Nukleare (In-)Stabilität und Abschreckung im indisch-pakistanischen Verhältnis

Eine Gegenüberstellung des "Stability / Instability Paradox" mit Kapurs „Instability / Instability Paradox“


Seminararbeit, 2015
24 Seiten, Note: 1.0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1.Einleitung

2.Empirie - Nukleares Südasien seit 1998
2.1. Konflikt um Kargil 1999
2.2. Angriff auf das Indische Parlament 2001
2.3. Aktuelle Ereignisse

3. Theoretische Ansätze
3.1. Stability / Instability Paradox
3.2. Kapur: Instability / Instability Paradox

4.Ergebnisse der Gegenüberstellung und Fazit

5.Literaturverzeichnis

Legende der Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Seit im Mai 1998 zuerst Indien und kurz darauf dessen Nachbarland Pakistan Kernwaffentests durchführten und so Mutmaßungen über mögliche Nuklearkapazitäten der beiden rivalisierenden Länder bestätigten1, haben sich eine Vielzahl von Wissenschafter*innen mit der Frage nach der nuklearen Stabilität in Südasien beschäftigt.

Während etwa das Atomwaffenprogramm des Iran auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist, erfährt das angespannte Verhältnis zwischen den Atommächten Indien und Pakistan außerhalb des akademischen Diskurses vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit. Dabei hatte Bill Clinton die Region einst als "gefährlichsten Ort der Erde" bezeichnet2 und Forschende weisen darauf hin, dass „nirgendwo […] ein nuklearer Schlagabtausch wahrscheinlicher [wäre] als in Südasien.“3 Tatsächlich wächst das Arsenal an Kernwaffen nirgendwo so schnell wie in Pakistan4, außerdem sind Indien auf Platz 1 und Pakistan auf Platz 3 der größten Waffenimporteure der Welt5. In einer Region, in der sowohl nuklear als auch konventionell derart massiv aufgerüstet wird, ist abzusehen, dass die Frage nach der strategischen Stabilität bzw. Instabilität auch in Zukunft von enormer Relevanz für die Internationale Sicherheitspolitik bleiben wird.

Die Beantwortung der Frage, inwieweit die Verbreitung von Nuklearwaffen abschreckend und konfliktvorbeugend wirkt, ist besonders im indisch-pakistanischen Verhältnis von Interesse, da die Geschichte der beiden Länder von Spannungen und Kriegen geprägt ist. Die akademische Li- teratur ist sich in der Beantwortung dieser klassischen Proliferationsfrage in Bezug auf Südasien alles andere als einig. Dies liegt vor allem daran, dass sich der Fall Südasiens komplexer gestaltet als die Zeit des Kalten Krieges, zu der Autor*innen häufig Parallelen zu ziehen versuchen6. Im Gegensatz zum nuklear hochgerüsteten Kalten Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion kam es seit den Atomtests durchaus zu mehreren direkten, ernstzunehmenden Kon- flikten zwischen den beiden Konfliktparteien Indien und Pakistan, insbesondere in der nördlichen Grenzregion Jammu und Kaschmir. Diese weiteten sich jedoch bisher nicht zu einem umfassen- den Krieg aus und auch der Einsatz von Atomwaffen wurde bisher vermieden.

Dieses Phänomen der partiellen Abschreckung führen eine Vielzahl von Forschenden auf das so- genannte „Stability / Instability Paradox“7 (im Folgenden: SIP) zurück, demzufolge der Besitz von Kernwaffen zweier Länder einen Atomkrieg zwischen diesen verhindert, es jedoch die Wahrscheinlichkeit von niedrigschwelligen Konflikten komme. Wichtige Arbeiten, die sich mit der Anwendbarkeit dieses Paradoxons auf die Region Südasien beschäftigen, stammen von Krepon, Ganguly, Kumar und Panday8. Aus der Literatur zur nuklearen Stabilität in Südasien ist das SIP nicht wegzudenken, wobei große Einigkeit über dessen Wirkungskraft zu bestehen scheint, unabhängig davon, ob es sich um abschreckungsoptimistische oder -pessimistische Au- tor*innen handelt9. Dabei ist auffällig, dass eine grundsätzliche Auseinandersetzung oder Hinter- fragung des SIP in der Mehrzahl der Literatur, die sich darauf beziehen, nicht stattfindet10 und teilweise gegensätzliche Interpretationen der Wirkungsweise des SIP angeführt werden. Da dies aus wissenschaftstheoretischer Sicht problematisch ist, soll diese Arbeit sich an einer kritischen Untersuchung auf das theoretische Konzept des SIP versuchen. Dies soll durch eine Gegenüber- stellung mit der Arbeit eines Kritikers des SIP, Paul Kapur, geschehen.

