Das Ziel dieser Arbeit ist es die Ansätze zur Enterprise Application Integration (EAI) darzustellen und die Vorteile beziehungsweise die Risiken der Ansätze zu erarbeiten.
Durch den ständig ansteigenden Informationsbedarf in den Unternehmen und das Erkennen der Relevanz von Unternehmensdaten bauten besonders große Unternehmen in den letzten 40 Jahren eine komplexe und heterogene IT-Infrastruktur auf. Ein weiterer Punkt ist die ständig fortschreitende Globalisierung der Warenmärkte und die damit einhergehende Arbeitsverteilung, die eine weltweite Kooperation der Unternehmen mit sich führt. Daraus lasst sich schließen, dass sich in vielen Unternehmen komplexe heterogene IT-Infostrukturen befinden.
„Derartige gemischte „Anwendungssysteme“ weisen Probleme der mangelnden Integration auf und erfordern einen hohen Anpassungsaufwand für die einzelnen Systeme.“ Durch die weltweite Kooperation von Unternehmen werden Daten bzw. Informationen nicht nur unternehmensweit in den verschiedenen IT-Systemen benötigt, sondern oft über die Unternehmensgrenzen hinweg. „Übernahme, Unternehmensfusionen oder -teilungen haben vielfach zu einer über die Jahren hinweg historisch gewachsenen, fragmentierten und heterogenen Systemlandschaft geführt, die eine Vielzahl von Isolierten und oft auch widersprüchlichen Dateninseln umfasst.“
Deshalb gehört die Entwicklung eines Informationssystems für lokal und global agierende Unternehmen und die Integration von legacy system zu einer der wichtigsten Aufgabe. Die Integration bedeutet in diesem Kontext, dass künstliche geschaffene Grenzen wieder aufgehoben werden. „Unter der Bezeichnung Enterprise Application Architektur (EAI) werden Ansätze zur Schaffung einer einheitlichen Anwendungsarchitektur unter Einbezug von heterogenen Systemen entwickelt.“
Es werden zuerst die Grundlagen zu Enterprise Application Integration dargestellt. Danach werden die Ansätze von EAI erläutert und dabei die Vorteile und Risiken der Ansätze erarbeitet. Am Ende wird in einem Fazit die Arbeit nochmals reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Einleitung
1.2. Problemstellung
1.3. Ziel
1.4. Vorgehensweise
2. Grundlagen zu Enterprise Application Integration
3. Enterprise Application Integration Ansätze
3.1. Data Level Integration oder Integration über die Datenhaltung
3.1.1. Grundlagen
3.1.2. Austausch von Daten
3.1.3. Ansätze Datenbank
3.2. Benutzeroberfläche / Präsentationsebene
3.2.1. Vorteile
3.2.2. Risiken
3.3. Anwendungslogik
3.3.1. Geschäftsprozess oder Prozess /Vorgänge
3.3.2. Funktionsorientierte Integration
3.3.3. Nachrichtenorientiert Integration
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, verschiedene Ansätze der Enterprise Application Integration (EAI) systematisch darzustellen sowie deren spezifische Vorteile und Risiken zu analysieren. Da in der Literatur keine einheitliche Terminologie vorliegt, leistet die Arbeit einen Beitrag zur Strukturierung der Integrationsformen, um Irritationen in IT-Projekten zu vermeiden.
