In dieser Hausarbeit aus dem Modul "Inklusive Pädagogik" stelle ich den Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland vor und gehe auf die Rechte und Pflichten von asylsuchenden Menschen ein sowie auf die Möglichkeiten, die sich ihnen hinsichtlich Arbeit, Schulbesuch und Kitabesuch bieten.
Ich werde zuerst auf den Begriff des Asyls, danach auf den Ablauf des Asylverfahrens und dann auf die Rechte und Pflichten der Asylsuchenden eingehen sowie auf die Möglichkeit, zu arbeiten sowie die Kita und die Schule zu besuchen. Ausnahmefälle werde ich nicht erläutern und ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit, da die Gesetzeslage aufgrund der aktuellen Entwicklungen viel diskutiert/reformiert wird und die Informationen schwammig sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Meldung als Asylsuchender und Verteilung
2. Der Antrag auf Asyl
3. Dublin-Verfahren
4. Prüfung des Schutzbedarfs
5. Anhörung und Befragung
6. Entscheidung
7. Rechtsschutz
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dient der systematischen Darstellung des deutschen Asylverfahrens, um einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Verfahrensschritte sowie die damit verbundenen Rechte und Pflichten für Asylsuchende zu vermitteln.
- Phasen des Asylbewerbungsprozesses von der Meldung bis zur Entscheidung
- Differenzierung zwischen Asylrecht, Flüchtlingsschutz und subsidiärem Schutz
- Die Funktion und Bedeutung des Dublin-Verfahrens
- Rechte und Pflichten von Asylsuchenden im Verlauf des Verfahrens
- Zugang zu Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung und Bildungswesen
Auszug aus dem Buch
1. Meldung als Asylsuchender und Verteilung:
Der erste Schritt ist, sich bei einer Behörde als asylsuchend zu melden („Asylgesuch“). Der Asylsuchende wird an eine Anlaufstelle für Asylbewerber verwiesen und nachdem er sich dort gemeldet hat, wird mit dem bundesweiten Verteilungssystem „EASY“ („Erstverteilung für Asylsuchende“) festgestellt, welches Bundesland und somit welche Außenstelle des „Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge“ (BAMF) für ihn zuständig ist. Dann erhält der Asylsuchende die sog. „BÜMA“ (Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender) und falls ein anderes Bundesland für seine Aufnahme verantwortlich ist, ein Zugticket dorthin. Innerhalb eines festgelegten Zeitraumes muss sich der Asylsuchende in der zuständigen Außenstelle des BAMF melden und kann seinen Antrag auf Asyl dort stellen. Bei unbegleitet reisenden Minderjährigen findet i.d.R. keine Verteilung statt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Meldung als Asylsuchender und Verteilung: Beschreibt den initialen Prozess der Registrierung und die Zuweisung des Asylsuchenden an ein zuständiges Bundesland via EASY-System.
2. Der Antrag auf Asyl: Erläutert die persönliche Antragstellung, die Datenerhebung inklusive Fingerabdrücken und die Erteilung der Aufenthaltsgestattung.
3. Dublin-Verfahren: Behandelt die Zuständigkeitsprüfung innerhalb der EU, um festzustellen, ob ein anderer Staat für den Asylantrag verantwortlich ist.
4. Prüfung des Schutzbedarfs: Differenziert die verschiedenen Schutzformen wie Flüchtlingsschutz, subsidiären Schutz und nationale Abschiebungsverbote.
5. Anhörung und Befragung: Beschreibt das persönliche Gespräch beim BAMF als zentralen Teil des Verfahrens zur Darlegung der Fluchtgründe.
6. Entscheidung: Erläutert die Möglichkeiten der Anerkennung oder Ablehnung des Asylantrags durch das BAMF.
7. Rechtsschutz: Informiert über die juristischen Möglichkeiten, gegen ablehnende Bescheide vor Verwaltungsgerichten vorzugehen.
Schlüsselwörter
Asylverfahren, BAMF, Dublin-Verfahren, Asylantrag, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz, Aufenthaltsgestattung, Anhörung, Abschiebung, Verwaltungsgericht, Klage, Arbeitserlaubnis, Kita-Platz, Schulpflicht, Wohnsitzauflage
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine strukturierte Übersicht über den gesamten Ablauf eines Asylverfahrens in Deutschland, von der ersten Meldung bis hin zu möglichen rechtlichen Schritten bei Ablehnungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Neben dem prozeduralen Ablauf des Asylverfahrens werden auch die rechtlichen Statusformen, die Pflichten und Rechte während der Aufenthaltsgestattung sowie die Integration in den Arbeitsmarkt und das Bildungssystem thematisiert.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die komplexen gesetzlichen Vorgaben des Asylbewerbungsprozesses leicht verständlich aufzubereiten, um einen Einblick in die bürokratischen Schritte zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Zusammenfassung der aktuellen Gesetzeslage und der geltenden Verfahrensvorschriften unter Einbeziehung relevanter Quellen wie dem AsylVfG und dem AufenthG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert das Verfahren in sieben aufeinanderfolgende Schritte, ergänzt um eine detaillierte Erläuterung der verschiedenen Schutzarten und der sozialen Teilhabe.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Wichtige Begriffe sind Asyl, BAMF, Dublin-Verordnung, Schutzstatus, Aufenthaltsgestattung, Mitwirkungspflichten und rechtliche Schutzmöglichkeiten.
Wann endet die Zuständigkeit für eine Erstaufnahmeeinrichtung?
Die Verpflichtung, in der zugewiesenen Aufnahmeeinrichtung zu leben, besteht in der Regel für 6 bis maximal 12 Wochen, danach ist ein freierer Wohnsitz möglich, wobei die Wohnsitzauflage weiterhin bestehen kann.
Gibt es für Kinder von Asylsuchenden eine Schulpflicht?
Ja, der Zugang zu Schule und Kita ist gesetzlich geregelt. Die Schulpflicht variiert je nach Bundesland, tritt jedoch meist nach dem Verlassen der Erstaufnahmeeinrichtung ein, wobei das Recht auf Schulbesuch oftmals schon vorher besteht.
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- Katharina Ihme (Author), 2016, Der Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland. Rechte und Pflichten der Asylsuchenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320993