Kapur stellt ausdrücklich die Anwendbarkeit dieses Konzepts für Indien und Pakistan in Frage11. Er argumentiert, dass es vielmehr nukleare Instabilität nicht Stabilität, also eine hohe Gefahr ei- ner nuklearen Eskalation, sei, die zu Instabilität auf niedrigerer Ebene führe. Diese These lässt sich unter dem Namen Instability / Instability Paradox zusammenfassen (im Folgenden: IIP)12. Es ist auffällig, dass Kapur nicht selten in einer Reihe mit Krepon und anderen SIP-Publizierenden genannt wird, ohne dass auf Unterschiede in ihren theoretischen Ansätzen hingewiesen würde. In einigen Fällen werden Kapurs Thesen sogar grundlegend missinterpretiert13. Insgesamt haben Kapurs Beiträge wie sein 2007 erschienenes Buch „Dangerous Deterrent“14 kaum Beachtung er- halten und keinen merklichen akademischen Diskurs hervorgerufen. Die vorliegende Arbeit hält dies für nicht gerechtfertigt und argumentiert, dass eine Beschäftigung mit den Ausführungen Kapurs einen fruchtbaren Dialog mit und eine Hinterfragung innerhalb der SIP-Literatur anstoßen könnte, die zu einer Weiterentwicklung und Konkretisierung des häufig unklaren Konzepts des SIP. Diese ist nach Ansicht der vorliegenden Arbeit notwendig und wünschenswert.

Die Autor*innen beziehen sich in ihrer Argumentation spezifisch auf empirische Fälle des Indo- Pakistanischen Konflikts seit 1998, insbesondere die Ereignisse in Kargil 1999. Ohne diese Hin- tergründe sind die darauf aufbauenden theoretischen Schlussfolgerungen des SIP und IIP schwer- lich nachzuvollziehen, daher beginnt die Arbeit mit einer umrisshaften Darstellung der wichtigs- ten Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan seit den Kernwaffen- tests. Es ist darauf hinzuweisen, dass eine tiefergehende Analyse den Rahmen dieser im Grund- satz theoretischen Arbeit sprengen würde, weshalb eine starke Vereinfachung notwendig ist. Im Anschluss werden die Grundthesen und Argumente sowohl des SIP- als auch des IIP-Ansatzes dargelegt, die in gleichem Maße kritisch hinterfragt und auf logische Konsistenz überprüft wer- den sollen. Abschließend sollen die Ergebnisse dieser Gegenüberstellung zusammenfassend dar- gestellt werden, wobei sich die Frage, welches der beiden Konzepte sich als plausibler darstellt, nicht eindeutig beantwortet werden kann. Vielmehr soll ein Anreiz für eine fruchtbare Synthese beider Ansätze geliefert werden.

Die praktische Relevanz dieser Arbeit liegt in den Konsequenzen, die Strateg*innen aus der Wirkkraft von Atomwaffen für konventionelle Konflikte ziehen. Südasien ist die Region, in der die meisten von Konflikten betroffenen Menschen der Erde leben15, für die davon betroffenen Menschen sind die politischen Implikationen der theoretischen Betrachtung zur Nuklearisierung des Region entscheidend. Politikwissenschaftliche Theorien sollten Fragen danach, ob mehr Ab- schreckung die Wahrscheinlichkeit auf niedrigerer Ebene erhöht oder senkt und ob Abrüstung und die Abwesenheit von Krieg sich ausschließen, entschiedener beantworten können als sie dies bisher tun. Hier besteht nach Ansicht der Autorin dieser Arbeit für den südasiatischen Kontext noch Nachholbedarf. Die Beschäftigung mit den genannten Konzepten in dieser Arbeit soll einen Anreiz bieten, die theoretische Fundierung sowie daraus folgende Handlungsempfehlungen für die Politik zu überarbeiten.

