Elias Canetti. Jüdischer Kosmos?

Der Prophet und sein Name Elias


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung. These.
1. 1 Adorno

2 Jüdische Prägung: Name ELIAS und bewahrheitende Kraft

3 Rabbinisches Judentum und der Messias
3.1 Verwandeln

4 Conclusio: Canettis jüdischer Kosmos!

5 Bibliographie

1 Einleitung. These.

Zitat „In meiner Lebensgeschichte geht es gar nicht um mich. Aber wer wird das glauben?“1

„Canettis verdeckte, aber durchgehende Teilnahme an einem jüdischen Diskurs bestimmt fundamental die poetologische und dadurch auch die poetische Konzeptualisierung seines Werkes.“2

Elias Canetti ist Jude. Aber es gibt bis dato keine Diskussion darüber, ob sein Werk gar zur jüdischen Literatur in deutscher Sprache gehöre. Canetti hat sich dieser Sache enthalten, auch von öffentlichen Stellungnahmen.

Warum aber schreibt Canetti in deutscher Sprache?

„Die Sprache meines Geistes wird die deutsche bleiben, und zwar, weil ich Jude bin. Was von dem auf jede Weise verheerten Land übrig bleibt, will ich als Jude in mir behüten. Auch ihr Schicksal ist meines, aber ich bringe noch ein allgemein menschliches Erbteil mit. Ich will ihrer Sprache zurückgeben, was ich ihr schulde. Ich will dazu beitragen, daß man ihnen für etwas Dank hat.3

Canetti wuchs in seiner Kindheit in der Hafenstadt mit sieben oder acht Sprachen auf. Seine waren Ladino, Bulgarisch, Deutsch (Sprache seiner Eltern), Englisch, Französisch. Sein Großvater väterlicherseits behauptete, 17 Sprachen zu können.4

In diesem Zusammenhang weise ich auf den Schriftsteller Aharon Appelfeld hin, der über 30 Bücher (Romane, Erzählungen, Essays) geschrieben hat. Dessen Muttersprache Deutsch ist und der im Hebräischen zum Dichter wurde. „Deutsch ist die Sprache seiner Mutter und die Sprache der Mörder seiner Mutter. Hebräisch ist die Sprache, in der er über die Welt schreibt – die Welt, die er in der deutschen und in anderen Sprachen erlebt hat. Das Hebräische bildet für Appelfeld einen Schutz vor der deutschen Erinnerung, vor dem „auf deutsch“ erlebten Schmerz. Daher sollen seine Bücher ins Deutsche übersetzt werden und sind es auch. Und jetzt komme ich zu dem beabsichtigten Konnex: Appelfeld verwendet sehr sprechende Eigennamen und Ortsnamen in seinem Roman „Bis der Tag anbricht“ wie Feierberg, Winterweiß, Himmelberg, Heimland, Blumental; Hochstein, Schloßberg, Schneeweiß. Appelfeld besteht darauf. Es handelt sich um jüdische Familiennamen von Menschen, die er kannte (eine Umkehrung zu einem hist. Prozess, wie Juden nach Heimatorten ihren Namen trugen). Appelfeld errichtet hier also eine Art Denkmal, ein jad-va-schem. Es wird in der deutschen Übersetzung zu einem subversiven Geheimcode, Namen in einer Sprache, deren Sprecher alles daran setzten, die Juden und ihre Namen auszulöschen.“5

„Dem bereits 1935 in die USA ausgewanderten Schriftsteller Isaak Bashevis Singer (Jízchok Baschéwiß Sínger, 1902-1991), der durch Übersetzungen auch außerhalb der jiddischsprachigen Welt bekannt geworden war, wurde 1978 der Nobelpreis für Literatur verliehen . [6]

Finden sich im Werk von Canetti jiddische Termini? Finden sich hebräische Worte? Oder hat er es tunlichst vermieden, in der Form der Sprache sein Jüdischsein zu dokumentieren, anders als in der Oberfläche von Inhalten?

