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Der Einfluss der betrieblichen Mitbestimmung auf das Innovationsverhalten in Unternehmen

Eine empirische Untersuchung zur Auswirkung der Einführung eines Betriebsrates auf Prozessinnovationen in Betrieben

Título: Der Einfluss der betrieblichen Mitbestimmung auf das Innovationsverhalten in Unternehmen

Tesis de Máster , 2015 , 43 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Bahadir Düsendi (Autor)

Economía de las empresas - Negocios, Investigación de operaciones
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In dieser Arbeit wird die Einführung des Betriebsrats als Mitbestimmungsorgan näher untersucht. Zur Bemessung der Innovation wird hier die Prozessinnovation eingeführt. Die Methodik bedient sich einer Panelregression, mit der getestet werden soll, inwiefern sich die Einführung einer Prozessinnovation in Betrieben verändert, die zunächst über keinen Betriebsrat verfügten, der jedoch nachträglich gegründet wurde. Ein signifikant positiver Einfluss der Einführung des Betriebsrates auf die Einführung von Prozessinnovationen wird erwartet, welcher in den bisherigen Arbeiten im Rahmen des Innovationsverhaltens nicht entsprechend gezeigt werden konnte.

Ein weiterer Vorteil dieser Untersuchung ist die große Anzahl an befragten Betrieben (zwischen 16.000 und 20.000 pro Jahr), wodurch eine stichhaltige und repräsentative Auswertung erfolgen kann. Anhand von ausgewählten Kontrollvariablen – solche die sowohl einen Einfluss auf die abhängige als auch auf die unabhängige Variable haben – soll eine Verzerrung im Koeffizienten der unabhängigen Variable ausgeschlossen werden.

Die Arbeit wird im Folgenden einen kurzen Aufriss zu den Faktoren der Mitbestimmung und der Rolle des Betriebsrats geben. Im Anschluss erfolgt die Beschreibung des Datensatzes und der gewählten Kontrollvariablen. Die folgende Analyse gliedert sich in eine deskriptive Statistik, dessen Ergebnisse in der darauffolgenden empirischen Regression genauer betrachtet werden sollen. Ein Robustheitscheck soll weitere Überlegungen aufgreifen, die nicht unmittelbar mit der Hauptmotivation dieser Arbeit verknüpft sind, aber dennoch einen wichtigen Faktor hinsichtlich der Mitbestimmung spielen können. Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Diskussion, welche die hier gewonnenen Erkenntnisse zusammenfasst und Handlungsempfehlungen für zukünftige Forschungsvorhaben und Betriebe ausspricht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wie führt Mitbestimmung zur Innovation?

Der Mensch als entscheidende Ressource

Die Rolle der Mitbestimmungsinstitutionen

3. Datensatz

4. Kontrollvariablen

Variablen zu den Rahmenbedingungen von Betrieben

Arbeitnehmerorientierte Variablen

Variablen der Panelanalyse

5. Deskriptive Statistik

6. Ökonometrisches Modell und empirische Ergebnisse

7. Robustheitscheck

Logit Regression

Betriebsräte in Betrieben die Mitbestimmung wohlwollend fördern

Forschung und Entwicklung

Entlohnung über Tarif

Größe des Betriebes

8. Diskussion und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht empirisch, ob die Einführung eines Betriebsrats in deutschen Betrieben einen positiven Einfluss auf die Umsetzung von Prozessinnovationen hat, wobei der Fokus auf dem Vertrauensaufbau zwischen Management und Belegschaft liegt.

  • Empirische Untersuchung mittels Paneldatenanalyse (IAB-Betriebspanel 2007-2013).
  • Analyse der Wirkung von Mitbestimmungsinstitutionen auf Innovationsprozesse.
  • Untersuchung des "Ear-Ansatzes" und des "Kündigungsschutz-Ansatzes" als Vertrauensmechanismen.
  • Einbezug diverser Kontrollvariablen (z.B. Beschäftigtenstruktur, Weiterbildungsmaßnahmen).
  • Überprüfung der Ergebnisse durch verschiedene Robustheitschecks.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Betriebsräte können, anhand gesetzlich zugesagter Rechte, eine große Anzahl ökonomischer Wirkungen in Betrieben entfachen, welche den Betrieb positiv oder negativ beeinflussen können. Entsprechend kommt eine Vielzahl empirischer Untersuchungen zu dem Schluss, dass Betriebsräte bestimmte Performancemaße, wie z.B. die Produktivität negativ beeinflussen. Ebenso kommen zahlreiche andere Arbeiten zu dem Ergebnis, dass ein Betriebsrat einen positiven Effekt auf den Betrieb hat, beispielsweise durch eine Verringerung der Fluktuation.

Diese Abschlussarbeit soll eine der ökonomischen Wirkungen, den Einfluss der Einführung des Betriebsrats auf Prozessinnovationen im Betrieb, herausstellen. Dabei bezieht sich die Prozessinnovation auf neue Verfahren, die in den Produktionsprozess eines Betriebes eingeführt wurden.

