Informations- und Kommunikationstechnologien sind einem raschen Wandel unterworfen und werden zunehmend zum festen Bestandteil in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens. Das Management von Unternehmen ist daher mit der Aufgabe konfrontiert, vor dem Hintergrund des laufenden technologischen Fortschritts die eigenen, unstrukturierten und etablierten Prozesse durch geeignete Systeme zu unterstützen und gleichzeitig mit jenen der anderen Akteure zu verbinden. Erfolgreiche Beispiele zeigen die umfangreichen Möglichkeiten auf, effizient auf Informationen aus verschiedenen Quellen zuzugreifen und dabei externe Ressourcen und das Internet miteinzubeziehen.
Die in dieser Buchreihe zusammengestellten Beiträge befassen sich mit den vielfältigen Perspektiven dieser Materie, beleuchten anhand der präsentierten Forschungsergebnisse ausgewählte Aspekte innerhalb des Themenkreises und gehen der Frage nach, wie die Informationswirtschaft das Management von Unternehmen beeinflusst.
Für die Immobilienwirtschaft ergeben sich zusätzliche, besondere Heraus-forderungen aufgrund der divergierenden Kräfte in der zeitlichen Dimension: Dem rasanten technologischen Fortschritt steht das Primärziel nachhaltigen Wirkens gegenüber, da Immobilien in den meisten Fällen für eine Lebensdauer von vielen Jahren errichtet und bewirtschaftet werden.
In diesem Band beginnen wir daher, die Herausforderungen und Chancen der Informationswirtschaft und seine Auswirkungen auf das Management unter besonderer Berücksichtigung von Nutzenbetrachtungen zu erkunden. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden Wechselwirkungen der Disziplinen dargestellt, die Potenziale und Grundlagen für zukünftige betriebswirtschaftliche Entscheidungen erkennen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Überblick des Facility Management
2.1 Alles unter einem Dach: Ein ganzheitlicher Managementansatz rund um die Immobilie
2.1.1 Betriebswirtschaftliche Betrachtung der Immobilie in Bezug auf Facility Management
2.1.2 Der Immobilienlebenszyklus
2.1.3 Das Management der immobilienbezogenen Dienstleistungen
2.2 Begriffsdefinition und Abgrenzung
2.2.1 Beispiele für klassische Definitionsversuche
2.2.2 Kernaspekte: Ganzheitlichkeit, Immobilienfokus, Nebengeschäft
2.2.3 Abgrenzung zu verwandten Begriffen
2.3 Themenschwerpunkte in der wissenschaftlichen Betrachtung
2.4 Zentrale Aufgaben des Facility Management
2.5 Ausblick: FM-Dienstleistungen als Zukunftsmarkt in Mitteleuropa
3 Die Unterstützung des FM durch IKT
3.1 Computer Aided Facility Management (CAFM)
3.1.1 Wettbewerbssituation und Entwicklungsstand der IKT in der Baubranche
3.1.2 Klassische Anwendungsfelder für Computer Aided Facility Management
3.1.3 Bedeutung und Aufgaben der Datenverwaltung und -erfassung
3.1.4 Marktübersicht von CAFM-Systemen
3.2 Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von IKT im FM
3.2.1 Zentrale Fragestellungen bei der Wirtschaftlichkeitsbewertung
3.2.2 Klassifizierung von Nutzenpotenzialen
3.2.3 Investitionscontrolling anhand der Balanced IT-Decision-Card
3.3 Ausgewählte Themenbereiche des Mobile Computing
3.3.1 Vorstellung der wichtigsten Technologien anhand der historischen Entwicklung drahtloser Kommunikation
3.3.2 Grobklassifikation mobiler Endgeräte
3.3.3 Sicherheitsaspekte und –technologien für mobile Anwendungen