- Grundlagen und Definitionen von EAI
- Integration auf Datenhaltungsebene
- Integration über die Präsentationsschicht
- Integrationsansätze auf Ebene der Anwendungslogik
- Vergleich von Nutzen und Risiken verschiedener Integrationsmodelle
Auszug aus dem Buch
3.1.2. Austausch von Daten
„Die Integration von Anwendungen durch den Austausch von Dateien ist vergleichsweise einfach und flexibel.“17 Es werden in der einfachsten Form von n Teilsystemen, Daten automatisch übergeben, dabei müssen die beteiligten Teilsysteme so abgestimmt sein, dass die Daten von allen Teilsystemen korrekt interpretierbar sind.18 Eine weitere Möglichkeit besteht in der manuellen Übertragung der Daten, dabei gilt wie oben beschrieben, die Daten müssen von den Systemen korrekt interpretiert werden. Bei dieser Form der Integration ist eine Anpassung bzw. Erweiterung der einzelnen Systeme meist nicht notwendig. Dabei werden zur Übertragung der Daten unterschiedliche Dateiformen benutzt z.B. in SAP werden, oft die Dateiform CSV zum Austausch verwendet. „Dafür müssen entsprechende Konnektoren zur Verfügung gestellt werden, die den Zugriff auf die erforderlichen Quellen sicherstellen.“19
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit von EAI aufgrund historisch gewachsener, heterogener IT-Landschaften in Unternehmen und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit.
2. Grundlagen zu Enterprise Application Integration: Hier wird das Konzept der EAI als umfassende Anwendungsintegration vorgestellt, die weit über rein datenorientierte Middleware hinausgeht.
3. Enterprise Application Integration Ansätze: Das Hauptkapitel gliedert die Integrationsmöglichkeiten in Daten-, Präsentations- und Logikebene und analysiert deren Vorteile und Risiken detailliert.
4. Fazit: Das Fazit reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit eines zentralen Changemanagements sowie realistischer Budgetplanungen bei EAI-Projekten.
Schlüsselwörter
Enterprise Application Integration, EAI, Integration, Anwendungssysteme, Datenaustausch, Datenbankintegration, Präsentationsebene, Geschäftsprozess, Funktionsintegration, Nachrichtenorientierte Integration, IT-Infrastruktur, Heterogenität, Middleware, Schnittstellen, Systemlandschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Enterprise Application Integration (EAI), das darauf abzielt, heterogene IT-Systeme innerhalb und zwischen Unternehmen miteinander zu vernetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen technischen Ebenen der Integration, namentlich die Datenhaltung, die Benutzerschnittstelle (Präsentationsebene) und die Anwendungslogik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Darstellung der gängigen EAI-Ansätze sowie die detaillierte Gegenüberstellung von deren Vor- und Nachteilen, um eine fundierte Basis für Integrationsvorhaben zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die bestehende Konzepte aus der Fachliteratur zusammenführt und strukturiert, ergänzt durch technische Definitionen und Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Integrationsansätze: die Datenintegration (Dateiaustausch und Datenbanken), die Präsentationsintegration (Benutzeroberflächen) und die Integration auf Ebene der Anwendungslogik (Prozesse, Funktionen und Nachrichten).
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind EAI, heterogene Systemlandschaften, Prozessintegration, lose Kopplung und die Bewältigung von Dateninkonsistenzen.
Warum ist eine einheitliche Definition bei EAI schwierig?
Die Literatur bietet keine einheitliche Terminologie, da EAI kein einzelnes technologisches Produkt darstellt, sondern ein flexibles Konzept, das je nach Kontext unterschiedlich interpretiert wird.
Welche Rolle spielt die Heterogenität in der Datenintegration?
Heterogenität, also die Uneinheitlichkeit bei der Modellierung und Verwaltung von Systemen, gilt als das größte Hindernis bei der Datenintegration und erfordert komplexe Transformationsprozesse.
Warum ist laut Autor ein zentrales Changemanagement wichtig?
Da EAI-Systeme geschäftskritische Funktionen steuern, kann ein Ausfall oder eine Störung der Integration den gesamten Betrieb gefährden, weshalb eine strategische Überwachung unerlässlich ist.
Was ist die „Kunst der Integration“ laut dem Autor?
Die Kunst der Integration besteht darin, basierend auf den spezifischen Anforderungen des Unternehmens den am besten geeigneten Integrationsansatz und das passende Werkzeug für die jeweilige Aufgabenstellung zu wählen.
- Arbeit zitieren
- Martin Sünder (Autor:in), 2014, Ansätze zur Enterprise Application Integration (EAI). Vorteile und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320725