2. Empirie - Nukleares Südasien seit 1998

Der Ursprung des konfliktbeladenen indisch-pakistanischen Verhältnisses geht zurück auf die Dekolonisierung und Teilung Britisch-Indiens im Jahr 194716, infolge derer es in den darauffol- genden Jahren zu einem ersten Krieg um die Region Kaschmir und Jammu kam17. Sowohl Pakis- tan als auch Indien sehen die Zugehörigkeit dieser Region zu ihrem jeweiligen Staatsgebiet, als Teil ihrer Staatsräson an18. Für Indien steht die Inklusion dieses mehrheitlich von Personen mus- limischen Glaubens bewohnten Gebiets symbolisch als Bestätigung der eigenen Säkularität. Pa- kistan hingegen fordert die Eingliederung in sein Staatsgebiet als „Heimatland der Muslime in Südasien“19. Ein weiterer Krieg um die Zugehörigkeit der Region folgte im Jahr 1965, der soge- nannte zweite Kaschmirkrieg.20 Bis auf den indisch-pakistanischen Krieg von 1971, der zur Gründung des Staates Bangladeschs nach der Sezession von Pakistan führte, wurden militärische Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan durch regelmäßige Grenzüberschreitungen Pakistans in der Kaschmirregion ausgelöst21. Seit 1971 teilt eine internationale Demarkationslinie (Line of Control, im Folgenden LoC) das Gebiet in einen pakistanisch und einen indisch kontrol- lierten Teil22. Pakistan unterstützt aufständische und sezessionistische Bewegungen im indisch- kontrollierten Teil Kaschmirs und Jammus durch Ausbildung und Material, da es die Angliede- rung des von Indien kontrollierte Territoriums für illegal und die Weigerung Indiens, das seit 1947 angekündigte Plebiszits durchzuführen, für undemokratisch hält.23

Wenn von nuklearer Abschreckung in Südasien die Rede ist, muss zudem die Asymmetrie der Nukleardoktrinen von Indien und Pakistan berücksichtigt werden. Danach schließt Indien einen Erstschlag aus, Pakistan behält sich die Möglichkeit eines nuklearen Erstschlags im Gegensatz dazu vor24. Das aggressive Abschreckungspotenzial der pakistanischen Kernwaffen ist somit ver- gleichsweise höher als das Indiens. Pakistan müsste hingegen durch die Androhung massiver Vergeltung im Falle eines Erstschlags abgeschreckt sein.

2.1. Konflikt um Kargil 1999

Erstmals seit knapp 30 Jahren kam es im Mai 1999, ein Jahr nach der Durchführung der Nuklear- tests, wieder zu einem indo-pakistanischen Krieg, als pakistanische Truppen Schlüsselpositionen in der Gebirgsregion Kargil im indisch-kontrollierten Teil Kaschmirs besetzten25. Pakistanische Streifkräfte, angeleitet des damaligen Armeechefs Musharraf und späteren Präsidenten26, drangen dabei über eine Breite von 150 km und Tiefe von 12 km in das Gebiet ein27. Indien reagierte mit dem Einsatz der Luftwaffe, nachdem sich die Entsendung von Truppen wegen der schwierigen geographischen Lage als nicht effektiv erwies28. In der zwei Monate anhaltenden militärischen Auseinandersetzung kam es zu etwas über 1.000 Toten auf beiden Seiten. Daher ist in der Litera- tur sowohl von Konflikt als auch Krieg die Rede29. Zum ersten Mal seit der Kubakrise 1962 stan- den sich zu diesem Zeitpunkt wieder zwei Atommächte in einem Konflikt gegenüber, was inter- national zunehmend Besorgnis hervorrief30. Pakistans Premierminister Sharif schien Quellen zu- folge von der Intensität der indischen Reaktion überrascht31, möglicherweise in der Annahme, Indien würde in Anbetracht nuklearer Abschreckung ebenso vor konventionell-militärischer Ver- geltung zurückschrecken32. Das hauptsächliche Ziel des Angriffs sei laut Sharif gewesen, wieder vermehrt die internationale Aufmerksamkeit auf die Kaschmir-Frage zu lenken33.