4 Innovative IL-Systeme und Mobile Computing als Katalysatoren für nutzenorientiertes FM in der Wohnungswirtschaft
4.1 Verbesserungspotenzial im Wohnbaumanagement durch IL über IKT mit mobilen Komponenten
4.1.1 Grundhypothese
4.1.2 Vorgangsweise zur Beweisführung
4.2 Rollen und Informationsbereitstellung im FM für die Wohnungswirtschaft
4.2.1 Identifikation von Akteurgruppen im Kommunikationsnetzwerk
4.2.2 Weisungsstruktur und Aufgaben
4.2.3 Zusammenstellung von Informationen über ein Ticketsystem
4.3 Möglichkeiten zur Nutzensteigerung in Hausverwaltungsprozessen durch mobilitätsunterstützende IKT anhand von Beispielszenarien aus der Praxis
4.3.1 Wohnungsweitergabe
4.3.2 Abwicklung von Mangelbehebungen
4.4 Fallstudien zu Applikationsmöglichkeiten in der Wohnungswirtschaft
4.4.1 Verbrauchsabhängige Messwerterfassung über mobile Komponenten
4.4.2 Interessentenbetreuung und Marketing via Internet und SMS am Beispiel „castello pro“
4.4.3 Kundenservice per Telefon im Call-Center für „Wiener Wohnen“
5 Fragestellungen zur Aufbau- und Ablauforganisation für FM und IKT
5.1 Inhouse-Lösung versus Outsourcing des FM
5.1.1 Primärziele und mögliche Realisierungsstrategien
5.1.2 Relevanz für IKT-Implementierungskonzepte
5.2 Facheinschlägige Berufsausbildung
6 Schlussbemerkungen
6.1 Resumé
6.2 Mögliche weiterführende Arbeiten
8 Einleitung
8.1 Ausgangssituation
8.2 Ziele der Arbeit
8.3 Vorgangsweise
9 Intranet-Portale
9.1 Definitionen
9.1.1 Portal
9.1.2 Intranet-Portal
9.2 Wichtige Funktionen
9.2.1 Anwendungsintegration
9.2.2 Prozessunterstützung
9.2.3 Personalisierung
9.2.4 Benutzerverwaltung
9.3 Portalstruktur
9.3.1 Architektur
9.3.2 Layout
9.4 Vorteile und Risiken
9.5 Make or Buy
10 Dokumenten-Management-Systeme
10.1 Definitionen
10.1.1 Dokument
10.1.2 Dokumenten-Management-System
10.2 Aufgaben von Dokumenten-Management-Systemen
10.3 Dokumentenerfassung
10.4 Dokumentenrecherche
10.4.1 Volltextsuche
10.5 Wissensmanagement
10.6 Vorteile und Risiken
10.7 Dokumenten-Management-Systeme in Portalen
11 Webentwicklung
11.1 Webanwendungen
11.1.1 Definition
11.1.2 Vorteile von Webanwendungen
11.1.3 Nachteile von Webanwendungen
11.2 HTML
11.2.1 Seitenaufbau
11.2.2 Formulare
11.2.3 Frames
11.3 Cascading Sytle Sheets (CSS)
11.4 Dynamische Elemente
11.4.1 Clientseitige Technologien
11.4.2 Serverseitige Technologien
12 ASP.NET
12.1 .NET
12.1.1 Definition und Philosophie
12.1.2 Das .NET-Framework
12.2 Die Programmiersprache C#
12.2.1 Datentypen
12.2.2 Kontrollstrukturen
12.2.3 Objektorientierte Programmierung
12.2.4 Spezielle Klassen
12.3 ASP.NET Allgemein
12.3.1 Kernkonzepte
12.3.2 Seitenverarbeitung
12.4 ASP.NET Steuerelemente
12.4.1 Server-Steuerelemente
12.4.2 Daten-Steuerelemente
12.4.3 Kontroll-Steuerelemente
12.4.4 Benutzer-Steuerelemente
13 Datenzugriff mit SQL und ADO.NET
13.1 SQL
13.1.1 Relationale Datenbanken
13.1.2 Abfragen
13.1.3 Datenmanipulation
13.2 .ADO.NET
13.2.1 Lesezugriff mit dem DataReader
13.2.2 Datenmanipulation
14 Umsetzung des Intranet-Portals
14.1 Planung
14.1.1 Vision
14.1.2 Vorgehensweise
14.1.3 Analyse
14.2 Implementierung
14.2.1 Layout
14.2.2 Hauptbereich
14.2.3 Navigation
14.2.4 Benutzerleiste
15 Umsetzung des Dokumenten-Management-Systems
15.1 Anforderungen
15.2 Software-Design
15.2.1 Dokumentenstruktur
15.2.2 Klassendiagramm
15.2.3 Datenbankmodell
15.3 Erfassung von Dokumenten
