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Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund aufgrund der Entwertung des kulturellen und sozialen Kapitals

Title: Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund aufgrund der Entwertung des kulturellen und sozialen Kapitals

Bachelor Thesis , 2016 , 38 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nora Blöchl (Author)

Sociology - Children and Youth
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In der vorliegenden Arbeit soll eine Antwort auf die Forschungsfrage „Inwiefern ist Bourdieus Konzept der Chancengleichheit auf die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund anzuwenden?“ gefunden werden. Zuerst wird auf Bourdieus Theorie der Chancengleichheit eingegangen. Die verschiedenen Formen des Kapitals werden aufgelistet und erklärt. Danach wird das Thema mit Boudons Theorie noch weiter ausgeführt und es soll erläutert werden, wie das kulturelle Kapital in der Familie weitergereicht wird. Anhand einer Tabelle wird aufgezeigt, wie die Bildungsungerechtigkeiten vom Schulsystem reproduziert werden. Um etwas genauer darzustellen, inwiefern der Bildungsweg von Migrant/innen der zweiten Generation von dem Bildungsweg ihrer Eltern abhängig ist, wird eine Studie von Michaela Sixt und Marek Fuchs angeführt. Die Ergebnisse dieser Studie werden anhand der institutionellen Diskriminierung in der Schule erklärt. Es soll die Frage geklärt werden, inwiefern Migrant/innen in der zweiten Generation der Bildungsweg erschwert wird.
Im nächsten Kapitel werden die Mechanismen der institutionellen Diskriminierung angeführt. Es wird erläutert, inwiefern die deutsche Sprache in der Schule als kulturelles Kapital eine große Rolle spielt und eine kurze Erklärung zum transkulturellen Ansatz geliefert. Um einen produktiven Ansatz im Bezug auf Transkulturalität und Mehrsprachigkeit anzuführen, wird kurz auf das schwedische Schulsystem eingegangen und dieses mit dem österreichischen System verglichen.
Im darauffolgenden Kapitel wird eine geschichtliche Analyse zum österreichischen Kulturbegriff geliefert und auf die nationale Sprachenpolitik eingegangen.
Der letzte Teil der Arbeit soll Antwort darauf geben, ob Mehrsprachigkeit bei Menschen mit Migrationshintergrund als kulturelles Kapital gelten kann und welche Folgen die Entwertung dieses Kapitals auf die Identitätsbildung haben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftspolitische Theorien im Kontext der Chancengleichheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund

2.1. Illusion der Chancengleichheit

2.1.1. Bourdieus Kapitalkonzept

2.1.2. Soziale Ungerechtigkeiten bei Boudon

2.2. Die Vererbung der sozialen Position der Eltern

2.2.1. Die Vererbung der sozialen Position der Eltern bei Migrationshintergrund

2.2.2. Bildungsbenachteiligung als Folge der Entwertung des sozialen und kulturellen Kapitals

3. Institutionelle Diskriminierung in der Schule

3.1. Sprache und Macht

3.2. Exklusion und Inklusion

3.3. Die deutsche Standardsprache als kulturelles Kapital in der Schule

3.4. Mechanismen der Institutionelle Diskriminierung in der Schule

3.5. Schulsegregation

3.6. PISA und Migrationskinder

3.7. Das schwedische und österreichische Schulsystem

4. Österreich und die kulturelle Identität

4.1. Nationale Sprachenpolitik in Österreich

5. Mehrsprachigkeit als Kapital

5.1. Die ökonomischen Gründe für den Fremdsprachenerwerb

5.2. Kann Mehrsprachigkeit bei Menschen mit Migrationshintergrund also kulturelles Kapital gelten?

5.3. Transkulturalität

5.4. Sprache und Identität

5.4.1. Identität

5.4.2. Sprache und Identität im Kontext Migration

6. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage, inwiefern Bourdieus Konzept der Chancengleichheit auf die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund anwendbar ist, wobei der Fokus auf der Entwertung kulturellen und sozialen Kapitals durch das Schulsystem liegt.

