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Kommunikationsmodelle in Kriminalromanen von Friedrich Dürrenmatt und Bernhard Schlink

Título: Kommunikationsmodelle in Kriminalromanen von Friedrich Dürrenmatt und Bernhard Schlink

Tesis de Maestría , 2014 , 84 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Yatiker Yildiz (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Kaum eine literarische Gattung kann sich größerer Beliebtheit erfreuen als der Kriminalroman. Die Faszination, die der Kriminalroman auf den Leser ausübt, scheint viele Gründe zu haben. Dies kann neben dem Spannungsaufbau, vor allem an seinem Rätselcharakter liegen. Ziel eines jeden Kriminalromans ist es, den Leser bis zum Schluss über die Aufklärung des Verbrechens im Unklaren zu lassen. Dies wird durch eine Beeinflussung des Lesers im Leseakt erzeugt. Es lässt sich nun die Frage formulieren, wie genau diese Beeinflussung funktioniert und wie sie sich äußert. Dies führt zum Thema der literarischen Kommunikation.
Literatur ist Kommunikation, wenn der Urheber des Textes mit einer Botschaft in seinem Werk einen, für ihn unbekannten, Rezipienten erreichen möchte. Vereinfacht gilt für literarische Kommunikation die Formel: Autor – Text – Leser. Doch damit allein ist die Kommunikationsstruktur eines Textes noch nicht erklärt. Da Leser und Autor außerhalb des Textes stehen, muss die Information vermittelnde Instanz innerhalb des Textes verortet sein. Dazu bieten sich die abstrakten Entitäten, der abstrakte Autor und der abstrakte Leser, an. Der abstrakte Autor als Bild, dass sich der Leser vom realen Autor während des Rezeptionsvorgangs macht und der abstrakte Leser als Bild, das sich der Autor von einem undefinierten Leser im Produktionsprozess macht, könnten auf eine Kommunikation zwischen Autor und Leser schließen lassen, die eine Beeinflussung des Lesers durch den Text erzeugt.
Die Problemstellung, der sich diese Arbeit stellt, bezieht sich auf eine Möglichkeit der kommunikativen Fähigkeiten des abstrakten Autors und des abstrakten Lesers als Bestandteil eines Kommunikationsmodells der Literaturwissenschaft. In diesem Kontext muss hier zugleich die Frage beantwortet werden, ob sich speziell innerhalb des Kriminalromans diese abstrakten Entitäten nachweisen lassen.
Ausgangspunkt der weiteren Überprüfung sollen die ausgewählten Werke zweier deutscher Autoren sein. Die beiden Kriminalromane Friedrich Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ und „Der Verdacht“ werden ebenso wie Bernhard Schlinks „Selbs Trilogie“ im Fokus der Analyse stehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kriminalroman und seine Leserlenkung

