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Der didaktische Zugang zum szenischen Interpretieren im Deutschunterricht. Methodik und Unterrichtssequenz

Titel: Der didaktische Zugang zum szenischen Interpretieren im Deutschunterricht. Methodik und Unterrichtssequenz

Seminararbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1

Autor:in: Melanie Binder (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Szenisches Interpretieren – ein Schlagwort, das Neugier weckt. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen didaktische und methodische Aspekte, ebenso wie eine praktische Veranschaulichung. Es geht um das Schlagen von Brücken zwischen der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und jener der Literatur. Es geht um das Minimieren des Frontalunterrichtes und um den Ausbau eines handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts. Es geht um das Eingreifen der Theaterpädagogik in längst verstaubte didaktische Zugänge.

Grundfragen denen in dieser Arbeit nachgegangen werden soll, sind folgende: Was ist Szenische Interpretation und wie ist sie aufgebaut? Weshalb sollte diesem Zugang im Literaturunterricht Aufmerksamkeit geschenkt werden? In welchem methodischen Kontext bewegt sich die Szenische Interpretation? Wie kann die Szenische Interpretation anhand eines konkreten Beispiels im Rahmen einer Unterrichtssequenz umgesetzt werden? Aus diesem Grund soll im ersten Hauptpunkt der didaktische Aufbau bzw. Zugang analysiert und verdeutlicht werden.

Dabei werde ich zum Großteil dem Aufbau und der Argumentation von Karl Schuster folgen, der mit seinem Werk Szenische Interpretation ein wichtiges Handbuch für interessierte Lehrpersonen geschaffen hat, welches sowohl theoretische Hintergrundinformationen, als auch praktische Umsetzungsansätze enthält.

Danach soll die Methodik näher betrachtet werden. Dabei wird auch der Versuch unternommen, die historische Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts möglichst anschaulich nachzuzeichnen. Aber auch die gegenwärtige didaktische Diskussion soll kurz umrissen werden. Einen Großteil der Informationen habe ich Schuster und Waldmann entnommen.

Im letzten Hauptpunkt zeige ich, wie das Szenische Interpretieren in eine Unterrichtssequenz umgesetzt werden kann. Abschließend folgt eine Zusammenfassung wichtiger Themenpunkte und Ergebnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Der didaktische Zugang zur Szenischen Interpretation

2.1. Szenische Interpretation – Was ist das?

2.2. Grundgedanken und die Frage des „Warums?“

2.3. Schritte der Szenischen Interpretation

3. Die Methodik: Szenische Interpretation als handlungs- und produktionsorientierter bzw. erfahrungsbezogener Zugang

4. Veranschaulichung der Thematik anhand einer Unterrichtssequenz

5. Zusammenfassung

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Konzept der szenischen Interpretation im Literaturunterricht mit dem Ziel, eine Brücke zwischen der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und literarischen Werken zu schlagen, um Frontalunterricht zu minimieren und handlungsorientierte Lernprozesse zu fördern.

  • Theoretische Grundlagen und methodische Aspekte der szenischen Interpretation
  • Historische Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
  • Didaktische Bedeutung der szenischen Interpretation in einer visuell geprägten Gesellschaft
  • Praktische Umsetzung in einer Unterrichtssequenz am Beispiel des Dramas "Andorra" von Max Frisch

Auszug aus dem Buch

2.1. Szenische Interpretation – Was ist das?

Szenische Interpretation ist eine Unterrichtsweise, die viele unterschiedliche Verfahren einschließt: z.B. Wahrnehmungsübungen, Vorstellungsübungen (Phantasiereisen, Raumbeschreibungen), Körper- und Bewegungsübungen, Sprechübungen, Rollenbiographie, Rollengespräch, Erlebnisgespräch, Einfühlungsgespräch, Standbilder, Abbrechen von Handlungsverläufen, Statuen, Szenische Improvisation und viele mehr. Einige dieser Verfahren sollen an späterer Stelle exemplarisch erläutert werden.

Die Vielfalt, mit welcher Lehrpersonen und auch SchülerInnen konfrontiert sind, ist natürlich enorm. Dennoch geht es nicht darum, dass all diese Einzelverfahren „beherrscht“ werden müssen. Dies würde die Intention dieser didaktischen Herangehensweise weitgehend verfehlen. Vielmehr soll damit ein breiter Methodenpool verdeutlicht werden, welcher auch bei häufiger Verwendung eine stete Abwechslung und ein individuelles Eingehen auf jede Klasse ermöglicht.

