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Zertifizierung und Qualitätsberichte als Mittel der kommunizierbaren Qualitätssicherung unter besonderer Berücksichtigung der Krankenhauswahl

Titel: Zertifizierung und Qualitätsberichte als Mittel der kommunizierbaren Qualitätssicherung unter besonderer Berücksichtigung der Krankenhauswahl

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jana Schmitting (Autor:in)

VWL - Gesundheitsökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, festzustellen, ob die Zertifizierung und die gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichte geeignete Maßnahmen sind, um die Entscheidung der Patienten für ein Krankenhaus zu beeinflussen. Dieser Zusammenhang wird vor dem Hintergrund der asymmetrischen Informationsverteilung auf dem Krankenhausmarkt in Deutschland argumentativ und literaturgestützt diskutiert.

Die Arbeit beschäftigt sich im Folgenden zunächst im Kapitel 2 mit einigen Grundbegriffen und den gesetzlichen Grundlagen, denen die Qualitätssicherung in Deutschland unterliegt. Darüber hinaus werden die für die Arbeit relevanten Teile des Krankenhausmarktes anhand von ökonomischen Modellen einbezogen.

Anschließend thematisiert das dritte Kapitel die Zertifizierung und den Qualitätsbericht. Das vierte Kapitel geht auf die Eignung dieser zur Krankenhauswahl durch Patienten ein.

Im fünften Kapitel werden die Ergebnisse abschließend zusammengefasst und es wird bewertet, ob die Zertifizierung bzw. der Qualitätsbericht ein geeignetes Mittel zur Beeinflussung der Patienten ist.

In den vergangenen Jahren haben sowohl der Gesetzgeber als auch die Krankenhäuser selbst vermehrt um den Nachweis von Qualität in Form von Zertifizierungen und den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichten Sorge getragen. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob dies überhaupt zu Veränderungen auf dem Krankenhausmarkt geführt hat. Orientieren sich nun mehr Patienten anhand der Informationen, die ihnen zur Verfügung stehen? Sind die In-formationen, die zur Verfügung stehen, überhaupt geeignet, um die Wahl für ein Krankenhaus durch Patienten zu beeinflussen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Notwendigkeit der Qualitätssicherung

2. Grundlegende Konzepte und Begriffe der Qualitätssicherung

2.1. Qualität im Gesundheitssektor

2.2. Gesetzliche Grundlagen der Qualitätssicherung

2.3. Krankenhauswahl des Patienten

2.4. Kommunikation der Qualitätssicherung unter ökonomischen Aspekten

3. Zertifizierung und Qualitätsbericht als Kommunikation der Qualitätssicherung

3.1. Zertifizierung

3.1.1. Bedeutung von Zertifikaten

3.1.2. DIN ISO 9001

3.1.3. KTQ

3.2. Qualitätsbericht nach §137 SGB V

4. Eignung d. Kommunikationsalternativen für die Krankenhauswahl der Patienten

4.1. Beurteilung der Bewertung durch Zertifikat/ Qualitätsbericht unter dem Aspekt der Transparenz

4.2. Glaubwürdigkeit

4.3. Verständlichkeit

4.4. Transaktionskosten, Aufwand und Nutzen

4.5. Grenzen der Rationalität

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, ob Zertifizierungen und gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsberichte effektive Mittel sind, um die Krankenhauswahl von Patienten positiv zu beeinflussen. Vor dem Hintergrund der asymmetrischen Informationsverteilung auf dem Krankenhausmarkt wird analysiert, inwieweit diese Instrumente Transparenz schaffen und eine rationale Entscheidungsfindung unterstützen können.

  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen und ökonomischen Modelle der Qualitätssicherung.
  • Untersuchung verschiedener Zertifizierungssysteme (DIN ISO 9001, KTQ) und deren Aussagekraft für Patienten.
  • Evaluierung der gesetzlichen Qualitätsberichte nach §137 SGB V hinsichtlich ihrer Eignung zur Krankenhauswahl.
  • Betrachtung von Transparenz, Glaubwürdigkeit, Verständlichkeit und Transaktionskosten aus Patientensicht.
  • Diskussion der Grenzen rationalen Handelns von Patienten bei der Krankenhauswahl.

Auszug aus dem Buch

2.4. Kommunikation der Qualitätssicherung unter ökonomischen Aspekten

Der Krankenhausmarkt ist, genau wie der Gesundheitsmarkt im Allgemeinen, unvollkommen, da u.a. große Informationsasymmetrien vorliegen (vgl. Breyer, Zweifel, Kifmann, 2013, S. 189f.).

Das Verhältnis zwischen einem Arzt und Patienten kann als Prinzipal-Agenten Beziehung bezeichnet werden. Der Patient agiert als Auftraggeber, „Prinzipal“, während der Arzt als Ausführender der „Agent“ ist (vgl. Beck et al, 1993, S. 18).

Der Arzt hat einen Informationsvorteil und verfügt deshalb über Entscheidungsspielräume, die er nutzen kann, ohne dass der Patient darauf Einfluss nehmen kann. Dies begründet sich dadurch, dass der Patient seine eigene Diagnose, bevor er den Arzt konsultiert, nicht kennt. Erst im Nachhinein ist er in der Lage, die Qualität des Gutes zu beurteilen, weiß aber dennoch nicht, ob die Diagnose und die Behandlung des Arztes die bestmöglichen waren (vgl. Pohl, 2000, S. 712).