2.1 Entstehung und Geschichte des Kriminalromans

2.2 Elemente und Strukturen des Kriminalromans

2.3 Die Methoden der Leserlenkung im Kriminalroman

3. Kommunikationsmodelle der Literaturwissenschaft

3.1 Das Kommunikationsmodell von Wolf Schmid

3.2 Das Kommunikationsmodell des Autorenkollektivs Cordula Kahrmann, Gunter Reiß und Manfred Schluchter

3.3 Erweiterung der Kommunikationsmodelle Schmid und Kahrmann/ReißSchluchter durch Reinhard Ibler

4. Die textinterne Kommunikationsebene des abstrakten Autors und des abstrakten Lesers

4.1 Der abstrakte Autor

4.1.1 Kritik am abstrakten Autor

4.1.2 Definition und endgültige Begriffsbestimmung des abstrakten Autors

4.2 Der abstrakte Leser

4.2.1 Kritik am abstrakten Leser

4.2.2 Definition und endgültige Begriffbestimmung des abstrakten Lesers

5. Friedrich Dürrenmatt und seine Detektivromane „Der Richter und sein Henker“ und „Der Verdacht“

5.1 „Der Richter und sein Henker“

5.1.1 Analyse der stilistischen Mittel des Romans

5.1.2 Leserlenkung und der abstrakte Leser

5.1.3 Analyse des abstrakten Autors

5.2 „Der Verdacht“

5.2.1 Analyse der stilistischen Mittel des Romans

5.2.2 Leserlenkung und der abstrakte Leser

5.2.3 Analyse des abstrakten Autors

6. Bernhard Schlink und seine Detektivromane die „Selbs Trilogie“

6.1 „Selbs Justiz“

6.1.1 Analyse der stilistischen Mittel des Romans

6.1.2 Leserlenkung und der abstrakte Leser

6.1.3 Analyse des abstrakten Autors

6.2 „Selbs Betrug“

6.2.1 Analyse der stilistischen Mittel des Romans

6.2.2 Leserlenkung und der abstrakte Leser

6.2.3 Analyse des abstrakten Autors

6.3 „Selbs Mord“

6.3.1 Analyse der stilistischen Mittel des Romans

6.3.2 Leserlenkung und der abstrakte Leser

6.3.3 Analyse des abstrakten Autors

7. Ergebnis der Analyse

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie literarische Kommunikation im Kriminalroman mittels der im literaturwissenschaftlichen Kommunikationsmodell definierten abstrakten Entitäten (abstrakter Autor und abstrakter Leser) nachgewiesen werden kann. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die besondere Eignung des Kriminalromans für dieses Modell, da das Genre aufgrund seiner spielerischen Anlage und Leserlenkung explizit auf eine spezifische Kommunikation zwischen Autor und Leser ausgerichtet ist.

  • Grundlagen der Kommunikation im Kriminalroman
  • Strukturalistische Kommunikationsmodelle (Wolf Schmid, Kahrmann/Reiß/Schluchter, Reinhard Ibler)
  • Textinterne Kommunikationsebenen und ihre Funktionen
  • Analyse der Werke von Friedrich Dürrenmatt
  • Analyse der Werke von Bernhard Schlink

Auszug aus dem Buch

2. Der Kriminalroman und seine Leserlenkung

Bis heute hat der Kriminalroman nichts von seiner Faszination auf den Leser verloren. Dies ist allen Anschein nach seinem Rätselcharakter zuzuschreiben, der den Leser zum Mitraten animiert. Es zeichnet ihn besonders aus, dass er von seinen Autoren „bewusst im Hinblick auf den Leser geschrieben wird.“ Im Folgenden wird, nach einem kurzen Überblick über die Entstehungs- und Gattungsgeschichte, ein Einblick in die Elemente und Strukturen des Kriminalromans gegeben. Um zu zeigen, in welchem Maße der Autor die Handlung konstruieren muss, um dem Leser das Rätselraten zu ermöglichen, findet eine Auseinandersetzung mit den stilistischen Mitteln statt, die zum Zwecke der Leserlenkung verwendet werden.

Diese Arbeit basiert auf folgender Definition des Kriminalromans: Im Gegensatz zur Verbrechensliteratur, beschäftigt sich der Kriminalroman mit dem Verbrechen und mit der Strafe, den Verbrecher ereilt. Der Kriminalroman stellt die Anstrengungen in den Vordergrund, die zur Aufdeckung des Verbrechens und zur Überführung und Bestrafung notwendig sind.

Da es sich, bei den in dieser Arbeit untersuchten Kriminalromanen auch um Detektivgeschichten handelt, wird der Terminus Kriminalroman in dieser Arbeit als Synonym für den Begriff Detektivgeschichte benutzt. Auf eine definitorische Unterscheidung zwischen Detektivgeschichte und Thriller, wie sie einige Autoren vollziehen, wird hier aufgrund mangelnder Relevanz für das erarbeitete Thema verzichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Faszination des Kriminalromans und dessen Rätselcharakter ein und umreißt die theoretische Fragestellung nach der literarischen Kommunikation im Genre.

2. Der Kriminalroman und seine Leserlenkung: Dieses Kapitel erläutert die gattungsspezifischen Elemente des Kriminalromans und stellt dar, welche Bedeutung die bewusste Steuerung und Beeinflussung des Lesers für das Genre hat.

3. Kommunikationsmodelle der Literaturwissenschaft: Hier werden die theoretischen Grundlagen in Form der Kommunikationsmodelle von Wolf Schmid, Kahrmann/Reiß/Schluchter sowie die Erweiterungen durch Reinhard Ibler vorgestellt.

4. Die textinterne Kommunikationsebene des abstrakten Autors und des abstrakten Lesers: Der Fokus liegt auf der theoretischen Bestimmung und Definition des abstrakten Autors und abstrakten Lesers als textinterne Instanzen.

