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Qwelja als Kommunikationsmittel im Sprachalltag der russischsprachigen Zuwanderer in Berlin

Título: Qwelja als Kommunikationsmittel im Sprachalltag der russischsprachigen Zuwanderer in Berlin

Trabajo Escrito , 2015 , 22 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Eleonora Shakhnikova (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Diese Hausarbeit versteht sich als Beitrag zu einer Diskussion über die Entwicklung der deutsch-russischen Mischsprache Qwelja in Deutschland. Mit dieser Arbeit wird versucht, die Bedeutung der Untersuchung des Problems der Hybridwortbildung zu betonen und gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung der allgemeinen Theorie der Wortbildung in der Emigrantensprache zu leisten. Kultur- und Sprachwissenschaftler, Historiker und Soziologen erforschen verschiedene Aspekte der Existenz und Integration von russischsprachigen Migranten. Das soziolinguistische Phänomen Qwelja zeigt die Probleme der Zweisprachigkeit bei den russischsprachigen Einwanderern, die schon eine lange Zeit in Deutschland leben.

Die Arbeit geht hauptsächlich der Frage nach, ob und inwieweit die Sprache der russischsprachigen Zuwanderer in Deutschland entwicklungs- und lebensfähig ist. Sie hat zum Ziel, die auf der Basis der Verbindungen von exogenen (russischen) und endogenen (deutschen) Elementen gebildeten Einheiten der deutsch-russischen Lexik der russischsprachigen Zuwanderer, deren Sprachgebrauch und Veränderungen des Sprachstands unter den Verhältnissen des Emigrantenlebens in Deutschland zu untersuchen. Ein weiteres Ziel ist die exemplarische Beschreibung der Entstehung, Entwicklung und Ausprägung von deutsch-russischer Mischsprache unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen von Migration. Die Grundlage für eine solche Verbindung bildet die Erscheinung der Hybridwortbildung, die teilweise ein Ergebnis der Lehnübersetzung darstellt. Die vorliegende Arbeit beinhaltet die Präsentation der Kompilation von Forschungs- und Literaturrecherchen sowie auch Beispiele aus dem alltäglichen Sprachgebrauch von russischsprachigen Zuwanderern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Vorklärung

2.1 Definition Mischsprache

3. Gründe der Entstehung von Qwelja („Kwelja“)

4. Einige Merkmale des Deutschrussischen

5. Funktionen und Verwendung von Qwelja

6. Beispiele des alltäglichen praktischen Sprachgebrauchs von Qwelja

6.1 Beispiele der gesprochenen Sprache

6.2 Inserate in den russischsprachigen Printmedien

7. Die Lebensfähigkeit des Deutschrussischen

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der deutsch-russischen Mischsprache, oft als „Qwelja“ bezeichnet, unter russischsprachigen Zuwanderern in Berlin, um deren Rolle, Struktur und Lebensfähigkeit als Mittel der Alltagskommunikation zu analysieren.

  • Entstehung und Hintergründe der deutsch-russischen Hybridsprache
  • Strukturelle Merkmale und linguistische Transformationen
  • Kommunikative Funktionen im Migrationskontext
  • Sprachgebrauch in mündlicher Kommunikation und Printmedien
  • Prognose zur langfristigen Lebensfähigkeit der Mischsprache

Auszug aus dem Buch

4. Einige Merkmale des Deutschrussischen

Die Verankerung vieler Zuwanderer aus der Ex-Sowjetunion in die russische Sprache ist sehr stark (Vgl. Zemskaja 2005: 3). Beim längeren Aufenthalt der russischsprachigen Migranten im Ausland gewinnt die Sprache der Aufnahmegesellschaft jedoch einen immer stärkeren Einfluss auf ihre Sprachsituation (Vgl. ebd. 2). Ohne sprachliche Kommunikation ist eine aktive Interaktion mit dem Umfeld kaum vorstellbar. Unsichere Deutschkenntnisse und die Notwendigkeit der Bewältigung von alltäglichen Problemen - von den Behördengängen bis Wohnungs- und Arbeitssuche - zwingen die russischsprachigen Zuwanderer zu einem gewissen sprachlichen Einfallsreichtum und somit zur Bildung und Kombinatorik von Worten in der deutsch-russischen Mischsprache. Sie benötigen verbale Instrumente für die Benennung und Beschreibung von neuen Realitäten, Situationen und Lebensbedingungen. Bewusst oder unbewusst absorbieren und übernehmen die Einwanderer die Sprache ihres Umfeldes. Somit ersetzten die Fremdworten allmählich die russischen Worte (Vgl. Zemskaja 2001: Online). Zemskaja beschreibt den Einbezug von fremdsprachlichen - in diesem Fall deutschen - Entlehnungen in den Bereich der russischen Grammatik: der Großteil der Substantive wird dekliniert und Verben werden konjugiert (Vgl. ebd.: 4). Die deutsch-russischen Hybridwörter entstehen durch die Verbindung der Stämme von Lehnwörtern mit den anderen Wörtern mittels der russischen Derivationsaffixe (Vgl. ebd.).

