Gegenstand der Arbeit ist eine Befragung in einem deutschen Unternehmen innerhalb des Dialogmarketings zur Einführung eines neuen Anreizsystems. Ziel dieses Anreizsystems soll eine erhöhte Produktivität des Einzelnen sowie des gesamten Teams sein. Teamarbeit wird in deutschen Unternehmen eine immer höhere Bedeutung zugesprochen. Durch einen steigenden Konkurrenzdruck sind Unternehmen gezwungen, schneller und innovativer zu agieren und sich flexibler an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Aber auch umfangreiche Aufgaben können durch ein Team oft besser gelöst werden, da unterschiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten eigebracht werden.
Ein Weg, die Leistung zu steigern besteht darin, die Mitarbeiter bzw. das Team zu motivieren. Hierbei gibt es viele unterschiedliche Ansätze, die von Geld bis zu Incentives reichen. Klassisch wird dabei in der psychologischen Forschung zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation unterschieden. Die Literatur legt hier insbesondere Wert auf die intrinsische Motivation. Dabei darf aber die extrinsische Motivation nicht einseitig zu Gunsten reiner intrinsischer Faktoren geopfert werden. In dieser Arbeit werde ich mir ansehen, wie ein sichtbares Wettbewerbssystem, das mit monetären Anreizen gekoppelt ist, sich auf die Motivation der Teammitglieder auswirken kann.
Diese Arbeit befasst sich mit der Thematik, inwieweit die Produktivität von Teams durch sichtbare monetäre Anreizsysteme beeinflusst werden kann. Welchen positiven oder negativen Effekt kann ein solches Anreizsystem bewirken. Wie wird es von den Mitgliedern gesehen – sind es monetäre Anreize, die eine Rolle spielen, oder sollte doch den klassischen humanistischen Modellen gefolgt werden, die den Fokus vor allem auf intrinsische Werte legen? Inwieweit wirkt sich ein monetär sichtbares Anreizsystem auf die Motivierungspotenziale in der Situation aus, d.h. insbesondere auf die Leistungsmotivation. Diese und weitere Fragen sollen im Folgenden behandelt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung
- Zielsetzung
- Begriffsabgrenzung
- Leistungsverhalten
- Anreizsystem
- Intrinsische und extrinsische Motivation
- Theoretische Grundlagen
- McClellands Leistungsmotiv
- Instrumentalitätstheorie der Motivation nach Vroom
- Principal-Agent Theory
- Mini-Studie
- Untersuchungsdesign
- Stichprobe
- Hypothesenbildung und Operationalisierung
- Skalenniveau
- Statistische Erhebung und Auswertungsmethode
- Datenauswertung
- Leistungsmotivation
- Individuelle Erwartungshaltung
- Teamarbeit
- Handlungsempfehlung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht, wie die Einführung eines neuen Anreizsystems in einem deutschen Unternehmen innerhalb des Dialogmarketings die Produktivität des einzelnen Mitarbeiters und des gesamten Teams beeinflussen kann. Ziel ist es, anhand einer Befragung die Wahrnehmung der Mitarbeiter zu erforschen und zu analysieren, welche Faktoren bei der Motivation eine Rolle spielen.
- Die Bedeutung von sichtbaren, monetären Anreizsystemen für die Leistungsmotivation.
- Die Auswirkungen des Anreizsystems auf die intrinsische und extrinsische Motivation der Mitarbeiter.
- Die Rolle des Wettbewerbs und die potenziellen Auswirkungen auf die Teamarbeit.
- Die Relevanz von individuellen Bedürfnissen und Präferenzen in der Gestaltung von Anreizsystemen.
- Die Anwendung psychologischer Theorien wie der Instrumentalitätstheorie von Vroom und der Principal-Agent-Theory.
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Problem der fehlenden Motivationsstrukturen in einem deutschen Unternehmen im Bereich des Dialogmarketings vor und führt die Zielsetzung der Untersuchung ein.
- Begriffsabgrenzung: Der Begriff des Leistungsverhaltens, Anreizsystems und der intrinsischen sowie extrinsischen Motivation werden definiert und im Kontext der Studie erläutert.
- Theoretische Grundlagen: Das Leistungsmotiv nach McClelland, die Instrumentalitätstheorie der Motivation nach Vroom und die Principal-Agent-Theory werden als theoretische Fundamente der Untersuchung vorgestellt.
- Mini-Studie: Die Untersuchungsergebnisse der Testphase mit einem neuen Anreizsystem werden präsentiert, einschließlich der Methodik, Stichprobe und Datenauswertung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Leistungsmotivation, Anreizsysteme, extrinsische Motivation, Teamarbeit, Dialogmarketing, Instrumentalitätstheorie, Principal-Agent-Theory und Equity-Theory.
Häufig gestellte Fragen
Wie wirken sich sichtbare Anreizsysteme auf Teams aus?
Die Arbeit untersucht, ob öffentliche Wettbewerbssysteme und monetäre Anreize die Produktivität steigern oder eher das Teamklima belasten.
Was ist der Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation?
Intrinsische Motivation kommt aus der Aufgabe selbst (Spaß, Sinn), während extrinsische Motivation durch äußere Reize wie Geld oder Beförderung entsteht.
Was besagt Vrooms Instrumentalitätstheorie?
Motivation entsteht demnach, wenn eine Person glaubt, dass eine bestimmte Anstrengung zu einem Ergebnis führt, das wiederum eine erwünschte Belohnung nach sich zieht.
Welche Rolle spielt die Principal-Agent-Theorie?
Sie analysiert das Verhältnis zwischen Auftraggeber (Unternehmen) und Auftragnehmer (Mitarbeiter) und wie Anreize gesetzt werden können, um Interessenkonflikte zu lösen.
Was war das Ergebnis der Mini-Studie im Dialogmarketing?
Die Studie wertet aus, wie Mitarbeiter die Einführung eines neuen Anreizsystems wahrnehmen und welche Auswirkungen dies auf ihre individuelle Erwartungshaltung hat.
- Quote paper
- Annina Grau (Author), 2012, Auswirkungen von sichtbaren Anreizsystemen auf das Leistungsverhalten (Produktivität) im Team, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321243