Diese Seminararbeit analysiert die (Aufbau-)Organisation des Österreichischen Skiverbandes. Im ersten Abschnitt werden grundlegende Informationen wie Rechtsform, Zweck und Finanzierung sowie die Geschichte des ÖSV dargestellt. Anschließend werden die Organe und der Aufbau des Verbandsbüros beschrieben und ein kurzer Einblick in die Beteiligungen gewährt.
Nach einer exemplarischen Stakeholderanalyse folgt die Einordnung des ÖSVs in das nationale sowie internationale Sportsystem. Anschließend erfolgt eine detaillierte Betrachtung und Bewertung des ÖSVs – bezugnehmend auf wissenschaftliche Literatur aus dem Bereich Sportmanagement, der Organisation von Non-Profit-Organisationen und der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre.
Es folgt ein Vergleich mit dem U.S.-Amerikanischen Skiverband, bevor ein Fazit gezogen wird, wonach der ÖSV wirtschaftlich zwar äußerst erfolgreich, aber organisatorisch intransparent und veraltet agiert. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Zukunftsausblick.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung des Verbandes
1.1. Grundlegendes
1.2. Geschichte
2. Struktur des Verbandes
2.1. Überblick
2.2. Organe
2.3. Verbandsbüro
2.4. Beteiligungen
3. Stakeholderanalyse
4. Einordnung in das System des Sports
5. Weitere organisatorische Analyse
6. Vergleich mit USSA
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die organisatorische Struktur des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) detailliert zu analysieren und kritisch zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie sich der Verband in das nationale und internationale Sportsystem einfügt und welche organisatorischen Potenziale sowie Herausforderungen sich in Bezug auf Transparenz und Professionalität im Vergleich zu international orientierten Sportverbänden, wie dem U.S.-Amerikanischen Skiverband (USSA), ergeben.
- Strukturelle Analyse der internen Verbandsorganisation des ÖSV
- Einordnung des Verbandes in das nationale und internationale Sportsystem
- Stakeholderanalyse zur Identifikation zentraler Interessengruppen
- Vergleichende Untersuchung zwischen dem ÖSV und dem US-amerikanischen Pendant (USSA)
- Kritische Bewertung der Governance-Strukturen und der Transparenzpolitik
Auszug aus dem Buch
6. Vergleich mit USSA
In puncto Transparenz trennen den ÖSV und den U.S.-Amerikanischen Ski- und Snowboardverband (USSA) somit Welten. Auf der Webseite der USSA (USSA 2015a) sind nämlich folgende organisatorische Informationen zu finden:
- Vision, Mission, Prinzipien, Ziele, Grundwerte, Eckpfeiler für den sportlichen Erfolg
- Statuten
- Verhaltenskodex für Mitglieder
- Geschäftsberichte (inklusive namentlicher Auflistung aller Spender und Sponsoren) und Ergebnisberichte von Finanz-Audits der letzten sieben Jahre (samt finanzieller Details)
- Ergebnisbericht einer McKinsey Studie zur organisatorischen Weiterentwicklung der Sparte Alpiner Skilauf innerhalb der USSA
Organisatorisch betrachtet gilt es auch einige Unterschiede herauszustreichen. Vermutlich aufgrund der geografischen Ausdehnung unterteilt sich der U.S.-Amerikanische Skiverband in „Regions“ und „Substates/Divisions“ – ohne dass diese per Satzung, mit Ausnahme in der Disziplinarkommission, in einem der Verbandsorgane vertreten sind. Dies stellt im Vergleich zum ÖSV definitiv eine Schwächung der regionalen Organisationen dar.
Die Verbandsspitze der USSA ist im Vergleich zum ÖSV insofern schlanker, als dass es anstelle einer Länder- und einer Präsidentenkonferenz nur einen „Board of Directors“ gibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellung des Verbandes: Dieses Kapitel liefert grundlegende Informationen zur Rechtsform, dem Zweck und der Finanzierung sowie einen geschichtlichen Abriss des ÖSV.
2. Struktur des Verbandes: Hier werden die interne Aufbauorganisation, die Organe des Verbandes, das Verbandsbüro sowie die ausgegliederten Beteiligungen beschrieben.
3. Stakeholderanalyse: Dieser Abschnitt visualisiert und analysiert exemplarisch die Anspruchs- und Interessengruppen des Verbandes.
4. Einordnung in das System des Sports: Dieses Kapitel beleuchtet die machtpolitische Vernetzung des ÖSV innerhalb nationaler und internationaler Sportorganisationen.
5. Weitere organisatorische Analyse: Es erfolgt eine kritische Bewertung der Corporate Governance, Formalisierung und Zentralisierung des ÖSV auf Basis von NPO-Modellen.
6. Vergleich mit USSA: Dieser Teil stellt den ÖSV dem U.S.-Amerikanischen Skiverband gegenüber, wobei insbesondere Aspekte der Transparenz und demokratischen Struktur fokussiert werden.
7. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, der Führungsstil reflektiert und ein Blick auf zukünftige Herausforderungen geworfen.
Schlüsselwörter
Österreichischer Skiverband, ÖSV, USSA, Sportmanagement, Verbandsorganisation, Non-Profit-Organisation, Corporate Governance, Stakeholderanalyse, Sportstruktur, Professionalisierung, Spitzensport, Vereinsrecht, Transparenz, Wintersport, Verbandsführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten organisatorischen Analyse des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der internen Aufbauorganisation, der Stakeholderanalyse sowie der Einordnung in das nationale und internationale Sportsystem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Evaluierung der organisatorischen Strukturen und der Transparenz des ÖSV im Vergleich zu anderen Verbänden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse, den Vergleich mit dem US-amerikanischen Verband (USSA) sowie die Anwendung theoretischer Modelle aus dem Sportmanagement und der NPO-Forschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Verbandes, die Darstellung der Struktur und Organe, die Stakeholderanalyse, die Systemeinordnung sowie den Vergleich mit der USSA.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören ÖSV, Sportmanagement, Verbandsorganisation, Corporate Governance und Transparenz.
Warum wird im Vergleich zur USSA von einer „Welt der Transparenz“ gesprochen?
Während die USSA umfangreiche Geschäftsberichte, Finanz-Audits und strategische Papiere öffentlich macht, zeigt sich der ÖSV in seiner Informationspolitik deutlich zurückhaltender.
Welcher Führungsstil wird dem ÖSV-Präsidenten in der Arbeit zugeschrieben?
Die Arbeit beschreibt den Führungsstil als äußerst patriarchalisch, wobei gleichzeitig auf die hohe Professionalisierung im wirtschaftlichen Bereich hingewiesen wird.
- Citar trabajo
- Mag. (FH) Martin Stern (Autor), 2015, Organisatorische Analyse des Österreichischen Skiverbandes, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320701