Während der Kargilkrise drohten auf beiden Seiten mehrfach mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen den Gegner und riskierten eine nukleare Eskalation34. Allerdings gibt es ebenso Anzeichen dafür, dass sich die Verantwortlichen im Verlauf der Krise vorsichtiger verhielten als in vorher- gehenden Kriegen Jahrzehnte zuvor. So hat beispielsweise Indien anders als in vorherigen Kon- flikten auf eine Ausweitung der Front und die Überschreitung der LoC verzichtet35. Im Juli zog Sharif die Truppen zurück.36 Trotz der bestehenden Gefahr eines nuklearen Schlagabtauschs in weiteren Krisen, wurde die bilaterale Kommunikation nach dem Kargilkrieg, anders als etwa in der Kubakrise, abgebrochen statt verbessert37. Auch nach dem Ende der Kargilkrise, hielt die Gewalt an, so stufte das Uppsala Conflict Data Program den Kaschmirkonflikt in den Jahren 1999 bis 2005 durchgängig als „Krieg“ ein38.

2.2. Angriff auf das Indische Parlament 2001

Ende 2001 kam es erneut zu einer ernsthaften Krise zwischen den beiden Nachbarländern, als Personen mit terroristischem Hintergrund einen Anschlag auf das Indische Parlament in Neu- Delhi verübten. Indien warf Pakistan vor, dafür verantwortlich zu sein. Nachdem die Regierung unter Musharraf sich weigerte, von Indien für den Angriff verdächtigte Personen auszuliefern39, stationierte unter dem Namen „Operation Parakram“ rund 800.000 Truppen entlang der Grenze, was von Pakistan mit ähnlich starkem Aufmarsch beantwortete40. Im Januar 2002 versprach Musharraf in einer Ansprache, pakistanisches Territorium dürfe nicht zur Vorbereitung terroristi- scher Angriffe im Ausland missbraucht werden41. Dennoch standen die beiden Konfliktparteien über 18 Monate hinweg am Rande eines erneuten Krieges42. In dieser sogenannten „Twin Peak Crisis“ wurde auf beiden Seiten in massiver Weise nukleare Rhetorik angewandt und Indien drohte mehrfach mit dem Kriegseintritt43.

[...]


1 Vgl. Ganguly, Sumit (2008a): Nuclear Stability in South Asia. In: International Security 33 (2), S. 45-70. S.45

2 Ghoshroy, Subrata; Neuneck, Götz (2010): South Asia at a crossroads. Conflict or cooperation in the age of nuclear weapons, missile defense, and space rivalries. Baden-Baden: Nomos, S.9. Auch Koblentz kommt in einer Studie zum Schluss, die Region sei “most at risk of a breakdown in strategic stability due to an explosive mixture of unresolved territorial disputes, cross-border terrorism, and growing nuclear arsenals.” Vgl. Koblentz, Gregory D. (2014): Strategic stability in the second nuclear age: Council on Foreign Relations Press (Council special report, no. 71), S.3

3 Schilling, Stefan (2011): Gefangen im Dilemma. Was eine Lösung des Nuklearkonflikts in Südasien blockiert. In: Internationale Politik (2), S. 40-46

4 Schätzungen zufolge wird Pakistan bis zum Jahr 2020 Material für die Produktion von mehr als 200 Atomwaffen besitzen. Vgl. Koblentz (2014), S.14f.

