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Mit der Kamera gezeichnet - Zur Ästhetik realer Comicverfilmungen

Title: Mit der Kamera gezeichnet - Zur Ästhetik realer Comicverfilmungen

Thesis (M.A.) , 2004 , 171 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Simon Ofenloch (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Comics und Film zählen zu den populärsten Ausdrucksformen unserer Zeit. Die Entwicklung beider Medien verlief in unterschiedlichen Bahnen und Entwicklungsschüben. Dabei erscheint es bemerkenswert, daß bedeutende Pionierleistungen des Comics und des Kinofilms zeitlich im selben Jahr 1895 und nur um wenige Wochen auseinander liegend festgemacht werden. 1 Es käme ebenso einer Sisyphusarbeit gleich, alle Ahnen und Vorreiter der Filmgeschichte und ihre Beiträge zur Entstehung des Kinos aufschlüsseln wie alle Wegbereiter und Erfinder des Comics benennen zu wollen. Dennoch kann man zwei Ereignisse des Jahres 1895 als bedeutsam für die Entstehung und Entwicklung beider Ausdrucksformen definieren, die unsere heutige Kultur wesentlich prägen. Am 28. Dezember 1895 wurde der wegweisende Film La Sortie des Usines Lumière 2 der Gebrüder Lumière der Öffentlichkeit vorgestellt. Und am 7. Juli des selben Jahres war in der Zeitung New York World der erste "richtige" Comic Strip mit dem Titel Down Hogan’s Alley, der später unter der Betitelung The Yellow Kid erscheinen sollte, aufgetaucht und hatte für eine ähnlich große Sensation gesorgt. 3 Down Hogan’s Alley beziehungsweise The Yellow Kid gilt gemeinhin als entscheidender Repräsentant und Wegbereiter der typischen Erscheinungsform des Comic Strips, dessen Kriterien an späterer Stelle genauer erläutert werden sollen.

Die Medien Comic und Film haben sich immer wieder gegenseitig berührt und Einfluß aufeinander ausgeübt. Nicht nur historisch in Anbetracht ihrer im engeren Sinne gleichzeitigen Ausgestaltung und ihrer gleichzeitigen Entwicklungsgeschichte, sondern auch semantisch sind beide Medien miteinander verbunden. So entstand über die Jahre ein nicht immer von Erfolg gekrönter, doch für beide Seiten stets fruchtbarer Dialog. Nahezu alle bedeutenden Comics wurden früher oder später mindestens einmal auch für den Film bearbeitet, sei es als Kino-, Fernseh- oder Zeichentrickfilm. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie die Bilder laufen lernten – Comicverfilmungen im historischen Überblick

2.1. Vorgeschichte: Die Genese des Comics in den U.S.A.

2.2. „Serials“ und Hollywoods erste Comicfilme

2.3. Serienfilme im „Double Feature“ und Fernsehproduktionen

2.4. Großproduktionen und neueste Entwicklungen

3. Die Inszenierung des Comichaften – „Comic-Look“ und „Comic-Look-Alike“

3.1. Der exaltierte Code der Comics

3.2. Der neoformalistische Ansatz der Filmanalyse – Grundlagen und Bezeichnungen

3.3. Reminiszenzen, Hommagen und Versatzstücke

3.3.1. Zeichnungen und Zeichentrickelemente

3.3.2. Ikonographische Zeichen mit Comicbezug

3.3.3. „Comictypische“ Bildeinstellungen

3.3.4. Weitere Bezugnahmen

3.4. Physiognomie, Maske, Kostüm und Produktionsdesign

3.4.1. Von Übermenschen und Monsterwesen

3.4.2. Die „grelle“ Welt der Comics

3.4.2.1. Durch die Hölle zum Regenbogen – Die Batman-Filme seit 1989

3.4.2.1.1. Im Herzen der Finsternis – Batman

3.4.2.1.2. Rückkehr an die Wirkungsstätte des Dunklen Ritters – Batman Returns

3.4.2.1.3. Abenteuerim Vergnügungspark – Batman Forever

3.4.2.1.4. Comichelden im Wunderland – Batman & Robin

3.4.2.2. Im Reich der Primärfarben – Dick Tracy

3.5. Alles ist möglich, auch das Unmögliche – Tricktechnik im Dienste der Comicästhetik

3.5.1. Realer Zeichentrick in drei Dimensionen – The Mask

3.5.2. Aktion Mutante – X-Men

3.5.3. Mit Netz, aber ohne doppelten Boden – Spider-Man

3.6. Übergänge im Comicstil – Die Wiederkehr der Panels in Hulk

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ästhetischen Strategien bei der filmischen Adaption von Comics, mit dem Ziel herauszuarbeiten, wie eine „Comicästhetik“ durch filmische Mittel (Kamera, Produktionsdesign, Kostüm, Tricktechnik) erfolgreich auf das Medium Film übertragen werden kann.