Die Intention der Szenischen Interpretation ist, SchülerInnen eine Möglichkeit zu bieten, auf ihre Weise Vorstellungen von den sprachlich entworfenen Figuren, Szenen und sozialen Dramen entwickeln zu können. Ein solcher Literaturunterricht gibt die Chance probeweise mit allen Sinnen in einer vorgestellten Welt zu agieren und im Zuge dessen sowohl die thematisierte Literatur als auch sich selbst besser zu verstehen.

Die Szenische Interpretation bemüht sich, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Sie nimmt literarische Texte als sprachliche Entwürfe von Szenen bzw. sozialen Dramen und versteht sie im Sinne Turners als mehr oder weniger repräsentative Metakommentare zu sozialen Ereignissen und Themen [...]. Die in den Texten entworfenen Geschehnisse werden bei der Szenischen Interpretation nicht nur analysiert und diskutiert, sondern über szenische Handlungen im Hier und Jetzt des Unterrichts belebt und in Beziehung gesetzt zu Erfahrungen und Situationen, die den Schülerinnen und Schülern vertraut sind oder die sie beschäftigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Arbeit, die das Ziel verfolgt, durch szenisches Interpretieren eine Verbindung zwischen Literatur und Schülerwelt herzustellen.

2. Der didaktische Zugang zur Szenischen Interpretation: Definition und Vorstellung des Konzepts sowie Erläuterung der zugrundeliegenden Schritte und Phasen.

3. Die Methodik: Szenische Interpretation als handlungs- und produktionsorientierter bzw. erfahrungsbezogener Zugang: Analyse der theoretischen Verankerung in der Literaturdidaktik und historischen Entwicklung.

4. Veranschaulichung der Thematik anhand einer Unterrichtssequenz: Konkrete, fünfstündige Unterrichtsplanung für das Werk "Andorra" von Max Frisch.

5. Zusammenfassung: Rekapitulation der zentralen Fragen und Ergebnisse zur szenischen Interpretation.

6. Bibliographie: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Szenische Interpretation, Literaturunterricht, Handlungs- und Produktionsorientierung, Didaktik, Rollenbiografie, Standbilder, Performanz, Erfahrung, Rezeptionsästhetik, Max Frisch, Andorra, Schülermodell, Identitätsfindung, Theaterpädagogik, Unterrichtssequenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration theaterpädagogischer Methoden in den Literaturunterricht, um Lernenden einen handlungs- und erfahrungsorientierten Zugang zu literarischen Texten zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung szenischer Verfahren, die historische Entwicklung handlungsorientierter Didaktik sowie die praktische Umsetzung dieser Ansätze im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler durch szenisches Agieren ihre eigene Vorstellungskraft entfalten und als gleichberechtigte Leser agieren können, statt sich nur auf analytische Aufgaben zu beschränken.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und Didaktik-Grundlagen, die in ein praktisches Modell einer Unterrichtssequenz überführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und prozessuale Beschreibung der szenischen Interpretation, deren methodische Einordnung in die Produktionsorientierung sowie eine konkrete fünfstündige Unterrichtsplanung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Szenische Interpretation, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Literaturunterricht und Erfahrungsbezug definieren.

Warum ist der Bezug zum Drama "Andorra" von Max Frisch gewählt worden?

Das Drama dient als exemplarisches Beispiel, da es klare Rollen- und Raumvorstellungen bietet, die sich besonders gut für die szenische Umsetzung eignen.

Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Beobachter im Unterrichtsmodell ein?

Die Beobachter sind integraler Bestandteil der Methode, da sie durch ihre Rückmeldungen zur Deutung, Beschreibung und Reflexion des szenischen Geschehens beitragen und so den Lernprozess vervollständigen.

Welche Rolle spielen die "Gedanken-Stopps" bei der Szenischen Interpretation?

Sie dienen der Unterbrechung des Spielgeschehens, um die Schülerinnen und Schüler zu animieren, ihre inneren Gedanken, Gefühle und Motive in der Rolle zu artikulieren und somit eine tiefere Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der didaktische Zugang zum szenischen Interpretieren im Deutschunterricht. Methodik und Unterrichtssequenz
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Melanie Binder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V320963
ISBN (eBook)
9783668204515
ISBN (Buch)
9783668204522
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zugang interpretieren deutschunterricht methodik unterrichtssequenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Binder (Autor:in), 2014, Der didaktische Zugang zum szenischen Interpretieren im Deutschunterricht. Methodik und Unterrichtssequenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320963
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Leseprobe aus  27  Seiten
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