5 Zweitgrößter Importeur ist die anerkannte Atommacht Volksrepublik China, die an Indien und Pakistan angrenzt und ebenfalls im Konflikt um umstrittene Kaschmirgebiet involviert ist. Indiens Importe übersteigen die von China oder Pakistan um ein Drei- faches. Vgl. Wezeman, Siemon; Wezeman, Pieter: Trends in International Arms Transfers, 2013. SIPRI Fact Sheet. Hg. v. Stock- holm International Peace Research Institute. Online verfügbar unter http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1403.pdf

6 Siehe beispielsweise: Basrur, Rajesh M. (2008): South Asia's Cold War. Nuclear weapons and conflict in comparative perspective. New York: Routledge

7 Diese Formulierung wurde erstmals von B. L. Hart mit Bezug auf den Kalten Krieg geprägt und zehn Jahre später von Glenn Snyder in einem Essay weiter ausgeführt. Vgl. Snyder, G. H. (1965): The Balance of Power and the Balance of Terror. In: Paul Seabury (Hg.): The Balance of power. San Francisco: Chandler Pub. Co, S. 185-201

8 Vgl. Krepon, Michael (2005): The Stability-Instability Paradox, Misperception, and Escalation Control in South Asia. In: Rafiq Dossani und Henry S. Rowen (Hg.): Prospects for peace in South Asia. Stanford, Calif.: Stanford University Press, S. 261-279. Kumar, Rajesh: Revisiting the Kashmir Insurgency, Kargil, and the Twin Peak Crisis: Was the Stability/Instability Paradox at Play? In: The New England Journal of Political Science 3 (1), S. 49-97. Panday, Anuj (2011): The Stability-Instability Paradox: The Case of the Kargil War. In: Penn State Journal of International Affairs, S. 7-14. Bhonsle, Rahul K. (2009): Kargil 1999: Limited War, Unlimited Consequences. In: Center for Land Warfare Journal, S. 73-87.

9 Vgl. Rajagopalan, Rajesh (2006): What Stability-Instability Paradox? Subnational Conflicts and the Nuclear Risk in South Asia. Research Papers Nr. 4. Hg. v. South Asian Strategic Stability Institute, S.3

10 Zu diesem Schluss kommt auch Rajagopalan. Vlg. Rajagopalan (2006), S.4

11 Ein weiterer Autor, der die Anwendbarkeit des SIPs, wenn auch einer anderen Argumentation folgend, anzweifelt, ist Rajago- palan.

12 Kapur selbst verwendet diesen Begriff erstmalig in seinem 2007 erschienenen Werk „Dangerous Deterrent“, in dem er das im Artikel angeführte Argument weiter ausführt. Vgl. Kapur, Paul S. (2007): Dangerous Deterrent. Nuclear Weapons Proliferation and Conflict in South Asia. Stanford, Calif.: Stanford University Press

13 Beispielsweise in Pamidi, Col (2012): Possibility of Nuclear War in Asia. An Indian Perspective. New Delhi: Vij Books India Private Limited, S.76

14 Kapur (2007)

15 Vgl. Betz, Joachim (2007): Hintergründe des anhaltenden indisch-pakistanischen Dialogs. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 39. Online verfügbar unter http://www.bpb.de/apuz/30224/hintergruende-des-anhaltenden-indisch-pakistanischen-dialogs?p=all

16 Vgl. Harrison, Selig S.; Kreisberg, Paul H.; Kux, Dennis (Hg.) (1999): India and Pakistan. The first fifty years. Washington, D.C.: Woodrow Wilson Center Press, S.1

17 Vgl. Ganguly, Sumit (1999): India: Policies, past and future. In: Selig S. Harrison, Paul H. Kreisberg und Dennis Kux (Hg.): India and Pakistan. The first fifty years. Washington, D.C.: Woodrow Wilson Center Press, S. 155-169, S.157

18 Vgl. Ganguly (2008a), S.49

19 Ebd.

20 Vgl. Ganguly (1999), S.159

21 Vgl. Ganguly (2008a), S.20

22 Vgl. Basrur (2008), S.39

23 Vgl. Kapur, Paul S. (2005): India and Pakistan´s Unstable Peace. Why Nuclear South Asia Is Not Like Cold War Europe. In: International Security 30 (2), S. 127-152, S.136

24 Vgl. Latif, Amir (2014): A Comparative Study of Nuclear Doctrines of India and Pakistan. In: Journal of Global Peace and Conflict 2 (1), S. 129-146