Diesen Informationsvorsprung hat der Arzt auch, wenn es um Einweisungen in ein Krankenhaus geht. Der Patient kann die Notwendigkeit dieser Maßnahme nicht beurteilen. Darüber hinaus hat er, sofern er sich nicht damit auseinandersetzt, keine Informationen darüber, welches Krankenhaus für ihn das Beste ist (vgl. Pohl, 2000, S. 712).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Notwendigkeit der Qualitätssicherung: Einleitung in die Thematik der Zertifizierungen und Qualitätsberichte als Instrumente zur Beeinflussung der Krankenhauswahl vor dem Hintergrund mangelnder empirischer Belege für deren Wirkung.

2. Grundlegende Konzepte und Begriffe der Qualitätssicherung: Definition von Qualitätsbegriffen im Krankenhauskontext sowie Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Determinanten der Krankenhauswahl durch Patienten.

3. Zertifizierung und Qualitätsbericht als Kommunikation der Qualitätssicherung: Detaillierte Betrachtung der Zertifizierungssysteme nach DIN ISO 9001 und KTQ sowie des verpflichtenden strukturierten Qualitätsberichts nach §137 SGB V.

4. Eignung d. Kommunikationsalternativen für die Krankenhauswahl der Patienten: Kritische Analyse der Eignung von Zertifikaten und Qualitätsberichten hinsichtlich Transparenz, Glaubwürdigkeit, Verständlichkeit und des Nutzen-Aufwand-Verhältnisses für Patienten unter Berücksichtigung rationaler und irrationaler Verhaltensweisen.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion möglicher Lösungsansätze zur Verbesserung der Informationslage für Patienten.

Schlüsselwörter

Krankenhauswahl, Qualitätssicherung, Zertifizierung, Qualitätsbericht, Informationsasymmetrie, DIN ISO 9001, KTQ, §137 SGB V, Patientensicht, Transparenz, Glaubwürdigkeit, rationale Entscheidung, Gesundheitsökonomie, Krankenhausmarkt, Patientenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Zertifizierungen und Qualitätsberichte in Krankenhäusern die Patienten bei der Entscheidung für ein bestimmtes Krankenhaus unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen, ökonomische Modelle der Informationsasymmetrie sowie die Analyse von Zertifizierungsstandards und strukturierten Qualitätsberichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es zu ermitteln, ob Zertifizierungen und gesetzliche Qualitätsberichte geeignete Maßnahmen sind, um die Krankenhauswahl der Patienten positiv zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer argumentativen und literaturgestützten Diskussion, die sich ökonomischer Modelle (wie dem Prinzipal-Agenten-Modell oder Signaling) bedient.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesetzlichen Bestimmungen, erläutert die Funktionsweise von QM-Systemen (ISO 9001, KTQ) und bewertet die Eignung der vorliegenden Informationen für Patienten anhand ökonomischer Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Krankenhauswahl, Qualitätssicherung, Zertifizierung, Qualitätsbericht, Informationsasymmetrie, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Patientensicht.

Warum ist die Wahl des Krankenhauses für Patienten laut Arbeit oft schwierig?

Aufgrund großer Informationsasymmetrien und einer meist unzureichenden oder schwer verständlichen Aufbereitung der Qualitätsdaten ist es für Patienten kaum möglich, eine objektive Qualitätsbeurteilung vorzunehmen.

Welchen Einfluss haben Ärzte auf die Krankenhauswahl laut den Ergebnissen?

Ärzte spielen eine zentrale Rolle, da sich viele Patienten auf Empfehlungen stützen; diese basieren jedoch oft eher auf persönlichen Erfahrungen als auf den offiziellen Qualitätsberichten.

Was sagt die Arbeit über die Glaubwürdigkeit der Qualitätsberichte aus?

Die Arbeit weist auf erhebliche Mängel hin, da die Daten oft in Eigenregie erstellt werden, keine detaillierte Überprüfung stattfindet und selbst Mediziner den Berichten nur begrenztes Vertrauen entgegenbringen.

Welche Rolle spielen irrationale Faktoren bei der Entscheidung?

Menschen handeln nicht immer rein rational; Anker-Effekte, Herdenverhalten und die Vermeidung von unangenehmen Themen (wie Krankheit) beeinflussen Entscheidungen stärker als rein datenbasierte Informationen.

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Details

Titel
Zertifizierung und Qualitätsberichte als Mittel der kommunizierbaren Qualitätssicherung unter besonderer Berücksichtigung der Krankenhauswahl
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,7
Autor
Jana Schmitting (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V320930
ISBN (eBook)
9783668203853
ISBN (Buch)
9783668203860
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zertifizierung qualitätsberichte mittel qualitätssicherung berücksichtigung krankenhauswahl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Schmitting (Autor:in), 2013, Zertifizierung und Qualitätsberichte als Mittel der kommunizierbaren Qualitätssicherung unter besonderer Berücksichtigung der Krankenhauswahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320930
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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