15.3.1 Setzen des Gültigkeitszeitraumes
15.3.2 Verlinkungen zu anderen Dokumenten herstellen
15.3.3 Inhalte eingeben
15.3.4 Überprüfen der Eingaben
15.4 Darstellung von Dokumenten
15.4.1 Listenansicht
15.4.2 Detailansicht
15.5 Suchfunktion
15.5.1 Aufbereitung der Daten
15.5.2 Suchabfrage
15.6 Integration ins Portal
16 Wirtschaftliche Betrachtungen
16.1 Intranet-Portal
16.2 Dokumenten-Management-System
16.3 ASP.NET
17 Diskussion
17.1 Ergebnisse
17.1.1 Intranet-Portal und Dokumenten-Management-System
17.1.2 Umsetzung mit ASP.NET
17.2 Ausblicke
17.2.1 Intranet Neu
17.2.2 ASP.NET 2.0
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Informationswirtschaft auf das Management in der Immobilienbranche. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von Informations- und Telekommunikationstechnologien (IKT) sowie mobilen Komponenten zur Prozessoptimierung in der Wohnungswirtschaft aufzuzeigen, wobei die Implementierung eines Intranet-Portals und eines Dokumenten-Management-Systems (DMS) als zentrale Praxisbeispiele dienen.
- Integration von Facility Management (FM) und Informationslogistik (IL)
- Einsatz von Mobile Computing zur Steigerung der Effizienz im Wohnbaumanagement
- Technologische Realisierung durch .NET, ASP.NET und SQL-Datenbanken
- Methoden der Prozessanalyse und -optimierung in komplexen Organisationsstrukturen
Auszug aus dem Buch
Die Unterstützung des Facility Management durch IKT
Der Begriff Facility Management (FM), im Sinne der Verantwortung und Summe der Tätigkeiten zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft sowie der Verwaltung und Pflege eines Gebäudes, ist im Bereich der Gewerbeimmobilien seit längerer Zeit gebräuchlich und bekannt. Doch scheint es nahe liegend, dass auch die Betreuung ausschließlich für Wohnzwecke geschaffener Anlagen ähnlicher strategischer Maßnahmenplanung und -durchführung bedarf.
Der nicht zuletzt auf gesetzlichen Änderungen basierende Wandel von der Betreuung der Objekte durch einen Hausbesorger vor Ort hin zur Inanspruchnahme entsprechender Dienstleistungen durch externe Anbieter scheint – in Kombination mit weiteren Entwicklungen der Branche – zu einer merklichen und bemerkenswerten Verschärfung der Konkurrenzsituation am Immobilienmarkt geführt zu haben. Selbst gemeinnützige Bauträger, welche aufgrund der hohen Nachfrage nach leistbarem Wohnraum in der Vergangenheit kaum mit Verwertungsproblemen zu kämpfen hatten, sehen sich heute einer ausgeprägten Konkurrenzsituation gegenüber, in welcher der Grad und die Qualität der zu erbringenden Dienstleistungen einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor darstellen.
Den Erfordernissen an die in diesem Zusammenhang auftretenden Kommunikationsprozesse wird zukünftig verstärkt mit fundierter Organisation der Informationslogistik (IL) zu begegnen sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Facility Managements und die Notwendigkeit, moderne Informationslogistik im Wohnbaumanagement anzuwenden.
2 Überblick des Facility Management: Erläutert das ganzheitliche Managementkonzept für Immobilien unter besonderer Berücksichtigung des Lebenszyklus und der verschiedenen Dienstleistungsbereiche.
3 Die Unterstützung des FM durch IKT: Analysiert den Einsatz von CAFM-Systemen und Balanced Scorecards zur wirtschaftlichen Steuerung und Effizienzsteigerung im Immobilienmanagement.