„Jean Amery geriet am 17.10.1978 in eine wortlose Nacht. Elias Canetti wollte der (v.a. deutschen) Sprache ihren Sinn herauspressen, um sie zu erlösen. Elie Wiesel suchte aber eine Sprache, die zwischen Wort und Schweigen7 liegt und von beidem berührt und bestimmt wird. Und er fand sie in der alten Sprache seiner Kindheit, die diesseits des protzigen Auftritts Canettis und jenseits des vereinsamten Abgangs Amerys zu ihm spricht: im Jiddischen, ohne das sein Schreiben nie in Gang gekommen wäre8. Von ihm sagt er: „Ich brauche das Jiddische, um zu lachen und zu weinen, um zu feiern und zu trauern. Und mich zu erinnern. Gibt es eine Sprache, die besser dazu geeignet wäre, die Vergangenheit mit ihren Schrecken zu beschwören?“

„Canetti bezieht sich dem gegenüber wieder auf eine Gewalt, die der Dichter einzubringen habe, um die Worte zu reparieren9, und findet ganz unvermutet zu sich als Juden, der die deutsche Sprache wie ein Erlöser heilen soll.“10

Durch sein Werk, fiktional oder nichtfiktional, zieht sich gleichsam eine Spur jüdischer Identität. Dokumentiert in den ersten beiden Bänden seiner Autobiographie, in Die gerettete Zunge und Die Fackel im Ohr schreibt Canetti ausdrücklich über sein Leben und seine Beziehung zum Judentum. Über Kindheit als sephardischer Jude, über das Fest der Beschneidung, über das Purim-Fest, das Pesach-Fest, wo die Haggadah, Auszug der Juden aus Ägypten, vorgelesen wurde; dass er als ältester Sohn das Kaddisch, Totengebet, seinem Vater sprechen müsse, und zwar jedes Jahr, und dass sein Großvater ihn die Thora-Talmud-Schule besuchen ließ, auf dass er Hebräisch lerne.11

In diesem Zusammenhang sei auch seine ‚Befreiung zur Bibel’12 erwähnt. Nämlich im Hinblick auf Karl Kraus, dessen Schriften zur Zeit seiner Bewunderung ihm gleichsam Bibel, in Reflexion ihm seelische Versklavung13 durch Kraus, wird ihm unter Einfluß von Abraham Sonne die Bibel wichtig. Als Dichtung unter Dichtungen, säkularisiert, allerdings die Geschichte über Abraham und Isaak habe Canetti genügt, ihn davon abzuhalten, gläubiger Jude zu werden.14

Diese These soll der Auffassung nachgehen, Canettis Werk als einen Beitrag zur Jüdischen Literatur zu sehen. Literatur jüdischer Identität aus kultureller Prägung. Die sich in Auseinandersetzung mit Erfahrungen zu eigenständigen Konsequenzen bewegt.

Die jüdische Identitätsbildung ging von außerordentlich schwierigen Voraussetzungen aus. Daher blieb das Bekenntnis zum eigenen Judentum bis in die achtziger Jahre rar unter deutschen Autoren, zumal es nicht (mehr) viele jüdische Autoren in Deutschland gab. Nelly Sachs und Paul Celan haben sich nach 1945 unzweideutig bekannt, waren öffentlich anerkannte Holocaust-Autoren.

Man darf nicht vergessen, und ganz so nebenbei gesagt sei, dass die Literaturwissenschaft sich bis 1980 geweigert, jüdische Interpretationsparadigmen zu akzeptieren. Daher konnten Max Brods Hinweise zur Analyse Kafkas der Germanistik nur als Ablenkungsmanöver gelten. Anna Seghers als Kommunistin beteuerte ihr Judensein nicht. Das Thema schien durch festgelegte Kompetenzen stillgelegt.