5. Friedrich Dürrenmatt und seine Detektivromane „Der Richter und sein Henker“ und „Der Verdacht“: Eine detaillierte Untersuchung der Kriminalromane Dürrenmatts hinsichtlich stilistischer Mittel, Leserlenkung und der Konkretisierung des abstrakten Autors.

6. Bernhard Schlink und seine Detektivromane die „Selbs Trilogie“: Diese Analyse widmet sich den Werken Schlinks, wobei die gleichen analytischen Schwerpunkte wie bei Dürrenmatt auf die „Selbs Trilogie“ angewandt werden.

7. Ergebnis der Analyse: In diesem Kapitel werden die Analysen der fünf untersuchten Romane zusammengeführt, um die Kommunikationsfähigkeit der abstrakten Entitäten im Genre zu bewerten.

8. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung der Arbeit und fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die literarische Kommunikation im Kriminalroman zusammen.

Schlüsselwörter

Kriminalroman, literarische Kommunikation, abstrakter Autor, abstrakter Leser, Leserlenkung, Narratologie, Wolf Schmid, Friedrich Dürrenmatt, Bernhard Schlink, Detektivgeschichte, Erzähltextanalyse, Rätselcharakter, Textintention, Rezeptionsplanung, Kommunikationsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die literarische Kommunikation innerhalb des Genres Kriminalroman, indem sie analysiert, ob und wie Kommunikationsprozesse über die abstrakten Instanzen "abstrakter Autor" und "abstrakter Leser" funktionieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Theorie der literarischen Kommunikation, die Untersuchung von Leserlenkungsstrategien im Kriminalroman sowie die Anwendung narratologischer Modelle auf konkrete Kriminalromane der deutschen Literatur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob das Kriminalroman-Genre durch seine spezifische Ausrichtung auf Rätselraten und Leserbeeinflussung besonders für die theoretische Anwendung der abstrakten Entitäten des literaturwissenschaftlichen Kommunikationsmodells prädestiniert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse auf Basis strukturalistischer Kommunikationsmodelle (insbesondere von Wolf Schmid und Kahrmann/Reiß/Schluchter) angewandt, kombiniert mit einer textnahen Untersuchung von Werken Dürrenmatts und Schlinks.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle erläutert und definiert. Anschließend erfolgt eine tiefgehende Analyse der Kriminalromane "Der Richter und sein Henker" und "Der Verdacht" von Dürrenmatt sowie der "Selbs Trilogie" von Schlink bezüglich ihrer textinternen Kommunikationsstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Kriminalroman, literarische Kommunikation, abstrakter Autor, abstrakter Leser, Leserlenkung, Erzähltextanalyse und Narratologie beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen realem und abstraktem Autor eine so wichtige Rolle für diese Arbeit?

Diese Differenzierung ist essentiell, da der reale Autor außerhalb des Textes steht, während der abstrakte Autor eine im Text angelegte Instanz ist, die das Verständnis und die Kommunikationsabsicht des Werkes für den Leser steuert und somit erst die textinterne Kommunikation ermöglicht.

Inwiefern unterscheiden sich die Romane von Dürrenmatt und Schlink in Bezug auf die Leserlenkung?

Während beide Autoren stilistische Mittel des klassischen Kriminalromans zur Leserlenkung nutzen, zeigt die Analyse, dass beide die Genre-Regeln gezielt dekonstruieren, um über die Kriminalhandlung hinaus gesellschaftskritische oder geschichtliche Themen in den Fokus zu rücken.

Final del extracto de 84 páginas  - subir

Detalles

Título
Kommunikationsmodelle in Kriminalromanen von Friedrich Dürrenmatt und Bernhard Schlink
Universidad
University of Hagen  (Neuere Deutsche und Europäische Literatur)
Calificación
1,0
Autor
Yatiker Yildiz (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
84
No. de catálogo
V321193
ISBN (Ebook)
9783668206144
ISBN (Libro)
9783668206151
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kriminalroman Kommunikationsmodelle abstrakter Autor abstrakter Leser Bernhard Schlink Dürrenmatt Leserlenkung Detektivromane Geschichte der Kriminalliteratur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Yatiker Yildiz (Autor), 2014, Kommunikationsmodelle in Kriminalromanen von Friedrich Dürrenmatt und Bernhard Schlink, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321193
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