Etymologisch und grammatikalisch beruht das sprachliche Substrat Qwelja (Kwelja) auf System der russischen Sprache und formt dementsprechend ihre Eigenschaften. Obwohl diese deutsch-russische Hybridsprache ein noch relativ junges Phänomen ist, lässt sie sich über eigene Merkmale auszeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Integration ausländischen Wortschatzes ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Lebensfähigkeit und Struktur der deutsch-russischen Mischsprache zu untersuchen.

2. Begriffliche Vorklärung: Dieses Kapitel definiert den linguistischen Begriff der Mischsprache und erläutert ihre charakteristischen Merkmale sowie ihre soziale Funktion.

3. Gründe der Entstehung von Qwelja („Kwelja“): Hier werden die soziolinguistischen Hintergründe der Massenmigration aus der ehemaligen Sowjetunion und die daraus resultierende Notwendigkeit der Sprachadaption beleuchtet.

4. Einige Merkmale des Deutschrussischen: Das Kapitel beschreibt die strukturellen Eigenschaften und die linguistische Entwicklung der Hybridsprache im Kontext des Aufenthalts in Deutschland.

5. Funktionen und Verwendung von Qwelja: Hier wird Qwelja als Soziolekt klassifiziert und die verschiedenen kommunikativen, stilistischen und nominativen Funktionen analysiert.

6. Beispiele des alltäglichen praktischen Sprachgebrauchs von Qwelja: Anhand von Fallbeispielen aus der gesprochenen Sprache und Inseraten in Printmedien wird die Anwendung der Mischsprache im Alltag illustriert.

7. Die Lebensfähigkeit des Deutschrussischen: Das Kapitel diskutiert die Faktoren, die über den Fortbestand der Mischsprache entscheiden, wie Sprachkompetenz, Generationenzugehörigkeit und institutioneller Gebrauch.

8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der wichtigsten Erkenntnisse zur Hybridwortbildung und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Deutsch-Russisch, Qwelja, Kwelja, Mischsprache, Migrantenlinguistik, Sprachkontakt, Hybridsprache, Code-Switching, Russlanddeutsche, Integration, Soziolekt, Sprachwandel, Alltagssprache, Interferenz, Wortbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Verwendung der deutsch-russischen Mischsprache, die unter russischsprachigen Zuwanderern in Deutschland entstanden ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Sprachintegration, die Entstehung hybrider Wortbildungen, soziolinguistische Analysen von Migrantengruppen und die Lebensfähigkeit solcher Sprachmischungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, inwieweit die Sprache der russischsprachigen Zuwanderer in Deutschland lebensfähig ist und wie sie sich aus exogenen und endogenen Elementen zusammensetzt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Kompilation von Literaturrecherchen sowie der Analyse von empirischem Material, bestehend aus Beobachtungen mündlicher Kommunikation und Inseraten in russischsprachigen Medien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgründe, die strukturellen Merkmale (wie Deklination und Konjugation von Lehnwörtern), die kommunikativen Funktionen und konkrete Anwendungsbeispiele der Mischsprache.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Qwelja, Mischsprache, Migrantenlinguistik, Code-Switching, Sprachkontakt und Integration.

Was ist das spezifische Merkmal von "Qwelja"?

Qwelja zeichnet sich durch die kreative Verbindung russischer und deutscher Elemente aus, bei der oft deutsche Wortstämme in das russische grammatikalische System integriert werden.

Warum nutzen Migranten eine Mischsprache statt der Standardsprache?

Die Mischsprache dient als "Kommunikationshilfsmittel", um neue deutsche Realitäten zu benennen, für die im Russischen oft keine direkten Äquivalente existieren, und um Alltagsprobleme unkompliziert zu bewältigen.

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Detalles

Título
Qwelja als Kommunikationsmittel im Sprachalltag der russischsprachigen Zuwanderer in Berlin
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1,3
Autor
Eleonora Shakhnikova (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
22
No. de catálogo
V320480
ISBN (Ebook)
9783668196438
ISBN (Libro)
9783668196445
Idioma
Alemán
Etiqueta
qwelja kommunikationsmittel sprachalltag zuwanderer berlin
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Eleonora Shakhnikova (Autor), 2015, Qwelja als Kommunikationsmittel im Sprachalltag der russischsprachigen Zuwanderer in Berlin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320480
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