  • Historische Entwicklung der Comicverfilmung
  • Theorie des „exaltierten Codes“ in Comics und Film
  • Analyse visueller Strategien wie Maske, Kostüm und Produktionsdesign
  • Bedeutung moderner Tricktechnik für die Realisierung von Comic-Elementen

Auszug aus dem Buch

Die Inszenierung des Comichaften – „Comic-Look“ und „Comic-Look-Alike“

Der Comic folgt als Literatur- und Kunstgattung ganz besonderen, eigenen Regeln bezüglich Inhalt und optischer Gestaltung. Um die Bewertung einer Comicverfilmung unter ästhetischen Gesichtspunkten in einem angemessenen Rahmen führen zu können, gilt es zunächst zu ermitteln, welches typische darstellerische Elemente und Charakteristiken des Vorlagemediums sind. Unter Rückbezug auf das an früherer Stelle angeführte Zitat von Susanne Marschall über die Qualitäten einer gelungenen Comicverfilmung erscheint es besonders notwendig, konkrete Wesensmerkmale zu formulieren, um diese in einer folgenden kritischen Analyse unterschiedlicher filmischer Adaptionen in einfältiger Aneignung oder kreativer Eigennutzung wieder entdecken zu können.

Wie die im Vorfeld skizzierte Vorgeschichte des Comicmediums nahelegt, entwickelte sich der Begriff „Comic“ unter anderem aus dem englischen Wortpaar „Comic Strip“, komischer im Sinne von lustiger (Bild-)Streifen. Diese Bezeichnung bezieht sich sowohl auf einen zunächst humoristischen Inhalt, als auch auf das formale Prinzip der Bildreihung. Der Begriff blieb im englischen und anglizierten beziehungsweise von Amerikanismen beeinflußten Sprachraum allgemeingültig erhalten, auch zur Bezeichnung der späteren nichthumoristischen Bildergeschichten und Publikationen im Albenformat. Eine allgemeine, einhellig anerkannte Definition des Begriffes „Comic“ existiert nicht, dennoch lassen sich zahlreiche Versuche zusammentragen, die Möglichkeiten benennen und Ähnlichkeiten aufweisen, auf denen eine wissenschaftliche Weiterführung gründen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der gegenseitigen Beeinflussung von Comic und Film sowie Definition der zentralen Forschungsfrage.

2. Wie die Bilder laufen lernten – Comicverfilmungen im historischen Überblick: Historische Herleitung des Comics und Darstellung der frühen Entwicklung von Comic-Adaptionen (Serials/Serienfilme).

3. Die Inszenierung des Comichaften – „Comic-Look“ und „Comic-Look-Alike“: Theoretische Untersuchung der ästhetischen Gestaltungsmittel, die eine Comicästhetik im Film ermöglichen, inklusive Fallbeispielen wie Batman oder Dick Tracy.

4. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Entwicklung der filmischen Comicadaptionen.

Schlüsselwörter

Comicverfilmung, Comicästhetik, Filmtheorie, Neoformalismus, Produktionsdesign, Tricktechnik, Superhelden, visuelle Strategien, Batman, Dick Tracy, The Mask, Spider-Man, Hulk, Panels, Exaltierter Code

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ästhetischen Strategien bei der Übertragung von Comic-Vorlagen in das Medium Realfilm.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Untersuchung umfasst die historische Genese des Comics, die Theorie der Comicästhetik und die praktische Umsetzung dieser Ästhetik durch verschiedene filmische Gestaltungselemente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kriterien für eine gelungene Comicverfilmung herauszuarbeiten, die den ästhetischen Paradigmen beider Medien gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich des neoformalistischen Ansatzes der Filmanalyse, um die filmische Form und ihre Funktionen systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ästhetische Gestaltung durch Kameraarbeit, Produktionsdesign, Kostümierung und Tricktechnik anhand bekannter Fallbeispiele wie Batman, Dick Tracy oder The Mask.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Comicästhetik, Filmtheorie, Exaltierter Code, Tricktechnik und Produktionsdesign.

Wie werden die Batman-Filme von Tim Burton und Joel Schumacher ästhetisch unterschieden?

Während sich Burtons Filme an den düsteren Ursprüngen der Comicvorlage orientieren, interpretieren Schumachers Filme das Batman-Universum als farbenfrohes, popkulturelles Spektakel im Stil der 1960er Jahre.

Welche Rolle spielt die Computeranimation bei der Umsetzung moderner Comicadaptionen?

Digitale Techniken ermöglichen es erstmals, phantastische Elemente und "Unmögliches" aus der Comicwelt glaubwürdig in den Realfilm zu transferieren, womit die visuelle Darstellung kongruent mit der Vorlage wird.

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Details

Title
Mit der Kamera gezeichnet - Zur Ästhetik realer Comicverfilmungen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Simon Ofenloch (Author)
Publication Year
2004
Pages
171
Catalog Number
V32032
ISBN (eBook)
9783638328715
Language
German
Tags
Kamera Comicverfilmungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Ofenloch (Author), 2004, Mit der Kamera gezeichnet - Zur Ästhetik realer Comicverfilmungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32032
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