte ich den Übergang der Weimarer Republik zum Deutschen Reich und zum nationalsozialistischen Staat durch die Machtergreifung Hitlers. Um die Bildungstheorien der Nationalsozialisten besser nachvollziehen zu können, gehe ich auf die verschiedenen vorherrschenden Menschenbilder während dieser Zeit und die allgemeine Erziehung ein. Dieses Kapitel wird neben den allgemeinen Schuländerungen die Formationserziehung der HJ beleuchten und sich mit den sog. Eliteschulen des NS-Regimes beschäftigen. Danach werde ich die Evolutionstheorie des Sozialdarwinismus, dessen Hitler ein großer Vertreter war, vorstellen. Anschließend stelle ich das heutige Bildungssystem vor und gehe auf die heute angewandten Bildungstheorien ein, um abschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Bildungstheorien und des Schulwesens herauszuarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Reformpädagogik in der Weimarer Republik

2.1 Arbeitsschulen

2.2 Landerziehungsheime

2.3 Waldorfschule

3.0 Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933

4.0 Menschenbild im Nationalsozialismus

4.1 Leitbilder der neuen Pädagogik ab 1933

4.1.1 Körper, Charakter und Geist

4.1.2 Gleichschaltung, Gemeinschaftsgefühl und Unterordnung

4.1.3 Rassegedanke

4.2 Ideologie der Erziehung

5.0 Erziehung

5.1 Formationserziehung am Beispiel der Hitler-Jugend

5.2 Allgemeine Änderungen im Schulwesen

5.3 Nationalpolitische Erziehungsanstalten und Adolf-Hitler-Schulen im Vergleich

5.3.1 Nationalpolitische Erziehungsanstalten

5.3.2 Adolf-Hitler-Schulen

5.4 Generelle Wichtigkeit der Jugend

6.0 Bildungstheorie im Nationalsozialismus

7.0 Heutiges Schulsystem

8.0 Bildungstheorien heutzutage

9.0 Schlussbetrachtung

10.0 Quellen und Literatur

10.1 Literatur

10.1.1 Primärliteratur

10.1.2 Sekundärliteratur

10.2 Elektronische Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die nationalsozialistischen Bildungstheorien der Jahre 1933 bis 1945 und arbeitet Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu gegenwärtigen pädagogischen Ansätzen heraus, um zu analysieren, wie das NS-Regime das Bildungswesen als Instrument zur Festigung seiner Ideologie einsetzte.

  • Entwicklung und Wandel des deutschen Bildungswesens von der Weimarer Republik bis zur nationalsozialistischen Diktatur.
  • Die Bedeutung der Formationserziehung und der Rolle der Hitler-Jugend (HJ) bei der Ausrichtung des Menschenmaterials.
  • Strukturelle Analyse der Eliteschulen (NPEA und AHS) zur Heranbildung eines nationalsozialistischen Führungsnachwuchses.
  • Einfluss von Ideologien wie dem Sozialdarwinismus und Rassegedanken auf die schulischen Lehrinhalte.
  • Vergleichende Betrachtung der damaligen Erziehungsziele mit dem heutigen Bildungssystem und modernen Bildungstheorien.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Körper, Charakter und Geist

„Der völkische Staat hat in dieser Erkenntnis seine gesamte Erziehungsarbeit in erster Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. Hier aber wieder an der Spitze die Entwicklung des Charakters, besonders die Förderung der Willens- und Entschlußkraft, verbunden mit der Erziehung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erst als letztes die wissenschaftliche Schulung. Der völkische Staat muß dabei von der Voraussetzung ausgehen, daß ein zwar wissenschaftlich wenig gebildeter, aber körperlich gesunder Mensch mit gutem, festem Charakter, erfüllt von Entschlußfreudigkeit und Willenskraft, für die Volksgemeinschaft wertvoller ist als ein geistreicher Schwächling. Ein Volk von Gelehrten wird, wenn diese dabei körperlich degenerierte, willensschwache und feige Pazifisten sind, den Himmel nicht erobern, ja nicht einmal auf dieser Erde sich das Dasein zu sichern vermögen.“

Bereits hier werden Erziehungsgrundsätze beschrieben, die die Erziehung ab 1933 beeinflussten. Im Vordergrund standen für Hitler die körperlichen und charakterlichen Fähigkeiten. Gesundheit und Persönlichkeit waren in seinen Augen wichtiger, als ein intellektueller Geist. Der Geist sollte den anderen Fähigkeiten untergeordnet werden. Ein weiteres Indiz hierfür sind die Änderungen in den Lehrplänen, die eine stärkere Einbindung von sportlichen Aktivitäten innerhalb der Schule aufweisen sollten. Des Weiteren verpflichteten die nationalsozialistischen Jugendorganisationen, wie beispielsweise die HJ oder auch der BDM, zu einem umfangreichen Sportprogramm, um Hitlers Wunsch der übermäßigen Leibeserziehung nachzukommen. Das obige Zitat verdeutlicht die Bedeutung der körperlichen Erziehung, die lediglich dazu dienen sollte, die Sicherung des Daseins auf der Erde sicherzustellen und die Jugend somit zu einer kämpferischen Haltung zu erziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Arbeit skizziert den zeitgeschichtlichen Rahmen von 1933-1945 und stellt das Ziel auf, nationalsozialistische Bildungstheorien mit heutigen Ansätzen zu vergleichen.