Man stellt fest, dass Marcel Reich-Ranicki als polnischer Jude, und Peter Szondi und Georg Lukács, beide ungarische Juden stärker die Germanistik beeinflussen, als deutschsprachliche Koryphäen.

Adorno (Diktum, nach Auschwitz sei keine Lyrik mehr möglich), Bloch, Marcuse und Horkheimer, vier jüdische Philosophen setzen einer Epoche das Thema. Keiner der Genannten aber begründet seine persönliche oder wissenschaftliche Weltanschauung damit.

Hildesheimer in seinem Aufsatz Mein Judentum: „Wenn ich mich frage, worin mein Judentum besteht, so finde ich keine wirklich befriedigende Antwort. Ich weiß nur, daß es besteht. Ich bin in ihm nicht verwurzelt, von ihm nicht beherrscht, aber ich fühle mich als ein Jude. Am ehesten noch würde ich es als Zugehörigkeit zu einer Schicksalsgemeinschaft definieren; aber auch diese Antwort wäre vage, denn diese Gemeinschaft berührt mein Bewußtsein wenig und manifestiert sich in meinem täglichen Leben kaum, mein Judesein wirft keine brennenden Fragen auf und stellt

mich nicht vor Entscheide. [...] Eher stoße ich im Negativen und aus Zufall auf mein Teilhaben an dieser Gemeinschaft [...].15

Edgar Hilsenrath hat sein Judentum zur Grundlage seines Werkes gemacht.

Améry bezieht sich bei seiner Selbstdefinition immer wieder auf Jean-Paul Sartres Überlegungen zur Judenfrage (Reinbek 1994), wo Sartre den authentischen vom nicht-authentischen Juden unterscheidet (Sartres Analyse des Antisemitismus). Amery drückt es folgendermaßen aus: „Aber nur ein Narr kann leugnen, daß es Menschenrassen gibt [...]. Ich bin mir sicher, und keine vorläufige anthropologische Behauptung wird diese Gewißheit ins Wanken bringen, daß mein Intellekt und meine seelische Befindlichkeit jüdisch sind, und nicht eben so unjüdisch waren wie möglich, sondern von Geburt her – und nun mag, wer da will, mich einen üblen ‚Rassisten’ nennen!“ (Améry: Mein Judentum. S. 83). „Ich glaube nicht an den Gott Israels. Ich weiß sehr wenig von jüdischer Kultur. Ich sehe mich, einen Knaben, Weihnachten zur Mitternachtsmette durch ein verschneites Dorf stapfen; ich sehe mich in keiner Synagoge.“ (In: Jenseits von Schuld und Sühne. S.131): Und Améry weiter (Ebd. S. 141): „Jude sein, das hieß für mich von diesem Anfang an, ein Toter auf Urlaub zu sein, ein Ermordeter, der nur durch Zufall noch nicht dort war, wohin er rechtens gehörte, und dabei ist es in vielen Varianten, in manchen Intensitätsgraden bis heute geblieben.“ Améry: Weiterleben – aber wie? Sein Erlebnis der Verfolgung war im letzten Grunde das einer äußersten Einsamkeit.

Rose Ausländer. Joseph Roth. Else Lasker-Schüler. Stephan Zweig. Nelly Sachs. Jochen Klepper. Mascha Kaléko. Theodor Kramer. Marie Luise Kaschnitz. Ilse Aichinger. Um hier eine Auswahl Schriftsteller und Schriftstellerinnen, Dichterinnen und Dichter jüdischer Herkunft zu nennen. Und mit diesem Hintergrund seien 3 Gedichte angeführt.