4 Innovative IL-Systeme und Mobile Computing als Katalysatoren für nutzenorientiertes FM in der Wohnungswirtschaft: Überträgt die FM-Konzepte auf konkrete Anwendungsfälle wie Wohnungsweitergabe und Mangelbehebung mittels mobiler Technologien.
5 Fragestellungen zur Aufbau- und Ablauforganisation für FM und IKT: Diskutiert strategische Entscheidungen zwischen Inhouse-Lösungen und Outsourcing bei der Implementierung von IKT.
6 Schlussbemerkungen: Resümiert die Potenziale für FM und IKT und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsarbeiten.
8 Einleitung: Einführung in die Anforderungen und Ziele bei der Entwicklung eines Dokumenten-Management-Systems als Teil eines Intranet-Portals.
9 Intranet-Portale: Definiert die Grundlagen von Portalen, deren Funktionalitäten sowie architektonische Anforderungen.
10 Dokumenten-Management-Systeme: Erläutert die Aufgaben und Funktionen von DMS sowie die Bedeutung der Indizierung und Suchmethoden.
11 Webentwicklung: Bietet eine theoretische Basis zu Web-Technologien wie HTML, CSS und serverseitigen Skriptsprachen.
12 ASP.NET: Stellt die Kernkomponenten des Microsoft .NET-Frameworks und die Programmiersprache C# vor.
13 Datenzugriff mit SQL und ADO.NET: Beschreibt die methodische Umsetzung des Datenzugriffs und der Datenmanipulation in relationalen Datenbanken.
14 Umsetzung des Intranet-Portals: Dokumentiert die Planung, Architektur und praktische Implementierung des Intranet-Portals der Firma Steinringer.
15 Umsetzung des Dokumenten-Management-Systems: Detailliert die Software-Entwicklung vom Design über die Erfassung bis hin zur Suchfunktion im DMS.
16 Wirtschaftliche Betrachtungen: Analysiert Kosten-Nutzen-Aspekte und Einsparungspotenziale bei der Einführung der entwickelten Softwarelösungen.
17 Diskussion: Bewertet die Ergebnisse der Entwicklung und zieht ein Fazit zur Eignung von ASP.NET.
Schlüsselwörter
Facility Management, Immobilienwirtschaft, Informationslogistik, IKT, Mobile Computing, Dokumenten-Management-System, Intranet-Portal, ASP.NET, Prozessoptimierung, Wohnbaumanagement, Immobilienlebenszyklus, Softwareentwicklung, Wirtschaftlichkeit, Datenbankmanagement, CAFM
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie mobiler IT-Lösungen in das Facility Management von Wohnimmobilien, um Prozesse effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Facility Management, Immobilienmanagement, Mobile Computing, Dokumenten-Management sowie die technische Umsetzung von Webportalen mittels .NET-Technologien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch Informationslogistik und den Einsatz mobiler Endgeräte die Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung und Betreuung von Wohngebäuden gesteigert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, Prozessmodellierungen (z.B. mittels UML-Use-Case-Diagrammen) und Fallstudien aus der Praxis, um Potenziale und Anforderungen für IKT-Systeme zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu FM, CAFM und Webentwicklung sowie zwei Praxiskapitel, die die konkrete Entwicklung eines Intranet-Portals und eines DMS für eine Immobilienfirma beschreiben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Facility Management, Immobilienwirtschaft, Dokumenten-Management-System (DMS), Intranet-Portal, ASP.NET, Prozessoptimierung und Mobile Computing.
Warum ist Mobile Computing für Immobilienverwalter relevant?
Durch mobile Endgeräte können Prozesse wie Mangelbehebungen oder die Erfassung von Verbrauchswerten direkt vor Ort erfolgen, was Leerzeiten reduziert und die Datenaktualität erhöht.
Welche Rolle spielt ASP.NET bei der vorgestellten Lösung?
ASP.NET dient als serverseitige Technologie, die durch ihre umfangreiche Klassenbibliothek und Modularität die effiziente Entwicklung der benötigten Webanwendungen und des DMS ermöglicht.
- Quote paper
- Natalia Kryvinska (Author), Michal Greguš (Author), 2016, Ausgewählte Themen zu den Auswirkungen der Informationswirtschaft auf das Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320335