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Partikelgebrauch in der Chatsprache. Analyse von Streitgesprächen in whatsapp-Konversationen

Gesagt, getan – mündliche Kommunikation

Titre: Partikelgebrauch in der Chatsprache. Analyse von Streitgesprächen in whatsapp-Konversationen

Dossier / Travail , 2015 , 22 Pages , Note: 13

Autor:in: Lisa Otto (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Grammaire, Style, Méthode de travail
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Diese Hausarbeit zum Seminar „Gesagt, getan – Mündliche Kommunikation" beschäftigt sich mit der grammatischen Wortart der Partikeln. Partikeln stellen eine Wortart dar, die im mündlichen Sprachgebrauch häufige Verwendung finden. Im theoretischen Teil der Arbeit wird die Wortart zunächst ausgehend von der Dudengrammatik vorgestellt und die einzelnen Funktionen mit Hilfe von Beispielen genauer betrachtet. Soweit nicht anders gekennzeichnet, sind die Beispiele selber erarbeitet. Im Anschluss werden andere Grammatiken hinsichtlich Partikeln mit der Dudengrammatik verglichen und eventuelle Unterschiede aufgegriffen.

Im praktischen Teil der Arbeit dient ein Transskript eines whatsapp-Chat-Gespräches als Grundlage für eine Untersuchung der Theorie im angewandten Sprachgebrauch. Im Seminar wurde unter anderem eine Sequenz aus „Gott des Gemetzels“ analysiert, in der ein face-to-face-Gespräch, das zunächst höflich beginnt, zu kippen droht. Dort wurden viele Partikeln eingesetzt, somit ist es interessant zu betrachten, ob die Partikelwörter in einem whatsapp-Streitgespräch eine ähnliche Funktion haben. Dies liegt vor allem nahe, da eine ähnliche Ausgangssituation in beiden Streitgesprächen vorliegt: Beide Parteien versuchen zunächst einem Streit aus dem Weg zu gehen, wollen aber ihren Standpunkt klar und deutlich der anderen Seite vermitteln.

Es wird sich an dieser Stelle bewusst für die Betrachtung eines Chat-Gespräches entschieden, da dieses dem mündlichen Sprachgebrauch sehr nahe kommt und unter anderem die Dudengrammatik das Aufkommen von Partikeln im mündlichen Sprachgebrauch als ein essentielles Definitionsmerkmal ansieht.

Des Weiteren ist die Kommunikation via Chat – insbesondere bei whatsapp – ein Medium, das meiner Meinung nach in der heutigen Zeit immer mehr genutzt wird, wodurch die Arbeit einen Bezug zur aktuellen Entwicklung der Sprache in der Gesellschaft erhalten soll.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Partikeln in der Dudengrammatik

2.1 Gradpartikeln

2.2 Fokuspartikeln

2.3 Die Negationspartikel nicht

2.4 Abtönungspartikeln

2.5 Gesprächspartikeln

2.6 Interjektionen

2.7 Onomatopoetika

3. Partikeln in anderen Grammatiken

3.1 Handbuch der deutschen Grammatik (Hentschel & Weydt)

3.2 Textgrammatik der deutschen Sprache (Weinrich)

3.3 Deutsche Grammatik (Darski)

4. Partikeln in der Alltagssprache – Beispiel

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Verwendung von Partikeln als wesentlichem Bestandteil der mündlichen Kommunikation innerhalb von schriftlichen WhatsApp-Chatverläufen. Dabei wird analysiert, inwieweit die digitale Alltagskommunikation durch den Einsatz von Partikelwörtern Merkmale der gesprochenen Sprache annimmt und welche Funktionen diese in einem Konfliktgespräch übernehmen.

  • Grammatikalische Einordnung von Partikeln gemäß Dudengrammatik.
  • Vergleichende Analyse theoretischer Ansätze verschiedener Grammatiken.
  • Untersuchung von Partikeln in einem realen WhatsApp-Streitgespräch.
  • Bedeutung der Partikeln für Ausdruck, Betonung und Konfliktdynamik.
  • Diskussion der Eignung von Chat-Medien für linguistische Analysen mündlicher Kommunikation.

Auszug aus dem Buch

2.1 Gradpartikeln

Gradpartikeln oder auch Steigerungspartikeln oder Intensitätspartikeln geben Auskunft über den Intensitätsgrad oder die Ausprägung eines Sachverhalts. Daher findet man sie in einem Satz insbesondere vor Adjektiven, Adverbien, Zahlwörtern oder Verben. So intensiviert beispielsweise sehr in dem Satz: „Die Straßenbahn ist sehr voll.“ das Adjektiv voll. Syntaktisch betrachtet ist zu sagen, dass Gradpartikeln meistens nicht alleine in das Vorfeld des Satzes geschoben werden können. Des Weiteren können sie weggelassen werden, ohne dass der Satz ungrammatisch werden würde. An dem obigen Beispiel ist dies gut erkennbar: „Sehr ist die Straßenbahn voll.“ ist ein ungrammatischer Satzbau, weshalb sehr nicht in das Vorfeld gestellt werden kann. Es ist jedoch möglich, dass man sehr weglässt, ohne dass die Bedeutung des Satzes verändert wird: „Die Straßenbahn ist voll.“.