Hilde Domin geborene Löwenstein, verheiratete Hilde Palm (* 27. Juli 1909 in Köln; + 22. Februar 2006 in Heidelberg): Mit leichtem Gepäck

Mascha Kaleko (gebürtig Golda Malka Aufen, * 7. Juni 1907 im galizischen Chrzano'w, Österreich-Ungarn, heute Polen; + 21. Januar 1975 in Zürich): Rezept

William Shakespeare (1564-1616)

Übersetzung Paul Celan (1920-1970): Was west und schön ist

1. 1 Adorno

Canetti und Adorno stehen in einem schwierigen Verhältnis zueinander. Nach dem Gespräch zwischen den beiden über Canettis Essay Masse und Macht habe Canetti gemeint, so berichtet Manfred Durzak: „ihm sei nach wenigen Minuten klar gewesen, dass Adorno sein Buch gar nicht gelesen hatte“.16 Nichtsdestotrotz findet sich in Adornos Werken eine kleine Schrift, die Canetti lobt und ihn gegen Denunzianten Canettis verteidigt.17

Adorno und Canetti waren sich wohl einig darin, dass der Zivilisationsbruch Judenmord nicht nur die Gräuel einiger weniger Nazis gewesen sei, sondern dass das Verbrechen auch von den einzelnen Bürgern getragen wurde. Eine ideologische Vorbereitung dafür sieht Adorno zunächst in der kapitalistischen Warenproduktion und ihrer Auswirkung auf die Gesellschaft, die für humanistisches Empfinden abgestumpft worden ist. Sowohl im Handeln als auch im Denken neige der einzelne Mensch immer mehr zu verdinglichten Denkformen.

„Auf Grund des Verwandtschaftsverhältnisses von Adornos Frau Gretel mit Canettis langjähriger Geliebten Marie-Louise von Motesiczky begegneten sich Canetti und Adorno Anfang/Mitte der sechziger Jahre einigen Male. Ein Rundfunkgespräch belegt das Aufeinanderprallen von Canetti und Adorno.“18

2 Jüdische Prägung: Name ELIAS und bewahrheitende Kraft

Die Vorfahren kamen aus der spanischen Stadt Cañete, die zwischen Cuenca und Valencia liegt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden die spanischen Juden durch das Edikt von Isabella der Katholischen und Ferdinand von Aragonien aus Spanien vertrieben. Beim letzten großen Exodus im Jahre 1492 - dem Jahr des Falls von Granada und der Entdeckung Amerikas - soll die Familie Canettis, die damals Cañete hieß, zusammen mit 35.000 anderen hebräischen Familien Spanien verlassen haben. Elias Canetti bemerkt dazu selbst:

Viele dieser Juden wurden in der Türkei gut aufgenommen. Der türkische Sultan fand nützliche Untertanen in ihnen. Sie hatten allerhand Fertigkeiten; es gab Ärzte unter ihnen, Finanziers, Handwerker, die besondere Dinge beherrschten. Sie wurden gut behandelt, und sie verbreiteten sich über das ganze damalige türkische Reich, haben aber ihre spanische Sprache behalten, und zwar das Spanisch jener Zeit. Meine Familie väterlicherseits war während einiger Jahrhunderte in Adrianopel angesiedelt, das türkisch Edirne heißt, und mein Großvater wanderte von dort nach Bulgarien, und da kam ich dann zur Welt. [19]

Elias Canetti kam im Jahre 1905 in Bulgarien zur Welt. Vorfahren seiner Familie, sephardische Juden, waren Jahrhunderte zuvor aus Spanien vertrieben worden. 1911 zogen seine Eltern nach Manchester, wo Verwandte lebten. Nach dem Tod ihres Mannes, kaum zwei Jahre später, siedelte die Mutter, deren Jugend sich "zwischen Wien und Bulgarien abgespielt" hatte, mit den drei Söhnen nach Wien über.

Doch auch dort war kein dauerhafter Aufenthalt: 1916 zog die Mutter mit den Kindern nach Zürich, von wo es einige Jahre später nach Frankfurt ging. Seit 1924 lebte Canetti wieder in Wien. Hier schloss er ein Chemiestudium ab, hier heiratete er Venetiana - genannt Veza Taubner-Calderon, deren schriftstellerisches Werk erst nach ihrem Tod im Jahre 1963 weite Verbreitung und Anerkennung finden sollte.

