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Die entgleiste Suche nach dem Rausch. Erklärungsversuche für Drogensucht bei Jugendlichen

Título: Die entgleiste Suche nach dem Rausch. Erklärungsversuche für Drogensucht bei Jugendlichen

Ensayo , 2016 , 9 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Joy Baruna (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Sucht verschlingt Menschen, besetzt und besitzt sie. Insbesondere Jugendliche können sich, einmal im Abhängigkeitskreislauf gefangen, oft ohne Unterstützung nicht mehr von ihr lösen. Drogensucht bei Jugendlichen ist als missglücktes Ergebnis einer Auseinandersetzung eines Individuums mit sich selbst und seinen individuellen Lebensumständen zu betrachten. Denn sie sollte meines Erachtens verstanden werden als Konsequenz einer aus den Fugen geratenen, entgleisten Suche nach Rauscherfahrungen und damit nach den eigenen Grenzen, nach Autonomie und der eigenen Identität. Das Jugendalter ist von dieser Suche durchzogen und, radikal formuliert, kann ohne sie keine Ablösung vom Elternhaus, keine Weiterentwicklung geschehen und somit wäre kein selbstständiges Leben denkbar. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Faktoren dazu führen können, dass sich aus gelegentlichem Drogenkonsum eine Abhängigkeit entwickelt und wie mit jugendlichem Konsum umgegangen werden sollte, um das Abrutschen in die Sucht zu verhindern. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen: Rausch, Kick, Flow und Sucht

3. Die Rolle der jugendlichen Entwicklungsaufgaben und der Suchtprävention

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht Drogensucht bei Jugendlichen als Folge einer aus dem Gleichgewicht geratenen Suche nach Grenzerfahrungen und Identität. Ziel ist es, das Verständnis für die Funktionen des Drogenkonsums zu schärfen und präventive Ansätze zu diskutieren, die statt reinem Verbot eine Förderung der persönlichen "Rauschfähigkeit" und Eigenverantwortung in den Fokus rücken.

  • Phänomenologie von Rausch, Kick, Flow und Sucht
  • Entwicklungspsychologische Hintergründe im Jugendalter
  • Die instrumentelle Funktion von Substanzkonsum zur Lebensbewältigung
  • Risiken der Selbstmedikation und Abhängigkeitsentwicklung
  • Kritische Analyse präventiver Konzepte wie "Risflecting"
  • Förderung von Alternativen zur Suchtmittelnutzung

Auszug aus dem Buch

Die entgleiste Suche nach dem Rausch – Erklärungsversuche für Drogensucht bei Jugendlichen

Sucht verschlingt Menschen, besetzt und besitzt sie. Insbesondere Jugendliche können sich, einmal im Abhängigkeitskreislauf gefangen, oft ohne Unterstützung nicht mehr von ihr lösen. Drogensucht bei Jugendlichen ist als missglücktes Ergebnis einer Auseinandersetzung eines Individuums mit sich selbst und seinen individuellen Lebensumständen zu betrachten. Denn sie sollte meines Erachtens verstanden werden als Konsequenz einer aus den Fugen geratenen, entgleisten Suche nach Rauscherfahrungen und damit nach den eigenen Grenzen, nach Autonomie und der eigenen Identität.

Das Jugendalter ist von dieser Suche durchzogen und, radikal formuliert, kann ohne sie keine Ablösung vom Elternhaus, keine Weiterentwicklung geschehen und somit wäre kein selbstständiges Leben denkbar. Es stellt sich jedoch die Frage, welche Faktoren dazu führen können, dass sich aus gelegentlichem Drogenkonsum eine Abhängigkeit entwickelt und wie mit jugendlichem Konsum umgegangen werden sollte, um das Abrutschen in die Sucht zu verhindern.

