In dieser Arbeit werden aktuelle Überlegungen zum Evaluationskonzept für den Einsatz von Vodcasts im Lernprozess angestellt.
Ausgehend von der These über die Wechselwirkungen zwischen dem Medium des Vodcasts und der Methode gliedert sich das Evaluationskonzept in drei Phasen: Zuerst wird die Bedeutung des Vodcastings im Rahmen des selbstgesteuerten Lernens beschrieben. Im empirischen Teil wird die Forschungsfrage entwickelt: „Welche Auswirkungen hat der Einsatz von Vodcasts auf den Lernprozess bzw. welche Probleme und Herausforderungen sind dabei zu beachten?“
Diese Forschungsfrage ist auf den konkreten Bereich „Methoden des DaF-Unterrichts“ ausgerichtet.
Der Schwerpunkt liegt schließlich auf dem Zusammenspiel zwischen dem Vodcasting und den zahlreichen Faktoren des Lernarrangements, in dem das Medium eingebettet ist. Eine zusammenfassende Bewertung und ein Ausblick schließen die Hausarbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
THEORETISCHER TEIL
1 Vodcasting als neues Medium in der Bildungswissenschaft
1.1 Spezifika von Pod- und Vodcasts im Rahmen des selbstgesteuerten Lernens
1.2 Die neue Rolle des selbstgesteuerten Lernens
1.3 Potenziale und Grenzen von Vodcasting für das selbstgesteuerte Lernen
2 Einschätzung von Lernerfolg und Qualität des Vodcast-Einsatzes
EMPIRISCHER TEIL
3 Maßnahmen zur Entwicklung des Evaluationskonzepts für den Einsatz von Vodcasting im Bereich „Methoden des DaF-Unterrichts“
3.1 Durchführung: Phasen des Evaluationskonzepts
3.1.1 Planung
3.1.2 Entwicklung
3.1.3 Einsatz
3.1.4 Auswirkungen
3.2 Auswertung: Datenanalyse und Interpretation
4 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Evaluationskonzept für den Einsatz von Vodcasts im Lernprozess zu entwickeln und zu reflektieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Forschungsfrage, welche Auswirkungen das Medium auf den Lernprozess hat, welche Herausforderungen bei der Implementierung im Fachbereich „Methoden des DaF-Unterrichts“ auftreten und wie ein Kompetenzzuwachs bei den Lernenden gemessen werden kann.
- Grundlagen des Vodcastings im Rahmen selbstgesteuerten Lernens
- Messung von Lernerfolg und Qualität von Vodcast-Einsätzen
- Anwendung des Triangulationsmodells in der Bildungsforschung
- Praktische Implementierung und Auswertung eines Evaluationskonzepts
Auszug aus dem Buch
1 Vodcasting als neues Medium in der Bildungswissenschaft
Der Begriff „Vodcast“ beschreibt „Video on Demand“, d. h. Videoclips, die im Internet veröffentlicht werden und „on demand“ via RSS-Feed gesendet bzw. geladen und orts- und sendezeitunabhängig konsumiert werden können. Der Terminus setzt sich zusammen aus „to broadcast“ (= senden/übertragen) und „Video“. Während mit dem Begriff „Podcast“ hauptsächlich Audio-Dateien gemeint sind, die sich unabhängig von Orts- und Sendezeit konsumieren lassen, verwendet man den Terminus „Vodcast“ für die Verbreitung von Videomaterial. Im Folgenden wird das Vodcasting hinsichtlich seiner Funktionen und Motive im Rahmen des selbstgesteuerten Lernens dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Qualitätsbeurteilung multimedialen Lernens ein und legt die Zielsetzung sowie die methodische Logik der Arbeit dar.
THEORETISCHER TEIL: Der Theorieteil definiert Vodcasting als Medium, beleuchtet dessen Rolle im selbstgesteuerten Lernen und erarbeitet Grundlagen zur Messung von Lernerfolg.
1 Vodcasting als neues Medium in der Bildungswissenschaft: Hier wird der Begriff Vodcasting präzisiert und in den bildungswissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
1.1 Spezifika von Pod- und Vodcasts im Rahmen des selbstgesteuerten Lernens: Dieses Kapitel erläutert die Merkmale von Vodcasts, die sie für selbstorganisiertes Lernen und kooperative Arbeit qualifizieren.
1.2 Die neue Rolle des selbstgesteuerten Lernens: Es wird die Veränderung der Lernrollen beschrieben, bei denen Lernende partiell die Rolle des Lehrenden übernehmen.