In Die gerettete Zunge beschreibt der Autor, dass durch die Namensnennung allein heilende Kraft ausgelöst werde. Das Kind Canetti hat sich verbrüht, sein Vater kommt aus England zurück:

„Da hörte ich seine Stimme, er trat von hinten an mich heran, ich lag auf dem Bauch, er rief leise meinen Namen, er ging ums Bett herum, ich sah ihn, er legte mir leicht die Hand aufs Haar, er war es, und ich hatte keine Schmerzen mehr [...] die Wunde verwandelte sich in ein Wunder, die Heilung setzte ein [...].“20

Mit 1944 datiert, schreibt Canetti: „Die größte geistige Versuchung in meinem Leben, die einzige, gegen die ich schwer anzukämpfen habe, ist die: ganz Jude zu sein. Das Alte Testament, wo immer ich es aufschlage, überwältigt mich. An bald jeder Stelle finde ich etwas, das mir gemäß ist. Ich wäre gern Noah oder Abraham genannt, aber auch mein eigner Name erfüllt mich mit Stolz.21

Sein eigener Name wird auch in Die Stimmen von Marrakesch thematisiert: „Ich schüttelte die Hand des Mannes und blickte in sein lachendes Aug. Er fragte den Sohn auf arabisch nach meiner Herkunft und meinem Namen. Da er kein Wort auf Französisch sprach, stellte sich der Sohn zwischen uns beiden auf und wurde, ganz gegen seine Art beinahe eifrig, zu unserem Dolmetsch. Er erklärte, woher ich käme und daß ich ein Jude sei, er nannte meinen Namen. So wie er ihn sagte, mit seiner stumpfen, kaum artikulierten Stimme, klang er nach nichts. ‚E-li-as Ca-ne-ti?’ wiederholte der Vater fragend und schwebend. Er sagte den Namen ein paarmal vor sich hin, wobei er die Silben deutlich voneinander abhob. In seinem Munde wurde der Name gewichtiger und schöner. Er sah mich dabei nicht an, sondern blickte vor sich hin, als wäre der Name wirklicher als ich. Ich hörte erstaunt und betroffen zu. In seinem Singsang kam mir mein Name so vor, als gehöre er in eine besondere Sprache, die ich gar nicht kannte. Er wog ihn großherzig vier- oder fünfmal, mir war, als höre ich das Klingen von Gewichten. Ich fühlte keine Sorge, er war kein Richter.

Ich wußte, er würde Sinn und Schwere meines Namens finden; und als er soweit war, blickte er auf und lachte mir wieder in die Augen.“22

Ich möchte in dem Zusammenhang auf das Stendhal Syndrom hinweisen. Das in einem Konnex mit den visuellen Eindrücken Canettis in Marrakesch stehen könnte.23

[...]


1 Canetti: Aufzeichnungen 1942-1985, S. 449.

2 Rüdiger Zymner in: Lamping, Dieter ( Hrg): Identität und Gedächtnis in der jüdischen Literatur nach 1945. Schmidt Verlag. Berlin. 2003. S.50.

3 Canetti: Die Provinz. S.74.

4 Sontag, Susan: Geist als Leidenschaft. In: Hüter der Verwandlung. S. 92.

5 Dachs, Gisela [Hrsgn.]: Sprachen. Aus S 50. Zitiert in: Lütjen-Podzeit, Mechthild: Hebräische Elemente in der Sprache des Journalismus. Verlag Grin. München. 2014.