Wenn ich von Drogen spreche, beziehe ich mich in diesen Ausführungen in Anlehnung an Hurrelmann & Unverzagt (2000) auf „alle Arten von Rauschmitteln – Stoffe, die Menschen zu sich nehmen, um ihr zentrales Nervensystem zu beeinflussen“ (S.42). Es sind Stoffe, die zu Wahrnehmungsveränderungen führen sowie Stimmungen und Gefühlslagen verändern und sich dadurch auf Handlungen auswirken. Eine Unterscheidung zwischen legal erhältlichen und im rechtlichen Sinne illegalen Substanzen soll hier nicht getroffen werden, wobei ich eine kleine Einschränkung hinsichtlich der legalen Stoffe Nikotin und Koffein treffen möchte, da diese im Vergleich zu anderen Substanzen eher zu schwächeren Bewusstseinsveränderungen beziehungsweise Veränderungen der Wahrnehmung führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Drogensucht bei Jugendlichen ein und definiert den zentralen theoretischen Rahmen, der Sucht als missglückte Suche nach Rausch und Identität begreift.

2. Begriffsdefinitionen: Rausch, Kick, Flow und Sucht: Hier werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet, indem die unterschiedlichen Bewusstseinszustände differenziert und das Konzept der "Rauschfähigkeit" als notwendige Kompetenz zur Risikominimierung eingeführt wird.

3. Die Rolle der jugendlichen Entwicklungsaufgaben und der Suchtprävention: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Konsum als Instrument zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben fungieren kann und warum präventive Ansätze, wie das Risflecting-Modell, auf Reflexion und Kompetenzaufbau statt auf reine Verbote setzen sollten.

Schlüsselwörter

Suchtprävention, Jugendalter, Rauscherfahrung, Rauschfähigkeit, Risflecting, Identitätsentwicklung, Substanzkonsum, Selbstmedikation, Sucht, Grenzerfahrungen, Risikobalance, Entwicklungsaufgaben, Bewältigungsstrategien, Autonomie, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Hintergründe von Drogensucht bei Jugendlichen und setzt diese in den Kontext einer entgleisten Suche nach Rauscherfahrungen und Identitätsfindung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen von Rausch, die Entwicklungsaufgaben des Jugendalters, die Funktionen von Drogenkonsum sowie moderne präventive Ansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu verstehen, warum aus experimentellem Konsum eine Sucht entsteht und welche pädagogischen Möglichkeiten bestehen, um durch Aufklärung und Förderung von Rauschfähigkeit ein Abrutschen in die Abhängigkeit zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit pädagogischen Konzepten der Suchtprävention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Begriffen wie Rausch, Kick und Flow, untersucht die instrumentelle Funktion von Drogen für Jugendliche und diskutiert das Konzept des Risflecting im Vergleich zu restriktiven Verboten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Suchtprävention, Rauschfähigkeit, Identitätsentwicklung und Jugendalter geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Rausch und Sucht?

Die Autorin definiert Rausch als eine freiwillige, oft temporäre Erfahrung der Grenzüberschreitung, während Sucht durch Zwang, Kontrollverlust und eine verengte Lebensbewältigung gekennzeichnet ist.

Warum lehnt die Autorin eine reine Dämonisierung von Drogen ab?

Sie argumentiert, dass Verbote oft eine Anziehungskraft ausüben und dass erst die Fähigkeit zur Reflexion und das Abwägen von Risiken – die Rauschfähigkeit – Jugendliche tatsächlich davor schützen kann, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren.

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Detalles

Título
Die entgleiste Suche nach dem Rausch. Erklärungsversuche für Drogensucht bei Jugendlichen
Universidad
Free University of Berlin  (Psychologie und Erziehungswissenschaft)
Curso
Rausch- und Risikobalance als pädagogisches Handlungskonzept
Calificación
1,3
Autor
Joy Baruna (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
9
No. de catálogo
V320547
ISBN (Ebook)
9783668196599
ISBN (Libro)
9783668196605
Idioma
Alemán
Etiqueta
suche rausch erklärungsversuche drogensucht jugendlichen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Joy Baruna (Autor), 2016, Die entgleiste Suche nach dem Rausch. Erklärungsversuche für Drogensucht bei Jugendlichen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320547
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