2.0 Reformpädagogik in der Weimarer Republik: Es wird die pädagogische Ausgangslage vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten anhand der Arbeitsschulen, Landerziehungsheime und Waldorfschulen dargestellt.

3.0 Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933: Dieses Kapitel erläutert den politischen Aufstieg Hitlers und die Erosion der parlamentarischen Demokratie in der Weimarer Endphase.

4.0 Menschenbild im Nationalsozialismus: Die ideologische Ausrichtung der Erziehung auf körperliche Ertüchtigung, Rassegedanken und die Unterordnung unter die Volksgemeinschaft wird analysiert.

5.0 Erziehung: Die praktische Umsetzung der Indoktrinierung durch die Hitler-Jugend und das gegliederte Eliteschulwesen (NPEA, AHS) steht hier im Zentrum.

6.0 Bildungstheorie im Nationalsozialismus: Eine vertiefende Betrachtung, wie der Sozialdarwinismus als Rechtfertigung für Auslese und Rassenhygiene im Schulwesen diente.

7.0 Heutiges Schulsystem: Das moderne Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland wird im Hinblick auf seine Strukturen und die formale Bildung beschrieben.

8.0 Bildungstheorien heutzutage: Die Theorie der Allgemeinbildung nach Wolfgang Klafki wird als Gegenentwurf zur nationalsozialistischen Indoktrinierung vorgestellt.

9.0 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass die nationalsozialistischen Erziehungsprinzipien zwar verschwunden sind, formale Ähnlichkeiten im Aufbau des Schulwesens jedoch fortbestehen.

10.0 Quellen und Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie elektronischer Medien.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Erziehung, Hitler-Jugend, Reformpädagogik, Sozialdarwinismus, Eliteschulen, NPEA, Adolf-Hitler-Schulen, Volksgemeinschaft, Gleichschaltung, Rassenkunde, Schulpflicht, Klafki, Allgemeinbildung, Indoktrinierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bildungstheorien im Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 und vergleicht diese mit heutigen pädagogischen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Reformpädagogik der Weimarer Republik, die Indoktrinierung der Jugend, das System der Eliteschulen (NPEA/AHS) und die moderne Bildungstheorie nach Klafki.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll analysiert werden, ob nationalsozialistische Bildungstheorien heute noch in Deutschland vorhanden sind oder von der Bildfläche verschwunden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung von zeitgenössischen Erlassen, Richtlinien und primärliterarischen Werken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Machtergreifung Hitlers, das nationalsozialistische Menschenbild, die Funktion der Hitler-Jugend sowie die Organisation der Eliteschulen im NS-Staat.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Indoktrinierung, Gleichschaltung, Sozialdarwinismus, Volksgemeinschaft und die Transformation des Schulsystems charakterisiert.

Welche Rolle spielten die Adolf-Hitler-Schulen (AHS) im NS-Bildungssystem?

Die AHS waren Schulen der NSDAP, die der gezielten Auswahl und Ausbildung eines zukünftigen Parteiführungsnachwuchses dienten.

Warum war die "Formationserziehung" so entscheidend für das NS-Regime?

Sie ermöglichte es dem Regime, die Erziehung dem Einfluss des Elternhauses zu entziehen und Jugendliche direkt auf die Ideologie und militärische Anforderungen auszurichten.

Inwiefern unterscheidet sich das heutige Schulsystem von den NS-Prinzipien?

Das heutige System basiert auf den Prinzipien der Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität, während das NS-System auf bedingungslosem Gehorsam und rassistischer Selektion aufbaute.

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Details

Titel
Bildungstheorien des Nationalsozialismus
Untertitel
Heute noch in Deutschland vorhanden oder von der Bildfläche verschwunden?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,8
Autor
Simon Schülken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
58
Katalognummer
V320293
ISBN (eBook)
9783668206908
ISBN (Buch)
9783668206915
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adolf Hitler Bildung Bildungstheorie Nationalsozialismus Schulsystem Drittes Reich zweiter Weltkrieg Bildungssystem Erziehungswissenschaft Pädagogik der Nazis Reformpädagogik Darwinismus Sozialdarwinismus Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Schülken (Autor:in), 2015, Bildungstheorien des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320293
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  58  Seiten
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