Gradpartikeln können auch eine Negation („Ich habe gar nicht geschlafen“) sowie Komparative („Der Hund ist viel dicker.“) oder Superlative („Der Hund ist weitaus am dicksten.“) verstärken.

Folgende Wörter können nach der Dudengrammatik unter anderem als Gradpartikeln im Satz auftauchen: wenig, etwas, einigermaßen, fast, ziemlich, so, sehr, ausgesprochen, besonders, ungemein, überaus, ganz, äußerst, zutiefst, höchst, zu, gar, überhaupt, beileibe, viel, weitaus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Partikeln als Wortart im mündlichen Sprachgebrauch ein und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand eines WhatsApp-Transskripts.

2. Partikeln in der Dudengrammatik: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert verschiedene Partikelarten wie Grad-, Fokus-, Abtönungs- und Gesprächspartikeln basierend auf der Dudengrammatik.

3. Partikeln in anderen Grammatiken: Hier werden alternative theoretische Ansätze zur Definition von Partikeln von Hentschel & Weydt, Weinrich und Darski vorgestellt und mit der Dudengrammatik verglichen.

4. Partikeln in der Alltagssprache – Beispiel: Die theoretischen Erkenntnisse werden anhand eines konkreten WhatsApp-Streitgesprächs praktisch angewendet und analysiert.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung von Partikeln für die mündliche Kommunikation in digitalen Medien und unterstreicht die Relevanz der Untersuchung für die Linguistik.

Schlüsselwörter

Partikeln, Dudengrammatik, mündliche Kommunikation, WhatsApp, Chatgespräch, Abtönungspartikeln, Gesprächspartikeln, Gradpartikeln, Fokuspartikeln, Interjektionen, Onomatopoetika, Sprachgebrauch, Linguistik, Grammatik, Alltagssprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der grammatischen Wortart der Partikeln und untersucht deren Funktion und Verwendung im mündlichen sowie schriftlich-digitalen Sprachgebrauch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die grammatikalische Definition von Partikeln, der theoretische Vergleich verschiedener Grammatikmodelle und die Analyse des Partikelgebrauchs in WhatsApp-Chats.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass WhatsApp-Gespräche, bedingt durch den Einsatz von Partikeln, Merkmale der mündlichen Kommunikation aufweisen und eine geeignete Grundlage für linguistische Analysen bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse verschiedener Grammatiken mit einer qualitativ-linguistischen Untersuchung eines realen Transskripts eines Chat-Gesprächs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte theoretische Systematisierung der Partikeln nach der Dudengrammatik, einen Vergleich mit anderen Grammatikansätzen und die praktische Analyse der Chat-Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Partikeln, Dudengrammatik, mündliche Kommunikation, WhatsApp, Chat-Transskript und linguistische Analyse.

Welche spezifische Funktion haben Abtönungspartikeln im untersuchten Chat?

Im untersuchten Streitgespräch dienen sie dazu, die Intention der Sprecher zu verdeutlichen, den Standpunkt zu vermitteln und gleichzeitig soziale Regeln wie die Netiquette zu wahren.

Inwiefern unterscheidet sich die Auffassung von Partikeln bei Darski von der Dudengrammatik?

Darski lehnt klassische Kriterien wie Unflektierbarkeit ab und bestimmt Wortarten stattdessen anhand ihrer spezifischen Rolle innerhalb einer vollständigen Äußerung im Text.

Warum spielt die Intonation im Zusammenhang mit Partikeln eine so große Rolle?

Die Intonation bestimmt bei vielen Partikeln, insbesondere bei Abtönungspartikeln, maßgeblich die Bedeutung und die emotionale Einstellung des Sprechers im Satzgefüge.

Welchen Einfluss hat das Medium WhatsApp auf die Verwendung von Partikeln?

WhatsApp fungiert als ein Medium, das stark an mündliche Kommunikation angelehnt ist, weshalb Nutzer vermehrt Partikel einsetzen, um ihren schriftlichen Nachrichten mehr Ausdruck und Nuancen zu verleihen.

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Résumé des informations

Titre
Partikelgebrauch in der Chatsprache. Analyse von Streitgesprächen in whatsapp-Konversationen
Sous-titre
Gesagt, getan – mündliche Kommunikation
Université
University of Kassel  (Institut für Germanistik)
Cours
Gesagt, getan - mündliche Kommunikation
Note
13
Auteur
Lisa Otto (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
22
N° de catalogue
V321195
ISBN (ebook)
9783668205512
ISBN (Livre)
9783668205529
Langue
allemand
mots-clé
Chatsprache mündliche Kommunikation Partikel Grammatik gesprochene Sprache Schriftsprache Partikelgebrauch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Otto (Auteur), 2015, Partikelgebrauch in der Chatsprache. Analyse von Streitgesprächen in whatsapp-Konversationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321195
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Extrait de  22  pages
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