25 Vgl. Basrur (2008), S.57ff.

26 Musharraf löste durch einen Militärputsch im Jahr 2001 den damaligen Premierminister Sharif ab und war bis 2008 Präsident Pakistans. Quellen berichten, Sharif sei von Musharraf nicht oder nicht vollständig über die Operation in Kargil informiert wor- den. Vgl. Free Press Journal (2015): Musharraf kept Sharif, Kayani in dark while conducting Kargil Operation in 1999. Hg. v. Free Press Journal. Online verfügbar unter http://www.freepressjournal.in/musharraf-kept-sharif-kayani-in-dark-while- conducting-kargil-operation-in-1999/

27 Vgl. Basrur (2008), S.57

28 Ebd., S.57f.

29 Die üblicherweise angewandte Definition, abgeleitet vom „Correlates of War Project“, spricht von Krieg als einem gewaltsa- men, interstaatlichen Konfliktes mit mehr als 1.000 getöteten Kombattanten pro Jahr. Diese Kriterien sind in der Auseinanderset- zung um Kargil erfüllt, in dem laut Uppsala Conflict Data Program 1174 Kämpfende getötet wurden. Vgl. o.A.: India - Paki- stan: War and Minor Conflict. Conflict Encyclopedia. Hg. v. Uppsala Conflict Data Program. Online verfügbar unter http://www.ucdp.uu.se/gpdatabase/gpcountry.php?id=74&regionSelect=6-Central_and_Southern_Asia#. Einige Autor*innen sprechen daher auch von einem Krieg, vgl. Panday (2011) und Ganguly (2008a), S.47.

30 Synnott, Hilary (1999): The causes and consequences of South Asia's nuclear tests. Oxford, New York: Oxford University Press for the International Institute for Strategic Studies

31 Vgl. Ganguly (2008a), S.58

32 Vgl. Lynch III, Thomas F. (2013): Crisis Stability and Nuclear Exchange Risks on the Subcontinent. Major Trends and the Iran Factor. Hg. v. Institute for National Strategic Studies (Strategic Perspectives, 14). Online verfügbar unter http://inss.ndu.edu/Portals/68/Documents/stratperspective/inss/Strategic-Perspectives-14.pdf, S.3

33 Vgl. Kapur (2007), S.122

34 Vgl. z.B. Basrur (2008), S.61

35 Ebd., S.59

36 US-Präsident Clinton forderte einen bedingungslosen Rückzug vonseiten Pakistans, was von einigen Autor*innen jedoch als nur bedingt kriegsentscheidend angesehen wird. Vgl. Betz (2007)

37 Vgl. Krepon (2005), S.270

38 o.A.: India - Kaschmir: War and Minor Conflict. Conflict Encyclopedia. Hg. v. Uppsala Conflict Data Program. Online verfüg- bar unter http://www.ucdp.uu.se/gpdatabase/gpcountry.php?id=74&regionSelect=6-Central_and_Southern_Asia#

39 Vgl. Ganguly (2008a), S.61

40 Vgl. Paul, T. V. (2005): The India-Pakistan conflict. An enduring rivalry. Cambridge: Cambridge University Press, S.167

41 Vgl. Ganguly, Sumit (2008b): Der indisch-pakistanische Konflikt. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (22), S. 32-38

42 Vgl. Paul (2005), S.167

43 Vgl. das Zitat von Basrur: “The role of nuclear weapons in the new crisis was more prominent that in the past. (...) Nuclear weapons became central to the discourse in unprecented ways.” Basrur (2008), S.61

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Nukleare (In-)Stabilität und Abschreckung im indisch-pakistanischen Verhältnis
Untertitel
Eine Gegenüberstellung des "Stability / Instability Paradox" mit Kapurs „Instability / Instability Paradox“
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Zentrum für Internationale Studien)
Veranstaltung
Institutionen, Entscheidungsprozesse und Spezialprobleme Deutscher und Internationaler Sicherheitspolitik
Note
1.0
Autor
Jahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V321398
ISBN (eBook)
9783668207806
ISBN (Buch)
9783668207813
Dateigröße
1187 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sicherheit, Internationale Beziehungen, Nukleare Abschreckung, Indien, Pakistan, atomare Sicherheit, Instability, Stability, Kapur
Arbeit zitieren
Josephine Witt (Autor), 2015, Nukleare (In-)Stabilität und Abschreckung im indisch-pakistanischen Verhältnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321398

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