Die vorliegende Hausarbeit erarbeitet die aktuelle Situation der Globalisierung sowie Internationalisierung durch transnationale Unternehmen. Weiterhin wird auf die Weltwirtschaftskrise eingegangen. Das neue Wissen um die Fragilität der Abhängigkeiten in der Weltwirtschaft, ruft in den Chefetagen international agierender Firmen Reaktionen bei den Verlagerungs- bzw. Rückverlagerungsaktivitäten hervor.
Im ersten Kapitel werden die Begriffe Globalisierung und Transnationale Unternehmen als Basiswissen vorgestellt und erläutert.
Im zweiten Kapitel erfolgt die Erklärung zur Entstehung der Weltwirtschaftskrise und deren Auswirkungen.
Im dritten Kapitel werden Statistiken und Motive zu Verlagerungs- und Rückverlagerungsaktivitäten vorgestellt.
Im vierten und letzten Kapitel erfolgt dann ein Beispiel, in der die während der Wirtschaftskrise erfolgten Rückverlagerungsaktivitäten des deutschen Motorsägenherstellers STIHL® vorgestellt werden.
Die Globalisierung ist eine globale, wirtschaftliche und politische Vernetzung, die mit einer kulturellen Annäherung einhergeht. Aufgrund der verbesserten Kommunikationstechnologien, günstigeren Transportkosten und der Beseitigung von Grenzen können Dienstleistungen, Güter, Wissen und Kapital in immer größerem Umfang und immer kürzeren Zeit ausgetauscht werden. Transnationale Unternehmen (TNC) sind die treibenden Kräfte dieses Phänomens. Im Rahmen der wirtschaftlichen Internationalisierung entstand ein neuer globaler Wettbewerb in denen TNCs konkurrieren bzw. um Marktanteile in Zielländern kämpfen wollen.
Durch die starke Vernetzung des Finanzsystems und der noch fehlenden supranationalen Regulierungsrichtlinien hatte die in den USA entstandene Subprime Kreditkrise eine Wirtschaftskrise mit globalen Auswirkungen verursacht, welche aufgrund der resultierenden Zurückhaltung der Banken hinsichtlich der Kreditvergabe auch auf die Realwirtschaft übergegangen ist.
Insbesondere in Krisenzeiten fanden in der Vergangenheit Produktionsverlagerungen mit dem Motiv der Kosteneinsparung statt. Aktuell scheinen die Unternehmen in der Wirtschaftskrise vorrangig bestrebt zu sein, Kapazitäten an bestehenden Standorten zusammenzuhalten; die Produktionsverlagerungen befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Die Rückverlagerungen an den Standort Deutschland befinden sich auf einem stabilen Level. Statistisch kommt auf jede dritte Verlagerung eine Rückverlagerung.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Globalisierung und Transnationale Unternehmen
1.1 Globalisierung
1.2 Transnationale Unternehmen
1.3 Die Transnationale Strategie
2 Wirtschaftskrise 2008
3 Verlagerungen und Rückverlagerungen
3.1 Verlagerung
3.2. Rückverlagerung
4 Produktionsrückverlagerung nach Deutschland am Beispiel der Firma STIHL®
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit analysiert die Auswirkungen der Globalisierung und der Wirtschaftskrise 2008 auf die Verlagerungs- und Rückverlagerungsentscheidungen international agierender Unternehmen, mit einem besonderen Fokus auf die Strategien zur Standortsicherung in Deutschland.
- Grundlagen der Globalisierung und die Rolle transnationaler Unternehmen
- Ursachen und Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise 2008
- Empirische Analyse von Verlagerungs- und Rückverlagerungsmotiven
- Fallstudie zur Produktionsrückverlagerung des Motorsägenherstellers STIHL®
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Was ist Globalisierung?
