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BND und Terrorismus. Der Bundesnachrichtendienst und die Emotion Angst bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus

Title: BND und Terrorismus. Der Bundesnachrichtendienst und die Emotion Angst bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus

Seminar Paper , 2015 , 23 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Andreas Evers (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Die vorliegende Arbeit will, nachdem der BND als Nachrichtendienst eingeordnet wurde und seine Aufgaben, Funktionen und Kompetenzen erläutert wurden, die Rolle des Bundesnachrichtendienstes im Hinblick auf die Terrorismusbekämpfung beleuchten. Die folgende Diskussion, inwiefern Geheim-/ Nachrichtendienste notwendig und sinnvoll sind, bezieht sich klar contra dem Echo der öffentlichen Meinung, die den Nutzen derer doch häufig infrage stellt.

Die Lage für den BND zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts ist komplexer und unkalkulierbarer denn je. Durch die Globalisierung und den technischen Fortschritt sind die sicherheitsrelevanten Entwicklungen heute weit dynamischer und vielschichtiger als noch zu Zeiten des Kalten Krieges. Neue geopolitische Machtkonstellationen wie der IS oder die Boko Haram entstehen und regionale Ordnungen brechen auf. Gefährdungen für unsere Sicherheit und unsere Interessen sind aufgrund der engen globalen Vernetzung häufig nicht mehr lokal begrenzt; ihren Ursprung haben sie weniger in zu starken, als vielmehr in schwachen Staaten, die zu Stützpunkten nichtstaatlicher Gewaltakteure werden und oftmals hohe Anste-ckungsrisiken mit sich bringen.

Im „Global Village“ ist Deutschland als Bündnispartner so gut wie nie allein, nicht betroffen und nicht interessiert. Umso breiter ist die Palette an Themen, zu denen außen- und sicherheitspolitische Positionsbestimmungen anstehen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei der Bundesnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick über Geheimdienste in Deutschland und Fokussierung auf den BND

1.1 Geheimdienste in Deutschland

1.2 Geschichte deutscher Geheimdienste und des BND

1.3 Aufgaben und Funktionen des BND

1.4 Befugnisse des BND

1.5 Die Informationsgewinnung des BND

1.6 Aufsicht und Kontrolle

1.7 Sinn und Nutzen eines Nachrichtendiensts

2. Der BND – Nachrichtendienst oder Geheimdienst?

2.1 Gegenüberstellung von Nachrichtendienst und Geheimdienst, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede

2.2 Einordnung des BNDs als Nachrichtendienst

3. Die Bedeutung des Terrorismus für die Auslandsarbeit des BNDs und die Entwicklung des internationalen Terrorismus

3.1 Definition

3.2 Ursachen und Gründe für internationalen Terrorismus

3.3 Geschichte des Internationalen Terrorismus

3.4 Die Gewaltentwicklung des Internationalen Terrorismus

3.5 Bilanz

4. Die Importanz der Emotion Angst bei der Terrorismusbekämpfung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Rolle des Bundesnachrichtendienstes (BND) bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus unter Berücksichtigung seiner gesetzlichen Befugnisse und einer kritischen Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie der BND politische und gesellschaftliche Entscheidungen prägt und ob seine Kompetenzen in der Praxis den rechtlichen Rahmen einhalten.

  • Struktur und Aufgaben des BND im Vergleich zu anderen deutschen Nachrichtendiensten
  • Differenzierung der Begriffe Nachrichtendienst und Geheimdienst
  • Historische Entwicklung des internationalen Terrorismus und dessen Bedrohungspotenzial
  • Einfluss psychologischer Faktoren, insbesondere der Emotion Angst, auf die Terrorismusbekämpfung
  • Kritische Analyse von Transparenz und staatlicher Kontrolle geheimdienstlicher Arbeit

Auszug aus dem Buch

Die Gewaltentwicklung des Internationalen Terrorismus

Es ist ein Wandel der Gewalt bei Terroristen zu konstatieren, da sie immer weniger unter ihren Anschlagszielen differenzieren und so viele Menschen wie möglich angreifen, weil sie ihre Weltanschauung verachten.57 Die Gewaltakte rücken als einziges Mittel ins Zentrum. Dabei beschränkt sich die Erfolgsmessung eines Terrorakts weniger auf den unmittelbar verursachten Schaden, sondern auf deren Öffentlichkeitswirkung. Ab nun galt: ,,Je größer der Schaden, je höher die Anzahl der Opfer, desto größer die erzielte Aufmerksamkeit und desto nachhaltiger der Erfolg eines Terroranschlags.'' 58.

