Die Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in der Unternehmensstrategie. Potenziale und Problemfelder


Hausarbeit, 2011

30 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Einleitung

1 Theoretischer Bezugsrahmen zur Rolle von Wissensmanagement und E-Learning in der Unternehmensstrategie
1.1 Begriffsverständnis Wissensmanagement
1.1.1 Bausteine und Prozesse des Wissensmanagements
1.1.2 Communities als Wissensmanagement-Instrumente
1.1.3 Bedingungen zur Verankerung von Wissensmanagement in Geschäftsprozessen
1.2 E-Learning-Referenzmodell
1.2.1 E-Learning in Unternehmen: Nutzen und Mehrwert
1.2.2 Learning Scorecard als Instrument der Unternehmensstrategie

2 Auswirkungen der Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in Unternehmensstrategien - Probleme und Potenziale
2.1 Potenziale des Web 2.0 für die Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in Unternehmensstrategien
2.1.1 E-Learning als persönliches Wissensmanagement
2.1.2 Wissensmanagement als Metamodell für die Planung und Durchführung von E-Learning
2.2 Problemfelder und Perspektiven der Verankerung von Web 2.0 in Geschäftsprozessen
2.3 Verzahnung von E-Learning und Wissensmanagement in Unternehmensstrategien - Problemfelder und Potenziale
2.3.1 Reifeprozess des Wissens in der Organisation
2.3.2 Entwicklungsmodell
2.3.3 Integration interner und externer Wissensträger durch Wissensnetzwerke
2.3.4 Konvergenz von Lern-, Wissens- und Personalmanagement- Systemen

3 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Literaturverzeichnis

ABSTRACT

Kurzfassung in Deutsch

In dieser Arbeit werden Überlegungen zur Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in der Strategie von Unternehmen angestellt und die aktuellen Potenziale und Problemfelder beleuchtet, die sich damit verbinden. Ausgehend von der These der zahlreichen Verschmelzungsphänomene zwischen E-Learning und Wissensmanagement durch die Entwicklung des Web 2.0 gliedert sich die Arbeit in zwei Phasen: Zuerst wird ein theoretischer Bezugsrahmen zur Rolle von Wissensmanagement und E-Learning in der Unternehmensstrategie erarbeitet. Dabei wird die Bedeutung des Wissens- managements aus Sicht der Management- und der Personalentwicklung dargestellt. Danach wird auf die strategischen Aspekte sowie auf die organisatorischen Rahmenbedingungen von E-Learning in Unternehmen eingegangen.

Zuletzt wird die Hauptforschungsfrage beleuchtet: die Auswirkungen aus der Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in Unternehmens- strategien. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf vier Konzepten für die Verknüpfung der beiden Bereiche in der Unternehmenstrategie: dem Wissens- reifeprozess, dem Entwicklungsmodell Ävom Novizen zum Experten“, dem Konzept der Integration interner und externer Wissensträger im Rahmen der Wissensnetzwerke sowie dem Modell eines integrierten Managementsystems. Eine zusammenfassende Bewertung und ein Ausblick schließen die Hausarbeit ab.

Schlagwörter: E-Learning, Wissensmanagement, Unternehmensstrategie, Kompetenzen, Web 2.0, Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanage- ment

Kurzfassung in Englisch

This paper focuses on the concepts for convergence of knowledge management and e-learning in corporate strategy. To this end, the knowledge management concept is initially explained and a frame of reference is introduced. Further, the business model of e-learning and its implementation conditions in corporate strategy are specified. A discussion of the core question regarding the combinations of convergence between knowledge management and e-learning follows. The paper ends with a reflection concerning the potentials and possible problems regarding the convergence of knowledge management and e-learning in corporate strategy.

Keywords: e-learning, knowledge management, competences, web 2.0

Einleitung

Das Thema der Hausarbeit ÄDie Verknüpfung von E-Learning und Wissens- management in der Unternehmensstrategie - Potenziale und Problemfelder“ bezieht sich auf den Ist-Zustand der Erfolgsfaktoren und -barrieren in der Be- ziehung zwischen Wissensmanagement und Corporate-E-Learning. Ziel der Arbeit ist es, den akademischen Wissensstand zu diesem Thema aufzuarbeiten, die Verknüpfungen von E-Learning und Wissensmanagement in Unterneh- mensstrategien zu identifizieren und wichtige Erfolgsfaktoren und Problemfel- der dafür zu benennen.

Dazu werden einführend die Begriffe E-Learning, Wissensmanagement und Web 2.0 definiert und, der Ausgangsfragestellung folgend, Schlussfolgerungen zum thematischen Fokus der wechselseitigen Beiträge von E-Learning und Wissensmanagement in Unternehmensstrategien gezogen. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen dabei die Potenziale und Problemfelder, die sich aus der Verknüpfung von Wissensmanagement und E-Learning in Geschäftsprozessen von Unternehmen ergeben. Die vorliegende Hausarbeit geht nicht auf einzelne Fallstudien ein, sondern greift vielmehr die übergreifende Fragestellung der Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in Geschäftsprozessen auf. Daher werden zunächst die grundlegenden Begriffe eingegrenzt und defi- niert, um anschließend die Verzahnungen zwischen ihnen darzustellen. Auf dieser Basis baut die Arbeitsgliederung auf.