1.3 Potenziale und Grenzen von Vodcasting für das selbstgesteuerte Lernen: Dieses Kapitel analysiert die Möglichkeiten der Partizipation und Kommunikation sowie die durch das Medium gesetzten Grenzen im Lernprozess.
2 Einschätzung von Lernerfolg und Qualität des Vodcast-Einsatzes: Es wird eine komplexe Definition von Lernerfolg als Prozess aus Verlaufs- und Ergebnisvariablen hergeleitet und auf verschiedenen Evaluationsebenen operationalisiert.
EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil dokumentiert die praktische Entwicklung und Anwendung eines Evaluationskonzepts für den DaF-Unterricht.
3 Maßnahmen zur Entwicklung des Evaluationskonzepts für den Einsatz von Vodcasting im Bereich „Methoden des DaF-Unterrichts“: Hier wird der Anlass der Evaluation erläutert und die Forschungsfrage für den spezifischen Anwendungsbereich definiert.
3.1 Durchführung: Phasen des Evaluationskonzepts: Dieses Kapitel gliedert das Vorgehen in die vier Phasen Planung, Entwicklung, Einsatz und Auswirkungen.
3.1.1 Planung: In dieser Phase werden die Bewertungskriterien für die Qualität von Vodcasts festgelegt und gewichtet.
3.1.2 Entwicklung: Dieses Kapitel fokussiert auf die Messung von Benutzerfreundlichkeit und Lernpotenzialen aus Sicht der Lernenden.
3.1.3 Einsatz: Hier steht die Untersuchung des Kompetenzzuwachses und der genutzten Lernstrategien der Studierenden im Mittelpunkt.
3.1.4 Auswirkungen: Dieses Kapitel bewertet die tatsächliche Performance der Lernenden und die mündliche Sprachproduktion.
3.2 Auswertung: Datenanalyse und Interpretation: Es wird beschrieben, wie die qualitativen und quantitativen Daten unter Anwendung der Triangulationsmethode analysiert wurden.
4 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der Evaluationskonzeption für die Akzeptanz virtueller Bildungsangebote.
Schlüsselwörter
Evaluationskonzept, Einsatz von Vodcasts, Bildungsforschung, Selbstgesteuertes Lernen, DaF-Unterricht, Lernerfolg, Handlungskompetenz, Triangulationsmodell, Medienpädagogik, Lernqualität, Usability, Kompetenzzuwachs, E-Learning, Sprachförderung, Konstruktivismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines strukturierten Evaluationskonzepts, um den Einsatz von Vodcasts als multimediale Lernform effektiv beurteilen und optimieren zu können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das selbstgesteuerte Lernen, die mediendidaktische Qualität von Vodcasts sowie die Messung von Lernerfolgen im Kontext der Sprachvermittlung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu evaluieren, inwieweit der Einsatz von Vodcasting zur eigenständigen Aneignung von Sprachwissen beiträgt und welche Faktoren dabei als förderlich oder hinderlich wirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin wendet primär das Triangulationsmodell an, das eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Erhebungsmethoden vorsieht, um verschiedene Perspektiven zu kontrastieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Mediums Vodcast sowie in einen empirischen Teil, der ein vierphasiges Evaluationskonzept (Planung, Entwicklung, Einsatz, Auswirkungen) detailliert darlegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Evaluationskonzept, Vodcasts, selbstgesteuertes Lernen, Handlungskompetenz, Triangulationsmethode und Didaktik des DaF-Unterrichts.
Warum spielt die Phase der „Planung“ eine so wichtige Rolle für das Konzept?
Die Planungsphase ist entscheidend, da hier die pädagogisch-didaktischen Kriterien und Gewichtungsfaktoren definiert werden, die die Basis für die nachfolgende Bewertung der Vodcasts bilden.
Wie wird der „Kompetenzzuwachs“ bei den Studierenden konkret gemessen?
Der Zuwachs wird über standardisierte Fragebögen (angelehnt an das SILL-Modell) zur Selbstevaluation der Lernstrategien sowie über eine Fremdevaluation der mündlichen Performance erhoben.
Warum wird das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) als Kontext gewählt?
Der Kontext dient als konkretes Beispiel für einen beruflichen Anwendungsfall, an dem die Wirksamkeit von Vodcasts auf die sprachlichen Fertigkeiten, wie Hörverstehen und monologisches Sprechen, praxisnah demonstriert werden kann.
- Citation du texte
- Julia Maier (Auteur), 2011, Ein Evaluationskonzept für den Einsatz von Vodcasts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320720