Hysterische Reaktionen von Politik und Geheimdiensten spielen den Zielen der Terroristen nur zu, denn je größer die öffentliche Sicherheitswahrnehmung ist, desto intensiver geraten die Terroristen in die Aufmerksamkeit des Landes, woraus die entscheidende Rolle der medial vermittelten Öffentlichkeit ersichtlich wird.59 Heftige Reaktionen an den Börsen können auch durch psychische Faktoren ausgelöst werden; sobald die Anlegererwartungen wegen eines plötzlichen Terroranschlags in einem westlichen Land nämlich düster werden, können schwerwiegende Kurseinbrüche eintreten.60 Auch wenn in Militärischer Hinsicht die meisten Terroranschläge von geringer Effizienz sein mögen; erreichen es die Terroristen allerdings, durch schreckliche, angsteinflößende Taten in die Medien zu gelangen, so verwirklichen sie auch ihre Intentionen, was schnell zu Diskussionen, über die Notwendigkeit bestimmter Handlungen führen kann und ob nicht weitere Anschläge verhindert werden können 61.

,,Sehen die Bürger der USA also wie seine verstümmelten Soldaten durch die Straßen ferner Städte geschleift werden, kommen natürlich Fragen nach einem Rückzug auf''62.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick über Geheimdienste in Deutschland und Fokussierung auf den BND: Dieses Kapitel gibt einen strukturellen Einblick in die deutsche Nachrichtendienstlandschaft und definiert die Aufgaben, Befugnisse sowie die gesetzliche Kontrollstruktur des BND.

2. Der BND – Nachrichtendienst oder Geheimdienst?: Hier wird die fachliche Einordnung des BND vorgenommen, indem die begrifflichen Unterschiede sowie die operativen Gemeinsamkeiten von Nachrichtendiensten und Geheimdiensten analysiert werden.

3. Die Bedeutung des Terrorismus für die Auslandsarbeit des BNDs und die Entwicklung des internationalen Terrorismus: Das Kapitel befasst sich mit der Begriffsdefinition von Terrorismus, dessen historischer Genese sowie der strategischen Gewaltentwicklung im Kontext der modernen Sicherheitslage.

4. Die Importanz der Emotion Angst bei der Terrorismusbekämpfung: Der Autor untersucht hier, welchen Einfluss die psychologische Komponente der Angst auf die Entscheidungsfindung und die öffentliche Wahrnehmung im Kampf gegen den Terrorismus ausübt.

Schlüsselwörter

Bundesnachrichtendienst, BND, Nachrichtendienst, Geheimdienst, internationaler Terrorismus, Terrorismusbekämpfung, Angst, Sicherheitspolitik, Geheimdienstkontrolle, Gewaltentwicklung, HUMINT, SIGINT, OSINT, IMINT, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem BND als Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik Deutschland und dessen Rolle im Kontext der internationalen Terrorismusbekämpfung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtliche Struktur des BND, die Unterscheidung zwischen Nachrichtendienst und Geheimdienst, die Entwicklung des globalen Terrorismus sowie die psychologische Dimension von Angst in der Sicherheitspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie der BND die Entscheidungen in Politik und Gesellschaft bei der Terrorismusbekämpfung beeinflusst und ob seine Befugnisse dabei stets den rechtlichen Rahmen wahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Gesetzestexten und offiziellen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der deutschen Nachrichtendienste, die terminologische Einordnung des BND, eine historische und inhaltliche Analyse des Terrorismus sowie die Untersuchung der Rolle von Emotionen bei Sicherheitsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind BND, Nachrichtendienst, Terrorismus, Angst, Sicherheit, Befugnisse und Kontrolle.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Nachrichtendienst und Geheimdienst?

Die Arbeit differenziert anhand der operativen Befugnisse: Nachrichtendienste fokussieren auf die Sammlung und Analyse von Informationen, während Geheimdienste auch aktiv in fremde Strukturen intervenieren können.

Welche Bedeutung misst der Autor der Emotion Angst bei?

Angst wird als ein Instrument der Kommunikation verstanden, das sowohl von Terroristen zur Destabilisierung als auch von politischen Akteuren zur Rechtfertigung von Sicherheitsmaßnahmen genutzt werden kann.

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Details

Title
BND und Terrorismus. Der Bundesnachrichtendienst und die Emotion Angst bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus
Grade
1,1
Author
Andreas Evers (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V320676
ISBN (eBook)
9783668243910
ISBN (Book)
9783668243927
Language
German
Tags
terrorismus bundesnachrichtendienst emotion angst bekämpfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Evers (Author), 2015, BND und Terrorismus. Der Bundesnachrichtendienst und die Emotion Angst bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320676
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