In Kapitel 1 werden Erhebungen zum anwendungsbezogenen Wissensma- nagement und zum E-Learning dargelegt. Die Kernprozesse des Wissensmana- gements werden im Rahmen der Abläufe von Communities betrachtet, die Ä… Keimzellen lebendigen Wissensmanagements“ (Probst, Raub, et al., 2010, S.168). Eine Übersicht über die Bedingungen zur Verankerung von Wissens- management in Geschäftsprozessen schließt die Ausführungen ab. Darauf folgt die Definition des Begriffs ÄE-Learning“. In Zusammenhang mit dem Thema bietet sich das E-Learning-Referenzmodell des St. Gallener ÄLearning Center HSG“ an (Back, 2007, S. 215). In der vorliegenden Arbeit steht die Betrach- tung von E-Learning aus der Perspektive der Unternehmensstrategie im Vor- dergrund.

Vor dem Hintergrund der Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanage- ment in Unternehmensstrategien wird eine Herangehensweise gewählt, die auf der Geschäftsmodellkonzeption des Community-basierten E-Learning von Kröpelin und Kiedrowski (2005) basiert. Die Learning Scorecard bildet eine Grundlage für die Formulierung von E-Learning-Strategien und dient als Ansatzpunkt zur Übersicht der Implementationsmöglichkeiten von strategischem Corporate-E-Learning. Um den Einsatz von E-Learning in Unternehmensstrategie zusammenzufassen, werden aktuelle Studien von Back (2007), Kröpelin und Kiedrowski (2006), Belliger und Krieger (2006) sowie vom Brocke, Buddendick, Gaiser und Haug (2007) verwendet.

Kapitel 2 bildet den Hauptteil der Hausarbeit. Kapitel 2.1 gibt eine Übersicht zu den Implikationen des Web 2.0 für das Wissensmanagement sowie für das E-Learning und konzentriert sich dabei auf Modelle des E-Learning zum Ziel des persönlichen Wissensmanagements sowie auf Wissensmanagement als Metamodell für die Planung und Durchführung von Weiterbildungen. Aspekte der Implementierung von Web 2.0 in Corporate-E-Learning-Strategien werden auf der Ebene der Entwicklung betrieblicher Kompetenzen spezifiziert. Die Aktualität von Kapitel 2.2, das Problemfelder und Perspektiven bei der Veran- kerung von Web 2.0 in Geschäftsprozessen beleuchtet, wird aus der Diskre- panz Ä… zwischen Merkmalen von Web 2.0 im offenen Netz mit Web 2.0 in Unternehmen“ erkennbar (Rohs, 2009, S. 5).

Der Fokus von Kapitel 2.3 liegt auf Konzepten zur Verknüpfung von E- Learning mit Wissensmanagement in der Unternehmensstrategie. Dieser Fra- gestellung wird anhand von vier Konzepten zur Verzahnung von E-Learning mit Wissensmanagement in Unternehmen nachgegangen. Die Arbeit bezieht sich dabei auf die theoretischen Konzepte zur Verbindung von E-Learning und Wissensmanagement von Back, Bendel und Stoller-Schai (2001), Back (2002), Reinmann und Mandl (2009), auf die Studie ÄWeb 2.0 - Einsätze in der Unter- nehmenspraxis“ von Back, Gronau und Tochtermann (2008) sowie auf die Ideen zum Wiki-Management von Komus und Wauch (2008). Auf der Basis bereits vorhandener Studien und Hypothesen werden weitere Erkenntnisse zur Fragestellung der Arbeit aufgezeigt. Vor dem Hintergrund der Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in Unternehmensstrategien zeigt das Konzept der virtuellen Lerngemeinschaft potenzielle neue Wege auf. Die ers- ten drei Konzepte folgen dagegen einem Community-of-Practice-Ansatz.

Zuerst werden Modelle der Verbindung von Wissensmanagement und E- Learning in der Weiterbildung dargestellt. Dabei beziehe ich mich auf das Mo- dell ÄReifeprozess des Wissens in der Organisation“ (vgl. Schmidt, 2005) und das Konzept des Entwicklungsmodells nach Bönnighausen und Wilkesmann (2005). Die Konzeption zur Entwicklung und Implementation unternehmens- spezifischer Wissensnetzwerke (vgl. Enkel, 2007) bezieht sich ebenfalls auf den Community-of-Practice-Ansatz und entwickelt die Fragestellung im Rah- men der Wissensnetzwerke weiter.