  • Analyse bildungssoziologischer Theorien (Bourdieu, Boudon) zur Reproduktion sozialer Ungleichheit.
  • Untersuchung institutioneller Diskriminierungsprozesse und deren Auswirkungen auf den Bildungserfolg.
  • Vergleich der Schulsysteme sowie der Umgang mit Mehrsprachigkeit in Schweden und Österreich.
  • Diskussion von Identitätsbildungsprozessen im Kontext von Migration und staatlicher Sprachenpolitik.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Bourdieus Kapitalkonzept

Bourdieu führt das Elend der Welt, die Produktion und Reproduktion sozialem Leid und die wachsende Ungleichheit und Ausgrenzung nicht auf die zunehmende Modernisierung, sondern auf die kapitalistische Ökonomie und die dementsprechende Staatenpolitik zurück. Die Wirtschaft wird vom Finanzkapital beherrscht, welches nur dem einen Selbstzweck folgt: dem Streben nach maximalem Profit. Die neue Form der Herrschaft stützt sich dabei auf die soziale Bedingung der Anwendung. Das heißt, dass Macht auf der Weitergabe von kulturellem Kapital und der Intelligenz des Rassismus fußt. Laut Bourdieu trägt unser Bildungssystem zur Reproduktion der sozialen Herkunft bei. Dafür ist ein Kapitalkonzept verantwortlich, das nicht mehr nur auf dem ökonomischen Kapital aufbaut, sondern auch das kulturelle, das soziale und das symbolische Kapital beinhaltet. Auf diese Kapitalformen wird die politische und gesellschaftliche Macht aufgeteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der Forschungsfrage und Einbettung in den theoretischen Rahmen sowie kurze Skizzierung des methodischen Vorgehens.

2. Gesellschaftspolitische Theorien im Kontext der Chancengleichheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund: Theoretische Auseinandersetzung mit Bourdieus Kapitalkonzept und Boudons Modell zur Weitergabe sozialer Positionen.

3. Institutionelle Diskriminierung in der Schule: Analyse der Mechanismen, die zu Exklusion und Benachteiligung durch die Dominanz einer bestimmten Standardsprache führen.

4. Österreich und die kulturelle Identität: Historische und politische Betrachtung der Verbindung von Sprache, Nationalidentität und Sprachenpolitik in Österreich.

5. Mehrsprachigkeit als Kapital: Untersuchung der Potenziale von Mehrsprachigkeit als Ressource sowie deren Verhältnis zu Identitätsbildung und Transkulturalität.

6. Conclusio: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit des Bourdieuschen Modells und Notwendigkeit bildungspolitischer Reformen.

Schlüsselwörter

Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Chancengleichheit, Institutionelle Diskriminierung, Mehrsprachigkeit, Identitätsbildung, Sprachenpolitik, Schulsegregation, Habitus, Migration, Bildungssystem, Bourdieu, Transkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund unter Rückgriff auf soziologische Theorien zur Ungleichheitsreproduktion.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernpunkten zählen die Bedeutung von Kapitalformen nach Pierre Bourdieu, die institutionelle Diskriminierung an Schulen und die politische Instrumentalisierung von Sprache.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist zu ergründen, ob und wie Bourdieus Theorie der Chancengleichheit erklärt, warum Kinder mit Migrationshintergrund im Schulsystem strukturell benachteiligt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Konzepte sowie der Auswertung bestehender Studien und bildungspolitischer Analysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwertung kulturellen Kapitals, den Mechanismen der schulischen Selektion, PISA-Ergebnissen und der nationalen Sprachenpolitik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind kulturelles Kapital, institutionelle Diskriminierung, Schulsegregation, Mehrsprachigkeit und soziale Herkunft.

Welche Bedeutung hat das österreichische Selbstverständnis für die Thematik?

Die Autorin arbeitet heraus, wie eine historisch gewachsene, homogene Vorstellung der österreichischen Identität zu einer restriktiven Sprachenpolitik beiträgt, die Mehrsprachigkeit oft als Defizit umdeutet.

Wie unterscheidet sich die Situation in Schweden im Vergleich zu Österreich?

Das schwedische System wird als Beispiel für einen proaktiveren Umgang mit Mehrsprachigkeit und eine stärkere politische Ausrichtung auf demokratische Chancengleichheit im Schulwesen angeführt.

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Details

Title
Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund aufgrund der Entwertung des kulturellen und sozialen Kapitals
College
University of Vienna  (Germanistik)
Grade
1
Author
Nora Blöchl (Author)
Publication Year
2016
Pages
38
Catalog Number
V321172
ISBN (eBook)
9783668205215
ISBN (Book)
9783668205222
Language
German
Tags
bildungsbenachteiligung kindern migrationshintergrund entwertung kapitals
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nora Blöchl (Author), 2016, Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund aufgrund der Entwertung des kulturellen und sozialen Kapitals, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321172
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