Ziel dieser Untersuchung über die Mediennutzung von Jugendlichen ist es, die unabhängigen Variablen zur Mediennutzung herauszufinden. Dabei wurde im Dezember 2000 ein Gymnasium in einer mittelgroßen Stadt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen ausgewählt und die anwesenden Schülerinnen und Schüler während einer Unterrichtssitzung unter Aufsicht der Lehrer befragt.
Für diese Befragung wurde ein Fragebogen konzipiert. Ergebnis der Untersuchung ist unter anderem, dass der Großteil der Schüler aus einem bürgerlichen, bildungsaffinen und einkommensstarken Milieu stammt und die Bestätigung der Hypothese, dass Faktoren wie die soziale Herkunft, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler und die soziale Beziehung zur Familie einen Einfluss auf die Intensität, die Inhalte und die Gründe für die Mediennutzung haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ziele der empirischen Untersuchung
2.1. Definition der Begriffe
2.2. Zentrale Fragestellungen
2.3. Eigene Fragestellungen
2.4. Hypothesen zu den eigenen Fragestellungen
3. Operationalisierung und Vorgehensweise bei der Datenerhebung
4. Deskriptivstatistiken zur Beschreibung der Stichprobe
4.1. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der deskriptiv-statistischen Auswertung
5. Kreuztabellenanalyse zur abhängigen Variable „Intensität der Mediennutzung“
5.1. Fragestellung und Hypothesen
5.2. Operationalisierung der Variablen „Intensität der Mediennutzung“
5.3. Ergebnisse der Kreuztabelle zum Zusammenhang zwischen Geschlecht und Mediennutzung
5.4. Ergebnisse der Kreuztabelle zum Zusammenhang zwischen Jahrgangsstufe und Mediennutzung
5.5. Ergebnisse der Kreuztabelle zum Zusammenhang zwischen Jahrgangsstufe und Geschlecht und der Mediennutzung
5.6. Zusammenfassung der relevanten Ergebnisse der Kreuztabellenanalyse
6. Varianzanalyse zu den Inhalten der Mediennutzung
6.1. Fragestellung und Hypothese
6.2. Relevanz und Operationalisierung
6.3. Ergebnisse der Reliabilitätsanalyse zur Indexbildung Selbstvertrauen und Selbstkontrolle
6.4. Ergebnisse der Mittelwertsvergleiche nach Selbstvertrauen
6.5. Ergebnisse der Mittelwertsvergleiche nach Selbstkontrolle
6.6. Zusammenfassung der relevanten Ergebnisse der Varianzanalyse
7. Korrelationsanalyse zu den Gründen für die Mediennutzung
7.1. Fragestellung und Hypothese
7.2. Operationalisierung zu den unabhängigen und abhängigen Variablen
7.3. Ergebnisse der Korrelationsanalyse für das Verhältnis zum Vater und zur Mutter
7.4. Zusammenfassung der relevanten Ergebnisse der Korrelationsanalyse
8. Fazit der empirischen Resultate
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen beeinflussen. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation von Abhängigkeiten zwischen sozioökonomischer Herkunft, Persönlichkeitsmerkmalen sowie familiären Beziehungen und der Intensität sowie den Inhalten der Mediennutzung.
- Einfluss der sozialen Herkunft und des Milieus auf die Mediennutzung
- Zusammenhang zwischen Geschlecht, Jahrgangsstufe und Medienintensität
- Korrelation zwischen Persönlichkeitsmerkmalen (Selbstvertrauen, Selbstkontrolle) und präferierten Medieninhalten
- Bedeutung der elterlichen Beziehung für die Nutzungsgründe der Jugendlichen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Dieser Forschungsbericht befasst sich mit dem Thema „Mediennutzung bei Jugendlichen“. Da die Mediatisierung heutzutage weiter voranschreitet und Medien einen festen Platz in unserer Gesellschaft gefunden haben, stellen sich Fragen auf, inwiefern sich diese Medien auf gesellschaftliche Strukturen und wie sich die gesellschaftlichen Strukturen auf die Medien auswirken. Die Mediennutzung im Jahre 1990 betrug etwa 380 Minuten pro Tag, im Jahre 2000 betrug die Dauer schon 502 Minuten pro Tag (vgl. Befunde zum Wandel von Mediennutzung., S. 3). Medien nehmen einen großen Stellenwert ein, Kontakte werden über weite Entfernungen über Email gepflegt, Informationen können in Sekundenbruchteilen eingesehen werden und auch die Unterhaltung gehört dazu. Klassische Formen der Kommunikation und Informationsbeschaffung treten immer mehr in den Hintergrund. Man muss aber berücksichtigen, dass die Befragung, die Kern dieses Forschungsberichtes darstellt, vom Jahr 2000 stammt. Damals waren die Internetverbindungen nicht so schnell und ausgereift, wie es heutzutage der Fall ist und auch nicht jeder Haushalt besaß eine schnelle Internetverbindung.