Mit dem Ziel, das Verständnis der Verknüpfung von Wissensmanagement und E-Learning in der Unternehmensstrategie zu vertiefen, wendet sich die Arbeit abschließend dem Konzept der Konvergenz von Lern-, Wissens- und Perso- nalmanagementsystemen zu (vgl. Zietz, Sohns, & Breitner, 2006). Das Modell des integrierten Managementsystems geht auf die Schnittstellen zwischen den o. g. Systemen ein und eröffnet neue Perspektiven zur Problematik der Hausarbeit aus der Betrachtung des Nutzens, der aus der Konvergenz der genannten Systeme erwächst. Einer zusammenfassenden Bewertung folgen schließlich der Ausblick und ein Fazit.

Die Aktualität der Thematik besteht darin, dass die Verknüpfung zwischen E- Learning und Wissensmanagement als strategische Herausforderung in aktuel- len Geschäftsprozessen zu sehen ist. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Ä… Wissensmanagement und E-Learning Überdeckungsbereiche haben und nicht als Ganzes in einer Über-/Unterordnungsbeziehung zueinander ste- hen“ (Back, 2002, S. 1). Neuere Untersuchungen stellen fest, dass Ä… es an theoretischen Auslegungen zum Thema der Verknüpfungen von E-Learning und Wissensmanagement derzeit nur wenige gibt“ (Reinmann & Mandl, 2009, S. 1061). Zur Bearbeitung der Fragestellung wird der interpretative Ansatz gewählt: Auf der Basis bereits vorhandener Veröffentlichungen zum Verhältnis von E-Learning und Wissensmanagement im Unternehmen versuche ich, relevante Erkenntnisse zu systematisieren und aufzuzeigen.

Unter dem Aspekt der gendergerechten Darstellung bemühte ich mich um die Sichtbarkeit und Symmetrie bei der Erwähnung von weiblichen und männli- chen Personen.

1 Theoretischer Bezugsrahmen zur Rolle von Wissensmanagement und E-Learning in der Unternehmensstrategie

1.1 Begriffsverständnis Wissensmanagement

Vor dem Hintergrund des Themas der Hausarbeit berufe ich mich auf ein pra- xisorientiertes Begriffsverständnis von Wissensmanagement: ÄWissensma- nagement ist ein Managementkonzept, um die Geschäftspotenziale von Wissen als Ressource bewusst zu erkennen und intensiv auszuschöpfen“ (Back et al., 2001, S. 55). Im Folgenden wird der Begriff des Wissensmanagements aus der Perspektive der Unternehmensstrategie verwendet, in welcher der Einsatz von Wissensmanagement Ä… einem Ziel dient - der effizienten und effektiven Ge- staltung der Produktion von ökonomischen Werten“ (Bodrow & Fuchs- Kittowski, 2004, S. 54).

Die Wertschöpfung durch Wissensmanagement ist mit der Wettbewerbsfähig- keit des Unternehmens und der betrieblichen Kompetenzentwicklung verbun- den. Welche Kernprozesse, Instrumente und Strategien des Wissensmanage- ments stehen im Zusammenhang mit der Wertschöpfung? In diesem Kontext werden in einem ersten Schritt Bausteine und Prozesse des Wissensmanage- ments zusammengetragen, im zweiten Schritt wird ein Community-Konzept als lernförderliche Wissensmanagement-Form in Unternehmen vorgestellt.

1.1.1 Bausteine und Prozesse des Wissensmanagements

Die Bausteine des Wissensmanagements nach Probst et al. (2006) strukturieren die Kernprozesse und Problemfelder des Wissensmanagements und bilden An- satzpunkte zur weiteren Entwicklung des Themas der Verankerung von Wis- sensmanagement in der Unternehmensstrategie. Die Autoren unterscheiden zwischen einem äußeren und einem inneren Kreislauf im Wissensmanagement: ÄDer äußere Kreislauf bildet einen traditionellen Managementprozess ab. Dazu gehören Zielsetzung, Umsetzung und Messung“ (ebd., S. 33). Dieser Kreislauf richtet sich nach externen Anforderungen (Willke, 2001, S. 84).

Im inneren Kreislauf des Wissensmanagements werden sechs Kernprozesse identifiziert: Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wis- sensverteilung, Wissensbewahrung und Wissensnutzung (Probst et al., 2006, S. 33). Dieser Kreislauf dient der Instrumentalisierung der Wissensnutzung für die Unternehmensstrategie (Willke, 2001, S. 84).

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Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in der Unternehmensstrategie. Potenziale und Problemfelder
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
30
Katalognummer
V320718
ISBN (eBook)
9783668199989
ISBN (Buch)
9783668199996
Dateigröße
883 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
-Learning, Wissensmanagement, Unternehmensstrategie, Kompetenzen, Web 2.0, Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement
Arbeit zitieren
Julia Maier (Autor), 2011, Die Verknüpfung von E-Learning und Wissensmanagement in der Unternehmensstrategie. Potenziale und Problemfelder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320718

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