Aufgrund von politischem oder wirtschaftlichem Interesse verschwinden oder verwischen zunehmend und immer schneller nationale Grenzen (Handels- und Investitionsschranken, Kommunikation, Sprachen, Kultur, physische Grenzen, sprachliche Grenzen). Die Welt von heute ist gekennzeichnet von einer weltweiten Vernetzung, abnehmenden Transportkosten für Menschen und Material (wie Abb. 1.1 zeigt), erhöhtem und beschleunigtem Warenumschlag, bargeldlosen, grenzüberschreitenden Finanztransaktionen sowie der neuartigen Kommunikationsmöglichkeiten in Echtzeit. Es ist eine neue Erfahrung von Raum und Zeit entstanden und die Welt wird immer mehr als Einheit wahrgenommen. Der freie Welthandel, verbunden mit Anstrengungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Firmen, hat die globalen Marktchancen signifikant verbessert.
Zum einen könnte es durch die Globalisierung zu einer immer stärker werdenden Vernetzung kommen, d.h. zu einer Konvergenz in der sich Lebensverhältnisse angleichen (kulturelle Globalisierung). Andererseits ist auch eine Divergenz denkbar, d.h. die Aufrechterhaltung von kulturellen Differenzen (Kulturalismus). Sowohl Firmen müssen sich dem globalen Wettbewerb anpassen, als auch die untereinander um Standortvorteile konkurrierenden Staaten. Es werden also bewusst Marktcharakteristika als Vorteile des Heimatlandes gegenüber anderen Ländern hervorgehoben. Staaten müssen sich also nicht anpassen, wenn sie nicht wollen (Protektionismus).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Globalisierung, die Relevanz transnationaler Unternehmen und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf Unternehmensstrategien.
1 Globalisierung und Transnationale Unternehmen: Definition und Erläuterung der Globalisierung sowie der Charakteristika und Strategien transnationaler Unternehmen.
2 Wirtschaftskrise 2008: Untersuchung der Entstehung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ausgehend von der US-Immobilienblase.
3 Verlagerungen und Rückverlagerungen: Detaillierte Analyse der Motive, Branchen und Trends bei der Standortwahl von Industriebetrieben.
4 Produktionsrückverlagerung nach Deutschland am Beispiel der Firma STIHL®: Praktische Anwendung der Theorie anhand konkreter Rückverlagerungsmaßnahmen des Unternehmens.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Standortsicherung und der wachsenden Bedeutung der Qualität als Wettbewerbsfaktor.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Transnationale Unternehmen, TNC, Wirtschaftskrise 2008, Produktionsverlagerung, Rückverlagerung, Standort Deutschland, STIHL, Subprime Krise, Global Governance, Kosteneinsparung, Qualitätssicherung, Wettbewerbsfähigkeit, Markterschließung, Offshore Outsourcing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie globale Unternehmen auf die Auswirkungen der Globalisierung und der Wirtschaftskrise 2008 reagieren und welche Standortentscheidungen sie dabei treffen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Globalisierung, die Entstehung der Wirtschaftskrise, Motive für Verlagerungen ins Ausland sowie die Gründe für Rückverlagerungen nach Deutschland.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie externe Kriseneinflüsse die Verlagerungsstrategien beeinflussen und warum Unternehmen zunehmend dazu übergehen, ihre Produktion wieder an den Heimatstandort zurückzuholen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Globalisierung und Wirtschaftskrise sowie einer explorativen Fallstudienanalyse am Beispiel der Firma STIHL.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert statistische Daten zu Verlagerungs- und Rückverlagerungsmotiven (z.B. Kosten vs. Qualität) und beleuchtet die strategische Neuausrichtung von Betrieben.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?
Wichtige Begriffe sind unter anderem TNC (Transnationale Unternehmen), Offshoring, Qualitätssicherung und die strategische Bedeutung des Standorts Deutschland.
Warum war der Standort Brasilien für STIHL zeitweise unattraktiv?
Aufgrund der starken Währung (Real) sowie gestiegener Zusatzkosten für Zoll, Fracht und Steuern verlor Brasilien seine Attraktivität als Exportstandort.
Welches ist laut Arbeit der Hauptgrund für Rückverlagerungen?
Qualitätsprobleme und der damit verbundene Aufwand zur Sicherstellung von Produkt- und Prozessstandards stellen das wichtigste Motiv für Rückverlagerungsentscheidungen dar.
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- Kerstin Hinck (Author), 2012, Produktionsverlagerung und Rückverlagerung transnationaler Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321197