6 Aptroot, Marion; Gruschka, Roland: Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache. S.156.

7 Wiesel, Elli: ...und das Meer wird nicht vol l. S. 594.

8 Ders.: Alle Flüsse fließen ins Meer. S. 442: „Wenn ich meine erste Erzählung nicht auf jiddisch geschrieben hätte, wären die folgenden Bücher stumm geblieben.“

9 Canetti, Elias: Der Beruf des Dichters. S. 275: Wenn der Dichter als „Übeltäter am Worte erscheint, so ist er auch ein Übeltäter aus Liebe.“

10 Treitler, Wolfgang: S. 163

11 Canetti: Die gerettete Zunge. S. 76. S.a. Canetti: Aufzeichnungen 1942-1985. S. 402: „[...] Gilgamesch und Enkidu waren für mich überwältigende Worte, sie sind mir erst mit 17 begegnet. Es ist möglich, daß die hebräischen Gebete, die ich früh sprach, aber nicht verstand, darauf von Einfluß waren.“

12 Canetti: Das Augenspiel. S. 146.

13 Ebd. S.147.

14 Canetti: Die Fackel im Ohr. S. 25f.

15 Hildesheimer: Mein Judentum. S. 213.

16 Durzak, Manfred: Ein kanonischer Text? Der Blick in die eigene Vergangenheit in Canettis

„Die Stimmen von Marrakesch“. In: Kanon und Text. In interkulturellen Perspektiven: „Andere Texte anders Lesen“. Hrsg. v. Michaela Auer u. Ulrich Müller. Stuttgart: Hans-Dieter Heinz 2001 (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik), S. 455-464; hier: S. 457.

17 Adorno schreibt: „Auf Grund einer genauen Kenntnis des Werkes von Elias Canetti, und zwar des sehr bedeutenden wissenschaftlichen (‚Masse und Macht’) ebenso wie des dichterischen (das Hauptwerk ist ‚Die Blendung’) halte ich jede lüsterne, auf Verletzung der Scham abzielende oder auf Geschäfte mit Obszönität gerichtete Absicht bei Canetti für so völlig ausgeschlossen, dass der bloße Versuch, der ihn mit derartigen Dingen in Zusammenhang bringt, den Charakter des Lächerlichen trägt.“ Siehe: Adorno, Theodor W.: Gegen den Muff. In: Ders.: Gesammelte Schriften Bd. 20.2. Vermischte Schriften II. Hrsg. v. Rolf Tiedemann u.a. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2003 (= stw 1705), S. 496 –497; hier: S. 496.

18 Zogmayer, Karin: S. 74.

19 http://www.inst.at/trans/7Nr/konstantinov7.htm

20 Canetti: Die gerettete Zunge. S. 142.

21 Canetti: Aufzeichnungen 1942-1985. S.74.

22 Canetti: Die Stimmen von Marrakesch. S. 85.

23 Als Stendhal-Syndrom werden gewisse psychosomatische Störungen bezeichnet, wenn diese im zeitlichen Zusammenhang mit einer kulturellen Reizüberflutung auftreten. Zu den Symptomen zählen Panikattacken, Wahrnehmungsstörungen und wahnhafte Bewusstseinsveränderungen. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde dieses nach dem französischen Schriftsteller Stendhal benannte Syndrom 1979 von der italienischen Psychologin Graziella Magherini. Eine von Magherini zehn Jahre später veröffentlichte Studie, in der sie mehr als 100 für das Stendhal-Syndrom typische Krankheitsfälle von Touristen in der Kunstmetropole Florenz beschrieb, machte das Syndrom international bekannt.

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Details

Titel
Elias Canetti. Jüdischer Kosmos?
Untertitel
Der Prophet und sein Name Elias
Hochschule
Universität Wien  (Deutsche Philologie)
Veranstaltung
MASTERSEMINAR
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V320690
ISBN (eBook)
9783668209015
ISBN (Buch)
9783668209022
Dateigröße
675 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jüdische Prägung : Name ELIAS;, Adorno, Verwandlung;, Rabbinisches Judentum und der Messias;, Jüdische DIchter, Jüdische Schriftsteller;, Jüdische Lyriker, Hebräisch-Jiddisch, Veza-Canetti
Arbeit zitieren
B.A. Mechthild Lütjen-Podzeit (Autor), 2016, Elias Canetti. Jüdischer Kosmos?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320690

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