Die Befragung wurde durchgeführt in F, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen mit ca. 160000 Einwohnern und hoher Bevölkerungsdichte.
Um die Ziele dieser Untersuchung zu erreichen, wurden die Variablen folgendermaßen verteilt: Zu der zu erklärenden, der abhängigen Variable zählt die Intensität der Mediennutzung der Schülerinnen und Schüler, die durch verschiedene Medien wie Computer, Bücher, Zeitungen, Tonträger, Internet, TV etc. verdeutlicht wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Mediatisierung und Definition des Untersuchungsrahmens im Jahr 2000.
2. Ziele der empirischen Untersuchung: Theoretische Begriffsbestimmung und Erläuterung des zugrunde liegenden Bedingungsmodells.
3. Operationalisierung und Vorgehensweise bei der Datenerhebung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Stichprobe am H-Gymnasium und der Struktur des eingesetzten Fragebogens.
4. Deskriptivstatistiken zur Beschreibung der Stichprobe: Darstellung und Auswertung der demografischen Daten der befragten Schülerinnen und Schüler.
5. Kreuztabellenanalyse zur abhängigen Variable „Intensität der Mediennutzung“: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Jahrgangsstufe und der Intensität der Mediennutzung.
6. Varianzanalyse zu den Inhalten der Mediennutzung: Analyse des Einflusses von Persönlichkeitsmerkmalen wie Selbstvertrauen und Selbstkontrolle auf die Wahl der Medieninhalte.
7. Korrelationsanalyse zu den Gründen für die Mediennutzung: Untersuchung der Wirkung familiärer Beziehungen, insbesondere zum Vater, auf die Beweggründe der Jugendlichen bei der Mediennutzung.
8. Fazit der empirischen Resultate: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse und Reflexion der methodischen Limitationen.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Jugendliche, Mediensozialisation, Bedingungsmodell, Kreuztabellenanalyse, Varianzanalyse, Korrelationsanalyse, soziale Herkunft, Selbstkontrolle, Selbstvertrauen, Medienintensität, Informationsbeschaffung, Erziehung, empirische Untersuchung, Bildungsniveau.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen an einem Gymnasium und analysiert, welche sozialen und psychologischen Faktoren dieses Verhalten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Intensität der Mediennutzung, die inhaltlichen Vorlieben, sowie den Einfluss von sozialem Milieu, Persönlichkeitsmerkmalen und dem Elternhaus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Abhängigkeiten zwischen individuellen Variablen (Persönlichkeit, Geschlecht) sowie sozialen Kontextvariablen und dem tatsächlichen Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen empirisch zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine empirische Studie, die Fragebögen verwendet. Die Analyse erfolgt mittels Deskriptivstatistik, Kreuztabellen-, Varianz- und Korrelationsanalysen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die deskriptive Beschreibung der Stichprobe sowie in die statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen zu Medienintensität, Inhaltspräferenzen und Gründen für die Nutzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Mediennutzung, Jugendliche, Persönlichkeitsmerkmale, soziales Milieu und statistische Analyseverfahren charakterisieren.
Welche Rolle spielt der Vater laut der Korrelationsanalyse?
Die Analyse zeigt, dass eine gute Beziehung zum Vater signifikant positiv mit einer verstärkten Mediennutzung zur Informationsbeschaffung und Wissensbildung korreliert.
Wie unterscheidet sich die Mediennutzung nach dem Geschlecht?
Männliche Jugendliche zeigen eine höhere Intensität bei neueren Medien wie dem Internet und Computer, während weibliche Jugendliche sich verstärkt klassischen Medien wie Büchern zuwenden.
- Quote paper
- Alexander Kerbs (Author), 2012, Welche Rolle spielen soziale Herkunft und Persönlichkeit bei der Mediennutzung von Jugendlichen? Eine Untersuchung in der gymnasialen Mittel- und Oberstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320518