Die Regularien der Partizipation setzen sich bis heute in dem „betrieblichen Vorschlagswesen“ fort und zeigen die Relevanz des Wissens der Arbeitnehmer u.a. bei der innovativen Gestaltung von Prozessen in Betrieben. Dabei könnte die Einführung des Betriebsrats aus folgendem Grund einen positiven Einfluss auf das Einführen von Prozessinnovationen haben: Das Management kann durch verschiedene Praktiken versuchen, die Potenziale die im Wissen der Arbeitnehmer enthalten sind, abzuschöpfen und in den Betriebskontext einzubetten. Bei diesem Vorhaben kann es aber sein, dass die Arbeitnehmer dem Management gegenüber kein vollständiges Vertrauen entgegenbringen. Dieses nicht vorhandene Vertrauen begründet sich in Informationsasymmetrien zwischen dem Management und den Arbeitnehmern, denn letztere wissen nicht, ob die bereitgestellten Informationen zu Ihrem Nachteil genutzt werden, beispielsweise für einen Stellenabbau. Wird jedoch ein Betriebsrat gegründet, kann dieser das Vertrauensproblem durch seine „Kontroll- und Vertrauensfunktion“ (Dilger, 2002b) aufheben oder mildern, da der Betriebsrat die Entscheidungen des Managements einfordern und auf ihre Gültigkeit und Notwendigkeit hin überprüfen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Betriebsräte durch ihre Kontroll- und Vertrauensfunktion Prozessinnovationen positiv beeinflussen können.

2. Wie führt Mitbestimmung zur Innovation?: Das Kapitel erläutert theoretische Ansätze, insbesondere den ressourcenorientierten Ansatz und die Funktionen von Mitbestimmungsinstitutionen bei der Wissensnutzung.

3. Datensatz: Hier wird der verwendete Datensatz, das IAB-Betriebspanel der Jahre 2007-2013, sowie die methodische Aufbereitung der Längsschnittdaten beschrieben.

4. Kontrollvariablen: Dieses Kapitel definiert die zur Regression herangezogenen Variablen wie Betriebsgröße, Gewinn sowie arbeitnehmerorientierte Maßnahmen.

5. Deskriptive Statistik: Es erfolgt eine statistische Gegenüberstellung von Betrieben mit und ohne Betriebsrat hinsichtlich ihrer Innovationsaktivitäten und betrieblichen Merkmale.

6. Ökonometrisches Modell und empirische Ergebnisse: Das Kapitel stellt das Panel-Regressionsmodell vor und präsentiert die Ergebnisse, die keinen signifikanten Einfluss der Betriebsratsgründung auf Prozessinnovationen zeigen.

7. Robustheitscheck: Hier werden ergänzende Schätzungen (Logit-Regression, Untergruppenanalysen) durchgeführt, um die Validität der Ergebnisse aus Kapitel 6 zu prüfen.

8. Diskussion und Schluss: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, Limitationen diskutiert und Implikationen für zukünftige Forschung und die betriebliche Praxis abgeleitet.

Schlüsselwörter

Betriebsrat, Prozessinnovation, IAB-Betriebspanel, Mitbestimmung, Vertrauensfunktion, Innovationsverhalten, Arbeitnehmerwissen, Panelanalyse, Fixed-Effects-Modell, Unternehmenskultur, Humankapital, Weiterbildung, Beschäftigtenstruktur, Kontrollvariablen, Wirtschaftsleistung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit untersucht den Einfluss der Einführung eines Betriebsrats in deutschen Betrieben auf deren Innovationsverhalten, speziell im Bereich der Prozessinnovationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft betriebliche Mitbestimmungsrechte mit ökonomischen Innovationstheorien, dem Ressourcen-Ansatz sowie Aspekten der Vertrauensbildung zwischen Management und Mitarbeitern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die Gründung eines Betriebsrats durch die Etablierung einer "Kontroll- und Vertrauensfunktion" Innovationen in Betrieben fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine Paneldatenanalyse des IAB-Betriebspanels (2007-2013) unter Anwendung eines Fixed-Effects-Modells, um zeitinvariate Störfaktoren zu eliminieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Ansätze zur Partizipation vorgestellt, der Datensatz beschrieben, Variablen definiert und eine ökonometrische Regressionsanalyse inklusive diverser Robustheitschecks durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Betriebsrat, Prozessinnovation, IAB-Betriebspanel, Mitbestimmung, Innovationsverhalten und Unternehmenskultur.

Warum konnte kein signifikanter positiver Zusammenhang nachgewiesen werden?

Die empirische Analyse konnte die Hypothese nicht bestätigen, da andere Faktoren, wie die Betriebsgröße oder spezifische Unternehmenskulturen, einen dominierenden Einfluss auf Innovationsaktivitäten haben könnten.

Welche Bedeutung hat der "Ear-Ansatz" für die Arbeit?

Der Ear-Ansatz wird genutzt, um zu begründen, wie Betriebsräte durch die Kontrolle von Managemententscheidungen Vertrauensbarrieren abbauen und somit die Bereitschaft der Arbeitnehmer zur Innovation erhöhen könnten.

Final del extracto de 43 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einfluss der betrieblichen Mitbestimmung auf das Innovationsverhalten in Unternehmen
Subtítulo
Eine empirische Untersuchung zur Auswirkung der Einführung eines Betriebsrates auf Prozessinnovationen in Betrieben
Universidad
University of Paderborn
Calificación
1,7
Autor
Bahadir Düsendi (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
43
No. de catálogo
V320728
ISBN (Ebook)
9783668207448
ISBN (Libro)
9783668207455
Idioma
Alemán
Etiqueta
Innovationsverhalten Innovation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bahadir Düsendi (Autor), 2015, Der Einfluss der betrieblichen Mitbestimmung auf das Innovationsverhalten in Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320728
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